Elektroindustrie erwirtschaftet Rekordumsatz

Die Deutsche Elektroindustrie erzielte 2017 einen Umsatz von mehr als 191 Milliarden Euro.

Für dieses Jahr wird ein weiterer Rekord von gut 196 Milliarden Euro vorausgesagt. (Foto: dpa)

Für dieses Jahr wird ein weiterer Rekord von gut 196 Milliarden Euro vorausgesagt. (Foto: dpa)

Die deutsche Elektroindustrie hat dank einer starken Nachfrage aus dem In- und Ausland im vergangenen Jahr einen Umsatzrekord erzielt. Die Erlöse stiegen um 7,2 Prozent auf den Bestwert von 191,2 Milliarden Euro, wie der Branchenverband ZVEI am Donnerstag in Frankfurt berichtete. Für dieses Jahr wird ein weiterer Rekord von gut 196 Milliarden Euro vorausgesagt.

Die Nachfrage nach Elektro- und Elektronikprodukten zog 2017 um 9,7 Prozent an. Aus dem Inland gingen 8,5 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vorjahr. Im Auslandsgeschäft gab es ein Plus von 10,6 Prozent. Die Produktion legte preisbereinigt (real) um 4,7 Prozent zu. „Für 2018 erwartet der ZVEI einen Anstieg der preisbereinigten Branchenproduktion um drei Prozent“, erläuterte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann.

Während die Inlandsaufträge stagnierten (-0,4 Prozent), erhöhten sich die Auslandsaufträge um 9,9 Prozent. Die Bestellungen aus der Eurozone gingen um 5,8 Prozent zurück, die aus Drittländern zogen dagegen um 19,1 Prozent an. „Damit war der Bestellzuwachs im Dezember allerdings geringer als im Durchschnitt des gesamten vergangenen Jahres“, kommentiert Gontermann. Von Januar bis Dezember legten die Auftragseingänge kumuliert um 9,7 Prozent zu (Inland plus 8,5 Prozent; Ausland plus 10,6 Prozent).

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der Elektroindustrie hat im Dezember 2017 um 4,6 Prozent gegenüber Vorjahr zugenommen, sodass sich für das komplette vergangene Jahr ein Anstieg des realen Branchenoutputs von 4,7 Prozent ergibt. Die Kapazitätsauslastung in der gesamten Branche hat sich zu Beginn des ersten Quartals 2018 nochmals um knapp einen Prozentpunkt auf jetzt 89,0 Prozent der betriebsüblichen Vollauslastung erhöht. Die durchschnittliche Reichweite der Auftragsbestände stieg von 2,7 auf 3,1 Produktionsmonate. Zudem haben die Elektrounternehmen ihre Produktionspläne zu Jahresbeginn weiter erhöht.

 

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