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Deutschland

Angela Merkel, hier bei der Westbalkan-Konferenz am Donnerstag im Kanzleramt im Kreis ihrer Mitarbeiter. Die EU soll über verschärfte Sanktionen gegen Russland beraten. (Foto: dpa)

Merkel droht mit verschärften Sanktionen der EU gegen Russland

Angela Merkel hat angekündigt, dass der EU-Gipfel am Wochenende über verschärfte Sanktionen gegen Russland beraten werde. Allerdings ist nicht sicher, dass alle Staaten mitziehen werden: Für die EU ist wegen der russischen Gegensanktionen und wegen der Umsatzausfälle bereits ein beträchtlicher Schaden entstanden. Zahlreiche Unternehmen verlangen, dass der Steuerzahler den Schaden bezahlen soll.

Der US-Geheimdienst Stratfor sieht die Rebellen in der Ukraine in einer günstigen Ausgangslage für den Winter. (Grafik: Stratfor)

Rebellen werden immer stärker: Armee der Ukraine unter Druck

Im Kampf um die Ost-Ukraine scheint die von Kiew befehligte Armee in die Defensive zu geraten. Der private US-Geheimdienst Stratfor hat Erfolge der Rebellen beobachtet. Die Amerikaner fürchten, dass der Krieg den ganzen Winter dauern könnte. Die Rebellen weiter an Terrain. Groß-Offensiven der Ukraine bleiben bisher reine Ankündigungen.

Arbeitslosigkeit in Deutschland steigt stärker als erwartet

Im August ist die Arbeitslosigkeit stärker gestiegen als in den Jahren zuvor. Die Bundesagentur macht für den Anstieg nicht das Wetter, sondern die unterschiedlichen Termine der Sommerferien in den Bundesländern verantwortlich. Die Ukraine wurde nicht erwähnt - wohl auch, um Widerstand der deutschen Arbeitnehmer gegen die Russland-Politik zu vermeiden.

Der demographische Wandel wird Deutschland nachhaltig verändern. (Foto: dpa)

Deutschland wird zum Altenheim: Knapp 20 Prozent weniger neue Schüler

Im vergangenen Schuljahr wurden in Deutschland um 18 Prozent weniger neue Schüler eingeschult als im Jahr 2000. Eine geringere Geburtenrate haben in Europa nur noch Griechenland und Italien. Die Alten vereinsamen, weil sie keine Familien mehr haben. Die Gesellschaft bricht auseinander. Eine der Ursachen liegt darin, dass viele Arbeitnehmer länger arbeiten müssen und schlechter bezahlt werden. Kinder sind zum Luxus-Gut geworden.

Milliarden-Verlust: Russische Investoren meiden Standort Deutschland

Russland hat im Jahr 2014 noch keine einzige Unternehmens-Neuansiedlung vorgenommen. Das Standort-Marketing der Bundesregierung fürchtet Milliarden-Verluste für Deutschland, wenn der Trend anhält. Wolfgang Schäuble bezeichnet die Folgen der Russland-Sanktionen als "nicht gravierend".

Die Einzelhandel könnte als nächstes von der eingetrübten Konjunkturstimmung erfasst werden. (Foto: Flickr/ Last Hero)

DIW: Rezessions-Gefahr ist „ernst zu nehmen“

Ökonomen erwarten nach dem deutlichen Dämpfer im zweiten Quartal einen weiteren Abschwung für die deutsche Konjunktur. Das DIW spricht von einer „ernsten“ Rezessionsgefahr. Der GfK-Konsumklima-Index sinkt so stark wie zuletzt vor drei Jahren.

