Nobelpreisträger Sen: „Europas Sparpläne führen in die Katastrophe“

Nobelpreisträger Amartya Sen hält den brachialen Sparkurs der Europäer für eine Katastrophe. Die derzeitigen Maßnahmen würden die wirtschaftliche Erholung im Keim ersticken und führten eher ins Verderben, als die Probleme der Krise zu lösen.

„Viele Länder im Westen scheinen ihr Bestes zu tun, um geradewegs in den Mund einer kräftigen Schlange zu laufen“, sagte der Wirtschafts-Nobelpreisträger und Harvard-Professor Amartya Sen, bei einer Konferenz des indischen Finanzministers in Neu Delhi.

Hart kritisierte er die übereilten Sparmaßnahmen der Regierungen, die eine „sich beschleunigende Katastrophe“ wären und drohten in ähnlicher Weise auf die USA überzuschwappen. Die Ausgabenreduzierungen wären viel zu radikal und würden den derzeitigen Wirtschaftsabschwung nur verschärfen.

Dies würde die wirtschaftliche Erholung im Keim ersticken und könnte sogar Leben „dahinraffen“. Die Angst der Experten in den BRIC-Staaten ist nicht unbegründet: Indien spürt bereits am eigenen Leib, welche Auswirkungen die Euro-Krise auch auf die eigene Wirtschaft haben kann (mehr hier).

Die Politik der ganz kleinen Schritte in Europa führte auch dazu, dass andere Nationen nicht bereit sind, Finanzspritzen zu gewähren (mehr hier). Es sind grundlegende Aspekte, die sie alle an der Schulden- und Krisenpolitik der europäischen Regierungen kritisieren.

Die Politiker der Euro-Zone bewegen sich, so Amartya Sen, vom Missmanagement ins „Feuer von unüberlegten Kürzungen, um Kreditgeber zu befriedigen und die Ratingagenturen zu besänftigen“. Das habe den Ländern bisher allerdings „nicht geholfen, in sich hin zu einem verantwortlichen, zukunftsgerichteten Erholungsprogramm zu bewegen.“

In Asien macht sich offenbar an verschiedenen Stellen Panik breit: Indiens Finanzminister Pranab Mukherjee, sagte, die Staatsschuldenkrise sei nun im Zentrum des wirtschaftlichen Abschwungs und ziehe die schnell wachsenden Volkswirtschaften von China und Indien nach unten.

In Singapur sagte der Wirtschaftsprofessor Kishore Mahbubani, dass die Weltwirtschaft ein Opfer des „inkompetenten westlichen Wirtschafts-Managements“ sei. China und Indien müssten eng zusammenarbeiten, um in der Krise zu bestehen.

Auch der Harvard-Wirtschaftsprofessor Richard Freeman riet den Schwellenländern, „Desaster-Pläne“ vorbereiten für den Fall, dass die entwickelten Volkswirtschaften in eine Depression schlittern.

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Kommentare

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  1. Stefan Wehmeier sagt:

    “…sagte der Wirtschafts-Nobelpreisträger und Harvard-Professor Amartya Sen,…”

    Der Mensch lernt, indem er für das, was er richtig macht, belohnt, und für das, was er falsch macht, bestraft wird. Bei Kindern können es gute oder schlechte Schulnoten sein, bei Erwachsenen ist es in der Regel das Geld, das eine Belohnung oder Bestrafung ausdrückt. Weil aber das Geld an sich fehlerhaft ist, kann in vielen Bereichen zwischen „richtig“ und „falsch“ nicht mehr unterschieden werden und es bildet sich so etwas wie „negatives Wissen“. Es entstehen „Wissenschaften“, in denen keine Erkenntnisse mehr verbreitet werden, sondern nur noch vorgefasste Meinungen und Denkfehler. Was hält ein europäischer oder US-amerikanischer Ökonom von der fachlichen Kompetenz eines Kollegen, der an einer staatlichen Universität in Nordkorea „Ökonomie“ (Staatskapitalismus) studiert hat? Wahrscheinlich gar nichts. Er kommt aber gar nicht erst auf die Idee, dass er genauso wenig von Ökonomie versteht, auch wenn die Denkfehler, die er studiert hat, andere sind:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/11/der-baum-des-lebens.html

