Größter Internet-Protest der Geschichte stoppt US-Zensur-Gesetz

Massive Hacker-Attacken gegen offizielle Websites, 10 Millionen Unterschriften, 3 Millionen Email, 100.000 Telefonanrufe bei Kongressabgeordneten zwangen am Freitag den US-Senat zum Rückzug: Das umstrittene Gesetz gegen „Internet-Piraterie“ wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Es ist vor allem gegen Websites außerhalb der USA gerichtet.

Die Amerikaner haben sich erfolgreich gegen weitere Beschränkungen im Internet durch die Regierung von Barack Obama gewehrt. Am Freitag teilte der Sprecher der Demokraten im Senat, Harry Reid (nicht zu verwechseln mit dem Schuhbomber Richard Reid) mit, dass er „im Lichte der jüngsten Ereignisse“ entschieden habe, die für Dienstag geplante Abstimmung über den Protect IP Act (PIPA) „auf unbestimmte Zeit zu verschieben“. Die jüngsten Ereignisse waren nach Einschätzung des NGO Intellectual Property Watch „der größte Internet-Protest der Geschichte“.

Die Hackergruppe Anonymous (mehr hier) fuhr massive Attacken gegen offizielle Websiten und Seiten von Verlagshäusern. Die Petition gegen das Gesetz wurden von 10 Millionen Bürgern unterzeichnet und brachte die Email-Server und Telefonanlagen der amerikanischen Kongressabgeordneten zum zeitweiligen Erliegen: Drei Millionen Emails wurden versandt, etwa 100.000 wütende Anrufe brachten die Politiker offenbar zumindest zum Nachdenken. Nach Angaben von Google haben etwa 4,5 Millionen Menschen aktiv gegen die Zensur protestiert. 162 Millionen Menschen hätten die geschwärzte Seite der englischsprachigen Wikipedia gesehen.

Bei diesem Gesetz sollten die Behörden die Möglichkeit erhalten, Webseiten-Betreiber für Links haftbar zu machen, die diese auf ihren Seiten setzen. Wenn solche Seiten von „Suchmaschinen“ indiziert sind, sollten die Behörden kurzerhand Zugriff auf die Seiten erhalten und dafür sorgen, dass bis hin zum Zahlungsverkehr alle Aktivitäten solcher Websites lahmgelegt werden können. Das Repräsentantenhaus hatte zuvor schon einen ähnlichen Versuch (SOPA) gestartet, der aber bisher ebenfalls noch nicht als Gesetz verabschiedet wurde.

Die Regierung war sich ihres Erfolges sehr sicher: Sie hatte nämlich für ihren Vorstoß die Unterstützung sämtlicher großen Verlagshäuser und Medien. Diese unterstützten die Initiative durch die entsprechend dezente Berichterstattung.

Neu ist die enge Zusammenarbeit der Medien mit der Regierung nicht: Auf dem Blog Zerohedge postete ein Leser einen Link zu einem Artikel von Carl Bernstein (Watergate) aus dem Jahr 1977, in welchem dieser auf die massive Durchdringung der Medien durch den amerikanischen Geheimdienst CIA hinweist (Originaltext aus Rolling Stone – hier).

In dieser Tradition widmete die „New York Times“ folgerichtig am 17. Januar der Idee einen redaktionellen Beitrag mit dem Titel „Die Technologie-Branche wird politisch erwachsen“. In dem Beitrag wurde versucht, etliche Internet-Unternehmen zu vereinnahmen. Es wird behauptet, dass viele Unternehmen aus der Technologie-Branche schon längst selbst eingesehen hätten, dass es ohne „Zensur“ (die NYT setzt den Begriff galant immer unter Anführungszeichen) eben nicht gehe.

Verräterisch ist jedoch eine Passage in dem Text: Ein Sprecher des Blogging-Dienstes Tumblr sagte, die Zensur sollte die US-Websites eigentlich nicht betreffen, „ist aber ein Risiko für jedes Unternehmen, welches im Ausland einen Server oder eine Domain betreibt“.

