Inflation bremst EZB: Wer kauft nun die Schrottpapiere?

Die EZB fällt wegen der überraschend gestiegenen Inflation nun wohl als Retter des Euro aus. Insider gehen davon aus, dass die Staaten gezwungen sein werden, ihre Banken zum Ankauf von Schrottpapiere aus Schuldenstaaten zu zwingen.

Es ist der stärkste Anstieg der Inflation seit drei Jahren in Europa – und er bringt vor allem die Europäische Zentralbank (EZB) in die Bredouille: Sie kann nicht weiter Geld drucken, sie kann die Zinsen faktisch nicht erhöhen, und sie muss mit dem Ankauf von Schrottpapieren aus Schuldenstaaten aufhören. Die Nachricht vom Anstieg der Inflation von 2,5% auf drei Prozent in der Eurozone kam wie eine „Bombe“, sagte ein niederländischer Analyst. Diese Entwicklung schränkt den Handlungsspielraum der EZB spürbar ein. Denn ihre Aufgabe besteht darin, die Geldmenge stabil zu halten und nicht, verschuldete Staaten über Wasser zu halten.

Damit aber landet der Schwarze Peter wieder bei den Staaten: Sie hatten sich eigentlich schon darauf eingestellt, die Schrottpapiere weiterhin diskret bei der EZB auflaufen zu lassen. Der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet unterdessen von der bemerkenswerten Aussage eines anonym bleiben wollenden Offiziellen der EZB: Die Regierungen Europas werden nun erneut eine Debatte darüber beginnen, ob Schrottanleihen nicht von anderen Staaten gekauft werden (müssen).

Heißt im Klartext: Weil die EZB angekündigt hat, den Banken unbegrenzt und unbefristet Liquidität zur Verfügung zu stellen, könnten die Schrottanleihen am Ende doch wieder den Banken zugeschoben werden. Erpressungspotenzial hat die Politik genug: Viele Banken kämpfen um ihre Existenz; Schuldenschnitte würden den Banken erhebliche Schmerzen bereiten; und wie zufällig herrscht in Europa auf einmal große verbale Einigkeit über die Finanztransaktionssteuer.

Mit diesem Gift-Cocktail könnten die Regierungen ausnahmsweise einmal den Spieß umdrehen und die Banken vor sich hertreiben. Anlass zur Freude ist das jedoch keiner: Denn wer auch immer wen vor sich hertreibt – in dieser Krise geht es stets nur in Richtung Abgrund.

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Kommentare

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  1. Helmut Josef Weber sagt:

    Warum keine Inflation???
    Eine Inflation von etwa 12-15% über 8-12 Jahre ist (neben einer Währungsreform) nur noch die einzige Möglichkeit, der Schuldenfalle zu entkommen.
    Die USA waren nach dem II Weltkrieg ähnlich hoch verschuldet und haben sich aus dieser Situation heraus inflationiert.
    Und es geht schön Scheibchenweise. Man muss nur noch einen Schuldigen suchen und andere Probleme aufblasen, damit der Bürger abgelenkt wird. Dann hat die Oma in 10 Jahren immer noch ihre 10.000 Euro auf dem Konto, kann dafür aber dafür nicht einmal mehr die Lebensmittel für den Monat kaufen.
    Ich habe 2009/10 meine gesamte Altersversorgung in Edelmetalle umgewandelt und ich bin mal gespannt, wann der Bürger auf der Straße merkt, wo der Hase wirklich hinläuft.
    Heute müsste ich etwa das doppelt für die E-Metalle bezahlen.
    Also wird die EZB weiter unbegrenzt Schrottpapiere ankaufen, der Rettungschirm wird gehebelt und somit weitere Billionen in den Geldkreislauf gepumpt.
    Um nicht untätig zuzusehen wird die EZB etwas die Zinsen erhöhen.
    Und wir können weiter auf dem Vulkan tanzen.
    Aber mal ganz ehrlich, es geht nicht anders; ich wüsste auch keine andere Lösung, und Ihr?

    Viele Grüße
    H. J. Weber

    • FDominicus sagt:

      Warum schreiben Sie nicht gleich was Sie meinen. Wir bestehlen alle Anständigen und geben es den Verbrechern?

  2. Helmut Josef Weber sagt:

    Warum keine Inflation???
    Eine Inflation von etwa 12-15% über 8-12 Jahre ist (neben einer Währungsreform) nur noch die einzige Möglichkeit, der Schuldenfalle zu entkommen.
    Die USA waren nach dem II Weltkrieg ähnlich hoch verschuldet und haben sich aus dieser Situation heraus inflationiert.
    Und es geht schön Scheibchenweise. Man muss nur noch einen Schuldigen suchen und andere Probleme aufblasen, damit der Bürger abgelenkt wird. Dann hat die Oma in 10 Jahren immer noch ihre 10.000 Euro auf dem Konto, kann dafür aber dafür nicht einmal mehr die Lebensmittel für den Monat kaufen.
    Ich habe 2009/10 meine gesamte Altersversorgung in Edelmetalle umgewandelt und ich bin mal gespannt, wann der Bürger auf der Straße merkt, wo der Hase wirklich hinläuft.
    Heute müsste ich etwa das doppelt für die E-Metalle bezahlen.
    Also wird die EZB weiter unbegrenzt Schrottpapiere ankaufen, der Rettungschirm wird gehebelt und somit weitere Billionen in den Geldkreislauf gepumpt.
    Um nicht untätig zuzusehen wird die EZB etwas die Zinsen erhöhen.
    Und wir können weiter auf dem Vulkan tanzen.
    Aber mal ganz ehrlich, es geht nicht anders; ich wüsste auch keine andere Lösung, und Ihr?