    • Chris sagt:

      Was für ein Schwachsinn!!! Wenn sich Laien einbilden Wissenschaftler belehren zu können, kommt es immer zu Katastrophen. Der Sozialismus und Kommunismus sind das beste Beispiel dafür!

      • Alexander Illi sagt:

        Welchen der sich gegenseitig widersprechenden Wissenschaftler darf man denn nicht widersprechen: Denen, die Hü sagen, oder denen die Hott sagen?

    • jay twelve sagt:

      Lieber Stefan Weihmeier, wenn Joshua Pantera (Jesus) von Wasser & Wind spricht, dann meint er damit nicht das Geld und Kapitalfluss.
      Joshua spricht des öfteren vom Sauerstoff, als Software Träger und Wasserstoff, der die Energie für die Übertragung von Software liefert.
      Der Sauerstoffatom beherbergt das ganze Wissen des Universums.
      Der liefert das Software für das wahrnehmbare Leben.
      Das wahrnehmbare Welt ist nur das was uns die Wahrnehmungorgane vermitteln, ein Hologramm, der sich in Äther auflöst, sobald kein Sauerstoff-Software in unseren Hirn vorhanden ist.
      Unsere Wahrnehmungorgane sind sehr leicht zu manipulieren, wenn man weiss, wie man es macht.
      Joshua ist ein purifizierte Mangupologe, der Meister der absolute Magie.
      Ich sage „ist“, weil er sich auf der höchste Ebene der Bewusstseins durchgedacht hat und existiert ewig als Zeitlose-Seele.
      Auf dieser Bewusstsein-Ebene ist man absolut objektiv-neutral.
      Ihm ist das Geld & Kapitalfluss völlig egal.

      • klimperkasten sagt:

        @jay twelve
        Was für ein Quatsch. Joshua Pantera ist nicht Jesus. Jesus Christus ist Sohn Gottes und übrigens auch für SIE am Kreuz gestorben. Hat Ihr „Joshua“ das auch für Sie gemacht? Die Bibel verbietet außerdem jegliche Anwendung von Magie, das können Sie im alten und neuen Testament wiederholt nachlesen.

  2. Heiko sagt:

    Wenn Schulden die Ursache der Krisen sind, wie können dann weitere Kredite deren Lösung sein?

    • Alexander Illi sagt:

      Neue Kredite sind nicht die Lösung.
      Nur leider drucken die USA (FED) u.v.m. Geld ohne Ende, um damit Staatsanleihen aufzukaufen, die Konjunktur anzukurbeln etc.. Danach „sterilisieren“ sie eine äquivalente Menge Geld wieder, indem sie es vom Geldmarkt einsammeln, um eine Inflation zu verhindern (bestenfalls halten sie sie m.Mn.n. damit eine Weile zurück; sh. z.B. „SMP-Programme“ der EZB).

      Deshalb geraten alle Länder, die nicht auch so handeln, in einen zunehmenden Wettbewerbsnachteil – der dann die Aufnahme neuer Kredite unumgänglich macht (z.B. für Erhalt der notwendigsten Infrastruktur, wie in den Entwicklungsländern).

      • Heiko sagt:

        …und geraten somit in einen weiteren, neuen Zyklus einer Boom-Krise-Schulden Spirale… immer tiefer und tiefer.

