Frank Schäffler: „Ich möchte weiter in der FDP streiten“

Der FDP-Rebell Frank Schäffler dürfte, so wie es am Montagabend aussieht, keinen Erfolg mit seinem Mitgliederentscheid gegen den dauerhaften Rettungsschirm ESM haben. Die geringe Beteiligung erklärt Schäffler mit organisatorischen Hürden.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Christian Lindner bezeichnete Sie als Cameron der FDP und Philipp Rösler erklärte den Entscheid bereits Ende letzter Woche für gescheitert. Wie erklären Sie sich diese Reaktionen?

Frank Schäffler: Sie sind einfach nervös hinsichtlich des Signals dieses Mitgliederentscheides. Ich finde es auch nicht gut, wenn man vor dem Ende der Abstimmung dieses basisdemokratische Instrument in der FDP als gescheitert erklärt. Der Parteiführung wäre eigentlich anzuraten, dafür zu werben, dass wir ein möglichst hohes Quorum erreichen. Wir müssen als FDP attraktiv sein und verdeutlichen, dass wir eine Mitgliederpartei sind, wo jedes Mitglied mitentscheiden kann. Und wenn man das klein redet, dann macht man damit die FDP klein.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Macht es für Sie einen großen Unterschied, ob ihr Mitgliederentscheid aufgrund fehlender Stimmen nicht zustande kommt oder
nach der Auszählung nicht positiv für Ihre Initiative ausgegangen ist?

Frank Schäffler: Ich weiß es nicht. Ich warte jetzt erstmal den Donnerstag und Freitag ab und dann bewerte ich das. Das andere ist jetzt Spekulation. Das hat alles Vor- und Nachteile. Ich will mich jetzt nicht zu einer Aussage verleiten lassen. Das Instrument des Mitgliederentscheides ist eine tolle Sache und ich will, dass es auch künftig Anwendung findet.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Was wären Ihrer Meinung nach die Konsequenzen, falls der Mitgliederentscheid tatsächlich Erfolg haben sollte?

Frank Schäffler: Dann kann Phillip Rösler, der Parteivorsitzende, in der Diskussionsrunde nicht dem ESM zustimmen. Also dürfte es kein Gesetzgebungsverfahren dieser Koalition zum ESM geben.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Soll sich die FDP dann trotz schlechter Umfragewerte aus der Regierungsverantwortung zurückziehen?

Frank Schäffler: Nein. Wir sind ja Regierungspartei. Wir haben einen Koalitionsvertrag unterschrieben und an den wollen wir uns auch halten. Es gibt viele Fragen in der Koalition, wo es keine Einigung gibt und am Ende kein Gesetzesentwurf im Deutschen Bundestag vorliegt. Aber die FDP sollte aus meiner Sicht die Koalition nicht verlassen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Was hat Sie dazu veranlasst, einen Mitgliederentscheid über den ESM zu initiieren?

Frank Schäffler: Im Kern setzt der ESM die Risikohaftung außer Kraft. Normaler Weise muss derjenige, der Risiken eingeht, auch dafür haften und Verantwortung tragen. Das macht der ESM nicht, sondern er sorgt dafür, dass die Verluste der Steuerzahler bezahlen muss.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wenn die FDP den Kurs des ESM nicht mittragen kann, wird dies doch Konsequenzen in der Koalition nach sich ziehen, oder?

Frank Schäffler: Klar wird der Koalitionspartner das nicht sofort bejubeln. Aber es wird gleichzeitig auch den Druck auf den Koalitionspartner erhöhen, denn es gibt ja an der Basis und bei den Abgeordneten genauso viel Unmut wie das von außen der Fall ist. Auch die CSU hat große Bauchschmerzen. Das wird also einen entsprechenden Druck auf die Regierungsspitzen ausüben, ihre Politik der Rettungsschirmlogik zu verändern.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Der ESM Mitte 2012 kommen und läuft neben dem ESFS – eine Aufstockung ist nicht auszuschließen, aber Entscheidungen über Finanzhilfen sollen künftig mit Mehrheit (gemessen an Beitragsschlüssel) von 85% entschieden werden. Deutschland hat hier größtes Stimmengewicht und kann Vergabe von Hilfsgeldern blockieren. Können Sie mit dieser Lösung leben?

