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Die französische Bevölkerung verliert den Glauben an ihr Land und ihre Regierung. Zwei Drittel der Franzosen denken, ihr Land befindet sich im Niedergang. Besonders die jungen Franzosen sind desillusioniert: 50 Prozent von Ihnen würden ihr Land verlassen, wenn sie könnten.
Sechs Länder der Eurozone verstoßen gegen das Defizit-Ziel von 3 Prozent. Doch Merkel hat den Widerstand gegen das Schuldenmachen aufgegeben und überlässt die Entscheidungen EU-Kommissar Rehn. Dies könnte bedeuten, dass Merkel die Hoffnung aufgegeben hat, dass die Euro-Zone überlebt.
Die Einführung von Eurobonds würde den Deutschen 200 Milliarden Euro an Mehrkosten bescheren. Frankreich und Luxemburg kämen glimpflich davon, auch für Österreich und die Niederlande wären Eurobonds eine teure Angelegenheit.
Das Bild von den bösen Deutschen scheint sich bei den Griechen immer stärker zu verfestigen. Ein ehemaliger Regierungssprecher schildert die Wahrnehmung Deutschlands als Zuchtmeister Europas. In Deutschland lebende Kinder von griechischen Einwanderern ziehen skurrile Vergleiche. Das Friedensprojekt EU bewegt sich auf Abwegen.
Die Reichensteuer für Einkommen über eine Million Euro pro Jahr ist gescheitert. Nun will Präsident Hollande dem Mittelstand an den Kragen: Unternehmen mit einem entsprechenden Umsatz sollen bis zu 75 Prozent Steuern zahlen.
Der fanzösische Budget-Minister Jérôme Cahuzac ist am Abend wegen des Vorwurfs der Steuer-Hinterzeihung zurückgetreten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun offiziell gegen ihn. Damit verliert Präsident Holland seinen Budget-Experten - in einem ganz kritischen Moment.
Die transnationalen Ratschlähge nehmen kein Ende: Die Schwergewichte der Eurozone müssten klare Signale aussenden, da man sich in einer Vertrauenskrise befände, sagte Bundesbank-Chef Weidmann. Das Defizit-Ziel von 3 Prozent müsse erreicht werden.
Die EU-Kommission droht Frankreich mit Strafen, weil das Land zu hohe Defizite macht. Präsident Hollande plant daher eine Reform des Rentensystems. Dies ist ein gefährlicher Schritt. Schon mehrere französische Regierungen haben sich an den Rentnern des Landes die Zähne ausgebissen.
Nach einer Marathon-Verhandlung von 24 Stunden haben die Regierungs-Chefs der EU sich über das neue Budget einigen können. Zum ersten Mal in der europäischen Geschichte wird der Etat der EU gekürzt, wenn auch nur um drei Prozent.
Die „katastrophale Bevölkerungsstruktur“ werde das Land vor schwerwiegende Probleme stellen, so der ehemalige Mitterrand-Berater Attali. Außerdem verdanke Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit nicht etwa umfangreichen Reformen, sondern vielmehr der Mehrwertsteuerpolitik und der Nähe zu Billiglohnarbeitern aus Osteuropa.
Der französische Schauspieler Gérard Depardieu ist nun offiziell Russe und preist die Demokratie in Moskau. Brigitte Bardot möchte auch übersiedeln, wenn im Zoo von Lyon zwei von ihr betreute kranke Elefanten eingeschläfert werden.
Es war das prestigeträchtigste Projekt des neuen französischen Präsidenten - und es erlebt nicht einmal seine Einführung: Der Verfassungsrat hat am Samstag die Einführung der Reichensteuer untersagt.
In Frankreich könnte sich eine Steueraffäre zu einer Regierungskrise ausweiten: Budgetminister Jérôme Cahuzac soll ein Konto bei der Schweizer UBS unterhalten haben. Seine Steuererklärung soll lückenhaft sein. Nun hat der Minister angeordnet, die Steuererklärungen alle Regierungsmitglieder durchleuchten zu lassen.
Die EU sorgt sich um die angeschlagene französische Wirtschaft. Präsident Hollande hat hinreichend klargemacht, dass er wenig vom Sparen hält. Daher will die EU-Kommission Frankreich ein Jahr Aufschub gewähren, um die Maastricht-Defizitgrenze von drei Prozent zu erreichen.
Im Bond-Markt hat die EZB die Hedge Fonds und andere Investoren mit ihrer Manipulation ausgetrickst. Doch die Wahrheit über die schlechten französischen Fundamentaldaten lässt sich nicht dauerhaft verschleiern. Denn nun haben Spekulanten die französischen Unternehmen ins Visier genommen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel glaubt nicht, dass die europäischen Wohlstands-Staaten auf Dauer zu finanzieren seien. Alle müssten aufhören, mehr auszugeben als sie einnehmen. Sonst gehe die globale Wettbewerbsfähigkeit verloren - wie man es in der DDR erlebt habe.
Der EU-Gipfel hat seine Reformprojekte verschoben. Das Treffen geriet zu einer erweiterten Weihnachtsfeier der EU-Funktionäre und Regierungschefs. Das Nicht-Ergebnis zeigt: Die politisch Verantwortlichen hoffen, dass sich alle Probleme von selbst lösen und machen jetzt erstmal Ferien.
Großbritannien hat dadurch beim nächsten EU-Gipfel zur Bankenunion einen starken Partner erhalten. Beide Länder fürchten eine zu massive Einschränkung ihrer Rechte. Doch auch die Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich sind noch nicht überwunden.
Das französische Umweltministerium will, dass Geschäfte und Büros ab Juli nachts ihre Beleuchtung ausschalten. Strom und Geld sollen so gespart werden. Die Bezeichnung Paris als ‚Stadt des Lichts’ ist damit bald passé. Gegner fürchten einen Schaden für den Tourismus und die Unternehmen.
Der Streit zwischen der französischen Regierung und dem indischen Stahlkonzern ArcelorMittal über das Werk in Florange ist beigelegt. Die Lösung liegt auf der Hand: Die EU wird eingreifen.
Angela Merkel hat den Deutschen versprochen, sie werde in Zypern aufräumen, wenn deutsche Steuergelder dorthin fließen. Nun belegt ein Geheimbericht: Bei den zypriotischen Banken herrscht das pure Chaos, fast 60 Prozent aller Konten haben mit Schwarzgeld zu tun. Beobachter sagen: Solch einem Land würde ich privat niemals Geld geben. Und Merkel?
Deutschland dürfe sich die Potenziale des Frackings nicht entgehen lassen, so EU-Kommissar Oettinger. Probe-Bohrungen im eigenen Land würden einen Wissens-Vorteil gegenüber anderen Ländern schaffen. Gerade ein Ingenieurs-Land wie Deutschland müsse hier schnell reagieren – auch um die Kosten der neuen Energie-Gewinnung besser abschätzen zu können.
Mittels einer Reform des Wahlrechts wollen die etablierten Parteien Italiens den Oppositions-Politiker Beppe Grillo von der nächsten Wahl ausschließen. Die neue Reform stellt Anforderungen an Parteien, die Grillos Movimento 5 Stelle derzeit nicht erfüllt.