Bedrohung für das Währungsmonopol: China macht ernst und positioniert den Yuan als mögliche Weltwährung gegen den Dollar. (Foto: dpa)

Start in Frankfurt: Bank of China bläst zum Angriff auf den Dollar

Der chinesische Youn (Renminbi) soll dem Dollar als Weltwährung Konkurrenz machen. Die Bank of China eröffnete am Dienstag die erste Drehscheibe für die Landeswährung. Weitere in London und Luxemburg werden folgen. Die Amerikaner sehen mit Missfallen, dass ausgerechnet Deutschland den Chinesen Starthilfe leistet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, l) und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) entscheiden über Waffenlieferungen ins Ausland. Der Bundestag darf sich nur informieren. (Foto: Tim Brakemeier/dpa)

Waffen für den Irak: Regierung entscheidet, Bundestag darf nur debattieren

Bundeskanzlerin Angela Merkel verwehrt dem Deutschen Bundestag eine Entscheidung über die umstrittenen Waffenlieferungen in das Kriegsgebiet des Irak. Nicht einmal das Kabinett wird einen formalen Beschluss fassen. In einer funktionierenden Demokratie würde man in solch einer wichtigen Frage sogar darüber diskutieren, den Fraktionszwang aufzuheben. Das Vorgehen erinnert an die Not-Gesetzgebung während der Euro-Krise.

Ungleiche Konfrontation: Die ukrainische Armee scheint im Osten unter Druck geraten zu sein. In Minsk hielten Moskau und Kiew Distanz. Weder Poroschenko noch Putin beschuldigten einander der Kriegstreiberei. In der gespannten Atmosphäre zwischen den beiden Ländern kann man das fast schon als Annäherung bezeichnen. Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko fungierte als Vermittler. (Foto: dpa)

Krieg im Osten: Ukrainische Armee gerät in die Defensive

Im Kampf um die Ost-Ukraine scheint die von Kiew befehligte Armee in die Defensive zu geraten. Der private US-Geheimdienst Stratfor liefert eine unerfreuliche Lagebeschreibung. Die militärisch Lage dürfte neben den negativen Wirkungen der Sanktionen auf die EU der Grund sein, warum sich Deutschland still und leise für eine sanfte Teilung der Ukraine ausspricht.

Die deutschen Arbeiter (hier ein Foto von der Heidelberger Druckmaschinen AG) könnten schon bald die Folgen der Russland-Sanktionen zu spüren bekommen. (Foto: dpa)

Russland-Sanktionen können Deutschland 50.000 Arbeitsplätze kosten

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft fürchtet mit einem Einbruch der Exporte nach Russland um bis zu 25 Prozent. Die Folge könnte ein möglicher Verlust von 50.000 Arbeitsplätzen sein. Die Konsequenzen der politischen „Strafmaßnahmen" werden also die deutschen Arbeiter zu spüren bekommen.

Merkel bekam in Kiew einen Blumenstrauß von Poroschenko - und versprach 500 Millionen Aufbauhilfe. (Foto: dpa)

Merkel: Ukraine erhält 500 Millionen Euro aus Steuergeldern

Bei ihrem Besuch in Kiew versprach Angela Merkel dem ukrainischen Oligarchen Poroschenko eine halbe Milliarde Euro in Form von Kreditgarantien. Das Geld geht an die Banken, eine Kontrolle ist wegen der Korruption kaum möglich. Die Ukraine ist faktisch zahlungsunfähig.

Bundeskanzlerin Merkel und der ukrainische Präsident Poroschenko in Kiew. Foto: (Bernd von Jutrczenka/dpa)

Merkel kündigt Millionenhilfen für Ukraine an

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der ukrainischen Regierung einen Garantierahmen der Bundesregierung von 500 Millionen Euro versprochen. Mit dem Geld sollen private Investitionen in die Infrastruktur des Landes abgesichert werden. Poroschenko sprach vom "Beginn eines Marschallplans" für die Ukraine.

Die Abkehr von russischem Gas will sich Eon (hier Eon-Deutschland-Chef Ingo Luge) vom Staat absichern lassen. (Foto: Nestor Bachmann/dpa)

Gas-Importe: E.ON fordert staatliche Garantien

Die Russland-Sanktionen der EU sorgen auch im Energiebereich für Unsicherheit. Der Storm-Konzern E.ON will das Risiko für künftige Verträge jetzt durch den Steuerzahler absichern lassen. Staatliche Garantien in Milliardenhöhe sollen Gaslieferungen aus Mosambik, Israel, Peru und Kolumbien ermöglichen.

