Starkes Wirtschaftswachstum im vierten Quartal

Das BIP der Schweiz wuchs im 4. Quartal 2017 um 0,6 Prozent nach 0,7 Prozent (revidiert) im Vorquartal.

Damit fällt das Quartalswachstum zum zweiten Mal in Folge spürbar überdurchschnittlich aus. Auf der Produktionsseite des BIP war das Wachstum breit abgestützt und wurde praktisch gleichermassen vom Industrie- und vom Dienstleistungssektor getragen.

Der bedeutendste Wachstumsimpuls kam abermals vom verarbeitenden Gewerbe (+1,2 Prozent). Die Branche konnte zwar nicht ganz an das starke Vorquartal anknüpfen, expandierte jedoch weiterhin dynamisch. Zudem erzielte das Baugewerbe nach drei leicht negativen Quartalen ein überdurchschnittliches Wachstum von 1,4 Prozent. Als einzige Branche des Industriesektors lieferte die Energiewirtschaft ein negatives Quartalsergebnis (-2,8 Prozent). Ebenfalls leicht rückläufig war die Wertschöpfung im Handel (-0,1 Prozent), während die meisten anderen Dienstleistungsbranchen expandierten.

Insbesondere steigerte sich die Wertschöpfung bei den Finanzdienstleistungen nach einem leicht negativen Vorquartal deutlich (+2,3 Prozent). Signifikante Wertschöpfungszuwächse fanden auch im Gastgewerbe (+1,6 Prozent), in der Transport- und Kommunikationsbranche (+0,7 Prozent) sowie in der öffentlichen Verwaltung (+0,5 Prozent) und im Gesundheitswesen (+0,4 Prozent) statt. Die unternehmensnahen Dienstleistungen stagnierten indessen (+0,0 Prozent).

Auf der Verwendungsseite des BIP lieferte die inländische Endnachfrage einen positiven Impuls. Der private Konsum (+0,2 Prozent) expandierte moderat, gestützt insbesondere durch die Bereiche Gesundheitspflege, Wohnen und Energie sowie Hotel- und Restaurantdienstleistungen. Der Staatskonsum (+0,5 Prozent) wuchs entsprechend dem langfristigen Mittel. Bei den Bauinvestitionen beschleunigte sich das Wachstum, nach einem schwächeren Vorquartal, merklich auf 1,1 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen registrierten mit -1,3 Prozent das erste negative Quartalsergebnis seit fast drei Jahren. Dies ist jedoch hauptsächlich auf einen starken Rückgang der volatilen Rubrik Forschung und Entwicklung zurückzuführen. Demgegenüber wurden die Investitionen in Fahrzeuge und in EDV ausgeweitet.

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