Senator Patrick J. Leahy aus Vermont, der das Gesetz entworfen hatte, sagte, die amerikanischen Gesetze müssten die Urheber der wertvollen Inhalte schützen und nicht „Kriminelle aus dem Ausland, die die Urheberrechte verletzen“.

Offenbar zeitlich abgestimmt wurde in dieser Woche der Internet-Anarchist und Geschäftsmann Kim Schmitz in Neuseeland verhaftet. Er betreibt mit der Plattform Megaupload eine der größten Filesharing-Seiten der Welt. Auffallend hier ist die gute Zusammenarbeit zwischen den neuseeländischen und den US-Behörden.

Das vorläufige Scheitern der Zensur-Gesetze werten Beobachter auch als eine empfindliche Niederlage für die traditionellen Medien: Der Politikwissenschaftler Grant Reeher von der Universität Syracuse sagte der FT, der Erfolg des Widerstands zeigen „die sich verändernden Machtverhältnisse zwischen den neuen und den alten Medien. Endlich hatten die traditionellen Medien alle auf Linie gebracht – und dann wurde plötzlich alles über Nacht gestoppt und widerrufen.“

Dass das Thema damit vom Tisch ist, kann nicht angenommen werden. Obwohl die EU-Kommissarin Neelie Kroes (die neue Chefin der Internet-Freiheits-Beauftragten der EU, Karl Theodor zu Guttenberg – mehr hier) das Gesetz ablehnt, werden auch durch die EU gerade umfassende Überwachungsmaßnahmen von Telefon und Internet vorbereitet (mehr hier). Es liegt nämlich in der Natur von großen politischen Organisationen, dass sie die Bürger kontrollieren wollen, sobald sie merken, dass sie den Durchblick verlieren.

Kommentare

Dieser Artikel hat 45 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Livia sagt:

    Ausändische Websites gehen inländische Behörden garnichts an!
    Der Befehl der USA an die Republik Neuseeland Hacker festzunehmen, die noch nicht einmal amerikanische Staatabürger sind, um sie an die amerikanische Gerichtsbarkeit auszuliefern, ist ein Unding.
    Urheberrechte sind zivilrechtliche Dinge: Hier hätte der Geschädigte im jeweiligen Land den Betreffenden auf Schadenersatz verklagen können; den amerikanischen Staat geht das aber garnichts an!
    Wenn die USA versucht, solche Gesetze auf den Weg zu bringen, kann das folgende Bedeutungen haben:
    Dieses Land hält sich für eine Art Weltpolizist und ist der Ansicht überall auf diesen Planeten Polizeigewalt zu haben und die auch durchzusetzen.

    Der Urheberrechtsschutz – das ist ja war Gutes, wenn man die armen Urheber schützt – dient als Vorwand für die Einführung einer knallharten Internetzensur im eigenen Land, um mißliebige Meinungen zu unterdrücken und unbequeme Personen einzusperren. Das paßt zu dem neuen Gesetz, das Obama an Silvester unterschrieben hat!
    Urheberrechtsschutz hört sich auch besser an als Zensur – vor allem dürfte man dann die nicht mehr den Chinesen vorwerfen.

