Bildung: Grosse Unterschiede zwischen Kantonen

Je nach Geschlecht, Migrationsstatus, Gemeindetyp, Sprachregion und Kanton bestehen grosse Unterschiede.

2015 erwarben 90,9 Prozent der jungen Erwachsenen bis zum 25. Altersjahr einen Abschluss der Sekundarstufe II. Bei in der Schweiz geborenen Schweizerinnen und Schweizern sind es 94,0 Prozent. Je nach Geschlecht, Migrationsstatus, Gemeindetyp, Sprachregion und Kanton bestehen grosse Unterschiede. In allen untersuchten Regionen ist die Abschlussquote in den Städten vergleichsweise tief. Dies geht aus den Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor, die erstmals anhand der Daten der Volkszählung und der modernisierten Erhebungen im Bildungsbereich berechnet wurden.

Je nach Wohngemeindetyp weist die Quote der Erstabschlüsse auf der Sekundarstufe II markante Unterschiede auf. In den Kernstädten beläuft sie sich auf 86,5 Prozent, in den anderen Agglomerationsgemeinden auf 90,8 Prozent und in den ländlichen Gemeinden und den isolierten Städten auf 94,1 Prozent.

Die Karte der Quote nach Wohnbezirk zeigt die räumliche Komplexität des Indikators. Unabhängig von der betrachteten Region sind die Quoten in Bezirken mit städtischen Zentren (Lausanne, Genf, Basel, Luzern, Lugano, Zürich, Biel) häufig vergleichsweise tief (zwischen 80 Prozent und 87 Prozent).

In der deutschsprachigen und rätoromanischen Schweiz liegt die Quote der Erstabschlüsse auf der Sekundarstufe II bei 92,7 Prozent und damit 5 bzw. 6 Punkte höher als in der italienischsprachigen (87,9 Prozent) und der französischsprachigen Schweiz (86,4 Prozent). In der deutschsprachigen und rätoromanischen Schweiz dominiert die berufliche Grundbildung, während sie in der französischsprachigen Schweiz deutlich weniger Gewicht hat. Die italienischsprachige Schweiz liegt dazwischen.

Die kantonalen Quoten liegen zwischen 83,1 Prozent und über 95 Prozent. In den kleinen Kantonen können sich die Werte aufgrund der beschränkten Anzahl betroffener Personen von einem Jahr zum anderen deutlich unterscheiden.

Die festgestellten Unterschiede bei der Quote der Erstabschlüsse auf der Sekundarstufe II haben mehrere Ursachen und lassen sich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht eindeutig begründen.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.