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Gewerkschaften

Im Tarifjahr 2018 zeichnen sich heftige Konflikte ab

Deutschland steht ein heißes Tarifjahr mit erhöhter Streikgefahr bevor.

Türkei: Renault und Fiat feuern Arbeiter wegen Streik-Teilnahme

Die Automobilkonzerne Renault und Fiat haben im Rahmen ihrer Joint-Ventures in der Türkei insgesamt 1.500 Mitarbeiter entlassen. Diese hatten sich zuvor an landesweiten Streiks und Protesten beteiligt.

Kostendruck: Air France plant Stellenabbau

Im Dauerstreit mit den Piloten hat Air France einen massiven Stellenabbau angedroht. Bis zu 2.900 Jobs sollen in Gefahr sein. Zudem drohe eine Drosselung des Flugbetriebs.

Streik zeigt Wirkung: Bahn strebt Schlichtung mit Lokführern an

Die Deutsche Bahn bietet der Lokführergewerkschaft GDL eine Schlichtung an. Die Streiks der vergangenen Tage zeigen Wirkung: Personen- und Güterverkehr waren stark eingeschränkt. Die Konfliktparteien streiten bereits ein Jahr über den Abschluss eigener Tarifverträge für Lokführer, Rangierführer und Zugbegleiter.

Verdi will Tarifeinheit mit Verfassungsklage zu Fall bringen

Das Gesetz zur Tarifeinheit beschränkt das Streikrecht kleinerer Gewerkschaften. Verdi will sich das nicht gefallen lassen und droht mit einer Verfassungsklage. Im aktuellen Streik der GDL geht es um eigene Tarifverträge für Lokführer, Zugbegleiter und Rangierführer. Die deutsche Bahn lehnt das ab und hofft auf eine schnelle Umsetzung des Tarifeinheitsgesetzes.

Lokführer Streik schränkt Personenverkehr stark ein

Über 3.000 Lokführer streiken. In Berlin fielen neben zahlreichen Zügen im Fern- und Regionalverkehr auch ein Großteil der von der Bahn betriebenen S-Bahnen aus. Der Ausstand könnte noch bis Freitag anhalten

Bundesländer dämpfen Lohn-Erwartungen im öffentlichen Dienst

Die niedrige Inflation begrenzt nach Auffassung der Bundesländer den Spielraum für Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst. Derzeit profitierten die Beschäftigten spürbar von der niedrigen Inflation, etwa durch billiges Benzin, sagte Bullerjahn, der Finanzminister von Sachsen-Anhalt.

Bahn zahlt Lokführern 510 Euro und wendet Streiks ab

Die Lokführer erzielen im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn einen Teilerfolg. Sie erhalten eine Einmalzahlung von 510 Euro. Die angedrohte Streikwelle ab Januar ist damit abgesagt. Über höheres Gehalt verhandeln die Konfliktparteien erst im Januar.

Beamtenbund droht Bahn mit „schlimmstem Arbeitskampf aller Zeiten“

Die Deutsche Bahn muss den Lokführern bis Mittwoch ein Angebot vorlegen. Sonst droht ihr „der schlimmste Arbeitskampf aller Zeiten“. Die Lokführer seien finanziell gut für einen langen Streik aufgestellt.

Frankreich will Kündigungsschutz lockern

Frankreichs Präsident Hollande geht mit neuen Reformen auf Konfrontationskurs mit den Gewerkschaften. Die Regierung will den Kündigungsschutz lockern und Unternehmen so zu mehr Neueinstellungen bewegen. Zudem soll die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage steigen. Kleine Unternehmen hätten das Nachsehen. Es regt sich bereits Widerstand gegen die Pläne.

Beamte werfen Koalition bei Tarifeinheit „politische Feigheit“ vor

Die Beamten kritisieren den Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles zur Tarifeinheit. Streikrechte und Organisationsfreiheit dürften nicht eingeengt werden. Zudem werde das Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht scheitern. Künftig sollen der Koalition zufolge nur die Gewerkschaften mit den meisten Mitgliedern das Sagen bei Tarifverhandlungen haben. Kleine Gewerkschaften und Berufsgruppen sehen sich in ihrer Existenz gefährdet.

