Deutsche Mittelständler entdecken China für sich

Die Türkei und Russland bieten einer Studie zufolge unter den wichtigsten Schwellenländern die attraktivsten Standortbedingungen für deutsche Familienunternehmen.

Angesichts der unsicheren rechtsstaatlichen Entwicklung in den beiden Staaten rücke China aber dichter heran, hieß es in einer Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen.

Die Volksrepublik biete Investoren ein stabileres politisch-institutionelles Umfeld. Verträge könnten dort relativ schnell und effizient vor Gericht durchgesetzt werden. Vor allem müssten Unternehmen vergleichsweise geringe Kosten im Zusammenhang mit Kriminalität und Terrorismus tragen. Sorgen bereitet zudem die hohe private Verschuldung der Chinesen.

„Die Türkei und Russland müssen aufpassen, dass sie ihre Attraktivität als Standort für Familienunternehmen nicht wegen wachsender Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit verspielen“, sagte Stiftungsvorstand Rainer Kirchdörfer. „Verlässliche politische und institutionelle Rahmenbedingungen sind für große, international tätige Familienunternehmen für ein entsprechendes Engagement im Ausland essenzielle Voraussetzungen.“

Auf den Plätzen dahinter folgen Mexiko, Indien und Brasilien. Für den Länderindex wurden Kriterien wie Steuern, Arbeit, Regulierung, Finanzierung und Infrastruktur untersucht. Südafrika ist wegen mangelnder Daten nicht im Ranking enthalten. Beim Schutz von Eigentumsrechten liegt Russland nach der Türkei auf dem letzten Platz der untersuchten Schwellenländer. In China werden mangelhafte Datennetze sowie der vergleichsweise niedrige Bildung

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