Bayern belohnt Energie-Sparmaßnahmen des Mittelstands

Zuschuss bis zu 2 Prozent / Kreditsumme erheblich erhöht

Bayern gewährt mittelständischen Unternehmen Vorteile beim Energiesparen. Das gibt die zuständige LfA Förderbank Bayern in einer Pressemitteilung bekannt. Unternehmen, die in Produktionsanlagen oder Produktionsprozesse mit einer Energieeinsparung von zehn bis 29 Prozent investieren und dafür bei der LfA ein Darlehen aufnehmen, erhalten von ihr einen Zuschuss in Höhe von einem Prozent der Darlehenssumme (Energiekredit).

Für Anlagen oder Prozesse, die 30 Prozent oder mehr Energie einsparen, beträgt der Zuschuss zwei Prozent (Energiekredit Plus). Darüber hinaus hat die LfA die von ihr bewilligte maximale Kreditsumme von zwei auf zehn Millionen Euro erhöht. Sowohl die Zuschüsse zum Energiekredit als auch die Zuschüsse zum Energiekredit Plus finanziert die LfA durch Mittel aus dem Energieeffizienzprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Die Förderung ist Teil des 2014 von der Landesregierung beschlossenen „Klimaschutzprogramm Bayern 2050“. Nach Aussagen der Landesregierung hat Bayern seit 2008 eine Milliarde Euro in den Klimaschutz investiert, in den Jahren 2017 und 2018 zusammen rund 190 Millionen Euro. Der energiebedingte Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß beträgt in Bayern pro Kopf sechs Tonnen im Jahr. In der Bundesrepublik sind es durchschnittlich neun Tonnen, in den USA 16 Tonnen. Ziel der Landesregierung ist es, den Ausstoß bis zum Jahr 2050 auf unter zwei Tonnen pro Einwohner zu reduzieren.

Die LfA Förderbank wurde 1951 zur Förderung des wirtschaftlichen Wiederaufbaus Bayerns nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Ihre heutige Aufgabe besteht vor allem darin, den Mittelstand bei Gründung, Wachstum, Innovation, Energieeinsparung und Umweltschutz zu unterstützen. Die Bank vergibt pro Jahr Darlehen in Höhe von circa zwei Milliarden Euro. Die Höhe ihre Bilanzsumme beträgt rund 22 Milliarden Euro.

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