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WTO Generalsekretär Roberto Azevedo aus Brasilien und Indonesiens Handelsminister Gita Wirjawan (R) auf der Konferenz zum Bali-Abkommen im Dezember. Das globale Abkommen könnte nun am Widerstand Indiens scheitern. (Foto: dpa)

WTO gescheitert: Indien verweigert Abbau globaler Handelshürden

Indien hat sich überraschend von den geplanten Abkommen mit der WTO zum Abbau von Handelshürden distanziert. Das stürzt die WTO in eine Existenzkrise. Durch freien Handel mit Indien hatten sich BDI und DIHK Kostensenkungen, zusätzliche Einnahmen für deutsche Unternehmen und neue Jobs in Indien versprochen. Indien versucht mit der Blockade Subventionen für ein Ernährungsprogramm unbefristet durchzusetzen.

Quelle: Unicef Deutschland

Deutschland: Mehr als eine Million Kinder leben in Armut

Knapp 1,2 Millionen Kinder in Deutschland wachsen in Armut auf. Im Vergleich zu 29 anderen Ländern belegt die Bundesrepublik nur Platz 15. Vorn liegen dagegen die skandinavischen Länder, obwohl hier das Pro-Kopf-Einkommen nicht viel höher ist als in Deutschland.

Der Westen sucht nach Verbündeten im Konflikt mit Russland. Wird die Schweizer Regierung dem Ruf folgen? (Foto: Schweizerische Eidgenossenschaft)

Schweizer Wirtschaft bekommt Russland-Sanktionen zu spüren

Geht es mit Russlands Wirtschaft bergab, bekommt das auch die Schweiz zu spüren. Rückkopplungs-Effekte der Russland-Sanktionen aus Deutschland und Österreich könnten die Wirtschaft zudem schwächen. Die Sanktionen des Westens wirken besser, wenn so viele Staaten wie möglich mitziehen. Die EU und USA suchen deshalb in der Schweiz einen Verbündeten.

Zahlreiche Sensoren und Teile können sowohl für den zivilen, als auch für den militärische Zwecke verwendet werden und unterliegen der Dual-Use-Vorschrift der Bundesregierung. Unternehmen, die mit solchen Gütern in Russland Geschäfte machen, müssen mit Exportverboten auskommen. (Foto: Flickr/ Medien Bundeswehr)

Deutsche Mittelständler in Moskau von Sanktionen geschockt

Die deutsch-russische Außenhandelskammer zeigt sich von der Breite der Sanktionen gegen Russland überrascht. Sie treffen überwiegend Mittelständler. Besonders problematisch sind die Export-Beschränkungen für sogenannte Dual-Use-Güter, die für den zivilen und militärischen Bereich eingesetzt werden.

Bundesbank-Chef Jens Weidmann will sich nicht in die Tarifhoheit der Vertragspartner einmischen - und tut es doch. (Foto: Flickr/Chatham House, London/CC BY 2.0)

EZB und Bundesbank mischen sich in die Lohnentwicklung ein

Der Chef der Bundesbank fordert eine Lohnerhöhung von durchschnittlich drei Prozent in Deutschland. Damit folgt Jens Weidmann der Forderung von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet. Die Zentralbanken wollen höhere Löhne, weil sie auf positive Impulse bei der Preisentwicklung hoffen. Die Inflation in Deutschland liegt derzeit bei nur 1,0 Prozent. Arbeitgeber und Gewerkschaften verbitten sich jedoch eine Einmischung in ihre Tarifhoheit.

Energiesparlampen verkaufen sich nicht gut. (Foto: Flickr/ Arvid Rudling)

Osram streicht 1.500 Stellen in Deutschland

Das Geschäft mit Energiesparlampen bricht ein. Osram reagiert und muss weltweit 8.700 Stellen streichen. In Deutschland fallen 1.500 Arbeitsplätze weg. Der Verkauf von LED-Leuchtdioden fällt aufgrund des enormen Preisdrucks aus Asien ebenfalls schwach aus.

