Spedition setzt auf automatisierte Lagerarbeit

Die Spedition Meyer & Meyer setzt für die Kommissionierung von Schuhkartons Roboter ein.

Die auf den Transport von Kleidung und Schuhe spezialisierte Osnabrücker Spedition Meyer & Meyer setzt bei der Ein- und Auslagerung von Schuhkartons ihres Kunden „zLabels“ Roboter ein. Das berichtet das Güterverkehrs-Fachmagazin „Transport“.

Die Roboter namens „TORU“ sind in der Lage, die Kartons vollkommen selbständig vom Regal zu nehmen und aufs Regal zu packen („Pick-by-Robot“ in der Fachsprache). Dazu sind sie unter anderem mit 3D-Kamera, Sensoren und Laserscanner ausgestattet. Die Roboter können nicht nur größere Mengen von Kartons bewältigen, sondern zielgerichtet einen einzelnen Karton vom Regal nehmen. Das macht die Erfüllung von Einzelaufträgen möglich.

Erfahrungsaustausch unter Robotern

Ihre Aufträge erhalten die Roboter direkt vom Warenwirtschaftssystem, mit dem sie per WLAN verbunden sind. Über die WLAN-Verbindung sind die Roboter auch miteinander vernetzt. Diese Vernetzung nutzen sie, um sich ihre Erfahrungen gegenseitig mitzuteilen. Das heißt, die Roboter lernen voneinander.

Die Roboter sind ununterbrochen – also 24 Stunden am Tag – im Einsatz. Sie ersparen damit die Bewältigung von ergonomisch schwierigen Arbeiten, zum Beispiel den Umgang mit Kartons auf der untersten und obersten Regalebene.

Hersteller des Roboters ist das Münchener High-Tech-Unternehmen „Magazino“. Das 2014 gegründete Start-up hat sich auf die Entwicklung und den Bau von Regal- und Kommissionierungs-Robotern spezialisiert. Neben dem Roboter „Toru“ hat Magazino auch „Soto“ entwickelt. Dieser Roboter kann auch größere und schwerere Kartons als Schuhkartons bewältigen. Ein Prototyp von „Soto“ ist fertig – mit der Produktion soll Ende des Jahres begonnen werden.

 

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