Citi-Chefvolkswirt: „Pleite von Spanien oder Italien innerhalb von Tagen möglich“

Willem Buiter sieht die „Zeit schnell ablaufen“: Es bestehe das „materielle Risiko“ einer ungeordneten Staatspleite von Italien oder Spanien innerhalb weniger Tage. Wenn die EZB nicht interveniert, so der Chefvolkswirt, bedeute dies das Ende der Eurozone.

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Für den Chefvolkswirt der Citi Group Willem Buiter spitzt sich die europäische Staatsschuldenkrise mit dramatischer Schnelligkeit zu. Buiter sagte in einem Interview mit Bloomberg TV: „Die Zeit läuft schnell ab. Ich denke, wir haben vielleicht ein paar Monate – es können auch Wochen, es können auch Tage sein -, bevor es das materielle Risiko einer vollkommen unnötigen Pleite von Staaten wie Spanien oder Italien gibt. Dies würde eine finanzielle Katastrophe sein, die das europäische Bankensystem und mit ihm das nordamerikanische in den Abgrund reißt.“

Daher müssten die Europäer unverzüglich handeln: „Sie müssen jetzt handeln. Es gibt nur zwei Gewehre in der Stadt. Eines ist nur theoretisch, das wäre die Aufstockung des EFSF auf 3 Billionen. Das sollte geschehen, kann es aber nicht aus politischen Gründen. Die andere Lösung, die einzige, die bleibt, ist die EZB. Sie werden sich vermutlich die Nasen zuhalten müssen, während sie es tun (unbegrenzter Ankauf von Staatsanleihen = Gelddrucken, Anm. d. Red.). Wenn sie es nicht tun, ist das das Ende der Eurozone.“

Die EZB sei eine Zentralbank, und es sei ein schwerer Fehler der Bundesbank, dies zu bestreiten. Eine Zentralbank aber habe die Aufgabe, Staaten Geld zur Verfügung zu stellen – egal in welcher Form.

Die Lage in Italien hält Buiter für sehr schwierig, die Franzosen hätten einen katastrophalen Bankensektor. Deutschland habe zwar eine starke Industrieproduktion, im Servicesektor dagegen herrsche eine sehr schlechte Produktivität. Vor allem der demografische Faktor werde Deutschland trotz seiner Wirtschaftskraft vor erhebliche Probleme stellen.

Die spanische Finanzministerin Elena Salgado hat unterdessen die Notwendigkeit eines Bailouts für Spanien ausgeschlossen, berichtet der Nachrichtendienst RANsquak.

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  1. raus-aus-dem-Besch-Euro sagt:

    Die Amies sollen besser vor ihrer eigenen Haustüre kehren.

  2. raus-aus-dem-Besch-Euro sagt:

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  3. raus-aus-dem-Besch-Euro sagt:

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  4. raus-aus-dem-Besch-Euro sagt:

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  5. raus-aus-dem-Besch-Euro sagt:

    Die Amies sollen besser vor ihrer eigenen Haustüre kehren.

  6. klimperkasten sagt:

    Der Chefvolkswirt der City Group behauptet also, eine Staatspleite Italiens und/oder Spaniens würde das europäische und amerikanische Bankensystem in den Abgrund reißen. Alles klar. Nun hilft offenbar nur noch Panik zu schüren und die Pistolen auf die Brust zu setzen: entweder EFSF aufstocken, oder EZB einschalten.
    Nach meinem Verständnis nennt man das Erpressung.

    • Meinungsfreiheit sagt:

      Vollkommen richtig, dies ist eine ganz massive Erpressung von der schlimmsten Sorte. In einer Zeit in der die Geldmenge schon exorbitant hoch ist noch mehr Geld zu drucken, ist schlicht Wahnsinn. Er macht das Geschäft, legt das Geld in fundamental Werten an und der Steuerzahler zahlt. Diese Leute gehören zu der Verbrecherbande, die uns dies eingebrockt haben.

  7. klimperkasten sagt:

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    Nach meinem Verständnis nennt man das Erpressung.

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  8. klimperkasten sagt:

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  9. klimperkasten sagt:

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  10. klimperkasten sagt:

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    • Meinungsfreiheit sagt:

      Vollkommen richtig, dies ist eine ganz massive Erpressung von der schlimmsten Sorte. In einer Zeit in der die Geldmenge schon exorbitant hoch ist noch mehr Geld zu drucken, ist schlicht Wahnsinn. Er macht das Geschäft, legt das Geld in fundamental Werten an und der Steuerzahler zahlt. Diese Leute gehören zu der Verbrecherbande, die uns dies eingebrockt haben.