Bank of England muss Chávez 100 Tonnen Gold liefern

Präsident Hugo Chavez will schon kommende Woche mit dem physischen Rücktransport der Goldreserven aus Europa und den USA nach Venezuela beginnen. Allein die Bank of England müsste dafür 17.000 Barren zu je 400 Unzen per Schiff nach Lateinamerika transportieren.

Während Anleger weltweit in einem beispiellosen Goldrausch den Preis des Edelmetalls am Freitag auf ein neues Rekordhoch treiben, trägt Hugo Chávez, Präsident von Venezuela zur Marktverknappung bei. Er gab seinen Entschluss bekannt, sämtliche Goldreserven des Landes aus Europa und den USA anzuziehen und nach Venezuela zurückzubringen. Von dort will er sie in aus seiner Sicht verlässlichere Staaten wie Russland, China oder Brasilien bringen lassen.

Chávez gab im staatlichen Fernsehen eine sehr marktwirtschaftliche Begründung für die Entscheidung. Natürlich möge er die imperialistischen Banken nicht. Aber das Lagern der Goldreserven in Banken in Paris und London sei auch aus Renditegesichtspunkten unwirtschaftlich: „Sie zahlen nicht mal Zinsen, aber sie benutzen diese Reserven, um sie anderen Ländern zu leihen und ihnen Zinsen zu berechnen.“

Dieser Transport wird, in einer globalisierten Welt des papierlosen Geldverkehrs, physisch geschehen. So müssen die Banken, in denen das Gold jetzt lagert, das gesamte Volumen in einer Gesamthöhe von etwa 18 Milliarden US-Dollar in Form von Barren nach Venezuela verschiffen: Das sind allein in England 17.000 Barren zu je 400 Unzen. Der Gesamtwert beträgt 7 Milliarden Pfund. Von der Bank of England allein will Chávez 99,2 Tonnen Gold zurück. Weltweit sind es 211 Tonnen, die nach Venezuela zurückgebracht werden sollen.

Für die Sicherheitsdienste der Bank of England ist das keine alltägliche Aufgabe, wie Mitarbeiter der Bank am Samstag in britischen Zeitungen zitiert werden. Weil keine Versicherung der Welt ein Flugzeug mit einer derart wertvollen Fracht versichern will, muss der Transport auf dem Seeweg erfolgen. Diese Tatsache bereitet den Briten erhebliche Sorgen, sind doch Schiffe sehr verwundbar gegen Terrorakte oder die heute wieder beliebten Überfälle durch Piraten. Der größten Teil des britischen Vermögens kommt von der Bank of England, betroffen sich aber auch Barclays, HSBC und Standard Chartered. Außerhalb Englands liegen noch große Bestände in Paris, Zürich und New York.

Die Sicherheitsdienste des abwickelnden Dienstes G4S sind sich jedoch eher der Tatsache bewusst, dass es sich hier um einen außergewöhnlichen Vorgang handelt als die Bank of England. Die Financial Times zitiert Experten, die sagen, sie hätten nicht den Eindruck als hätte die englische Zentralbank bereits begriffen, welche Monster-Aufgabe dieser physische Transport darstelle.

Wirtschaftlich gesehen nutzt Chavez die Unsicherheit auf den Finanzmärkten, um die Aktion moralisch zu verbrämen: Der Präsident der Venezolanischen Zentralbank, Nelson Merentes, sagte, man wolle nun die auf Anweisung des Internationalen Währungsfonds in den achtziger Jahren getroffene Entscheidung revidieren, durch die Venezuela gezwungen wurde, sein Gold außer Landes Zu bringen. Nun wolle man angesichts der möglichen Krise die eigene Goldreserve schützen. Chávez lieferte das ideologische Fundament für die Entscheidung, in dem er sagte, er könne das Geld nicht bei den imperialistischen Banken lassen, die ihre Völker systematisch ausbeuten – eine Begründung, die angesichts der europäischen Banken- und Schuldenkrise nicht mehr so abwegig erscheint wie noch vor einigen Jahren.

Chávez will außerdem die Goldindustrie verstaatlichen, um so die nationalen Goldreserven zu erhöhen. „Die Gesetze zur Verstaatlichung der Goldproduktion sind fertig ausgearbeitet. Wir werden das Gold teilweise als Reserve anlegen, denn der Goldpreis wird weiter steigen“, sagte Chávez kürzlich in einer Sendung des staatlichen Senders Fernsehsenders VTV.
Allerdings wird die Ausbeutung des Volkes in Venezuela seit jeher als Staatsräson begriffen. Im Jahr 2005 hatte die Regierung eine schätzungsweise „optimale“ Größe der Goldreserven festgelegt und diese gesetzlich verankert. Alles, was darüber hinausgeht, wandert in einen obskuren, staatlich kontrollierten Fonds namens „Fonden“.

