Starke Trendwende bei Erzeugerpreisen

Der Jahresdurchschnitt 2017 für die Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs lag um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Markant stiegen 2017 bei den Vorleistungsgütern die Preise im Bereich „Metallerzeugung und -bearbeitung“. (Foto: dpa)

Markant stiegen 2017 bei den Vorleistungsgütern die Preise im Bereich „Metallerzeugung und -bearbeitung“. (Foto: dpa)

Im Jahr 2016 hatte die Jahresdurchschnittsrate noch -1,8 Prozent und 2015 -1,5 Prozent betragen. Der Indexanstieg im Jahr 2017 markiert eine Trendwende in der Preisentwicklung für Erzeugnisse des Produzierenden Bereichs: Zuletzt hatte es im Jahr 2012 (+0,9 Prozent) einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr gegeben.

Die steigenden Preise für Vorleistungsgüter (+3,0 Prozent) waren hauptverantwortlich für den Indexanstieg im Jahr 2017 (+1,9 Prozent), wohingegen 2016 (-1,5 Prozent) und 2015 (-0,6 Prozent) hier noch Preisrückgänge zu verzeichnen waren. Markant stiegen 2017 bei den Vorleistungsgütern die Preise im Bereich „Metallerzeugung und -bearbeitung“, die im Schnitt um 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr anzogen (Jahr 2016: -4,9 Prozent, Jahr 2015: -1,8 Prozent). Am stärksten erhöhten sich gegenüber 2016 die Preise für „Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen“ (+14,4 Prozent), gefolgt von „sonstigen Erzeugnissen der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl“ (+8,9 Prozent) sowie von „Nichteisen-Metallen und Halbzeug daraus“ (+8,8 Prozent). Ebenfalls starke Preisanstiege bei den Vorleistungsgütern gab es in der Produktgruppe „chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischer Kautschuk in Primärform“ (+7,9 Prozent). Rückläufig entwickelten sich hingegen die Preise für „Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe“ (-1,1 Prozent).

Einen Aufwärtstrend verzeichneten im Jahr 2017 die Energiepreise, die gegenüber 2016 um 2,3 Prozent anstiegen.

Die Preise für Investitionsgüter lagen 2017 durchschnittlich um 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau (2016: +0,4 Prozent, 2015: +0,8 Prozent). Vor allem die Preiserhöhungen bei „Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige“ (+1,6 Prozent) sowie bei „Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnissen“ (+1,1 Prozent) ließen den Index für Investitionsgüter anwachsen.

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