Frank Schäffler: Das wird sich zeigen. Die Vertragsbestandteile kennt ja noch keiner und vorher gab es ja auch eine Einstimmigkeit, da hätten wir bereits Dinge blockieren können. Das Problem ist, dass diese Rettungsschirme nicht helfen. Die Länder, die überschuldet sind, können im Euro nicht aus ihrer Überschuldungskrise herauswachsen. Insofern nützt es nichts, Zeit zu schinden, hinterher ist das Problem noch viel, viel größer.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Was sollte man stattdessen tun?

Frank Schäffler: Den Ländern, die es im Euro nicht schaffen, wettbewerbsfähig zu werden, denen muss ein Austrittsrecht aus dem Euro ermöglicht werden, verbunden mit einem harten Schuldenschnitt. Das muss Zug um Zug geschehen. Anschließend muss man sich über Hilfen der europäischen Union Gedanken machen, so wie wir das schon immer gemacht haben. Aber jetzt machen wir den dritten Schritt vor dem ersten und das kann nicht funktionieren.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie erklären Sie sich die geringe Beteiligung von bis jetzt nur 16.000 Stimmen beim Mitgliederentscheid? 21.500 müssen sich schließlich daran beteiligen, damit es überhaupt zu einer gültigen Abstimmung kommen kann.

Frank Schäffler: Man muss erst einmal abwarten, wie das morgen wirklich aussieht. Aber, dass es so schleppend ist, hat viel mit organisatorischen Mängeln zu tun. Ich befürchte, dass viele Stimmen nicht gewertet werden können, weil die Versicherung fehlt. Jedes Mitglied musste auf einem extra Zettel versichern, dass es Mitglied der Partei ist und in der Mitgliederzeitschrift, in der Wahlunterlagen waren, war die Versicherung auf der ersten Seite und der Stimmzettel auf der letzten. Deshalb haben viele vermutlich die Versicherung nicht abgegeben, diese Stimmen werden dann im Quorum nicht gezählt. Außerdem war das Mitgliedermagazin in eine Plastikfolie eingeschweißt und sah eher aus sah wie eine Mediamarkt-Werbung. Das wird dann eben sehr schnell auch mal weggeworfen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Werten Sie die organisatorischen Pannen als Versehen oder als Absicht?

Frank Schäffler: Ich glaube, dass eine gewisse Oberflächlichkeit, Schusseligkeit an den Tag gelegt wurde. Aber auch bei Schusseligkeiten muss man hinterher fragen, wer das zu verantworten hat. Wenn dadurch das Quorum gescheitert ist, wäre das natürlich sehr bedauerlich.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Es sieht so aus, also kämen tatsächlich nicht genug Stimmen zusammen. Was werden Sie daraus für Konsequenzen ziehen?

Frank Schäffler: Das muss man erstmal abwarten. Ich bewerte das Ergebnis erst, wenn es vorliegt. Man ist eben als Demokrat auch dem Votum der Basis überlassen und dann bewertet man es. Aber ich habe natürlich vor, weiterhin in der FDP zu streiten und nicht außerhalb.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Haben Sie schon einen neuen Streitpunkt?

Frank Schäffler: Es geht ja nicht um den Streit an sich, ich will für meine Art der Politik werben und möchte, dass die FDP in der Regierung Rückgrat zeigt, damit es der FDP am Ende wieder besser geht und sie wieder Wahlen gewinnt.

Das Interview führte Anika Schwalbe

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Kommentare

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  1. mandelkern sagt:

    Herr Schäffler hat zwar ein paar Dinge richtig erkannt…

    aber er vertritt sie aus den falschen Gründen, nämlich:
    „…damit es der FDP am Ende wieder besser geht und sie wieder Wahlen gewinnt.“
    Seine Partei hat aber nicht den Wunsch, von ihm gerettet zu werden, und es ist auch allgemein nicht wünschenswert, dass diese Partei künftig noch Wahlen gewinnt.
    Diese Aktion dient lediglich der Selbstprofilierung.

