Verbände dringen auf Kooperation der Schweizer Privatbanken

Vor allem bei kleinen Banken ist der Leidensdruck groß.

Die Schweizer Vermögensverwaltungsverbände dringen auf eine engere Kooperation der Privatbanken – insbesondere im IT-Bereich. „Großes Potenzial zur Effizienzsteigerung der Industrie sehen wir in einer verstärkten Zusammenarbeit der Banken in nicht konkurrierenden Bereichen“, sagte Boris Collardi, Präsident der Vereinigung Schweizerischer Assetmanagement- und Vermögensverwaltungsbanken, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Bern. Die Schweizer Börse SIX könne dabei eine zentrale Rolle spielen.

Eine stärkere Kooperation biete sich etwa in Bereichen wie Recht und Regulierung an, sowie bei der Standard-Bankendokumentation, dem Beschaffungswesen und in der Hypothekenabwicklung.

Sobald mehr Klarheit herrsche, wollten die Verbände einen Technologiepartner für die Umsetzung ihrer Pläne finden. Grundsätzlich kämen dafür auch die großen Wirtschaftsprüfungskanzleien infrage, die solche Dienstleistungen anbieten. Diverse Banken haben Dienstleistungen bereits ausgelagert, etwa an Firmen wie Avaloq und Swisscom.

Vor allem bei kleinen Banken sei der Leidensdruck groß, sagte Collardi. Sie hätten besonders mit steigenden Kosten durch zunehmende Regulierung zu kämpfen. Doch auch größere Vermögensverwalter seien für eine Kooperation offen.

Die beiden Verbände VAV und VSPB repräsentieren 37 Finanzinstitute mit einem verwalteten Vermögen von 1 800 Milliarden Franken. In den vergangenen gut 20 Jahren ist die Zahl der Privatbanken in der Schweiz auf zuletzt 261 von über 400 geschrumpft. „Der Großteil der Konsolidierung ist hinter uns“, sagte Collardi.

 

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