Merkel-Sprecher: Für Tarifeinheit gibt es viele gute Gründe

Nach den Streiks im Flug- und Schienenverkehr spricht sich die Bundesregierung für das geplante Gesetz zur Tarifeinheit aus. Aus Sicht von Bundeskanzlerin Merkel gebe es „viele gute Gründe“ dafür. Durch das Gesetz könnten kleine Gewerkschaften entmachtet werden.

Lokführer setzen Bahn unter Druck: Weitere Streiks geplant

Die GDL kündigt für die kommenden Tagen flächendeckende, befristete Streiks an. Damit setzt sie die Deutsche Bahn unter Druck. Die Bahn spielt auf Zeit und will das Gesetz zur Tarifeinheit abwarten, das die Macht kleinerer Gewerkschaften beschneiden könnte.

Ufo macht Verdi im Tarifstreit mit Air Berlin Konkurrenz

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) will sich jetzt auch bei Air Berlin in die Tarifgespräche einmischen. Damit macht die kleine, aber mächtige Gewerkschaft Verdi Konkurrenz. Verdi wirft Ufo vor, die Belegschaft zu spalten. Im Zuge der Neuregelung der Tarifeinheit kämpft Ufo um sein Streikrecht und streitet bereits für das Lufthansa-Personal.

Frankreich: Gewerkschaften entrüstet über Reform-Vorschläge der Arbeitgeber

In Frankreich stehen die Zeichen auf Sturm: Die Gewerkschaften haben einen Reformvorschlag der Arbeitgeber empört zurückgewiesen: Weniger Feiertage, Aufweichen des Mindestlohns, Streichung von zwei Feiertagen - die Gewerkschaften sprechen von einem „Witz“. Die Arbeitgeber rudern zurück.

Verfassungsrichter: Entwurf zur Tarifeinheit verstößt gegen das Grundgesetz

Die vom Gesetzgeber geplante Tarifeinheit ist einem Gutachten zufolge verfassungswidrig. In dem Gesetzentwurf soll nur der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern innerhalb eines Unternehmens zur Anwendung kommen. Das würde das Streikrecht kleiner Gewerkschaften wie Cockpit oder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einschränken.

Saxo-Bank: Frankreich braucht eine Revolution

Das Land braucht ein neues politisches System, eine neue Steuerregelung, einen weniger aufgeblähten Staatssektor und weniger Subventionen, fordert der Chef-Ökomom der Saxo-Bank. Präsident Hollande sei unfähig, diese Probleme anzugehen. Doch nur mit einer Revolution innerhalb des Systems ließe sich die „Verrottung Frankreichs“ stoppen.

Frankreich: Neuer Wirtschafts-Minister auf Konfrontation mit Gewerkschaften

Der neue französische Wirtschaftsminister Macron hat vorgeschlagen, die 35-Stunden Woche für einzelne Firmen und ganze Sektoren abzuschaffen. Die französischen Gewerkschaften reagierten empört. Die seit dem Jahr 2000 geltende Arbeitszeit-Regelung gilt in dem Land als große soziale Errungenschaft.

EZB und Bundesbank mischen sich in die Lohnentwicklung ein

Der Chef der Bundesbank fordert eine Lohnerhöhung von durchschnittlich drei Prozent in Deutschland. Damit folgt Jens Weidmann der Forderung von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet. Die Zentralbanken wollen höhere Löhne, weil sie auf positive Impulse bei der Preisentwicklung hoffen. Die Inflation in Deutschland liegt derzeit bei nur 1,0 Prozent. Arbeitgeber und Gewerkschaften verbitten sich jedoch eine Einmischung in ihre Tarifhoheit.

Schweizer Kantone lehnen längere Ladenöffnungszeiten ab

Die vom Schweizer Bundesrat geplanten längeren Öffnungszeiten für den Einzelhandel stoßen bei den Kantonen auf Ablehnung. Es geht ihnen um den Grundsatz des Föderalismus. Denn bisher sind die Ladenöffnungszeiten durch kantonales Recht geregelt.