Roboter übernehmen die Löschung von Schiffen

Greifarm trifft selbstständig Entscheidungen / Entladen ist ein bisher nicht-automatisierter Prozess

Das „Bremer Institut für Produktion und Logistik“ (BIBA) entwickelt derzeit einen Roboter, der Container entladen kann. Dazu fasst der Roboter mit einem Greifarm ins Innere des Containers, um festzustellen, um was für eine Art Ladung es sich handelt und wie sie der Stahlbox am besten entnommen werden kann.

Der über künstliche Intelligenz verfügende Roboter erkennt auch, ob er die Entladung vollautomatisch in Eigenregie durchführen kann, eine manuelle Steuerung notwendig wird oder die Entladung ohne ihn und nur durch Hafenarbeiter durchgeführt werden muss. Die Steuerung des Roboters ist einfach – genau wie seine Überwachung. Bei Störungen können Hafenarbeiter eingreifen und eine Korrektur vornehmen, ohne dass sie über Programmierkenntnisse verfügen müssen.

An dem auf drei Jahre veranschlagten Projekt sind neben dem BIBA auch der Hafenbetreiber „Bremer Lagerhaus-Gesellschaft“ (BLG) sowie der Automatisierungs-Spezialist Schulz Systemtechnik beteiligt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,16 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert das Vorhaben im Rahmen des „Programms für innovative Hafentechnologien“ (IHATEC) mit 2,2 Millionen Euro.

Das Entladen von Containern ist bislang einer der letzten nicht automatisierten Prozesse in der Logistikkette. Es erfolgt nach wie vor in erster Linie manuell, wobei die Arbeit häufig körperlich extrem belastend ist. Zwar existieren bereits halb- und vollautomatische Roboter-Systeme, die die Hafenarbeiter ersetzen könnten. Sie sind allerdings technisch noch nicht voll ausgereift und sehr teuer in der Anschaffung.

Ein 40-Fuß-Standardcontainer ist 12,20 Meter lang, 2,44 Meter breit und 2,59 Meter hoch. Das entspricht einem Volumen von 65 Kubikmetern. Die Tragfähigkeit beträgt circa 26 Tonnen.

 

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