        • Alexander Illi sagt:

          Ja, das ist korrekt.
          Diese Wahrheit trauen sich die Politiker ihren Wählern nicht zu sagen (falls es ihnen überhaupt selbst bewußt ist):
          „Wir werden ‚Geld drucken‘, um nicht von den anderen, die das auch schon machen, abgehängt zu werden – dafür wird es uns eine Weile gut gehen, aber danach werden wir umso tiefer abstürzen.“

          Ansonsten müßten die Politiker (auch in Deutschland) ihren Wählern, die großteils noch mit Sportschau, DSDS, Sturm der Liebe etc. beschäftigt sind, sagen:
          „Wir werden eine sehr schwere Anpassungs-Krise durchstehen müssen, ähnlich wie Griechenland, während die anderen Geld drucken und es ihnen dabei scheinbar gut gehen wird, wie in den USA. Dabei werden die USA et al auch noch über uns spotten.“

          Solange das Zinsgeldsystem an sich nicht aufgehoben wird, gigt es ohnehin nur temporäre Scheinlösungen.

  3. tomorrow sagt:

    Dabei geht es doch nicht mal um die wirtschaftliche Erholung sondern um die
    manipulierte Finanzwirtschaft. Leute/Politiker die immer nur von Krise und Erholung sprechen, haben den wahren Hintergrund dieser „Krise“ noch immer nicht verstanden
    oder unterstützen diesen Zustand nach Kräften.

    Wenn man das Übel ausmerzen will, muss man es mit der Wurzel ausreißen.
    Jeder der alternative Medien liest und kommentiert,
    weiß was ich damit meine. (FG tomorrow.)

    • Chris sagt:

      Das liegt ganz einfach daran, daß die Politiker von der Krise selbst garnicht betroffen sind! Wenn aus deinem Wasserhahn noch Wasser rauskommt, was interessiert es dich, wenn das Haus des Nachbarn in Flammen steht???

  4. v. Faltin sagt:

    Sie führen in die Katastrophe, weil es keine wirklichen Sparpläne sind.
    Am meisten sind die heutigen Haushalte durch über 50 % Sozialleistungen belastet, die zum grlößten Teil gestrichen werden können. Solange die Gutmenschhobbys nicht eingestellt werden, steuern wir weiter auf die Katastrophe hin. Glaubhaft ist nur das Parlament, was ab sofort keine Neuverschuldung mehr durchführt. Im nächsten Jahr dann mit dem Abbau der Schulden beginnt. Aber ich habe das dumpfe Gefühl, daß jeder
    Asylant besser gestellt wird, als die Rentnerin, die Kinder großgezogen hat, nebenbei arbeitete und eine kleine Rente bekommt. Sie hat zwar was geleistet, ist aber gutmenschlich nicht so schön, wie Millionen von Wirtschaftsflüchtlingen zu betreuen.

    • mandelkern sagt:

      Wenn Sie meinen, die Asylanten sind an allem schuld, dann können Sie hier ganz in Ruhe und im Detail nachprüfen, was sich hinter dem Etat-Posten „Arbeit und Soziales“ verbirgt und wo der grösste Teil der Gelder hinfliesst.
      Sie sehen dort auch, wie hoch die jährlichen Zinslasten sind, und wieviel Geld allein die Finanzverwaltung verschlingt.
      Der Etat enthält auch keine Rückstellungen für die künftig zu erwartenden Leistungen an pensionierte Beamte, die ebenfalls Verbindlichkeiten darstellen.
      Sie werden feststellen, dass es unmöglich ist, die Schulden jemals zurückzuführen, wir können schon froh sein, wenn die Steuereinnahmen hoch genug sind, die Zinslasten zu bedienen und die Renten auszahlen zu können, ohne die Neuverschuldung zu erhöhen.

      http://bund.offenerhaushalt.de/

    • hunsrückbäuerlein sagt:

      na v. Faltin

      das ist ja wohl an EinFalt(in) nicht zu überbieten!

