Autoteile aus 3D-Drucker werden per Luftdruck aufgeblasen

Neue Technik erlaubt jede gewünschte Form per 3D-Druck herzustellen / Innenraumgestaltung könnte völlig individuell werden

BMW und das Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben in zweijähriger interdisziplinärer Kooperation eine Technik entwickelt, die es erlaubt, Teile im 3D-Druck herzustellen und anschließend per Luftdruck in nahezu jede gewünschte Form zu bringen. Die Teile bestehen aus Silikonkautschuk und können in beinahe jeder Gestalt und Größe gefertigt werden. Sie verfügen über eine Vielzahl von Luftkammern, in die nach Wunsch per Luftdruck Luft gepumpt werden kann. Je nach Menge der Luft und nach Auswahl der befüllten Kammern, verändert sich die Form des jeweiligen Teils. Die Möglichkeiten der Formgebung sind daher so gut wie unbegrenzt.

Das Verfahren hat das Potential, die Gestaltung der Innenräume von Fahrzeugen grundlegend zu verändern. Die Innenräume könnten in Zukunft auf die Bedürfnisse von bestimmten Fahrergruppen zugeschnitten werden. Unter Umständen wird es sogar möglich werden, sie nach individuellem Kundenwunsch zu konfigurieren. Eine Sprecherin von BMW sprach in diesem Zusammenhang von „formbaren, baukastenähnlichen Strukturen“. Das Unternehmen will in naher Zukunft den Innenraum eines autonom fahrenden Autos testweise mit Teilen ausstatten, die mittels des neuen Verfahrens hergestellt wurden.

Vielfältig einsetzbar

Eingesetzt werden kann die neue Technik aber auch auf anderen Gebieten als dem Automobilbau, beispielsweise bei der Herstellung von Verpackungsmitteln, wie ein Sprecher des MIT sagte. Vorgestellt wird sie derzeit in der Ausstellung „The Future Starts Here“ des „Victoria and Albert Museum“ in London, welches die größte Design-Sammlung der Welt beherbergt. In der Ausstellung werden neu entwickelte Techniken, Verfahren und Gegenstände vorgestellt, die das Potential haben, das tägliche Leben grundlegend zu verändern.

Das Massachusetts Institute of Technology mit Sitz in Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts) gilt als eine der führenden technischen Hochschulen und nahm in den vergangenen Jahren mehrmals Platz eins auf der Liste der forschungsstärksten Universitäten der Welt ein.

 

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