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Energie

Siemens fordert Schadensersatz von Atom-Konzern aus Finnland

Der deutsche Technologie-Konzern Siemens und der finnische Energiekonzern Teollisuuden Voima fechten aktuell einen Rechtsstreit aus. Beide Konzerne sind beteiligt am Bau eines AKWs in Finnland. Doch beim Projekt kam es immer wieder zu Verzögerungen, die Mehrkosten nach sich zogen. Die Schuld für die Missgeschicke schieben sich beide Seiten gegenseitig zu.

Hohe Investitionskosten bremsen Geothermie in Deutschland

Die Gewinnung von Strom aus Erdwärme kommt nicht am Energiemarkt an. Dabei bietet Geothermie einen entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zu Strom aus Solar- und Windenergie ist die Erdwärme stets überall verfügbar. Eine hohe Startfinanzierung für die aufwendigen Tiefbohrungen bleibt jedoch ein Hindernis für viele Geothermieprojekte.

Saudis fürchten Verlust von Ölgeschäft in Europa

Der Preiskrieg bei Rohöl geht in die nächste Runde. Saudi Arabien tritt aggressiv in Geschäfts-Verhandlungen mit europäischen Kunden. Mit Rabatten bis zu zehn Prozent sollen die Empfänger ihre Lieferverträge verlängern. Einige Anbieter sollen ihre Kunden bei Vertragsverlängerungen massiv unter Druck gesetzt haben.

Stromgewinnung aus Kohle soll erheblich reduziert werden

Durch den Ausbau von Ökostrom sind die Betreiber von Kohle- und Gaskraftwerken massiv unter Druck geraten. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums haben sie die Stilllegung von 50 Kohle- und Gaskraftwerksblöcken beantragt. Davon seien elf als systemrelevant eingestuft worden.

EU stimmt Subventionen für britisches Atomkraftwerk zu

Die EU genehmigt die Subventionen für den Neubau eines Atomkraftwerks in Großbritannien. Das britische Projekt soll mit Milliarden gestützt werden. Die Subventionen liegen bis zu vier mal so hoch, wie die von Wind- oder Solarkraftwerken. Die Bundesregierung hält sich mit Kritik zurück. Österreich hingegen droht mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.

Siemens stellt sich auf Flaute im Kraftwerksgeschäft ein

Siemens rechnet mit einer länger andauernden Flaute im wichtigen Kraftwerksgeschäft. Angesichts der Überkapazitäten im Markt für große Gasturbinen sei ein Preisdruck entstanden. Zudem müsse Siemens mehr investieren.

Seehofer gerät nach Kritik an Energiewende unter Druck

CSU-Chef Horst Seehofer wendet sich gegen den geplanten Ausbau des Energienetzes. Dabei sollen Stromtrassen aus dem Norden nach Bayern verlegt werden. Seehofer spricht sich für den Bau neuer Gaskraftwerke aus und gerät dadurch unter Druck. Seine Äußerungen gefährdeten die Klimaziele und die Versorgungssicherheit Deutschlands, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe.

Forscher entwickeln unsichtbare Solar-Module für Wände und Fenster

Solarzellen werden in naher Zukunft fast unsichtbar an Wänden und in Fenster integriert. Forscher arbeiten bereits an der optimalen Farbgebung, so dass Photovoltaikanlagen nicht mehr auffallen. Die Anschaffungskosten für die durchsichtigen Module sind bereits mit denen der herkömmlichen Module vergleichbar.

Acht von zehn Deutschen gefällt die deutsche Energiepolitik nicht

Einer Umfrage zufolge sind 78 Prozent der Deutschen mit der Energiepolitik der Bundesregierung unzufrieden. Drei Viertel der Befragten glauben nicht mehr daran, dass die Energiepreise für private Haushalte fallen werden.

Verbund will Kosten für Kraftwerk in Mellach weitergeben

Österreichs Energiekonzern Verbund muss sein unrentables Gaskraftwerk in Mellach nach einem Richterspruch als Reserve weiter betreiben. Verbund will die Kosten dafür – etwa 20 Millionen Euro – vor einem Schiedsgericht erstreiten. Bei einer Abschaltung könnte es regional zu einer Unterversorgung mit Fernwärme kommen.

