IWH warnt vor Risiken für deutsche Hochkonjunktur

Die deutsche Wirtschaft könnte an Kapazitätsgrenze stoßen.

Dem Aufschwung in Deutschland drohen dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zufolge wachsende Risiken. „Die deutsche Wirtschaft ist derzeit in einer Hochkonjunktur“, sagte IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller am Donnerstag. „Zweifelhaft ist, ob sie über die Kapazitäten verfügt, um das Tempo des Aufschwungs noch lange durchzuhalten.“

Für dieses Jahr rechnet das IWH erneut mit einem Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent, das 2019 auf 1,6 Prozent nachlassen dürfte. Zweifelhaft sei, ob die deutsche Wirtschaft über die Kapazitäten verfüge, um das Tempo des Aufschwungs noch lange durchzuhalten. Das Rekordhoch bei der Zahl der offenen Stellen deute darauf hin, dass schon gegenwärtig deutlich mehr produziert werden könnte, wenn Ressourcen in den Unternehmen vorhanden wären.

Die Steuerreform in den USA werde der Weltwirtschaft in diesem Jahr zwar einen zusätzlichen Schub verleihen. „Allerdings dürften die Steuersenkungen auch Sorgen verstärkt haben, dass höhere US-Zinsen bald weltweit Aktienkurse sinken und Finanzierungskosten steigen lassen könnten“, erklärten die Forscher. „Auch trübt das Risiko einer Spirale protektionistischer Maßnahmen die weltwirtschaftlichen Aussichten, seit die USA im März Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte erhoben haben.“

 

 

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