Österreich: Außenhandel legt deutlich zu

Die Produktgruppe Maschinen und Fahrzeuge war mit einem Einfuhranteil von 35,7 Prozent und einem Ausfuhranteil von 39,9 Prozent auch 2017 wieder die bedeutendste im österreichischen Außenhandel.

Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union importierte Österreich 2017 Waren im Wert von 104,60 Milliarden Euro (+7,9 Prozent). Der Wert der in diese Länder exportierten Waren verzeichnete ebenfalls einen markanten Anstieg gegenüber 2016 (+8,6 Prozent) und betrug 99,04 Milliarden Euro. Rund 70 Prozent des österreichischen Außenhandels (Importe: 70,9 Prozent, Exporte: 69,8 Prozent) wurde mit den EU-Mitgliedstaaten abgewickelt.

Der Außenhandel mit Drittstaaten verzeichnete einen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr: bei den Importen +11,0 Prozent auf 43,01 Milliarden Euro und bei den Exporten +7,3% auf 42,88 Milliarden Euro.

Maschinen und Fahrzeuge sind Außenhandelsmotor

Die Produktgruppe Maschinen und Fahrzeuge war mit einem Einfuhranteil von 35,7 Prozent und einem Ausfuhranteil von 39,9 Prozent auch 2017 wieder die bedeutendste im österreichischen Außenhandel. Die Importe legten um 8,7 Prozent auf 52,66 Milliarden Euro zu, die Exporte erhöhten sich um 7,7 Prozent auf 56,63 Milliarden Euro. Die weiteren wertmäßig stärksten Produktgruppen bei den Ausfuhren waren bearbeitete Waren (+9,8 Prozent auf 30,90 Milliarden Euro), chemische Erzeugnisse (+11,9 Prozent auf 19,84 Milliarden Euro) und sonstige Fertigwaren (+3,3 Prozent auf 15,84 Milliarden Euro). 86,8 Prozent der österreichischen Ausfuhren verteilten sich 2017 auf diese vier Produktgruppen.

Österreichs Außenhandel eng mit Deutschland verflochten

Deutschland war auch 2017 mit Abstand Österreichs wichtigstes Partnerland (Einfuhranteil: 36,8 Prozent, Ausfuhranteil: 30,1 Prozent). Die Entwicklung beider Verkehrsrichtungen lag jedoch leicht unter dem globalen Durchschnitt: Einfuhren +7,7 Prozent auf 54,30 Milliarden Euro, Ausfuhren +6,8 Prozent auf 42,77 Milliarden Euro. Die Ausfuhren nach Deutschland konzentrierten sich vor allem auf drei Produktgruppen (Ausfuhranteil 78,0 Prozent): Maschinen und Fahrzeuge (+7,1 Prozent auf 18,15 Milliarden Euro), bearbeitete Waren (+9,1 Prozent auf 10,12 Milliarden Euro) und sonstige Fertigwaren (+2,7 Prozent auf 5,07 Milliarden Euro), sowie die Produktgruppen chemische Erzeugnisse (3,83 Milliarden Euro) und Ernährung (3,04 Milliarden Euro).

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