  5. General-Investigation sagt:

    Ob Nobelpreis oder nicht, ist doch in erster Line völlig egal.
    Fakt ist doch, das wir an jeder Ecke irgendwo einen dieser Fachleute, Experten oder Spezialistenrunden haben, die der Welt erklären wollen wie man alles in den Griff bekommt. Tatsächlich aber weiß keiner von Ihnen wirklich etwas, denn sonst würden nicht so sehr viele unterschiedliche Auffassungen vertreten.
    Genau diese Experten haben doch auch in den Funktionen der Berater der unterschiedlichen Länder dafür gesorgt, das es überhaupt soweit kommt und man regelmäßig deutlich mehr Geld ausgibt als man einnimmt und folglich irgendwann der Knall kommen musste.
    Das weiß jeder, der selbst einen Haushalt führt um mit dem Geld auskommen muß was er zur Verfügung hat, nur diese studierten Damen und Herren reden wirres Zeug und wollen und glauben machen, das nur sie in der Lage wären das ganze zu verstehen und auch nur sie diejenigen sind, die denken können.

    Weit gefehlt.

    • Chris sagt:

      Nur wer die Sachverhalte nicht versteht, hält das für „wirres Zeug“! Und je dümmer das Volk ist, desto leichter lässt es sich für Sozialismus und Diktatur begeistern!

    • Alexander Illi sagt:

      @General Investigation: Sie haben recht:

      – Sich nicht von angeblichen Experten das Denken und Wahrnehmen vorschreiben und abnehmen lassen. –

      Tatsächlich sollte es, wie bei jedem, „der selbst einen Haushalt führt um mit dem Geld auskommen muß was er zur Verfügung hat“, klar sein, dass es Schulden zu vermeiden gilt. Bei Staaten im internationalen Wettbewerb zu den gegenwärtigen Regeln hat das Schuldenmachen außer vielleicht kurzfristig einigen Öl-Scheichtümern jedoch noch keiner vermeiden können. Wenn die Griechen, Portugiesen usw. sich jetzt kaputt-kürzen, zerstören sie die Reste ihrer Industrie, Infrastruktur und Dienstleister und gehen im internationalen Wettbewerb nur noch weiter unter. Sie sollten einen Mittelweg finden – Abbau übermäßiger Bürokratie, Vergünstigungen und verkrusteter Wirtschaftshindernisse ohne Aufgabe der nationalen Betriebe und Souveränität.
      Sonst stehen sie gegenüber den wirklich sozialistischen Staaten wie v.a. den USA, die ihre Wirtschaft und Konjunktur mit allen staatlichen Mitteln massiv befeuern, bald noch chancenloser da.

      Lassen Sie andere ruhig Sie als ‚dumm‘ bezeichnen – das wird Ihnen als selbständiger Denker noch öfter begegnen. Eigentlich äußern diese damit nur die eigenbezogenen Ängste – stehen Sie gelassen darüber, dann bleiben Sie bei Freude und Gesundheit.

  6. FDominicus sagt:

    China und Indien zusammenarbeiten? China als Beispiel? Wo das Land das Beispiel schlechthin ist wie sich Bonzen auf Kosten aller bereichern? Ein Nobelpreisträger der der Meinung ist es ist gut mehr auszugeben als man einimmt. Der Zusammenbruch kommt, je länger die Sozialisten aller Länder ihn herauszögern um so schlimmer wird es und ganz besonders laut wird es in den USA, Europa und China krachen. Da kann dieser Nobelpreisträger froh sein, wenn er noch irgendwo Land hat.

    • hunsrückbäuerlein sagt:

      hallo Dom..

      die Sozis, na klar.

      schauen sie sich doch bitte mal die statistik an mit dem schuldenwachstum und den Geschenken für die wählerklientel. da werden sie unschwer feststellen können, dass 1. die schulden seit kohl explodiert sind, 2. die finanzierungsquellen und -möglichkeiten des staates ausgerechnet seit grünsoz reduziert wurden und die nichtsozis davon überpro. partizipierten, 3. die anektion der ddr durch die treuhand ein geschenk für die nichtsozis wurde und die sozis dafür rund 200 mrd. schulden abtragen dürfen…

      also nciht so oberschlau daherreden, erst informieren, dann verarbeiten, dann mund aufmachen bzw. finger auf die tasten aber wie sagt die statistik: setzt man nur genug affen, lange genug an die tasten, kommt ihrgendwann schillers glocke raus…

      • Sven Lohse sagt:

        Hunsrückbäuerin, schonmal was von Groß und Kleinschreibung gehört. Haben wir mal wieder nen Rundumschlag hier vor?

