Schweizer Unternehmen haben 177.000 Stellen offen

Trotz des starken Exportgeschäfts sind Berufe im Bereich der Digitalisierung nicht die Branchenführer. Handwerker sind gefragter denn je.

Der Franken verliert gegenüber dem Euro zunehmend an Wert. Trotz allem kann der Export der Schweizer Wirtschaft weiterhin gute Zahlen melden.

Die Expertengruppe des Bundes erwartet eine Fortsetzung der schwungvollen Konjunkturerholung und prognostiziert für 2018 ein kräftiges BIP-Wachstum von 2,4 Prozent, meldet das Schweizer Bundesamt für Statistik. Die lebhafte Auslandkonjunktur stützt den Außenhandel. Das günstige Investitionsumfeld stimuliert die Inlandsnachfrage. Im Zuge einer graduellen Verlangsamung der Weltwirtschaft wird für die Schweiz 2019 noch ein solides BIP-Wachstum von 2,0 Prozent prognostiziert. Mit der günstigen Konjunkturentwicklung gehen eine weitere spürbare Aufhellung am Arbeitsmarkt und ein moderater Anstieg der Teuerung einher. Das zeigt sich insbesondere an der Höhe der offenen Stellen am Schweizer Arbeitsmarkt.

Laut dem Nachrichtenportal 20 Minuten kann die Schweiz rund 177.000 offene Stellen verzeichnen. Mit Abstand den größten Zuwachs an Leerstellen hat dabei die Exportindustrie im Bereich der Luxus-Artikel wie Uhren und Schmuck zu verzeichnen – die Zahl der freien Jobs stieg hier mit 53 Prozent um mehr als die Hälfte an.

In dem Jobradar des Unternehmens x28, das diese Umfrage erstellt hat, entspricht diese Zahl jedoch nur dem Zuwachs. Denn die meisten freien Stellen seien demnach in der Pflegebranche ausgeschrieben. Fachkräfte können hier insgesamt aus 6338 Ausschreibungen wählen.

Bei der Verteilung zeigt sich demnach ein ähnliches Bild wie in Deutschland. Prozentual nehmen Berufe im Bereich der Informatik am stärksten zu – allerdings ist dieser Berufszweig verhältnismäßig neu. Die Ergebnisse zeigen nur, wie rasant die Branche wachse.

Während im Branchen-Ranking die Exportindustrie von der Umwelttechnik (28 Prozent), der Elektrotechnik sowie der Metallindustrie (beide jeweils 22 Prozent) und dem Maschinenbau verfolgt wird, zeigt sich bei den berufsspezifischen Anzeigen ein ganz anderes Bild: 50 Prozent der inserierten Jobs fordern handwerkliche Ausbildungen wie Elektromonteure, Sanitärinstallateure oder Schreiner.

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