    Viele Grüße
    H. J. Weber

    • FDominicus sagt:

      Warum schreiben Sie nicht gleich was Sie meinen. Wir bestehlen alle Anständigen und geben es den Verbrechern?

  3. Zeitzeuge sagt:

    Wann wurde mit „Gift-Cocktails“ ein System „geheilt“? Alle vorherigenden sind untergegangen! Wehrt Euch, Bürgern, unterstützt das Aktionsbündnis Direkte Demokratie Deutschland – wir wehren uns und wir haben einen Plan: Demo am 22.10. Frankfurt, 5. 11. Stuttgart!

    ZEIT ZUM HANDELN! BRECHT DAS SCHWIEGEN!

    Unser Land und unser Geld
    gehört nur uns und nicht der Welt!

  4. Zeitzeuge sagt:

    Wann wurde mit „Gift-Cocktails“ ein System „geheilt“? Alle vorherigenden sind untergegangen! Wehrt Euch, Bürgern, unterstützt das Aktionsbündnis Direkte Demokratie Deutschland – wir wehren uns und wir haben einen Plan: Demo am 22.10. Frankfurt, 5. 11. Stuttgart!

    ZEIT ZUM HANDELN! BRECHT DAS SCHWIEGEN!

    Unser Land und unser Geld
    gehört nur uns und nicht der Welt!

  5. Zeitzeuge sagt:

    Wann wurde mit „Gift-Cocktails“ ein System „geheilt“? Alle vorherigenden sind untergegangen! Wehrt Euch, Bürgern, unterstützt das Aktionsbündnis Direkte Demokratie Deutschland – wir wehren uns und wir haben einen Plan: Demo am 22.10. Frankfurt, 5. 11. Stuttgart!

    ZEIT ZUM HANDELN! BRECHT DAS SCHWIEGEN!

    Unser Land und unser Geld
    gehört nur uns und nicht der Welt!

  6. Zeitzeuge sagt:

    Wann wurde mit „Gift-Cocktails“ ein System „geheilt“? Alle vorherigenden sind untergegangen! Wehrt Euch, Bürgern, unterstützt das Aktionsbündnis Direkte Demokratie Deutschland – wir wehren uns und wir haben einen Plan: Demo am 22.10. Frankfurt, 5. 11. Stuttgart!

    ZEIT ZUM HANDELN! BRECHT DAS SCHWIEGEN!

    Unser Land und unser Geld
    gehört nur uns und nicht der Welt!

  7. schlaumeister sagt:

    die Inflationsraten sind geschönt, während der Rentner 0,99 % Rentenerhöhung
    bekommt, galoppiert die Inflation zwischen 5-10% p.a. – Tendenz steigend und
    nicht mehr beherrschbar. Stagnierende Preise bei Elektronik werden in die In-
    flationsraten eingerechnet um die Prozentzahlen zu drücken, als wie wenn der
    Durchschnittskonsument jeden Monat eine Waschmaschine, einen Fernseher
    oder einen PC kaufen würde.

  8. schlaumeister sagt:

    die Inflationsraten sind geschönt, während der Rentner 0,99 % Rentenerhöhung
    bekommt, galoppiert die Inflation zwischen 5-10% p.a. – Tendenz steigend und
    nicht mehr beherrschbar. Stagnierende Preise bei Elektronik werden in die In-
    flationsraten eingerechnet um die Prozentzahlen zu drücken, als wie wenn der
    Durchschnittskonsument jeden Monat eine Waschmaschine, einen Fernseher
    oder einen PC kaufen würde.

  9. schlaumeister sagt:

    die Inflationsraten sind geschönt, während der Rentner 0,99 % Rentenerhöhung
    bekommt, galoppiert die Inflation zwischen 5-10% p.a. – Tendenz steigend und
    nicht mehr beherrschbar. Stagnierende Preise bei Elektronik werden in die In-
    flationsraten eingerechnet um die Prozentzahlen zu drücken, als wie wenn der
    Durchschnittskonsument jeden Monat eine Waschmaschine, einen Fernseher
    oder einen PC kaufen würde.

  10. schlaumeister sagt:

    die Inflationsraten sind geschönt, während der Rentner 0,99 % Rentenerhöhung
    bekommt, galoppiert die Inflation zwischen 5-10% p.a. – Tendenz steigend und
    nicht mehr beherrschbar. Stagnierende Preise bei Elektronik werden in die In-
    flationsraten eingerechnet um die Prozentzahlen zu drücken, als wie wenn der
    Durchschnittskonsument jeden Monat eine Waschmaschine, einen Fernseher
    oder einen PC kaufen würde.