      • Chris sagt:

        So ein Schwachsinn, die Sozialisten von SPD und Grünen haben keine Schulden abgetragen, sondern sie erhöht. So wie die anderen Parteien auch!

    • Chris sagt:

      Richtig, denn die Sozialisten, egal in welchem Land und egal von welcher Partei, sind sich immer darin einig, daß es das Beste ist, wenn man sich gegenseitig die Taschen voll macht!

    • Alexander Illi sagt:

      Ich würde den Entwicklungsländern raten, vorerst eher mit den Chinesen und Japanern zusammenzuarbeiten. Die scheinen wenigstens halbwegs guten Willens zu sein. Zumindest ist ihnen anders als beim „Westen“ noch nicht das Gegenteil nachzuweisen, dem es zu 99% nur darum geht, die Entwicklungsländer klein, aber arbeitsfähig zu erhalten („Economic Hitman“ läßt grüßen!). Überhaupt sind die Europäer und US-Amerikaner i.d.R. eh zu verweichlicht, um sich z.B. hier in Ghana blicken zu lassen.
      Ich rate Deutschland ganz konkret, verstärkt mit Russland und China zusammenzuarbeiten und sich auf die Tatsache des eurasischen Kontinents zu besinnen.
      Wer Eurasien gemeinsam beherrscht, ist auf dieser Welt wegen der Ost-West-Ausdehnung dieser gewaltigen Landmasse (anders als Afrika und Amerika mit vorwiegender Nord-Süd-Ausdehnung durch mehrere Klimazonen, vgl. Prof. Jared Diamond’s „Guns, Germs, and Steel“) global prädominant.
      Deswegen mischen sich die USA ja auch in Erasiens schwacher Mitte, zusätzlich an der Verbindungsstelle zu Afrika, besonders vehement geostrategisch ein, und versuchen verzweifelt, Eurasien gespalten zu halten (divide-et-impera) und noch mehr Hass zwischen „Ideologien“ (z.B. „Sozialimus/Kapitalismus“, „Religionen“ und „Konfessionen (z.B. Schiiten, Sunniten)“ zu sähen. (Falls Sie die USA noch für Ihre „kapitalistischen“ Freunde halten, dann schauen Sie doch mal, wie dort versteckter „Sozialismus“ schon lange herrscht – viele US-Amerikaner brüsten sich aufgeblasen als „self-made“, haben jedoch von Schule über Hausbau (Fannie Mae& Freddie Mac) über garantierte Krankheits-Notfallversorgung, über Infrastruktur und Subventionen ebensoviele soziale Sicherungssysteme wie die „Sozialstaaten“, über die sie sich brüskieren – die Geschichten, dass in den USA jeder sein ‚Glück‘ selbst macht und die Karriere vom Tellerwäscher zum Millionär noch möglich sei, sind nur noch nostalgische Anekdoten aus einem Land, das gerade frisch von wehrlosen „Stein- bis Bronzezeitmenschen“ -„Indianern“- übernommen schier grenzenlose Möglichkeiten bot.).
      Glücklicherweise werden wir uns nach den bevorstehenden Lehren von Machtpolitik lösen und zur Co-Prosperität finden, die anders als irgendein „Ismus“ ohne Zwang und niedergeschriebene Gesetze auskommen wird, da alle erkennen werden, das wahres Mitgefühl und Brüderlichkeit – LIEBE- in kürzester Zeit eine Entwicklung zu einer himmlisch-glücklichen Seinsweise ermöglicht. Niemand wird mehr seine Schwestern und Brüder in Schein-Schubladen wie „Sozialist“ einteilen.

