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Europa

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen will die die Umwandlung der Nato antreiben, um den osteuropäischen Raum zu kontrollieren. (Foto: dpa)

Nato baut schnelle Eingreif-Truppe für Osteuropa auf

Die Nato stellt eine rasche Eingreiftruppe auf, die als „Antwort auf russische Aggression in der Ukraine“ zum Einsatz kommen kann. Die Truppe wird unter dem Oberkommando der Briten stehen. 10.000 Mann werden vor allem aus dem Baltikum und den Niederlanden entsandt. Litauen ist der Auffassung, dass die Ukraine den Krieg gegen Russland stellvertretend für ganz Europa führe.

Die Situation in der Ukraine belastet die europäische Währung. (Grafik: ariva.de)

Russische Soldaten in der Ukraine: Euro fällt, Börse Moskau auf Talfahrt

Russland hat nach Angaben der Regierung in Kiew mit einer Militärinvasion der Ukraine begonnen. Es folgen die wichtigsten Ereignisse vom Donnerstag in der Chronik.

Der US-Geheimdienst Stratfor sieht die Rebellen in der Ukraine in einer günstigen Ausgangslage für den Winter. (Grafik: Stratfor)

Rebellen werden immer stärker: Armee der Ukraine unter Druck

Im Kampf um die Ost-Ukraine scheint die von Kiew befehligte Armee in die Defensive zu geraten. Der private US-Geheimdienst Stratfor hat Erfolge der Rebellen beobachtet. Die Amerikaner fürchten, dass der Krieg den ganzen Winter dauern könnte. Die Rebellen weiter an Terrain. Groß-Offensiven der Ukraine bleiben bisher reine Ankündigungen.

Fast apathisch wandelt Frankreichs Präsident Francois Hollande durch die Krise. Sein Premier Manuel Valls kämpft auf verlorenem Posten. (Foto: dpa)

Merkel nervös: Arbeitslosigkeit in Frankreich erneut gestiegen

Die Regierung in Paris bekommt die Arbeitslosigkeit nicht in den Griff: Im Juli waren mehr Franzosen denn je ohne Arbeit. Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert rasche Strukturmaßnahmen in Frankreich. Doch die regierenden Sozialisten fürchten, vom Front National in die Bedeutungslosigkeit gestoßen zu werden.

Der demographische Wandel wird Deutschland nachhaltig verändern. (Foto: dpa)

Deutschland wird zum Altenheim: Knapp 20 Prozent weniger neue Schüler

Im vergangenen Schuljahr wurden in Deutschland um 18 Prozent weniger neue Schüler eingeschult als im Jahr 2000. Eine geringere Geburtenrate haben in Europa nur noch Griechenland und Italien. Die Alten vereinsamen, weil sie keine Familien mehr haben. Die Gesellschaft bricht auseinander. Eine der Ursachen liegt darin, dass viele Arbeitnehmer länger arbeiten müssen und schlechter bezahlt werden. Kinder sind zum Luxus-Gut geworden.

Ungleiche Konfrontation: Die ukrainische Armee scheint im Osten unter Druck geraten zu sein. In Minsk hielten Moskau und Kiew Distanz. Weder Poroschenko noch Putin beschuldigten einander der Kriegstreiberei. In der gespannten Atmosphäre zwischen den beiden Ländern kann man das fast schon als Annäherung bezeichnen. Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko fungierte als Vermittler. (Foto: dpa)

Krieg im Osten: Ukrainische Armee gerät in die Defensive

Im Kampf um die Ost-Ukraine scheint die von Kiew befehligte Armee in die Defensive zu geraten. Der private US-Geheimdienst Stratfor liefert eine unerfreuliche Lagebeschreibung. Die militärisch Lage dürfte neben den negativen Wirkungen der Sanktionen auf die EU der Grund sein, warum sich Deutschland still und leise für eine sanfte Teilung der Ukraine ausspricht.

^SPD-Superminister Sigmar Gabriel ließ sich von seinem Parteifreund Manuel Valls noch vor wenigen Wochen die Schönheiten von Paris zeigen. Nun ist der Premier weg, und die EU schlittert in eine neue Legitimations-Krise. (Foto: dpa)^

Drama in Paris: Der Zerfall der EU beginnt in Frankreich

Die französische Regierung ist nur wenige Monate nach dem Sieg von Marine Le Pen bei der EU-Wahl zerbrochen. Möglicherweise kommt nun eine Regierung des Nationalen Notstands, um zu retten, was nicht mehr zu retten ist: Die EU soll sich, wenn es nach Paris geht, in neue Schulden stürzen. Doch selbst das wird am Ende nicht reichen.