    Schäffler ist nämlich völlig klar, dass der Bundestag den ESM niemals ablehnen wird, auch wenn die FDP geschlossen dagegen stimmen sollte.
    Dafür werden die Stimmen von SPD und Grünen schon sorgen.
    Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass der Bundestag die Ratifizierung ablehnt, wird der aussenpolitische Druck so stark werden, dass die Bundesregierung entweder einlenken oder den Euro verlassen muss.
    Den Mut zu letzterem bringt derzeit niemand auf, die Ökonomen beschwören nämlich Weltuntergangsszenarien und die Nachbarländer drohen mit Isolation und Zollschranken.

    Er betreibt diese Kampagne also nicht, um ein politisches Resultat zum Wohle der Bürger zu erzielen, den es besteht derzeit nicht die geringste Aussicht, dass er damit Erfolg haben könnte.
    Sondern – wie er ja bekennt – nur wegen des Prinzips „Rückgrat zeigen“, um dem Bild der Opportunisten – und Lobbypartei etwas entgegenzusetzen, damit die Umfragewerte der FDP wieder steigen.
    So betrachtet ist er tatsächlich ein würdiges Mitglied der FDP und gehört auch genau dort hin.

    • Karl-Heinz sagt:

      +++++ Wie kann das sein? +++++

      Während wir uns mit den möglichen Auswirkungen der Mitgliederbefragung beschäftigen, bemüht sich die Bundesregierung bereits darum die benötigte Finanzierung des ESM durch den Bundesrat zu schleusen.

      Zitat:
      „Bundesrat soll Milliarden-Überweisung an ESM diese Woche absegnen.

      Regierung sucht unter Hochdruck nach Möglichkeiten, wie die für 2012 fällige Bareinlage in den Euro-Rettungsschirm ESM über 4,3 Milliarden Euro doch noch im bereits verabschiedeten Haushalt 2012 verbucht werden kann.“

      http://www.mmnews.de/index.php/politik/9061-bundesrat-soll-esm-milliarden-durchwinken

      • mandelkern sagt:

        Das passiert jedes Jahr vor Weihnachten, wenn das Volk mit Festtagsvorbereitungen beschäftigt ist und sich das Parlament mental oder physisch schon aus Berlin verabschiedet hat.
        Früher ging es dabei lediglich um unpopuläre Beschlüsse, heute sind es Verstösse gegen das Grundgesetz, die auf diese Weise durchgedrückt werden.
        „Die Märkte“ sind unzufrieden, die Stimmen aus USA werden lauter und unverschämter, die Dämme drohen zu brechen.
        Panischer Aktionismus ist das Gebot der Stunde, die Nachrichten aus Griechenland sind so schlecht, dass es nicht mehr lange zu halten sein wird.

        • kneipier sagt:

          Das hat Methode.

          Die FED wurde auch zwischen Weihnachten und Neujahr vom Kongress abgesegnet.

          Hier gibt es noch einen kleinen Unterschied: bis jetzt ist noch kein Zögerer, Bedenkenträger oder Abweichler „verstorben worden“.

          Es nimmt alles seinen Gang….

      • Vanessa_ sagt:

        Na dann lesen Sie das mal erst noch: Das schlägt doch dem Fass den Boden aus.

        http://www.mmnews.de/index.php/politik/9063-regierung-heuert-enteignungs-experten

        Es sei denn, die holen sich das jeweilige Drittel bei den Millionären und Milliardären, aber wie man unsere Regierung kennt, wird wohl eher der kleine Mann zahlen müssen, der sich mühsam ein wenig zusammen gespart hat und die großen Fische werden sicherlich geschont.

        la vie.

      • Buerger67 sagt:

        Zitat von Herrn Prof. Dr. Voßkuhle in der FAZ vom 25.09.2011:

        „…Aber unser Urteil stellt klar, dass der Bundestag seine Budgetverantwortung nicht durch unbestimmte haushaltspolitische Ermächtigungen auf andere Akteure übertragen darf. Und es dürfen keine dauerhaften Mechanismen begründet werden, die auf eine Haftungsübernahme für Willensentscheidungen anderer Staaten hinauslaufen.
        ….
        Sollte sich der Haushaltsgesetzgeber durch die Höhe der Haftungszusagen aber offensichtlich dauerhaft seiner Handlungsfähigkeit begeben, dann wäre das mit den Vorgaben im Urteil zum Euro-Rettungschirm tatsächlich nicht mehr vereinbar…“

        http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/im-gespraech-andreas-vosskuhle-mehr-europa-laesst-das-grundgesetz-kaum-zu-11369184.html

        Der ESM landet also vor dem BVerfG!
        Hoffentlich gibt es bereits bald dazu viele Klagen!