      Sie sind bezüglich der bei Ihnen noch vorherrschenden Weltsicht mit „Kapitalismus“/“Sozialismus/“Kommunismus“ irgendwo im Geschwafel der McCarthy-Ära stecken geblieben, die aus einem „kalten“ Krieg stammt – und im Krieg geht die Wahrheit zuerst verloren.

  7. Ralf sagt:

    Es ist schon erstaunlich, dass wenn wir uns in der EU nicht weiter verschulden dafür verantwortlich sind Leben dahinraffen würden. Und im selben Atemzug wird uns erklärt: wir würden jetzt in den USA die Krise auslösen und verantwortlich sind.
    Die USA haben mit ihrer Finanz Politik und den Kriegen um ÖL,uns mit in diese Finanzkrise geführt.

    “ Wir in Deutschland und der EU sind nicht die Zahlmeister der ganzen Welt„
    Schulden sind halt schei….. , und wir sind dabei sie in der EU abzuschaffen. Und wenn wir
    bzw. die Politische Klasse der EU es richtig anstellt, wird der Euro die neue Weltordnung-wärung mit dem das ÖL in Zukunft bezahlt wird.

    Das ist das eigentliche Ziel!! Und das ist auch gut so!!!

    Ralf

    • Vanessa_ sagt:

      Na dann freue Dich mal auf Deine neue Zukunft.

      Ich will so eine in keinem Fall. Nix mit Weltwährung: nationale Währungen und Richtlinien im Wirtschaftsverkehr, das wäre der richtige Ansatz.
      Alles andere läuft nur auf Unterdrückung anderer Nationalitäten hinaus. Scheinbar ist das aber beabsichtigt in den Vereinigen Staaten Europas. Da ist die eigene Nationalität sogar eingeschlossen. Welch ein Trauerspiel, was viele noch nicht mal durchblicken.

    • Sven Lohse sagt:

      Ralf, kann es sein, dass Sie um 0:48 Uhr nicht mehr Herr Ihrer Sinne waren (Alk?) oder einfach nur CDU-Mitglied. So ein Schmarrn, neue Weltwährung der EURO, eher kommt die Ostmark zurück.

    • Toni sagt:

      Bin für neue nationale Geldsysteme die dem Volk nutzen
      und nicht dem Geldadel.

    • hunsrückbäuerlein sagt:

      also auf die USa einzugehen und hier irgendwelche rücksichten zu üben ist vollkommen displaced. der ami kennt keine freunde außer sie liegen ihm zu füßen und er kann seine springerstiefel darauf abtreten, ansonsten gibts für den ami nur feinde, seit einigen monaten auch vermehrt im inland.

      amiland fängt an von innen heraus zu faulen. da ist es ganz gut, man läßt es, sonst kriegt man noch übelriechendes ab.

  8. Rico Coracao sagt:

    Achtung an alle Sparer..jetzt müßt Ihr ganz stark sein 🙂

    Gerade bei Spiegel in den Kommentaren gefunden:

    Enteignung als Lösung?

    Mit einem abenteuerlichen aber ernstgemeinten Vorschlag will die Boston Consulting Group die Euro-Schuldenkrise lösen: durch Enteignung der privaten Sparvermögen. – Aus der Theorie könnte bald Wirklichkeit werden, denn die Regierung heuerte nun einen Top-Berater der BCG in die Dienste des Finanzministeriums.

    Die Boston Consulting Group rechnete bis ins Detail durch, wie stark die Politiker in die privaten Vermögen der Bürger eingreifen müssten, um die Verschuldungssituation wieder auf ein erträgliches Niveau zurückzuführen..

