US-Banken: Das wahre Risiko aus Europa beträgt 518 Milliarden Dollar

Fünf große amerikanische Banken haben bisher die Unwahrheit über ihre Verwicklung in die europäischen Schrottpapiere gesagt, die MF Global am Montag in den Bankrott trieben. Jetzt kommt raus: Sie hängen mit dramatisch hohen Summen drinnen.

Amerikanische Banken haben Garantien auf griechische, portugiesische, irische, spanische und italienische Schulden im Wert von 518 Mrd. Dollar verkauft, so die Bank of Internationale Settlement (BIS). Aus Fachkreisen erfuhr Bloomberg, dass es sich dabei fast ausschließlich um so genannte CDS handelt. Damit sind die CDS-Bestände der US-amerikanischen Banken fast drei Mal so hoch wie die direkten Kredite, die sie an die fünf Ländern bis Ende Juni vergeben hatten. Das geht aus den Daten der BIS hervor. Wer genau wie viele CDS verkauft hat und an wen, ist dem Bericht nicht zu entnehmen.

Die Bankenaufsichtsbehörde für landesweit tätige und ausländische Banken berichtet, die fünf Banken JP Morgan Chase, Morgan Stanley, Goldman Sachs, Bank of America und Citigroup schreiben 97 Prozent aller CDS in den USA. Aus den Veröffentlichungen der Banken zum dritten Quartal war jedoch nur die Rede von CDS-Netto-Beständen im Wert von 45 Mrd. Dollar.  Zu der großen Diskrepanz in Hinsicht auf die von der BIS errechneten 518 Mrd. Dollar wollten die Banken keine Stellung beziehen. Die Banken geben allerdings in ihren Veröffentlichungen an, so genannte Aufrechnungsverträge mit Gegenparteien auf die verkauften CDS zu machen, um das Risiko zu vermindern. Wer die Gegenparteien sind wird nicht gesagt.

„Das große Problem mit all diesem Bruttoengagement ist das Risiko der Gegenpartei“, sagt Frederick Cannon, Forschungsdirektor der Investmentbank Keefe, Bryette Woods. Im Hinblick auf einen möglichen Staatsbankrott eines EU-Landes, der eine Auszahlung der CDS zur Folge hätte, fragt er sich „Wenn jeder von jedem kauft, wer wird letztlich für die Verluste aufkommen“ (Die Citigroup bekam schon kalte Füße) Tatsächlich gebe es einen Schutz für die US-Banken, wenn es zu diesem Szenario kommen würde, dann nämlich, „wenn die EU-Banken durch ihre Regierungen gerettet werden“, erklärt Daniel Alpert, geschäftsführender Gesellschafter bei Westwood Capital LLC in New York (eingemischt haben sich die USA bereits – mehr hier) .

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Kommentare

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  1. luther sagt:

    ich hab mich immer gewundert, wenn so nebenbei von diesen Kreditversicherungen geredet wurde und mich gefragt, wer der Versicherungsgeber ist. US Banken, das paßt in deren Denke, heute kassieren und nach uns die Sintflut. Die Regeln dieses fiesen Spiels mit dem Schicksal der Völker werden auf Ebenen gemacht auf denen die nationalen Ochlokraten als Bittsteller und Handaufhalter auftauchen. Gegen den kommenden Krach wird der schwarze Freitag eine petitesse gewesen sein.

  2. luther sagt:

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  5. luther sagt:

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  6. Steffen Lang sagt:

    Bei den CDS ist ja das Problem, das jeder (auch IHRE Firma) sich verpflichten kann im Schadensfall zu zahlen. Geht aber der Herausgeber des CDS pleite gibt es wieder CDS (von anderen Herausgebern) auf die Pleite des Herausgebers. Tritt jetzt der GAU ein kommt es automatisch zum Super-GAU. Zum Beispiel hat die österreichische Bundesbahn auf jeden möglichen Scheiß CDS herausgegeben, die in die hunderte von Millionen gehen. Dies nennt ein MBA dann Diversifikation, normale Menschen Idiotie.

  7. Steffen Lang sagt:

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  8. Steffen Lang sagt:

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  9. Steffen Lang sagt:

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  10. Steffen Lang sagt:

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