  2. Ondoron sagt:

    Nach dem Lesen dieses Interviews zeigt sich, dass Schäffler völlig überschätzt wird. Soll er in der FDP bleiben und mir ihr untergehen. Das ist es, was zählt. Ich freu mich drauf!

  3. Parteiloser sagt:

    Es gibt leider keine Alternative. Noch nicht, jedenfalls.
    Eine neue Partei zu gründen braucht vor allem gute, prominente Köpfe und richtig viel Geld. Das sind zwei Einstiegshürden, die im Moment keine Neugründung überwinden kann.

    • General-Investigation sagt:

      Prominente Köpfe muß man vielleicht zum Vorzeigen haben, zum arbeiten allerdings müssen diese Prominenten auch Köpfchen haben , und genau daran kann es nur liegen das es keine neue Partei geben wird.
      Oder wer will freiwillig Leuten wie Olaf Henkel oder einen Friedrich Merz die Stimme geben? Wer denen die Stimme gibt oder geben will, die uns vorher schon über den Tisch gezogen haben und uns dabei erklärten, das die entstehende Hitze nur Nestwärme sei, kann gleich Merkel & Rösler behalten, denn es ändert sich nichts. Lediglich die Gesichter sind dann andere.

  4. bauagent sagt:

    Ich denke auch, dass dies der späteste Zeitpunkt auch für die Hardcore Mitglieder ist, diese völlig verfilzte Bude zu verlassen.

    Schade ist es trotzdem, dass diese Partei jetzt wohl endgültig verschwindet.

    Für mich ist gerade die FDP über Jahrzehnte das Paradebeispiel für das Scheitern der parlamentarischen Demokratie gewesen:

    – Klientelpolitik
    – Skandale ab Gründung der BRD ohne Ende
    – Wendehalspolitik um die Macht zu erhalten
    – undemokratischer Aufbau der Parteienstruktur nach dem Recht des Stärkeren
    – Doppel- / und Dreifach Einnahmen in Aufsichtsräten und anderen Positionen
    – extreme Verflechtungen mit der Industrieoligarchie und Hochfinanz seit Bestehen

    Es seien so illustre Personen wie Genscher, Graf Lambsdorff, Mende, Möllemann und
    viele weitere in Erinnerung gerufen, die die paar Lichtblicke wie Hirsch und Baum um ein Vielfaches wett machen.

    Dass sich Schäffler von den korrupten Yuppies in der Parteispitze hat reinlegen lassen, zeigt aber auch, dass es in der Partei auch in 2ter und 3ter Reihe keine Alternativen zum Wiederaufbau gibt.

    Nur ein Depp merkt nicht, dass eine Parteispitze, die längst in Brüssel
    “ aufgegangen “ ist, eine solche Abstimmung um jeden Preis boykottieren wird.

    Dass in der Mitgliederzeitschrift der Wahlzettel hinten eingeklebt war, der Identitätsnachweis vorne und ohne äußeren Hinweis auf der verschweissten Zeitschrift die Wahl durchgeführt werden sollte, HÄTTE IHM WOHL VORHER AUFFALLEN KÖNNEN.

    Bleibt festzustellen: Entweder ist er verblödet, wie alle anderen oder das Ganze war von vornherein geplant, um der Partei einen demokratischen Anstrich zu verpassen nach dem Motto, bei uns wird diskutiert ( auch wenn das Ergebnis bereits feststeht ).

    • General-Investigation sagt:

      Diese ganzen von Ihnen aufgezählten Dinge finden wir auch in der CDU / CSU, der SPD und auch bei den Grünen; das ist also kein wirklicher Punkt der nur auf die FDP zutrifft. Sicher, bei der FDP ist einiges offensichtlicher, aber man sollte sich auch das anschauen, was hinter dem Vorhang passiert.
      Und da sind so gut wie alle gleich gierig, unverschämt und verlogen.

