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Deflation

Chinas Geldpolitik könnte weltweite Deflation auslösen

Chinas Notenbank hat den Yuan in dieser Woche auf den niedrigsten Stand seit Ende 2010 fallen lassen. Die Wirren um den Brexit helfen der chinesischen Regierung derzeit, die eigene Währung an Wert verlieren zu lassen. Das kurbelt den Export des Landes an und schadet der Industrie in der EU und in den USA. Deren Märkte werden mit chinesischen Produkten überschwemmt.

Inflation in Deutschland sinkt auf tiefsten Stand seit Februar

Die Teuerungsrate steigt derzeit kaum noch: Waren und Dienstleistungen in Deutschland kosteten im Juli durchschnittlich nur noch 0,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Experten zufolge dürfte der Preisdruck jedoch wegen höherer Lohnkosten demnächst wieder steigen.

Chinas Industrie setzt Abwärtstrend fort

Der chinesische Einkaufsmanager-Index ist im April auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gefallen. Eine schwache Nachfrage und die Sorge um eine drohende Deflation belasten die Branche. In der Eurozone und speziell auch in Deutschland kämpft die Industrie mit erhöhten Einkaufspreisen.

Japan investiert in Finanzierung kleiner Unternehmen

Die Regierung Japans reagiert auf den Einbruch der Wirtschaft mit einem milliardenschweren Konjunkturpaket. Kleine Firmen sollen Finanzierungshilfen erhalten. Strukturschwache Regionen werden aufgebaut. Zudem startet Regierungschef Shinzo Abe eine große Privatisierungswelle.

Ölpreis-Verfall: Japans Notenbank erwartet positiven Effekt für Wirtschaft

Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda sagt, dass der niedrige Ölpreis derzeit die Inflation drücke. Doch langfristig sollten die Gewinne der Unternehmen aufgrund geringerer Ausgaben steigen. Deshalb werde sich der Ölpreis-Verfall positiv auf die japanische Wirtschaft auswirken.

Bundesbank: Preise könnten bald sinken

Die Zentralbanken müssen ihre Preisprognosen weiter nach unten korrigieren. Auch in Deutschland könnten die Preise bald sinken, warnt Bundesbankpräsident Jens Weidmann. Das Deflations-Risiko sei jedoch gering. Unternehmen profitieren von niedrigeren Produktionskosten.

SNB warnt: Deflations-Gefahr nimmt zu

In der Schweiz werden die Preise im kommenden Jahr sinken. Die SNB will die Euro-Kursuntergrenze von 1,20 Franken vorerst beibehalten. Die Einführung von Negativzinsen schließt SNB-Chef Jordan vorerst nicht aus.

Schweizer Notenbank: Haben Deflationsrisiko fest im Blick

Der Chef der Schweizerischen Nationalbank hat bekräftigt, alles Notwendige zu tun, um eine Deflation zu vermeiden. Angesichts des Abschwungs der Wirtschaft in der Euro-Zone habe sich das Risiko einer negativen Inflation oder gar Deflation erhöht. Die eingeführte Euro-Untergrenze von 1,20 Franken werde mit allen Mittel verteidigt.

SNB: Deflations-Risiko für die Schweiz hat zugenommen

Die Schweizer Nationalbank will den Franken weiter drücken. Zur Durchsetzung des Mindestkurses zum Euro will sie notfalls unbegrenzt Devisen ankaufen. Die Deflations-Gefahr für die Schweiz sei gestiegen. Die Konjunktur habe sich verschlechtert.

Ukraine und schwache EU-Konjunktur drücken Geschäftserwartungen

Die unerwartet schwache Konjunktur in der Euro-Zone und die Ukraine-Krise senken die Geschäftsaussichten bei Mittelständlern und Großunternehmen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich robust, doch die sinkenden Erzeuger- und Großhandelspreise mindern bei Unternehmen die Gewinne. Zudem denkt Finanzminister Schäuble über eine Erhöhung der Körperschaftssteuer nach.

