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Die Proteste von Occupy Wall Street zum 1. Mai sind in den USA von den Sicherheitskräften mit harter Hand begleitet worden. In Europa war die Lage eher ruhig.
Mehr als die Hälfte der Bachelor-Absolventen in den USA ist arbeitslos oder unterbeschäftigt. Viele von ihnen sehen die einzige Möglichkeit in einer Übergangslösung. Für die meisten bleibt das allerdings lange die einzige Einkommensquelle, denn die Chancen am Arbeitsmarkt sehen schlecht aus. Harvard-Ökonom Richard Freeman warnt deshalb vor der Schuldenblase, die durch die hohen Bildungskredite entstehen kann.
In Florida ist ein Mann unmittelbar nach einem Restaurantbesuch verhaftet und ins Gefängnis geworfen worden, weil er in sein Wasserglas Mineralwasser nachgefüllt hatte, ohne zu zahlen. Der Schaden: 1 US-Dollar.
Für Barack Obama könnte die Wiederwahl im Herbst schwieriger werden als gedacht. Die am Freitag bekanntgegebenen Zahlen für die Empfänger von Arbeitslosenunterstützung nähern sich gefährlich jenen Werten, die technisch als Rezession bezeichnet werden.
Die Eurokrise bereitet China immer größere Sorgen. Die Direktinvestitionen sind deutlich gefallen: Im ersten Quartal hat die EU um 31,2 Prozent weniger in China investiert.
In China wächst die Angst vor einer harten Landung. Die weltweit gesunkene Nachfrage aus Europa und den USA kann durch die Binnennachfrage nicht ausgeglichen werden. Die chinesische Wirtschaft wächst deutlich langsamer als erwartet.
Um weltweit Schwarzgeldkonten von US-Bürgern aufdecken zu können, will die amerikanische Steuerbehörde alle Banken dazu zwingen, die Daten von Kunden aus den USA bekanntzugeben. Sollte ein ausländisches Institut nicht mit den US-Behörden kooperieren, soll es satte Strafsteuer zahlen.
Mehr als 11.000 Klagen richten sich in den USA gegen den größten deutschen Pharmakonzern Bayer. Grund ist die vergleichsweise hohe Thrombosegefahr der Anti-Baby-Pillen des Unternehmens. Zunächst sollen mehr als 100 Millionen zur Beilegung hunderter Fälle gezahlt werden. Doch insgesamt werden Kosten in Milliardenhöhe entstehen, glauben Analysten.
Private Unternehmen haben im Auftrag der NSA illegale Lauschangriffe auf US-Bürger durchgeführt. Dadurch können private Daten in die Hände von kommerziellen Spionage-Firmen geraten sein.
In den Ausbildungsunterlagen der US-Bundespolizei heißt es, Agenten dürften das Gesetz brechen. Außerdem führten diskriminierende Inhalte zu einer Untersuchung der gesamten Ausbildung. Die Verantwortlichen für die Verfehlungen werden nicht zur Rechenschaft gezogen.
Der starke Rückgang der Exporte und Immobilienpreise sowie die wachstumsdämpfenden Maßnahmen in China bescheren den chinesischen Unternehmen in den ersten zwei Monaten diesen Jahres den größten Einbruch von Gewinnen seit drei Jahren.
Während des Wahlkampfs um das Weiße Haus versucht die US-Notenbank offensichtlich, Ruhe in die Märkte zu bringen. Neben dem Gelddrucken gehört dazu neuerdings auch der direkte Ankauf von europäischen Staatsanleihen.
Viele chinesische, russische oder brasilianische Unternehmen bewerben sich bei öffentlichen Aufträgen in Europa. Europäische Unternehmen haben aber im Gegenzug meist gar keine Möglichkeit an öffentlichen Ausschreibungen in China oder Russland teilzunehmen. Die EU will diesen Protektionismus nun mit einem Gesetz bekämpfen.
Mitarbeiter der Investmentbanken JP Morgan und Goldman Sachs spendeten im vergangenen Monat große Summen für den Wahlkampf von US-Präsident Barack Obama. Teilweise sogar mehr als an seinen republikanischen Gegener, der als Freund der Wall Street gilt.
Die EU und die USA glauben, die Deutsche Bank könnte Zinssätze manipuliert haben, um sich günstiger Geld von anderen Banken beschaffen zu können. Einige der Mitarbeiter aus diesem Bereich wurden bereits gefeuert.
In Washington warnte der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner Europa vor übertriebenen Sparmaßnahmen. Dies führe in eine sich selbst beschleunigende Abwärtsspirale. Eine Aufstockung der IWF-Mittel durch die USA lehnte der Finanzminister ab. Die USA hätten durch die Eurokrise bereits erhebliche Schäden erlitten.
Die Überwachung von Menschen aus der Luft ist in den USA derzeit nur sehr beschränkt möglich. Drohnen könnten dies nun ändern. Sie sollen nun leichter zugelassen werden und könnten genehmigungspflichtige Maßnahmen ersetzen.
In Atlanta demonstrierten am Wochenende hunderte Menschen gegen einen Gesetzesentwurf, der friedliche Proteste kriminalisieren würde: Es sollen Geldstrafen zwischen 1.000 und 10.000 Dollar eingeführt werden.
Die Beschränkung Chinas beim Export Seltener Erden verletze internationale Handelsregeln und schade Produzenten und Verbrauchern, so der EU-Handelskommissar. Nun reichten die EU, die USA und Japan eine Klage vor der Welthandelsorganisation ein.
Um nicht weiter so stark von dem Export in die EU abhängig zu sein, will die chinesische Regierung den inländischen Konsum ankurbeln und kürzt für 2012 das geplante Wachstumsziel. Das Land braucht dringend eine andere Wachstumsstrategie verfolgen: Die Einkommen sind zu gering, die lokalen Regierungen sind überschuldet und die Unternehmen brauchen Finanzspritzen.
Deutschland soll nach dem Wunsch von Goldman Sachs im Euro bleiben. Das Land habe enorm vom Euro profitiert. Die vielen Rettungs-Milliarden seien angesichts der Export-Gewinne Deutschlands ein angemessener Preis.
In einer Broschüre erklärt das staatliche Umweltbundesamt die Kritiker der Klima-Erwärmung für inkompetent. Originell: Einer der Kritisierten war einmal Mitarbeiter beim Umweltbundesamt. Das Umweltbundesamt will das verfassungsmäßig garantierte Recht auf die freie Meinung durch Diffamierung aushöhlen.
Deutschland will keinen Handelskrieg mit China. Die Bundesregierung hat eine Initiative Brüssels torpediert, gegen chinesische Billig-Produkte vorzugehen. Die bilaterale Lobby-Arbeit Pekings kann damit einen wichtigen Erfolg verbuchen.