Beobachter vermuten hinter der Aktion möglicherweise auch noch sehr profane Gründe: Chávez will das Geld in Ländern wissen, deren Kooperation mit den internationalen Justizbehörden nicht allzu eng ist. Die Goldreserven sollen vor dem Zugriff sicher sein, sollte es zu internationalen Sanktionen gegen Venezuela kommen.

Venezuela liegt mit 365,8 Tonnen auf Platz 15 der Weltrangliste der Goldbesitzer. Ungeachtet der Rückholung der Goldreserven hat die Ratingagentur Standard&Poor’s Venezuela von B+ auf BB- herabgestuft. Die Begründung: Trotz seiner Rohstoffe und der guten Wachstumsaussichten stelle die Interventions-Politik der Regierung Chavez in die Wirtschaft ein langfristig erhebliches Risiko für Investoren dar.

Mehr hier:

Aktuell: Goldrausch in der Türkei, Indien, China

Downgrade von Venezuela durch Standard & Poor’s

Die Aktion aus lateinamerikanisch-deustcher Sicht

Kommentare

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  1. Rungu sagt:

    Hat er denn nun das Gold bekommen? Man hört und liest nichts mehr zu dem Thema!

    • uwe-h sagt:

      Wir warten auch schon die ganze Zeit auf die Fortführung. Aber man hört und liest nichts mehr. Es wäre sehr interessant zu verfolgen, wie man versuchen wird diese Rückführung zu unterlaufen. Vielleicht wird daraus ein nächster Gaddafi & Co

  2. Rungu sagt:

    Hat er denn nun das Gold bekommen? Man hört und liest nichts mehr zu dem Thema!

    • uwe-h sagt:

      Wir warten auch schon die ganze Zeit auf die Fortführung. Aber man hört und liest nichts mehr. Es wäre sehr interessant zu verfolgen, wie man versuchen wird diese Rückführung zu unterlaufen. Vielleicht wird daraus ein nächster Gaddafi & Co

  3. Horst G Ludwig sagt:

    Die Gründe Chavez wurden relativ gut erkannt und ebenso bleibt es ersteinmal fragwürdig ob und wie er den Besitz des venezolanischen Volkes sicherstellen kann. Gut an dem Mann ist gar nichts, er ist von einem militanten Grössenwahnsinn getrieben und hat lange schon die wirklich intellektuellen Köpfe (Dietrich) eines alternativen Sozialismus/Marxismus entlassen. Dies geschah in der Vergangenheit bis Gegenwart (Lybien) überall dort wo militärische Strukturen und Unterdrückung stattfinden und meine Hauptkritik an ihm war seit dem ersten Tage fehlender Verstand, Echtheit und Kapazität ein wirklich funktionierendes alternatives Wertesystem aufzustellen.
    Seine Verbrüderungen mit mordenden Politgruppen (neuerdings alle Terroristen genannt) stellen keine Alternative dar, weder politsch noch wirtschaftlich.

    TROTZDEM gibt es wesentlich Interessanteres zu erzählen, denn er hat mir Russland, China und Iran eine eigene Weltbank gegründet und ab hier wird es heiss. Schiesst sich auch noch Brasilien an, und das ist sehr wahrscheinlich, erhält das bestehende toxische Geld- und Wertesystem endlich einen Genickschuss aus unerwarteter Richtung und das wird für uns Alle gut sein. Auch wenn die Unken eben unken, das ist genau die rechte Medizin solange dieses neue System nicht wieder vorherige Verschuldung voraussetzt um Kapitalien auf den Markt zu bringen. Aus meiner räumlichen Nähe zu Chavez weiss ich, das der grossmäulige Elefant rein gar nichts weiss und nichtmals eine Wurzelrechnung ziehen kann, aber seine Hintergrundleute haben es in sich.

    Die sich hier abzeichnende Blockbildung gefällt weder den USA noch Europa, da die manipulierende Hochfinanz mit ihrem IMF Club, Weltbank, Zentralbanken, BIS und Nationalbanken ins Rudern geraten und nicht weil auf einmal jemand in der Politik wirklich Ahnung hat. Drücken wir also die Daumen das wir bald auf eine gute Alternative umschwenken können und die weltweite Verschuldung dann endlich als das anzeigen was sie auch ist: das grösste Verbrechen an der Menschheit schlechthin.

    So kann es dann kommen, dass aus Chavez entweder Gaddafi wird oder tatsächlich genau der Grossimpuls kommt, den die finanzwirtschafts verknechtete Welt im Komödienstadel einer plutokratischen Demokratie durch die Köpfe der Konsumenten peitscht.