Das Leistungsschutzrecht findet keine Anwendung: Die Anzeige der redaktionellen Textteile in Google News geschehen ohne böse Absicht. (Foto: dpa)

Bundeskartellamt: Google darf Pressetexte in Suchergebnissen anzeigen

Google erringt einen Etappensieg gegen deutsche Verlage. Der Suchmaschinenbetreiber darf Textauszüge in den Suchergebnissen anzeigen. Verlage hatten sich zusammengetan, um für abgebildete Textteile in Google News Geld zu verlangen. Doch das Bundeskartellamt findet bei Google „keinen hinreichenden Anfangsverdacht“.

Ausbildungsangebote lassen die meisten Schulabgänger kalt. (Foto: Jens Kalaene dpa)

Schulabgänger wollen keine Ausbildung mehr anfangen

Die Beschäftigung in Deutschland steigt. Doch Mittelständler finden keine geeigneten Azubis. Schulabgänger fangen lieber ein Studium an. Die hohe Quote der Studienabbrecher kommt dann zu spät ins Unternehmen.

Michail Fridman darf DEA für fünf Milliarden Euro kaufen. (Foto: Yuri Kochetkov/dpa)

RWE darf DEA an russischen Oligarchen verkaufen

Der Verkauf der RWE-Tochter DEA an den russischen Oligarchen Michail Fridman darf über die Bühne gehen. Die Bundesregierung sieht bei dem fünf Milliarden schweren Deal keine Beeinträchtigung der deutschen Energieversorgungs-Sicherheit. Die Regierung erntet dafür Kritik aus den eigenen Reihen: das Geschäft passe „jetzt nicht in die Landschaft“.

Das Überangebot von Äpfeln in der EU wird in Deutschland auf die Preise drücken. (Foto: Flickr/ See1,Do1,Teach1)

Bauern rechnen mit Verlusten durch fallende Obst- und Gemüsepreise

Die russischen Sanktionen auf europäische Agrarprodukte führen in Deutschland zu fallenden Preisen bei Kartoffeln und Äpfeln. Obst aus Polen, das nicht mehr nach Russland exportiert werden darf, landet letztlich auf dem deutschen Markt. Deutsche Landwirte müssen mit Verlusten rechnen.

Schnelles Internet: Verkehrsminister Alexander Dobrindt will bis 2018 „alle weißen Flecken geschlossen haben“. (Foto: dap)

Schnelles Internet soll digitalen Anschluss sichern

Die Bundesregierung will im Rahmen ihrer Digitalen Agenda den Ausbau des schnellen Internets und Innovationen in diesem Bereich mit einem Sonderfonds forcieren. Damit Deutschland und Europa der Anschluss an die internationale Entwicklung gelinge, müsse es in ganz Deutschland rasche Internet-Verbindungen geben, so Verkehrsminister Dobrindt.

Volker Kauder fordert Sigmar Gabriel ausdrücklich dazu auf, sich für eine gemeinsame europäische Rüstungswirtschaft einzusetzen. (Foto: dpa)

Kauder plädiert für gemeinsame Rüstungsexportpolitik der EU

Unionsfraktionschef Volker Kauder sorgt sich um den Fortbestand der deutschen Rüstungswirtschaft. Er plädiert daher für eine gemeinsame europäische Verteidigungsindustrie. So könnten auch die Ausfuhrbestimmungen für Rüstungsgüter europäisch harmonisiert werden.

Fünf, vielleicht sogar zehn Unternehmen aus Deutschland erwarten die Banker im Herbst als Neuzugänge an der Frankfurter Börse. (Foto: dpa)

Börsenkandidaten rennen Investoren die Türe ein

Fünf, vielleicht sogar zehn Unternehmen aus Deutschland erwarten die Banker im Herbst als Neuzugänge an der Frankfurter Börse. Nur eines davon dürfte keine Probleme haben, die volle Aufmerksamkeit der Investoren auf sich zu ziehen: Der Online-Modeversender Zalando könnte schon Anfang September als der aufsehenerregendste Kandidat seine Pläne öffentlich machen.