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Alle Sparmaßnahmen kamen zu spät: Die Griechische Regierung hat das Haushaltsdefizit nicht rechtzeitig bekämpft. (Foto: Flickr/ European People's Party /CC by 2.0)

Deutschland ist kein Zins-Profiteur

Deutschland würde aufgrund von Zinseinsparungen auch bei einem kompletten griechischen Zahlungsausfall von der Krise profitieren. Das zumindest behauptet das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle in einer Studie. Ursache der Zinssenkung für die deutschen Bundesanleihen war jedoch die EZB-Politik, die die Euro-Wirtschaft mit niedrigen Zinsen ankurbeln wollte. Griechenland spielte hier nur eine untergeordnete Rolle.

Griechenland: Parlament stimmt für Bailout

Das griechische Parlament hat am Freitag für das Reformpaket der Gläubiger und die damit verbundenen Sparauflagen gestimmt. Das abschließende Treffen der Eurogruppe steht noch aus. Sollte in dieser Woche jedoch noch keine Einigung erzielt werden, ist bereits eine Brückenfinanzierung in Planung.

Niedriges Zinsniveau hilft österreichischen Mittelstand

In den vergangenen fünf Jahren konnte der österreichische Mittelstand dank des niedrigen Zinsniveaus seine Geschäftstätigkeit deutlich verbessern. Auch die Eigenkapitalquote wurde gesteigert: bei kleinsten Unternehmen genauso wie bei großen Mittelständlern.

Bundesbank-Ökonom: Inflation wegen Ölpreis etwas niedriger

Der jüngste Ölpreisrutsch hat nach Einschätzung von Bundesbank-Chefvolkswirt Jens Ulbrich die Teuerung in der Euro-Zone leicht gebremst. Die jüngste Vorhersage der EZB sei damit nicht mehr ganz aktuell. Der Preis für die Öl-Nordseesorte Brent war kürzlich zeitweise unter die Marke von 50 Dollar je Barrel gerutscht.

Die Zukunft des Geldes

Die Diskussion um eine Abschaffung des Bargeldes sorgt für viel Aufregung. Das liegt auch an der besonderen Beziehung, die die Menschen dazu aufgebaut haben. Doch hat Bargeld auch unabhängig von den Zentralbanken noch eine Zukunft? Darüber sprachen die Deutschen Mittelstands Nachrichten mit dem ehemaligen Chefsvolkswirt der EZB, Otmar Issing, und dem Soziologen Gerd Nollmann.

Griechische Banken sollen am Montag öffnen

Die griechischen Banken sollen am Montag wieder öffnen. Doch dies ist reine Symbol-Politik. Die Griechen sollen das Gefühl bekommen, dass sich Wohlverhalten lohnt.

Schäuble plant Alternativen zur Euro-Zone

Die Demütigung Griechenlands beim Gipfel ist Teil einer Agenda, die Wolfgang Schäuble seit langem verfolgt: Er hält die EU in ihrer derzeitigen Form für nicht funktionsfähig. Stattdessen strebt er eine enge politische Union nur mit ausgewählten Staaten an, die zu Deutschland passen.

Referendum: Griechen stimmen klar gegen die Sparauflagen

Die Griechen kehren dem Reformkurs ihrer Geldgeber den Rücken: In dem Referendum am Sonntag sprachen sich einer offiziellen Hochrechnung zufolge 60,3 Prozent gegen die Sparforderungen der Euro-Zone und des IWF aus.

Europäischer Gerichtshof: EZB darf Anleihen kaufen

Der Europäische Gerichtshof hat Anleihekaufprogramm der EZB (OMT) genehmigt. Es verstoße nicht gegen das Verbot der monetären Staatsfinanzierung. Das Bundesverfassungsgericht hatte den Fall an den EuGH überwiesen.

Keine Kredite: Österreichs Betriebe investieren kaum noch

Im vergangenen Jahr wurden nur von etwa jedem zehnten Unternehmen in Österreich große Investitionen vorgenommen. Die Mehrzahl der Betriebe kürzte die Investitionen oder tätigte gar keine. Häufig fehlen notwendige Sicherheiten, um Kredite von Banken zu erhalten.