  4. Horst G Ludwig sagt:

    Die Gründe Chavez wurden relativ gut erkannt und ebenso bleibt es ersteinmal fragwürdig ob und wie er den Besitz des venezolanischen Volkes sicherstellen kann. Gut an dem Mann ist gar nichts, er ist von einem militanten Grössenwahnsinn getrieben und hat lange schon die wirklich intellektuellen Köpfe (Dietrich) eines alternativen Sozialismus/Marxismus entlassen. Dies geschah in der Vergangenheit bis Gegenwart (Lybien) überall dort wo militärische Strukturen und Unterdrückung stattfinden und meine Hauptkritik an ihm war seit dem ersten Tage fehlender Verstand, Echtheit und Kapazität ein wirklich funktionierendes alternatives Wertesystem aufzustellen.
    Seine Verbrüderungen mit mordenden Politgruppen (neuerdings alle Terroristen genannt) stellen keine Alternative dar, weder politsch noch wirtschaftlich.

    TROTZDEM gibt es wesentlich Interessanteres zu erzählen, denn er hat mir Russland, China und Iran eine eigene Weltbank gegründet und ab hier wird es heiss. Schiesst sich auch noch Brasilien an, und das ist sehr wahrscheinlich, erhält das bestehende toxische Geld- und Wertesystem endlich einen Genickschuss aus unerwarteter Richtung und das wird für uns Alle gut sein. Auch wenn die Unken eben unken, das ist genau die rechte Medizin solange dieses neue System nicht wieder vorherige Verschuldung voraussetzt um Kapitalien auf den Markt zu bringen. Aus meiner räumlichen Nähe zu Chavez weiss ich, das der grossmäulige Elefant rein gar nichts weiss und nichtmals eine Wurzelrechnung ziehen kann, aber seine Hintergrundleute haben es in sich.

    Die sich hier abzeichnende Blockbildung gefällt weder den USA noch Europa, da die manipulierende Hochfinanz mit ihrem IMF Club, Weltbank, Zentralbanken, BIS und Nationalbanken ins Rudern geraten und nicht weil auf einmal jemand in der Politik wirklich Ahnung hat. Drücken wir also die Daumen das wir bald auf eine gute Alternative umschwenken können und die weltweite Verschuldung dann endlich als das anzeigen was sie auch ist: das grösste Verbrechen an der Menschheit schlechthin.

    So kann es dann kommen, dass aus Chavez entweder Gaddafi wird oder tatsächlich genau der Grossimpuls kommt, den die finanzwirtschafts verknechtete Welt im Komödienstadel einer plutokratischen Demokratie durch die Köpfe der Konsumenten peitscht.

  5. Horst G Ludwig sagt:

    Die Gründe Chavez wurden relativ gut erkannt und ebenso bleibt es ersteinmal fragwürdig ob und wie er den Besitz des venezolanischen Volkes sicherstellen kann. Gut an dem Mann ist gar nichts, er ist von einem militanten Grössenwahnsinn getrieben und hat lange schon die wirklich intellektuellen Köpfe (Dietrich) eines alternativen Sozialismus/Marxismus entlassen. Dies geschah in der Vergangenheit bis Gegenwart (Lybien) überall dort wo militärische Strukturen und Unterdrückung stattfinden und meine Hauptkritik an ihm war seit dem ersten Tage fehlender Verstand, Echtheit und Kapazität ein wirklich funktionierendes alternatives Wertesystem aufzustellen.
    Seine Verbrüderungen mit mordenden Politgruppen (neuerdings alle Terroristen genannt) stellen keine Alternative dar, weder politsch noch wirtschaftlich.

    TROTZDEM gibt es wesentlich Interessanteres zu erzählen, denn er hat mir Russland, China und Iran eine eigene Weltbank gegründet und ab hier wird es heiss. Schiesst sich auch noch Brasilien an, und das ist sehr wahrscheinlich, erhält das bestehende toxische Geld- und Wertesystem endlich einen Genickschuss aus unerwarteter Richtung und das wird für uns Alle gut sein. Auch wenn die Unken eben unken, das ist genau die rechte Medizin solange dieses neue System nicht wieder vorherige Verschuldung voraussetzt um Kapitalien auf den Markt zu bringen. Aus meiner räumlichen Nähe zu Chavez weiss ich, das der grossmäulige Elefant rein gar nichts weiss und nichtmals eine Wurzelrechnung ziehen kann, aber seine Hintergrundleute haben es in sich.