    Weitergehende Analyse hier:
    http://www.roland-klaus.de/allgemein/sechs-billionen-euro-gesucht-wie-boston-consulting-die-schuldenkrise-losen-will/

    • Toni sagt:

      Es gibt viele Möglichkeiten diese „Krise“ zu entschärfen.

      Z.B. anstatt Banken zu retten,
      diese Pleite gehen lassen
      und die Vermögen der betroffenen kleinen Sparer zu retten.
      ( wie es auch Prof. Hänkel empfiehlt )

      Die Hochfinanz muß doch nicht gerettet werden.

      Hier ist auch ein Perspetivenwechsel von Schulden- zu Guthabenkrise
      sehr aussagekräftig:

      http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/9071-die-gutenhabenkrise

    • mandelkern sagt:

      In Ungarn ist man schon einen Schritt weiter:

      http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/ungarn_rentenklau_rentenversicherung_verstaatlichung_1.8667486.html

      Von den privaten Sparvermögen besitzen die reichsten 10% der Bürger den grössten Anteil, das schwankt je nach Euroland zwischen 60-70%.
      Die ärmsten 20% besitzen gar nichts, bzw. sind verschuldet.
      Was Boston Consulting vorschlägt, geht schon ein paar Tage durch die Presse, es führt zu einem Effekt, wie in Griechenland, wo die Reichen ihre Gelder mit Hilfe der Banken auf offshore-Konten transferiert haben.
      Vielleicht ist genau das auch die Strategie von BCG:
      Europäische Kapitalflucht der Vermögenden in Billionenhöhe zu provozieren, einen Run der Kleinsparer auf die Banken auszulösen und damit dem Euro und den europäischen Finanzsystem den Rest zu geben.

      • cocooning sagt:

        Gut, dass ich noch keinen Riester-Vertrag abgeschlossen habe.

        • Alexander Illi sagt:

          Des könnet Sie auch bleibe lasse,
          des sagt Ihne dä Schwob:
          Googele Sie doch bitte oifach amal:
          Riesterrente Sparstrumpf

    • Ulli Schaller sagt:

      Überspitzt formuliert : Sparvermögen sind im Grunde nicht einbehaltene Steuern.
      Der Schritt zur Enteignung ist deshalb sehr klein.

    • hunsrückbäuerlein sagt:

      was ist daran neu?

      das gab´s schon häufiger, nannte sich schon mal Lastenausgleich, Zwangshypothek aufs eigen Häuschen zwecks Wiederaufbau, ab 2013 dann halt rekapitalisierung der finanzwirtschaft…

      rentenkürzungen, etc.

      du tust ja geradeso, als hättest du jetzt erst lesen, hören und sehen gelernt. schau nach GR, dann weißt du was uns blüht und bei dem guten vollzug, für den wir deutsche stehen, klappt das auch ohne rücksicht auf verluste.

  9. Alexander Illi sagt:

    erfrischend, wenn auch ein Nobelpreisträger das mal bemerkt 🙂

    Doch Vorsicht: Der IWF zweifelt nach neuer Meldung an Griechenlands Sparwillen!
    https://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/12/12974/

    Man ist gut beraten, i.d.R. das Gegenteil von dem zu machen, was der IWF fordert.
    Z.B. von den Entwicklungsländern: „Öffnet eure Märkte“ –
    – „Laßt noch mehr billige Rohstoffe von ausländischen Firmen abbauen und euch dann teuer zurückverkaufen, als weiterverarbeitete Produkte.“ –
    „Dass diese Industrieländer und Schwellenländer ihre Märkte nicht für euch öffnen, sondern mit Schutzzöllen und Schutzsubventionen für ihre eigenen Industrien verhindern, das ihr auf die Idee kommt, selber abzubauen und weiterzuverarbeiten, falls ihr das Geld dafür hättet, ist doch klar, aber DAS SAGEN WIR EUCH NICHT“.