Die Datenschutzauflagen in Europa sind in allen EU-Mitgliestaaten unterschiedlich. Eine große Herausforderung für Startups. (Foto: Flickr/Dennis Skley)

Nachteil für Startups: EU-Datenschutzstandard droht zu scheitern

In Deutschland gelten vergleichsweise hohe Datenschutz-Richtlinien. Eine Ausweitung dieser Standards auf die EU-Ebene droht am Widerstand Irlands und Großbritanniens zu scheitern. Diese Länder wollen weiterhin vom Zulauf ausländischer Firmen profitieren. Der EU-Datenschutzdschungel belastet Startups und kleine Unternehmen, die sich bessere Startchancen in den USA versprechen.

Das VDMA-Präsidium - Karl Haeusgen, Carl Martin Welcker und Reinhold Festge (v.l.n.r.) - vertritt die 38 Fachverbände aus den einzelnen Branchen der Maschinenbauindustrie sowie die dort organisierten mittelständischen Unternehmen. (Foto: Tristan Rösler Photography)

Verband der Maschinenbauer äußert Verständnis für Russland-Sanktionen

Nach dem BDI akzeptiert auch der Verband der Maschinenbauer (VDMA) die geplanten Wirtschaftsaktionen der EU gegen Russland. Kleine und mittelständische Betriebe müssen um den Verlust von Aufträgen fürchten. Maschinen und Anlagen machen ein Viertel der deutschen Exporte nach Russland aus. VDMA und BDI beugen sich dennoch dem „Primat der Politik".

Ukraine-Krise löst lokales und globales Wirtschafts-Chaos aus

Der Bürgerkrieg in der Ukraine fordert Menschenopfer und löst ein wirtschaftliches Desaster aus. Aber nicht nur in der Region selbst geht es bergab. Die Balkanländer, Bulgarien, Zypern, Zentralasien und natürlich Deutschland und die EU werden in Mitleidenschaft gezogen. China scheint von dem Konflikt zu profitieren, der immer größere Ausmaße annimmt.

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Siim Kallas, will Diskriminierung in der EU verhindern. (Foto: Consilium)

EU-Kommission fordert Änderungen an Dobrindts Maut-Konzept

EU-Verkehrskommissar Sim Kallas will die Mautpläne der Bundesregierung auf Diskriminierung überprüfen. Außerdem sei eine direkte Verbindung zwischen Maut und Kfz-Steuer „nicht möglich“. Bereits gegen Slowenien hatte die Kommission schon einmal ein Vignettensystem abgelehnt, weil es Ausländer benachteiligt hatte.

Deutsche Exporte nach Russland brechen ein

Die Exporte nach Russland brechen von Monat zu Monat stärker ein. Im Mai gab es einen Rückgang von 17,5 Prozent, im April waren es bereits -16,9 Prozent. Werden die Sanktionen durch den Westen weiter verschärft, wird sich die Situation weiter verschärfen.

Horst Seehofer findet, dass Sigmar Gabriels Kurswechsel bei Rüstungsexporten deutsche Arbeitsplätze gefährdet. (Foto: dpa)

Seehofer kritisiert Gabriels Kurswechsel bei Rüstungsexporten

Horst Seehofer hat den Kurswechsel von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei der Genehmigung von Rüstungsexporten scharf kritisiert. Rüstungsexporte seien ein Thema für die gesamte Koalition. Dabei müsse man auch die nationalen Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen im Auge haben.

So wie der von der SPD gewünschte gesetzliche Mindestlohn müsse auch die Maut umgesetzt werden, sagte Seehofer. (Foto: dpa)

Seehofer erhebt Maut für Ausländer zur Koalitionsfrage

Für CSU-Chef Seehofer hängt die Zukunft der großen Koalition an der Pkw-Maut. Käme sie nicht, „würde sich die Frage der Legitimation“ ebenfalls stellen. Kritiker bezweifeln, ob eine Maut für Ausländer mit dem EU-Recht vereinbar ist.

