Digitalwährung Bitcoin weiter auf Talfahrt

Minus von etwa 25 Prozent / Größter Wochenverlust seit 2015

Die Digitalwährung Bitcoin hat am Freitag die Talfahrt der vergangenen Handelstage mit hohem Tempo fortgesetzt. Im Vormittagshandel fiel der Kurs etwa neun Prozent und rutschte deutlich unter die Marke von 9000 US-Dollar. Auf der Handelsplattform Bitstamp erreichte der Kurs bei 8300 Dollar den tiefsten Stand seit November.

Mit einem Minus von insgesamt etwa 25 Prozent steuerte sie damit auf den größten Wochenverlust seit drei Jahren zu. „Strengere Regulierungen und eine Flut an negativen Nachrichten haben viele Spekulanten zu Gewinnmitnahmen veranlasst“, sagte Analyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. „Eine Korrektur bis auf 5000 US-Dollar ist nicht auszuschließen.“

Im vergangenen Herbst hatte der Bitcoin zu einem Höhenflug angesetzt. Mitte Dezember war der Kurs bis auf ein Rekordhoch bei etwa 20 000 Dollar gestiegen. Seitdem ging es tendenziell abwärts. Auch bei anderen Digitalwährungen wie zum Beispiel Ripple kam es kurz vor dem Wochenende zu einem massiven Kurseinbruch.

Weltweit arbeiten Regierungen daran, den relativ neuen Markt für virtuelle Währungen mit seinen drastischen Kursausschlägen zu zügeln. Indien will Zahlungen mit Kryptowährungen verbieten. Südkorea kündigte eine strenge Regulierung an, nachdem die Hochburg der Spekulation mit Cyber-Devisen ursprünglich sogar über ein komplettes Verbot des Handels nachgedacht hatte.

China blockiert die Internet-Zugänge zu Kryptobörsen und hat Initial Coin Offerings (ICOs) verboten, bei denen Firmen durch die Ausgabe neuer virtueller Währungen Geld bei Investoren einsammeln. Zu Wochenbeginn sorgte zudem ein Hackerangriff auf eine Kryptobörse in Japan für Aufsehen, bei dem die Täter rund eine halbe Milliarde Dollar erbeuteten.

 

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  1. Gundi müller sagt:

    Was, außer verbratener Energie sind diese Coins eigentlich? Langsam kapiert man, was für eine abstrakte Sache Geld überhaupt ist,
    Zumindest manche Münzen sind hübsch zum Sammeln, man kann sie auch auf dem See hüpfen lassen, sie besitzen sogar einen Wert als Rohstoffe (früher war da mal echtes Kupfer in den Pfennigen), Als Knöpfe unpraktisch, man muss erst die Löcher zum Annähen hineinbohren. Geld werden sie erst dadurch, dass der Bäcker mir dafür ein Brot gibt oder der Friseur mir für eine Handvoll davon die Haare schneidet.
    Abstrakter ist das Geld auf meinem Konto, zumindest jetzt noch kann ich zur Bank gehen und mir dafür ein paar Rollen Münzen (s.o.) oder Papierscheine holen.
    Und anscheinend gibt es auch Menschen, die für ein paar Bitcoin größere reale Werte rausrücken oder wie jetzt, wo alle Spekulanten Bitcoins haben wollten, auch echte Münzen und Scheine.
    Was mache ich mit den Bitcoins, wenn keiner reales Geld dafür hergeben will.
    Ich fasse in die Hosentasche und finde 8 Euro und 1 Cent Wechselgeld.
    Was mach ich, wenn der Bäcker seine Brötchen lieber selbst aufisst.