Ifo: EZB stützt Griechenlands Position

Die Notkredite der Europäischen Zentralbank haben die Verhandlungsposition der griechischen Regierung mit den Gläubigern gestärkt. Ohne die Gelder der EZB wäre eine Drohung von Seiten Griechenlands nie möglich gewesen, so Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Die Notkredite lasen den Grexit für die Eurozone immer teurer werden.

Tsipras: Reformpaket der Gläubiger ist absurd

Griechenland lehnt Reformliste der internationalen Gläubiger ab. Die Troika fordert eine Rentenkürzung der ohnehin bereits verarmenden Bevölkerung. Die Syriza-Regierung will das nicht hinnehmen und bleibt stur. Auch Neuwahlen sind nicht ausgeschlossen, sollten Tsipras und Varoufakis der Troika keine Zugeständnisse abringen können.

Mittelständler kommen leichter an Kredite

Der Zugang des europäischen Mittelstands zu Krediten hat sich wieder gebessert. Während das Zinsniveau sogar sank, erhöhten sich jedoch oft die Sicherheitsanforderungen für die Kreditvergabe. Die Unternehmen profitieren diesbezüglich von der Geldflut der EZB und von gesunkenen Energiepreisen.

Aufsichtsbehörde: Versicherungsgesellschaften reagieren zu träge auf Niedrigzins

Die anhaltende Politik der niedrigen Zinsen macht den Versicherungen weiter zu schaffen. Ein wirkliches Umdenken in den Chefetagen scheint noch nicht stattgefunden zu haben. Die europäische Aufsichtsbehörde warnt vor einer Finanzierungslücke. 2016 steht der neue Stresstest für die Versicherungsbranche an.

Dank Börsen-Boom: UBS steigert Reingewinn um 88 Prozent

Die Schweizer Großbank UBS hat im ersten Quartal ihren Reingewinn um 88 Prozent auf 1,98 Milliarden Franken steigern können. Das übertraf die Analysten-Schätzungen bei weitem. Vor allem die Abkoppelung des Franken vom Euro und die Geldflut der EZB bescherten der Bank ein solch gutes Quartalsergebnis.

Eurozone: Banken halten sich bei Kreditvergabe zurück

Erstmals seit 2012 hat sich die Kreditvergabe der Banken leicht erhöht. Allerdings vergaben die Finanzinstitute lediglich 0,1 Prozent mehr Kredite. Angesichts der massiven Geldflut der EZB kommt noch immer wenig in der realen Wirtschaft an.

Hypo-Desaster: Kärnten muss Österreich um Kredite bitten

Dem Bundesland Kärnten droht die Pleite, weil sich das Land nach dem Hypo-Desaster nicht mehr über den freien Kapitalmarkt finanzieren kann. Das Land braucht für das laufende Jahr dringend 340 Millionen Euro, sonst droht in wenigen Wochen die Pleite. Wien plant, dem Land einen Finanzkommissär zur Aufsicht zu schicken.

Zahl der Übernahmen in der Chemie-Branche steigt

Weltweit gab es im ersten Quartal 36 Übernahmen und Fusionen in der Chemieindustrie. Die meisten Deals gibt es in China. Die Zahl der Übernahmen soll weiter ansteigen, weil Finanzinvestoren infolge der EZB-Geldschwemme verstärkt nach Anlagemöglichkeiten suchen.

Draghi: Euro-Zone ist besser gerüstet gegen Griechenland-Ansteckung

Sollte etwas Dramatisches in Griechenland passieren, werde es zwar für die Bürger des Landes ernst, nicht aber für die anderen Länder der Euro-Zone. Sowohl EZB-Chef Mario Draghi als auch der französische Finanzminister Michel Sapin sehen das Umfeld heute deutlich besser gerüstet als noch vor einigen Jahren. Man habe gelernt, schützende Mauern zu errichten.

EU bereitet Abwicklungsregeln für Clearing-Häuser vor

Die EU versucht, die Risiken in den Bilanzen der Clearinghäuser zu kontrollieren und arbeitet an Abwicklungsrichtlinien für den Krisenfall. Der billionenschwere Derivate-Markt hat sich aufgrund von Regulierungen in den Bereich der Clearinggesellschaften verlagert. Die EZB war bereits damit gescheitert, die Niederlassungen der Finanzinstitute auf den Euro-Raum zu begrenzen.