Der neue EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist sich sicher, dass die ehrgeizigen Klimaziele zu mehr Unabhängigkeit führen werden. (Foto: Consilium)

Energie-Effizienz: EU will unabhängiger von russischem Gas werden

Die EU schlägt ein Energieeffizienz-Ziel von 30 Prozent bis 2030 vor. Als Referenzwert gilt das Jahr 1990. Deutschland und Frankreich hatten die Zielmarke gefordert. Die ambitionierten Ziele gelten als notwendig, um unabhängiger von russischem Gas zu werden. Über ein Drittel des Gas- und Ölbedarfs der EU kommt aus Russland.

Texas Instruments ist bekannt für seine Taschenrechner. Das Unternehmen macht aber auch mit Lieferungen an die Auto- und Netzwerkindustrie Gewinn. (Foto: Flickr/ Michael Hicks)

Texas Instruments macht Gewinn mit Chips für Autos

Chip-Hersteller im Ausland profitieren von der wachsenden Nachfrage nach Computern in Autos, so auch Texas Instruments. Für Deutschland will Wirtschaftsminister Gabriel beim Thema Digitalisierung stärker mit der Industrie zusammenarbeiten. Er will Start Ups in der Wachstumsphase besser in Deutschland halten.

Neue Sanktionen gegen Russlands Wirtschaft könnten nach hinten losgehen. (Foto: dpa)

Sanktionen gefährden Geschäfte deutscher Unternehmen in Russland

Bis Donnerstag will die EU-Kommission Vorschläge über neue Sanktionen gegen Russland machen. Dadurch werden die Interessen der deutschen Wirtschaft im Zuge der Ukraine-Krise stark gefährdet. Diese Firmen sind in Russland tätig.

IWF-Chefin Lagarde hat in Finanzminister Schäubles Brieftasche enormes, ungenutztes Investitionspotenzial entdeckt. (Foto: Consilium)

IWF warnt: Deutschland braucht mehr staatliche Investitionen

Deutschland hat Spielraum für 14 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen jedes Jahr. Der IWF fordert die Bundesregierung dazu auf, dieses Potenzial auch zu nutzen. Das Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft sei „mittelfristig bescheiden“. Die Bundesbank redet von Stagnation.

Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Martin Winterkorn (r), und der Vorstandsvorsitzende der Audi AG, Rupert Stadler. Eine neue Struktur bei VW setzt beim Markenmanagement an. In welchen Bereichen kann gespart werden? (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

VW zu behäbig: Konzern-Spitze will sparen und umstrukturieren

Volkswagen ist nicht produktiv genug. Der Konzern verliert an Leistungskraft, weil die 12 Marken nicht mehr effizient zu steuern sind. Kannibalisierungs-Effekte führen dazu, dass sie die einzelnen Marken gegenseitig Kunden wegnehmen.

Nach dem Abschuss der malaysischen Fliegers MH17 eskaliert der Ukraine-Konflikt. Für deutsche Exportfirmen wird die Lage in Russland und der Ukraine unberechenbar. (Foto: Flickr/ Aero Icarus)

Russland-Sanktionen treffen zahlreiche deutsche Export-Firmen

Mehr als 25 Prozent aller deutschen Exportfirmen, die in Russland Geschäfte machen, sind von den neuen Sanktionen durch den Westen betroffen. Die Russland-Sanktionen stürzen deutsche Firmen in ein Dilemma. Einer Boykott-Erklärung für Geschäfte mit russischen Partnern dürfen sie gemäß deutscher Außenwirtschaftsverordnung nicht befolgen. Dadurch könnten ihnen jedoch wiederum Geschäfte mit US-Partnern entgehen.

Ein wichtiger Grund für den Aufwärtstrend bei den Steuereinnahmen ist die Lohnsteuer. Sie brachte dem Staat im ersten Halbjahr mit rund 80 Milliarden Euro sechs Prozent mehr ein als im Vorjahreszeitraum. (Foto: dpa)

Bund und Länder zeigen positiven Trend bei Steuer-Einnahmen

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums haben Bund und Länder im Juni insgesamt 63,5 Milliarden Euro an Steuern einfahren können. Ausschlaggebend für den Aufwärtstrend sind die massiven Einnahmen aus der Lohnsteuer.