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EZB

Bundesfinanzminister Schäuble: „Ich habe eine Menge Kollegen in der Euro-Zone, die für QE argumentiert haben. Ich tat das nicht." (Foto: dpa)

Schäuble attackiert Draghi: Expansive Geldpolitik ist für Krise verantwortlich

Im Streit um den deutschen Handelsbilanzüberschuss reagiert Finanzminister Wolfgang Schäuble auf die Attacke von EZB-Chef Mario Draghi. Die expansive Geldpolitik der EZB sei eine der Ursachen der Schuldenkrise. Draghi hatte zuvor den Handelsbilanzüberschuss Deutschlands als schädlich für das Gleichgewicht in der EU bezeichnet.

Hypo-Schuldenschnitt: EZB prüft Bankenrisiken in Österreich

Die EZB fordert alle Banken in der Euro-Zone auf, ihre Investments in Österreich offenzulegen. Das Bundesland Kärnten strebt einen Schuldenschnitt für die Pleitebank Hypo Alpe Adria an und bezieht sich dabei auf eine EU-Richtlinie. Demnach sollen die Gläubiger für die Schulden der Hypo haften.

EZB-Chef Mario Draghi hoffe, dass die neuen Milliarden in Form von Krediten an Unternehmen weitergegeben werden. (Foto: JULIEN WARNAND/dpa)

EZB gescheitert: Weniger Kredite für Unternehmen im Februar

Alle Maßnahmen der EZB, die sie zur Steigerung der Kreditvergabe unternommen hat, sind gescheitert. Im Februar gab es 0,1 Prozent weniger Kredite für Unternehmen und Privatpersonen in der Euro-Zone. Schon im Herbst hat die EZB damit begonnen, Wertpapiere zu kaufen.

Das Verfassungsgericht könnte das Anleihen-Ankaufprogramm der EZB beenden. (Foto: Uli Deck dpa)

Unternehmer reichen Verfassungsklage gegen EZB ein

Mit dem Staatsanleihen-Ankaufprogramm verstößt die EZB gegen ihr Mandat. Drei Unternehmen haben daher vor dem Bundesverfassungsgericht Klage eingereicht, um die Staatsfinanzierung mit der Notenpresse zu stoppen. Unter den Klägern befindet sich auch der ehemalige BDI-Chef Heinrich Weiss.

Die EU und Griechenland müssten aufeinander zugehen, so ÖSterreichs Bundeskanzler Werner Faymann. (Foto: Flickr/Werner Faymann/CC BY-SA 2.0)

Faymann: Griechenlands Verbleib in Eurozone wichtig für Europa

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann will Griechenland im Euro halten. Die Mitgliedschaft Griechenlands sei wichtig für die gesamte Euro-Zone. Damit hat die EU vor den Verhandlungen mit Griechenland an Spielraum eingebüßt. Weitere Zugeständnisse an die Pleite-Staat sind zu erwarten.

Bundesländer profitieren von den niedrigen Zinsen im Euro-Raum. (Foto: dpa)

Steuerzahler und EZB senken Schulden der Bundesländer

Die hohen Steuereinnahmen und die niedrigen Zinsen der EZB reduzieren die Schuldenlast der Bundesländer. Die Zinslast der Schulden sinkt, so dass die Länder erstmals seit sieben Jahren wieder Schulden tilgen können.

Sparkassen: Personalabbau und weniger Filialen

Die Sparkassen müssen wegen der Zinspolitik der EZB reagieren und werden die Zahl der Filialen reduzieren. Trotzdem sollen die Kunden auch weiter in der Fläche bedient werden.

Chinesische Unternehmen investieren in großem Stil in den Euro

Die Geldschwemme der EZB veranlasst chinesische Unternehmen, sich am Aktienmarkt im großen Stil mit Euro zu versorgen. Sie reduzieren so ihre Schuldenlast oder kaufen europäische Unternehmen auf. Dabei sinken die Erträge bereits jetzt. Einige Aktien hoch bewerteter europäischer Unternehmen werfen sogar schon negative Erträge ab.

Griechenland will Schulden mit neuen Schulden bezahlen

Ministerpräsident Alexis Tsipras will am Kapitalmarkt mit kurzlaufenden Anleihen Geld einsammeln. Doch die von der EU gesetzte Grenze hat Griechenland bereits erreicht. Sollte die EZB nicht zustimmen, kehre „der Thriller zurück“, so Tsipras. Ende März geht den Griechen das Geld aus.