    Die sich hier abzeichnende Blockbildung gefällt weder den USA noch Europa, da die manipulierende Hochfinanz mit ihrem IMF Club, Weltbank, Zentralbanken, BIS und Nationalbanken ins Rudern geraten und nicht weil auf einmal jemand in der Politik wirklich Ahnung hat. Drücken wir also die Daumen das wir bald auf eine gute Alternative umschwenken können und die weltweite Verschuldung dann endlich als das anzeigen was sie auch ist: das grösste Verbrechen an der Menschheit schlechthin.

    So kann es dann kommen, dass aus Chavez entweder Gaddafi wird oder tatsächlich genau der Grossimpuls kommt, den die finanzwirtschafts verknechtete Welt im Komödienstadel einer plutokratischen Demokratie durch die Köpfe der Konsumenten peitscht.

  6. Horst G Ludwig sagt:

    Die Gründe Chavez wurden relativ gut erkannt und ebenso bleibt es ersteinmal fragwürdig ob und wie er den Besitz des venezolanischen Volkes sicherstellen kann. Gut an dem Mann ist gar nichts, er ist von einem militanten Grössenwahnsinn getrieben und hat lange schon die wirklich intellektuellen Köpfe (Dietrich) eines alternativen Sozialismus/Marxismus entlassen. Dies geschah in der Vergangenheit bis Gegenwart (Lybien) überall dort wo militärische Strukturen und Unterdrückung stattfinden und meine Hauptkritik an ihm war seit dem ersten Tage fehlender Verstand, Echtheit und Kapazität ein wirklich funktionierendes alternatives Wertesystem aufzustellen.
    Seine Verbrüderungen mit mordenden Politgruppen (neuerdings alle Terroristen genannt) stellen keine Alternative dar, weder politsch noch wirtschaftlich.

    TROTZDEM gibt es wesentlich Interessanteres zu erzählen, denn er hat mir Russland, China und Iran eine eigene Weltbank gegründet und ab hier wird es heiss. Schiesst sich auch noch Brasilien an, und das ist sehr wahrscheinlich, erhält das bestehende toxische Geld- und Wertesystem endlich einen Genickschuss aus unerwarteter Richtung und das wird für uns Alle gut sein. Auch wenn die Unken eben unken, das ist genau die rechte Medizin solange dieses neue System nicht wieder vorherige Verschuldung voraussetzt um Kapitalien auf den Markt zu bringen. Aus meiner räumlichen Nähe zu Chavez weiss ich, das der grossmäulige Elefant rein gar nichts weiss und nichtmals eine Wurzelrechnung ziehen kann, aber seine Hintergrundleute haben es in sich.

    Die sich hier abzeichnende Blockbildung gefällt weder den USA noch Europa, da die manipulierende Hochfinanz mit ihrem IMF Club, Weltbank, Zentralbanken, BIS und Nationalbanken ins Rudern geraten und nicht weil auf einmal jemand in der Politik wirklich Ahnung hat. Drücken wir also die Daumen das wir bald auf eine gute Alternative umschwenken können und die weltweite Verschuldung dann endlich als das anzeigen was sie auch ist: das grösste Verbrechen an der Menschheit schlechthin.

    So kann es dann kommen, dass aus Chavez entweder Gaddafi wird oder tatsächlich genau der Grossimpuls kommt, den die finanzwirtschafts verknechtete Welt im Komödienstadel einer plutokratischen Demokratie durch die Köpfe der Konsumenten peitscht.

  7. King Balance sagt:

    Keine Wette war in den Jahrhunderten der Währungsgeschichte sicherer zu gewinnen als die, dass ein Goldstück, das der Inflationspolitik der Regierungen unzugänglich ist, seine Kaufkraft besser bewahren würde als eine Banknote. – Wilhelm Röpke

    Am Tag, als der Dollar starb!

  8. King Balance sagt:

    Keine Wette war in den Jahrhunderten der Währungsgeschichte sicherer zu gewinnen als die, dass ein Goldstück, das der Inflationspolitik der Regierungen unzugänglich ist, seine Kaufkraft besser bewahren würde als eine Banknote. – Wilhelm Röpke

    Am Tag, als der Dollar starb!

  9. King Balance sagt:

    Keine Wette war in den Jahrhunderten der Währungsgeschichte sicherer zu gewinnen als die, dass ein Goldstück, das der Inflationspolitik der Regierungen unzugänglich ist, seine Kaufkraft besser bewahren würde als eine Banknote. – Wilhelm Röpke

    Am Tag, als der Dollar starb!

  10. King Balance sagt:

    Keine Wette war in den Jahrhunderten der Währungsgeschichte sicherer zu gewinnen als die, dass ein Goldstück, das der Inflationspolitik der Regierungen unzugänglich ist, seine Kaufkraft besser bewahren würde als eine Banknote. – Wilhelm Röpke

    Am Tag, als der Dollar starb!