Spanien: Keine Gnade bei Hypotheken-Schulden

Spanier, die ihre Hypotheken auf ihr Haus nicht mehr abbezahlen können, werden mit erheblicher Härte bei Zwangsräumungen auf die Straße gesetzt. 300 Familien müssen täglich ihr Haus verlassen. Ihnen wird geraten: „Gehen Sie ins Tierheim!“

Während Spaniens Immobilienboom von 1998 bis 2008 florierte der Arbeitsmarkt. Viele Einwanderer wurden sesshaft und der Kauf eines Eigenheims schien äußerst lukrativ. Dann platzte 2008 die Immobilienblase – Arbeitslosigkeit und private Verschuldung waren die Folgen. Aufgrund der Schuldenkrise zählt Spanien heute fünf Millionen Arbeitslose, von denen viele hochverschuldet sind. Aufgrund immenser Kürzungen im Sozialbereich haben sie vom Staat jedoch nicht viel zu erwarten.

Die Banken wollen ihr Geld trotzdem. Wer den Zahlungsaufforderungen nicht nachkommt, verliert sein Haus – und damit sein Zuhause. So veranlassen Banken täglich hunderte Zwangsräumungen und setzen mittellose Familien einfach auf die Straße. „Das hat meine Familie zerstört. Die Bank hat das Haus übernommen – es gehört ihr jetzt. Sie haben das Doppelte des Wertes zurückverlangt. Ich sagte, ich könne es nicht zahlen und wüsste nicht wo ich hin sollte. Sie entgegneten: Gehen Sie ins Tierheim“, berichtet Consuelo Lozano unter Tränen, als der Gerichtsvollzieher sein Haus räumt.

Weder der Staat noch die Banken zeigen Verständnis für ausbleibende Raten – Hilfe finden Betroffene derzeit nur bei ehrenamtlichen Netzwerken, wie der Plataforma de Afectados por la Hipoteca (PAH). Der Verein fordert Gesetze, die den Hauseigentümer vor unverhältnismäßigen Steigerungen der Raten schützt, längere Fristen bis zur Räumung sowie einen öffentlichen an bezahlbaren Sozialwohnungen bereitzustellen. Zudem versuchen sie mit zahlreichen friedlichen Blockaden Aufmerksamkeit zu erlangen. Mit Veröffentlichungen über Twitter und Online-Plattformen konnte allein im Oktober die Aufschiebung zweier Zwangsräumungen erreicht werden, erklärt Chema Ruiz, Sprecher der PAH der Nachrichtenagentur AFP.

Mehr zum Thema:

Spaniens neue Regierung sondiert bei EU wegen Bailout

Spanien: Märkte von neuer Regierung unbeeindruckt

Griechenland: Arbeiter in Stromwerken verweigern Regierung Gehorsam

Kommentare

Dieser Artikel hat 162 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Claus O. sagt:

    Jetzt zeigt der Raubtierkapitalismus seine richtige Fratze. Und die Bilderberger , van Rompuy, Baroso , Ashley , Sarkozy und Merkel haben einen Anteil daran..

  2. Claus O. sagt:

    Jetzt zeigt der Raubtierkapitalismus seine richtige Fratze. Und die Bilderberger , van Rompuy, Baroso , Ashley , Sarkozy und Merkel haben einen Anteil daran..

  3. Claus O. sagt:

    Jetzt zeigt der Raubtierkapitalismus seine richtige Fratze. Und die Bilderberger , van Rompuy, Baroso , Ashley , Sarkozy und Merkel haben einen Anteil daran..

  4. Claus O. sagt:

    Jetzt zeigt der Raubtierkapitalismus seine richtige Fratze. Und die Bilderberger , van Rompuy, Baroso , Ashley , Sarkozy und Merkel haben einen Anteil daran..

  5. Claus O. sagt:

    Jetzt zeigt der Raubtierkapitalismus seine richtige Fratze. Und die Bilderberger , van Rompuy, Baroso , Ashley , Sarkozy und Merkel haben einen Anteil daran..

  6. Helmut Josef Weber sagt:

    Ich wohne in Südspanien.
    Ein leer stehendes Haus wird in wenigen Tagen ausgeschlachtet.
    Kupferrohre, Stromleitungen, Klimagräte, Sanitäreinrichtungen usw. sind dann weg, die Wände sind dafür aufgebrochen worden und Eingangstüren aufgehebelt.

    Viel Spaß mit den ganzen Ruinen, liebe Banker.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  7. Helmut Josef Weber sagt:

    Ich wohne in Südspanien.
    Ein leer stehendes Haus wird in wenigen Tagen ausgeschlachtet.
    Kupferrohre, Stromleitungen, Klimagräte, Sanitäreinrichtungen usw. sind dann weg, die Wände sind dafür aufgebrochen worden und Eingangstüren aufgehebelt.

    Viel Spaß mit den ganzen Ruinen, liebe Banker.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  8. Helmut Josef Weber sagt:

    Ich wohne in Südspanien.
    Ein leer stehendes Haus wird in wenigen Tagen ausgeschlachtet.
    Kupferrohre, Stromleitungen, Klimagräte, Sanitäreinrichtungen usw. sind dann weg, die Wände sind dafür aufgebrochen worden und Eingangstüren aufgehebelt.

    Viel Spaß mit den ganzen Ruinen, liebe Banker.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  9. Helmut Josef Weber sagt:

    Ich wohne in Südspanien.
    Ein leer stehendes Haus wird in wenigen Tagen ausgeschlachtet.
    Kupferrohre, Stromleitungen, Klimagräte, Sanitäreinrichtungen usw. sind dann weg, die Wände sind dafür aufgebrochen worden und Eingangstüren aufgehebelt.

    Viel Spaß mit den ganzen Ruinen, liebe Banker.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  10. Helmut Josef Weber sagt:

    Ich wohne in Südspanien.
    Ein leer stehendes Haus wird in wenigen Tagen ausgeschlachtet.
    Kupferrohre, Stromleitungen, Klimagräte, Sanitäreinrichtungen usw. sind dann weg, die Wände sind dafür aufgebrochen worden und Eingangstüren aufgehebelt.

    Viel Spaß mit den ganzen Ruinen, liebe Banker.

    Viele Grüße
    H. J. Weber