Vorschriften zur Sozialversicherung kosten KMU Milliarden

Extreme Bürokratie / derzeit 24 Monatsabrechnungen pro Jahr nötig

Die derzeit gültigen Vorschriften bei der Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge kosten mittelständische Unternehmen in Deutschland pro Jahr unnötigerweise viele Millionen Euro.

Hintergrund ist, dass Firmen die Sozialversicherungsbeiträge doppelt berechnen müssen. Denn für den laufenden Monat müssen die Beiträge geschätzt und abgeführt – im Folgemonat entsprechend den tatsächlichen Entgelten korrigiert werden. „Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen bedeutet dies einen enormen bürokratischer Aufwand“, schreibt Michael Theurer von der FDP. „Einfacher wäre, wenn die Fälligkeit der Beiträge wieder mit der Lohnzahlung zusammenfällt. Dann muss nur 1x abgerechnet werden.“

Die bisherige Regelung mit der Nachberechnung führe dazu, dass faktisch nicht mehr zwölf, sondern 24 Monatsabrechnungen im Jahr erstellt werden müssen. Das Statistische Bundesamt schätzte 2016 die Gesamtkosten dieses Verfahrens für Unternehmen auf 1,46 Milliarden Euro. Selbst durch eine Gesetzesänderung 2016 wurden die Kosten gerade einmal um 64 Millionen gesenkt.

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