Der Chef des privaten US-Geheimdiensts Stratfor, George Friedman, zweifelt an der Zukunftsfähigkeit der EU. (Foto: dpa)

Finanz-Krise hat Mittelschicht in Europa radikalisiert

Der private US-Geheimdienst Stratfor warnt vor den Folgen der Finanzkrise für die Mittelschicht in Europa. Der finanzielle Abstieg treibe ansonsten gemäßigte Bürger in die Hände radikaler Parteien. Die EU habe vor lauter Bankenrettung die Mittelschicht vernachlässigt.

Kauder plädiert für gemeinsame Rüstungsexportpolitik der EU

Unionsfraktionschef Volker Kauder sorgt sich um den Fortbestand der deutschen Rüstungswirtschaft. Er plädiert daher für eine gemeinsame europäische Verteidigungsindustrie. So könnten auch die Ausfuhrbestimmungen für Rüstungsgüter europäisch harmonisiert werden.

Inflations-Gefahr bei Lebensmitteln: Moskau will Preis-Kontrollen einführen

Russland will die Preise für Lebensmittel staatlich kontrollieren: Um einen raschen Anstieg der Inflation zu verhindern, greift die russische Regulierung in den Markt ein. Die Überlegungen zeigen, dass der Kreml großen Unmut bei der Bevölkerung wegen der Kosten der Auseinandersetzung mit dem Westen fürchtet.

Russland will Preis-Kontrollen bei Lebensmitteln einführen

Russland möchte einen Preis-Anstieg bei Lebensmitteln unterbinden. Deshalb hat sich Landwirtschaftsminister Nikolai Fjodorow mit heimischen Branchenvertretern getroffen, um Gespräche über Preis-Kontrollen zu führen. Zuvor hatte Russland ein Importverbot für Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte aus dem Westen verhängt.

Irland will Gehalts-Kürzungen im öffentlichen Dienst rückgängig machen

Irland will Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst rückgängig machen. Das Vorhaben soll 2015 in Kraft treten. Im Gegenzug für internationale Finanz-Hilfen musste Irland die Löhne und Gehälter seiner Beamten kürzen.

Bei Personalvermittlung Adecco steigen die Einnahmen in Europa

Das Geschäft mit der Vermittlung von Arbeitskräften in Industrieunternehmen treibt den Gewinn von Addecco an. Im Hauptmarkt Frankreich stagniert der Umsatz. Das Ergebnis wird aber vom Geschäft in Ländern wie Spanien und Italien aufgefangen.

Überproduktion bei BMW: Russland-Geschäft bricht ein

Der Pkw-Absatz in Russland brach für BMW im Juni um 11,9 Prozent ein. Die für den russischen Markt bereits produzierten Fahrzeuge finden keinen neuen Absatz. BMW konzentriert sich auf die hohen Renditen in USA und China. In Europa ist indes nur noch wenig zu holen.

Unilever schließt Stellenstreichungen in Europa nicht aus

Unilever konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal zwar steigern, allerdings schwächelt das Geschäft in Asien und Russland. Deshalb erwägt der Konzern im Zuge eines Sparprogramms einen Stellen-Abbau in Europa. Das bedeute, Kosten zu senken und Fabriken zu schließen, so Unilever-Chef Polmann.

„Katastrophale Währungssituation“ drückt Gewinn bei Swatch

Die starke Schweizer Währung, Sonderausgaben und ein Fabrikbrand halten den Gewinn bei Swatch im ersten Halbjahr klein. Besonders schleppend läuft es in Europa. In China zog das Geschäft mit den Luxusmarken wieder an. Aber auch günstige Uhren werden dort stärker nachgefragt.

Italien besorgt um schwache deutsche Wirtschaftsdaten

Der italienische Wirtschaftsminister Carlo Padoan hört in Europa anhand der schwachen Wirtschaftsdaten aus Deutschland schon die „Alarmglocken schrillen“. Der Rückgang der Produktion in Deutschland werde sich negativ auf die Euro-Zone auswirken. Italiens Wirtschaft ist im ersten Quartal erneut geschrumpft.

Deutsche Stahlindustrie ohne Schwung bis 2015

Für das laufende Jahr rechnen Ökonomen nicht mehr mit einer Verbesserung in der Stahlbranche. Nur wenn die Konjunktur in 2015 deutlich anzieht, werde eine Belebung spürbar sein. Eine bessere Auslastung der Werke und ein Ende des Preisverfalls von Rohstahl sind nicht in Sicht.

Deutsche Industrie fordert mehr Transparenz bei TTIP-Abkommen

Der Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, fordert mehr Transparenz bei den Verhandlungen beim TTIP-Abkommen. Doch er nimmt auch die USA in Schutz. Die Amerikaner hätten oftmals höhere Standards als die Europäer.

Merkel gibt „deutsche Debatte“ bei Energiewende auf

Angela Merkel will die deutsche Ökostrom-Förderung europäisieren. Es seien frühe Absprachen mit den Nachbarstaaten notwendig, um sich die Zustimmung der EU zu sichern. Damit gibt Merkel den deutschen Weg der Energiewende auf.