  5. Werner sagt:

    Man sieht, daß eben auch die Mitglieder der FDP mehrheitlich dafür eintreten, dass Deutschland die Finanzierung der gesamten EU übernimmt. Dass die anderen Parteien dafür sind, ist ja klar, aber von der FDP hätte man mehr wirtschaftspolitischen Verstand erwartet. Man kann sich nur noch wundern, wie großzügig Deutsche mit ihrem Ersparten um sich werfen…

    • G.N. sagt:

      „Man kann sich nur noch wundern, wie großzügig Deutsche mit ihrem Ersparten um sich werfen…“
      Ich glaube, da haben Sie sich wohl vertan. Es sind nicht die Deutschen, sondern die Regierung wirft mit dem Steuergeld der deutschen Bürger um sich, und zwar rechtswidrig und gegen den Willen der Mehrheit der Bürger!!!

      • General-Investigation sagt:

        Absolut richtig, denn uns hat man ja schließlich gar nicht gefragt.
        Uns hat man auch bei der Einführung des Euro nicht gefragt obwohl vielen von Anfang an klar war, das es nicht funktionieren kann.
        Doch In Brüssel und in Berlin hat man ja jede Menge dieser angeblichen Experten, die im Grunde gar nichts begriffen hatten und nur Werbung für den Euro gemacht haben – und das ohne selbst überhaupt verstanden zu haben, das es vorher vieler anderer Dinge bedarf, bevor man eine Gemeinschaftswährung einführt.
        Es ging lediglich darum, das sich der eine oder andere Politiker ein Denkmal setzen wollte und Versprechungen gemacht hat, die er nie hat halten können.

  6. Meckerziege sagt:

    Großer Gott, Herr Schäffler

    haben Sie Angst vor der eigenen Courage ? So wird das ganz bestimmt nichts und Ihre schönen Vorsätze dürften sich auch in Luft auflösen.

    Mit einer solchen Wischiwaschihaltung ist kein Blumentopf zu gewinnen und in 2 – 3 Jahren kennt niemand mehr Ihren Namen.

    Wer zu spät kommt … usw.

    JETZT wäre die Zeit, Weichen zu stellen und Nägel mit Köpfen zu schmieden.

  7. G.N. sagt:

    „Das macht der ESM nicht, sondern er sorgt dafür, dass die Verluste der Steuerzahler bezahlen muss.“
    Der Satz müsste heißen: Der rechtswidrige ESM sorgt dafür, dass die Verluste der zockenden Banken ebenso rechtswidrig vom Steuerzahler gezahlt werden SOLLEN!“
    Die Eicnrichtung des EFSF und des ESM sind schwere Verstöße gegen das Grundgesetz!
    Ich hoffe, dass das BVG damit endgültig Schluss macht, wenn es noch einen Funken Demokratieverständnis, Anstand und Rechtshoheit hat!

  8. Elchkritiker sagt:

    Ich halte Frank Schäffler für vorbildlich ehrenhaft; aber damit ist er einer der wenigen und letzten Politiker, von denen man das noch sagen kann.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass mit Ehrlichkeit und Themen, die tatsächlich für alle letztendlich überlebenswichtig sind, in Deutschland überhaupt Wahlen bestritten, geschweige denn gewonnen werden, nähert sich dem Nullpunkt an.
    Wer glaubt denn noch, dass irgendwelche Massnahmen den € wirklich stabilisieren?
    Die EU doch noch demokratisch wird?
    Die Privilegierung bestimmter Bevölkerungsgruppen wirklich der Integration derselben dient?
    Gesetze zur Verbesserung der Wirtschaftsleistung braucht, nach denen 30%, 50% oder doch lieber 95% Frauen in den Führungsetagen von DAX-Unternehmen sitzen müssen?
    Was wirklich zutrifft, ist wohl die Erkenntnis, dass wir uns in einer postdemokratischen Ära befinden…

  9. kneipier sagt:

    Langsam wird es lächerlich, Herr Schäffler.

    Selbstverständlich ist Ihr Anliegen berechtigt und erforderlich.

