Gute Ausbildung: Großteil der Lehrlinge bleibt im Betrieb

85 Prozent der Personen mit eidg. Fähigkeitszeugnis treten spätestens drei Monate nach Abschluss ihre erste Stelle an.

Das Schweizer Bundesamt für Statistik meldet, dass 85 Prozent der Personen mit EFZ spätestens drei Monate nach ihrem Abschluss die erste Arbeitsstelle antreten. 46 Prozent bleiben im Betrieb, in dem sie ihre Lehre gemacht haben. Der Anteil der ausschliesslich erwerbstätigen Jugendlichen liegt in den ersten drei Jahren nach dem Erwerb eines EFZ stabil bei rund 70 Prozent. 26 Prozent der Abgängerinnen und Abgänger einer EFZ-Ausbildung, die sechs Monate nach ihrem Abschluss erwerbstätig waren, kehren zurück ins Bildungssystem, um beispielsweise eine Berufsmaturität, eine höhere Berufsbildung oder eine zweite Ausbildung zu absolvieren. Einige kehren erst nach mehr als zwei Jahren zurück ins Bildungssystem. Diese Ergebnisse zeigen erstens, dass die Übergangsphase nach dem Erwerb eines EFZ mehrere Jahre dauert, und zweitens, dass es zwischen Ausbildungs- und Erwerbsphase keine klare Abgrenzung gibt.

Personen mit einem EFZ im Bildungsfeld „Gesundheit“ setzen die Ausbildung oft fort

Ob die Ausbildung nach dem Erwerb eines EFZ fortgesetzt wird, hängt stark vom Bildungsfeld ab. Besonders selten geschieht dies bei den EFZ des Bildungsfelds „Persönliche Dienstleistungen“ (10 Prozent), am häufigsten bei den EFZ des Bildungsfelds „Gesundheit“ (30 Prozent).

Jugendliche mit einem EFZ des Bildungsfelds „Gesundheit“ besuchen oft unmittelbar nach ihrem Abschluss eine höhere Fachschule. Dieser Trend ist vor allem in der Deutschschweiz zu beobachten.

Schwierigkeiten beim Arbeitsmarkteintritt

Obwohl die grosse Mehrheit der Personen mit EFZ nach dem Abschluss direkt eine Arbeitsstelle findet oder die Ausbildung fortsetzt, haben manche dennoch Jugendliche Mühe. 19 Prozent sind innerhalb der ersten 30 Monate nach Abschluss mindestens einmal als arbeitslos registriert. Dies ist insbesondere in der italienischsprachigen (38 Prozent) und der französischsprachigen Schweiz (28 Prozent) der Fall, während dieser Anteil in der Deutschschweiz (17 Prozent) deutlich geringer ist.

Der Anteil der als arbeitslos registrierten Personen mit EFZ geht nach dem Abschluss insgesamt aber zunehmend zurück.

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