    • hunsrückbäuerlein sagt:

      einige haben das erkannt und machen mit china ganz gute geschäfte. angeblich machen alle länder mit china positive handelsbilanzüberschüsse, mit dem westen hingegen stets verluste.

      und genau deshalb muß der ami ja überall sein feuer legen. ob im iraq, wo saddam als vorreiter versuchte sein öl eben nicht mehr nur gegen den unter bullimie leidenden us-textil-/altpapierfetzen $ zu verkaufen, oder knapp 10 jahre später gadafi, der mit seinen öl-mrd. strategisch versuchte afrika aus der umklammerung monsantos und der us-nahrungsmittellieferungen zu befreien.

      als nächste ist jetzt syrien dran um gemeinsam mit der nato über die türkei-syrien-iray freies schussfeld auf den iran zu haben. der iran exportiert sein meistes öl nach fernost, japan, china und nicht mehr nur gegen $, man achte auf die parallelen zu IRAQ und Lybia.

      die nächsten sind dann somalia und er sudan um den golf von aden endlich frei zu bekommen für ungefährdete öllieferungen in $ und den chinesen eine us-bastion in den weg zu stellen in ihren beziehungen zu afrika.

      übrigens, der ami stationiert in quatar binkerbusters mit atomsprengköpfen um die unterirdischen anlagen im iran bombardieren zu können…..

      • Alexander Illi sagt:

        Ja, da ist ein roter Faden der Wahrheit zu erkennen

        Für die meisten (noch) ZU groß und offensichtlich,

        dass gerade „unser ‚Westen'“ am meisten auf das Armageddon hinarbeitet, der sich als Alleinvertreter von Freiheit und Recht verkauft.
        („An des Westens Wesen mag die Welt…“)

        Was mich nur erstaunt ist: die USA haben sich doch schon mit Afghanistan und Irak fast verhoben – sehen die denn nicht, dass Iran eine ganz andere Nummer ist, die sich evtl. nicht mehr eindämmen läßt?

        • hunsrückbäuerlein sagt:

          hallo alex,

          der ami hat sich nicht nur in afganistan und iraq verhoben. er hat schon in vietnam unter beweis gestellt, dass er trotz militärischer überlegenheit nicht dazu in der lage ist, einen krieg zu gewinnen. der ami ist ein wandale und der spruch einmaschieren, eliminieren, ausradieren bezeichnet die vorgehensweise verbrannte erde. man stelle sich vor, der ami hätte nicht die angst vor dem bolschewismus, wie er sie als neurose nach dem 2 wk ausprägte, D wäre heute noch eine elende wüste mit ein wenig landbau. nur dank der neurose des amis wurde D als bollwerk gegen den bolschewismus aufgebaut.
          da es dieses feindbild nicht mehr gibt, muß der islam herhalten und sinnigerweise ist der überall da beheimatet, wo es reiche bodenschätze zur aufrechterhaltung des imperialen anspruchs gibt.

          der ami ist immer noch militärisch überstark und er wird einen krieg im iran nie gewinnen können, weil dann die ganze region in sich zusammenbricht und in anarchie fällt. das wird den ami dazu ermuntern ähnlich wie in 1945 in japan vorzugehen, er wird eine oder zwei atombomben oder gar mehr als ungebetenes gastgeschenk hinterlassen. dem ami geht es darum, den iran noch vor dessen möglichkeit eine a-bombe zu bauen unter kontrolle zu kriegen um seinen weltweiten krieg gegen die wirtschaftskonkurenten china und russland führen zu können, sonst nix. hat der iran erst mal die a-bombe, steht es für den ami pari, der iran wird ihm die stirn bieten und dann kann er einpacken.
          was allerdings noch hohe wellen schlagen wird, sind die sich aktuell entwickelnden unruehen in den usa. die usa zersetzen sich von innen heraus und das ist gut so, weil das wird das uS-Kapital/Gov in die knie zwingen. diesen krieg ami gegen ami wird amiland unter sich begraben und das ist gut so.