    Die Realität ist jedoch eine Andere:

    http://www.freiewelt.net/nachricht-8727/steuerzahlerbund-warnt-vor-esm.html

    Bis auf die Linke haben sowohl Ihre eigene als auch alle anderen Parteien Zustimmung signalisiert. Genau die wird es geben.

    Können Sie sich vorstellen, daß unsere „Parteienvielfalt“ lediglich für die Bevölkerung und Ahnungslose in der Politik besteht? Machen Sie sich bitte einmal schlau, indem sie nach der „Atlantik- Bruecke e.V.“ googeln und dort dann die kritischen Seiten lesen.

    Dabei werden Sie die Feststellung machen, daß ALLE Parteivorstände dort eine Vereinsmitgliedschaft haben und ihre Funktionen nur der Vereinsführung zu verdanken.

    Dieser Verein, vom Bankier Warburg initiiert und von Helmut Schmidt und Gräfin Dönhoff 1952 gegründet, stellt sich als „Her Masters Voice“ heraus.

    Er reiht sich nahtlos in die Truppen der Bilderberger, der Trilateralen Kommissin, dem CFR und anderen Zusammenschlüssen ein, die in Wirklichkeit nur ein Interesse haben: Deutschland auszuplündern, die Bürger zu enteignen und über die demographische Schiene dieses Volk verschwinden zu lassen.(sic.)

    Satteln Sie Rosinante ruhig ab….und werden Sie parteilos.

    Nur dann sind Sie in kommenden Zeiten ein begehrter, kompetenter Ansprechpartner für eine Neuordnung.

  10. Toni sagt:

    Wenn ich FDP Mitglied wäre würde ich doch spätestens jetzt austreten.

    Ich kann wirklich nicht verstehen wie man heute noch Mitglied
    in einer Bundestagspartei sein kann.

    • Steuerzahler sagt:

      Sie haben Recht. Allerdings – egal in welcher der etablierten Partei sich jemand befindet – eigentlich müsste jeder austreten, egal ob FDP, CDU,CSU, SPD oder Grüne.

      Bei den nächsten Bundestagswahlen kann man nur hoffen, dass die neuen Parteien (z.B. Partei der Vernunft oder die Freiheit) bereits genug Mitglieder haben um sich aufzustellen. Ansonsten wähle ich lieber die Tierschutzpartei!

    • Vanessa_ sagt:

      Geht mir ähnlich: Und wenn ich dann sowas noch lese, dann fällt mir eigentlich nichts mehr ein zu unserer unfähigen und unmoralischen Regierung:

      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-12/fdp-abstimmung-untersuchung

      Und aus einem Leserkommentar noch ein Hammer hinterher:

      „4. Ein Aspekt wurde vergessen…
      In der FDP wurden – laut WELT – ganz offensichtlich Überlegungen angestellt, den Mitgliederentscheid als „nicht vorhanden und niemals stattgefunden“ zu erklären:

      „Andere Stimmen wiederum behaupten, die Parteiführung habe sich auch für einen Abstimmungserfolg Schäfflers gerüstet. Für diesen Fall sei ein Weg erdacht worden, den Mitgliederentscheid nicht als solchen zu werten. “

      Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article13762298/Woher-kommen-3000-ungueltige-Schaeffler-Stimmen.html

      Rösler, Bahr&Co. wollen unbedingt weiter am Kabinettstisch in Berlin sitzen – und auch nicht ihre Parteiämter abgeben. Dafür ist anscheinend jedes – auch undemokratische – Mittel recht.“

      Quelle: Zeit.de

      In letzter Zeit denke ich immer öfter, diese Schlagzeilen würden eher zum 1. April passen als in die Realität!

      • G.N. sagt:

        In letzter Zeit denke ich immer öfter, diese Schlagzeilen würden eher zum 1. April passen als in die Realität!
        Oder in einen Rechtsstaat!

    • jay twelve sagt:

      Reg Dich nicht auf Toni,

      Die höchste Strafe die sie erdulden müssen, ist das gelangweiltes Plnarsaal-Sitzen, im Halbschlaf zuhören müssen, was die anderen „Kollegen“ so dumm heraus schwatzen.