Schweiz verliert an internationaler Wettbewerbsfähigkeit

Die Schweiz weist ein geringes Wachstum auf.

Die Schweiz verliert an Wettbewerbsfähigkeit. Im jährlich erscheinenden IMD-Ranking der wettbewerbsfähigsten Staaten ist sie vom zweiten auf den fünften Platz abgerutscht. Hauptgründe waren das relativ geringe Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum, ein schwächerer Handelsbilanzüberschuss als im Vorjahr sowie ein Rückgang bei den ausländischen Investitionen.

Darüber hinaus haben sich die wirtschaftspolitischen Diskussionen im letzten Jahr negativ auf die Erwartungen vieler Marktbeobachter ausgewirkt. Vor allem die Ablehnung der Rentenreform, mangelnde Klarheit über die zukünftigen Beziehungen zur EU sowie die Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III haben zu Unsicherheiten geführt.

Das heißt aber nicht, dass die Schweiz sich in allen Aspekten verschlechtert hat. In vielen Bereichen hat sie ihre bisherigen Ranglistenpositionen verteidigt, beispielsweise bei der Bildung und der Effizienz der politischen Institutionen.

Neuer Ranglistenerster sind die USA, die die Plätze mit Hong Kong tauschten. Dritter ist Singapur, Vierter sind die Niederlande. Die Plätze sechs bis zehn belegen Dänemark, die Vereinigten Arabischen Emirate, Norwegen, Schweden und Kanada. Luxemburg belegt Rang elf, Deutschland Rang 15 und Österreich Rang 18. Frankreich nimmt Position 28 ein, Italien Position 33. Insgesamt wurden 63 Länder bewertet – darunter alle wichtigen Industrieländer.

Die Lausanner Privat-Hochschule „International Institute für Management Development“ (IMD) führt das Ranking der wichtigsten Volkswirtschaften seit 1989 durch. In die Wertung fließen 258 Kriterien ein. Davon sind 143 (rund 55 Prozent) statistische Daten. 115 sind Antworten, die aus einer Befragung von Managern hervorgehen. Die statistischen Daten zählen bei der Bewertung doppelt.

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