Euro-Zone verlängert Kredit-Programm für Athen um vier Monate

Die Eurogruppe stimmt einer Fristverlängerung des Kreditprogramms für Griechenland zu. Athen bekommt vier Monate Zeit, in denen es Steuerflucht und Korruption soll. Der Deutsche Bundestag muss der Verlängerung noch zustimmen. Für die neue Regierung Griechenlands ist der Aufschub ein erster Erfolg.

Ökonomen: Risiko für Grexit beträgt 50 Prozent

Das Risiko für einen Austritt Griechenlands ist Experten zufolge auf 50 Prozent gestiegen. Das Szenario eines Austritts wird konkreter: Im März hat Griechenland kein Geld mehr. Die EZB stoppt die Notkredite, dann kommt der Bank Run. Die harte Linie von Finanzminister Varoufakis bei den Verhandlungen mit der Troika zeigt, dass Griechenland keine Angst mehr vor dem Ende des Euro hat.

Martin Schulz warnt Griechenland vor Staatspleite

Die EU hat Griechenland davor gewarnt, mit ihrer Ablehnung des Sparkurses die Staatspleite herbeizuführen. EU-Parlaments-Präsident Martin Schulz fordert Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras dazu auf, den Verpflichtungen gegenüber der Troika nachzukommen. Zumindest mit der EZB ist Tsipras bei Verhandlungen über eine Entschuldung auch schon einen Schritt weiter gekommen.

Moody’s: Deutsche Versicherungen könnten zusammenbrechen

Die Ratingagentur Moody’s verweist auf zu niedrige Kapitalpuffer kleiner deutscher Lebensversicherungen. Die niedrigen Zinsen und schärfere Regulierungen könnten Pleiten in der Versicherungswirtschaft auslösen. Die Geldschwemme der EZB erhöht den Druck auf die Versicherer zusätzlich.

Niedriger Euro ermöglicht neuen Rekord-Export

Der Exportüberschuss beträgt 285 Milliarden Dollar im Jahr 2014 – mehr als China und Saudi-Arabien zusammen. Der Rekord kommt auch durch den niedrigen Euro zustande. In 2015 sollen sogar noch mehr Waren exportiert werden.

Griechenland lehnt Privatisierungen und Troika ab

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis will nicht mit der Troika zusammenarbeiten. Die Regierung stoppte zudem zwei Privatisierungsprojekte. Damit erteilt Griechenland dem Spardiktat von EZB, EU und IWF endgültig eine Absage. Diskussionen um einen Euro-Austritt Griechenlands flammen wieder auf.

Regierung: Franken-Kredite werden bald wieder billiger

Österreichs Finanzminister Hans-Jörg Schelling will die Franken-Kreditnehmer beruhigen: Die Schweizer Nationalbank werde bald Maßnahman gegen den hohen Franken einleiten. Die Schweiz könne es sich nicht leisten, den eigenen Tourismus und Export zu schwächen. In Österreich laufen Bemühungen, die Banken für die teuren Franken-Kredite der Österreicher in die Verantwortung zu ziehen.

Bundesregierung lehnt Schuldenschnitt für Griechenland ab

Deutschland lehnt einen Schuldenschnitt für Griechenland ab. Die neue Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras will das Sparprogramm der EU verlassen und fordert einen umfassenden Schuldenerlass. Die Rating-Agentur Moody’s will in dem Zusammenhang das Kreditrating Griechenlands weiter herabstufen.

EZB-Geldschwemme hilft Europas Unternehmen kaum

Selbst in den positivsten Szenarien für die Geldpolitik der EZB gibt es kaum einen messbaren Vorteil für die Unternehmen in Europa. Realistisch ist, dass die Kreditnachfrage in Europa nicht steigt, sondern die Aktienmärkte weiteren Rekorden nachjagen. Neue Schocks und Krisen werden dann das zaghafte Wachstum aufzehren und neue Schulden hervorbringen.

WKÖ: EZB-Geldschwemme wird Österreichs Wirtschaft helfen

Die Wirtschaftskammer stellt sich hinter die EZB und hofft auf Impulse für die Wirtschaft. Ohne Strukturreformen wird sich das Schulden- und Wachstumsproblem in den Staaten Südeuropas jedoch nicht lösen lassen. Der Anreiz dafür werde den Krisenstaaten dadurch genommen, bemängeln Kritiker.

EZB Geldschwemme hemmt Reformen im Euro-Raum

Europas Bürger werden nicht von der am Donnerstag angekündigten Geldschwemme der EZB kommen. Auch Unternehmen finanziert sich weitgehend selbst. Vielmehr senkt EZB-Chef Draghi den Anreiz für tiefgreifende Haushaltsreformen in den Krisenländern Italien, Frankreich und Spanien. Positive Effekte auf die Wirtschaft wie Investitionen sind kaum zu erwarten.