Reaktionen auf EZB-Zinssenkung: „Das letzte Aufbäumen hat begonnen“

Die Entscheidung der EZB, den Leitzins noch weiter abzusenken, trifft in Finanzkreisen auf wenig Verständnis. Ifo-Chef Sinn kritisiert, die EZB habe ihr Pulver bereits verschossen, die jetzige Politik gehe nur einmal mehr zulasten der Steuerzahler. Ein Banker der ING fragt sich gar, ob Draghi jetzt beginnt, das Geld per Hubschrauber abzuwerfen.

US-Vorschlag: Zentralbanken sollen Geld an die Bürger direkt verschenken

Die angesehene Zeitschrift Foreign Affairs bringt einen radikalen Vorschlag zur Beendigung der globalen Ungleichheit zwischen Arm und Reich; Die Zentralbanken sollten ermächtigt werden, Geld direkt an die Bürger zu verschenken. Mit diesem Ansatz würde das Problem beseitigt, dass heute ein Großteil des billigen Geldes im Banken-System hängenbleibt. Allerdings würde das monetäre Paradies auf Erden eine Hyperinflation auslösen. Die Idee zeigt: Die Finanz-Eliten sind mit ihrem Latein am Ende.

Draghi macht Ukraine-Krise für Deflation in Europa verantwortlich

Die Ukraine-Krise ist laut EZB-Chef Draghi mit verantwortlich für die fehlende Inflation in Europa. Draghi will weiter alle verfügbaren Mittel einsetzen, um eine Deflation zu verhindern. Dazu gehört vor allem, weitere Milliarden in den Markt zu pumpen.

Japans Steuerpolitik würgt Wachstum ab

Das Bruttoinlandsprodukt von Japan fällt im zweiten Quartal infolge einer Mehrwertsteuererhöhung um 6,8 Prozent. Das ist der stärkste Einbruch der Wirtschaft seit der Tsunami-Katastrophe aus 2011. Der Plan der Regierung, die Wirtschaft durch eine Senkung der Unternehmenssteuer anzukurbeln, geht nicht auf.

Inflation fällt auf tiefsten Stand seit 2010

Die Preise in Deutschland fallen weiter. Im Juli liegt die Teuerungsrate bei 0,8 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit der Finanzkrise im Jahr 2010. Gemüse und Sprit werden billiger. Auf die Nettokaltmieten wirkt sich der Trend jedoch nicht aus.

Mindestlohn: Steigende Lohnkosten belasten kleine Unternehmen

Forscher des IMK sagen den Deutschen spürbar anziehende Einkommen voraus. Für kleine Betriebe können die steigenden Lohnkosten jedoch Schwierigkeiten bereiten. Der erhoffte Auftrieb durch eine gesteigerte Binnen-Nachfrage ist keineswegs sicher.

EZB: Mario Draghi warnt vor Deflations-Gefahr

Die hohe Arbeitslosigkeit im EU-Raum führt zum Rückgang des Konsums der Privathaushalte. EZB-Chef Mario Draghi warnt vor einer Deflation. Doch wenn jener Fall eintritt, werde die EZB Staatsanleihen aufkaufen. Diese Alternative gehöre zum „Waffenarsenal“ der Notenbank.

Sparkassen-Chef kritisiert EZB wegen Enteignung der Sparer

Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat die lockere Geldpolitik der EZB scharf kritisiert. Die anhaltend niedrigen Zinsen würden ein Loch in die Altersvorsorge reißen. Allein den deutschen Sparern entgingen jedes Jahr rund 15 Milliarden Euro an Zinseinnahmen.

Weidmann: Negativ-Zins könnte Kredit-Vergabe beleben

Bundesbank-Präsident Weidmann unterstützt Pläne der EZB, einen negativen Einlagensatz von minus 0,1 Prozent einzuführen. Ein solcher Strafzins sei besser als massives Gelddrucken durch die Zentralbank. Der Negativ-Zins könnte nach Ansicht Weidmanns die Kreditvergabe an Unternehmen anregen.

Japan hält am extremen Geld-Drucken fest

Die Bank of Japan will weiterhin 60 bis 70 Billionen Yen pro Jahr drucken. Das entspricht knapp 500 Milliarden Euro. Mit dem Geld sollen Staatsanleihen und andere Wertpapiere aufgekauft werden, damit deren Preis nicht fällt.