Österreich erhält deutlich weniger Gas aus Russland

Der russische Energiekonzern Gazprom liefert ein Viertel weniger Gas nach Österreich. Eine offizielle Erklärung aus Russland gibt es nicht. Russland rüstet sich selbst für einen kalten Winter. Ein Zusammenhang mit den Sanktionen wird nicht ausgeschlossen.

Sanktionen: Preise für Obst und Gemüse fallen drastisch

Der Handelskrieg mit Russland hat die Preise für Obst und Gemüse um 8,5 Prozent gedrückt. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im August 2014 um 0,8 Prozent niedriger als im August 2013. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, sanken die Erzeugerpreise gegenüber Juli 2014 um 0,1 Prozent.

Neuer Mikrochip 1.000 Mal energiesparender

Batterien in elektronischen Geräten könnten bald überflüssig werden. Eine neue Generation von Mikrochips nutzt die Umgebungsenergie für den Betrieb. Mobile elektrische Geräte können so bis zu 1.000 Mal energieeffizienter werden.

Russland zapft Renten für Energie-Unternehmen in Not an

Die russische Regierung zehrt an den Rentenreserven für einen neuen Hilfsfonds. Unternehmen, die durch die Sanktionen in Not geraten sind, sollen mithilfe von Rentengeldern von umgerechnet bis zu 6 Milliarden Euro gerettet werden. Allein Ölproduzent Rosneft braucht mehr als 30 Milliarden Euro (1,5 Billionen Rubel).

Unternehmen zweifeln an Energie-Sicherheit in Deutschland

Viele süddeutsche Firmen (35%) melden zahlreiche Stromausfälle oder Lieferunterbrechungen bei Gas in den vergangenen 12 Monaten. Jedes fünfte deutsche Unternehmen hat Probleme bei der Energiesicherheit. Ähnliche Beschwerden kamen aus Österreich, der Slowakei und Polen. Die Bundesregierung berät indes über die Schaffung einer strategischen Gasreserve.

EU-Sanktionen treiben Russland in eine Allianz mit China

Die Sanktionen der EU gegen russische Energie-Konzerne schaden vor allem dem Westen selbst. Denn Russland hat in China einen neuen starken Partner gefunden. Die Chinesen sind nicht nur ein großer Abnehmer für russische Rohstoffe, sondern auch ein finanzstarker Investor, der massiv in die russische Wirtschaft investiert.

Ukraine bezieht Brennstoff für Atomkraftwerke künftig aus den USA

Erster Erfolg der US-Politik in der Ukraine: Der Konzern Westinghouse wird die ukrainischen Atomkraftwerke künftig mit Brennstoff beliefern. Bisher hat die Ukraine das Material aus Russland bezogen.

Polen stoppt Gas-Lieferungen in die Ukraine und schwärzt Moskau an

Polen hat, wie andere EU-Staaten, russisches Gas für die Ukraine abgezweigt. Die Russen sind verärgert, sprechen von Betrug und erhöhen den Druck auf Polen. Es ist kein Wunder, dass sich die Russen verschaukelt vorkommen. Der Westen, so hat der Pianist Justus Frantz treffend analysiert, unternimmt einiges, um Wladimir Putin zu reizen.

Putin drosselt Erdgas: E.ON meldet „verringerte Liefermengen“

Der deutsche Energieversorger E.ON meldet verringerte Liefermengen aus Russland. Zuvor hatte bereits Polen festgestellt, dass die Russen das Erdgas offenbar drosseln. Grund zur Sorge bestehe jedoch nicht, weil die Speicher ausreichend gefüllt seien.

EU pokert sehr hoch und will russische Energie-Konzerne isolieren

Die neuen Wirtschaftssanktionen gegen Russland sollen den russischen Ölriesen Rosneft und eine Gazprom-Tochter treffen, so EU-Diplomaten. Diesen Unternehmen soll der Zugang zu den Finanzmärkten abgeschnitten werden. Eine hochriskante Strategie: Denn im Gegensatz zu den USA ist Europa vom russischen Gas abhängig.