    Eine andere Sache ist, um welche Urheberrechte es sich handelt. Neue Erfindungen werden garantiert nicht ins Netz gestellt und große Firmen oder Militärs nutzen zur Datenübermittlung eigene, getrennte Netzwerke – sonst wäre Industriespionage ja überflüssig, und die boomt!
    Es handelt sich also in erster Line um künstlerische Produkte und da sollte man sich mal vor Augen führen, daß gerade die unbekannteren und neuen, die ansich besonders schützenswert sind, ihre Werke freiwillig ins Netz stellen, um bekannt zu werden!
    Bleibt also die Kunst- und Unterhaltungsindustrie, die sich ohnehin eine goldene Nase verdient, sich notfalls die Rechte für „Hänschen klein“ sichert, um dafür Tantieme zu kassieren, weil man den Hals nicht voll bekommen kann!
    Dann wäre es doch angesagt, die Gesetze an die neue Situation – mit Internet – anzupassen und nicht umgekehrt. Auch ist zu hinterfragen, ob ein „Star“ wirklich soviel besser ist als ein Künstler an einem beliebigen Theater.
    Aber diese Industrie hilft der politischen Kaste das Volk bei Laune zu halten, deshalb muß man sich mit ihren gut stellen! – der amerikanische Staat schlägt also – mal wieder – 2 Fliegen mit einer Klappe: Man sichert seinen Spieleveranstalter auf hohem Niveau ab und tarnt seine Zensurmaßnahme als gutes Werk!

  2. Reiner Vogels sagt:

    Nach meiner Überzeugung ist geistiges Eigentum im Prinzip schutzbedürftig. Das heißt: Wer einen Film dreht, ein Gedicht schreibt, einen packenden Roman oder einen klugen Artikel über interessante Sachverhalte verfasst, leistet eine sinnvolle Arbeit für die Allgemeinheit. Wie bei jeder ehrlichen Arbeit haben auch in diesem Fall die Arbeitenden ein Recht darauf, dass ihre Arbeit angemessen bezahlt wird. Schließlich müssen die Filmemacher, Buchautoren, Musiker etc. von irgendetwas leben.

    Jeder nun, der die geistigen Produkte der Arbeit unerlaubt kostenlos kopiert und verbreitet, ist daher ein Dieb. Er stiehlt dem Arbeiter seinen verdienten Lohn.

    Daher ist das Anliegen der Gesetze, den Urheberschutz auch im Internet durchzusetzen, im Kern berechtigt. Allerdings ist der Weg, der dazu beschritten werden soll, nämlich die Sperre von Internetseiten, falsch. Er ist ein Angriff auf die Freiheit. Im Grunde ist es nichts anderes als eine obrigkeitliche Vorzensur. Es ist sogar zu vermuten, dass der Schutz der Urheberrechte nur ein vorgetragener Vorwand ist und dass es den Politikern in Wirklichkeit darum geht, eine Zensurinfrastruktur im Netz aufzubauen, die man dann, wenn sie erst installiert ist, beliebig auch auf politisch unerwünschte Inhalte ausweiten kann.

    Fazit: Der Gesetzgeber soll das Urheberrecht schützen. Er soll sich aber nicht der Vorzensur bedienen, sondern er soll statt dessen diejenigen, die Raubkopien ins Netz stellen, strafrechtlich verfolgen wie jeden anderen Dieb auch.

    • spion und spion sagt:

      Sie haben völlig Recht.
      Zurückblickend kann man leicht erkennen, daß die neuen Medien mit fleiß genau für diesen Mißbrauch konzipiert worden sind.
      CD-ROM, DVD, Scanner, mp3-Format, USB-Plattenspieler usw.
      Was bringt denn der Hinweis, eine DVD dürfe nur einmal zum Eigengebrauch und zur Schonung des Originals kopiert werden?
      Und es bedarf nur eines Tastendrucks, um sich Entsprechendes herunterzuladen.
      EIn mediales Unrechtsbewußtsein ist faktisch nicht vorhanden.
      Geärgert habe ich mich sehr früh und vor allem darüber, daß copyright geschützte Inhalte aus Büchern verwendet worden sind, um darauf im Netz seine Existenz aufzubauen.
      Das Problem ist sehr alt.
      Nur jetzt trifft’s Hollywood mit voller Breitseite und die blöden Apps machen sich auch nicht bezahlt.
      Im Übrigen ist Zensur keine Maßnahme, die Leser zu Freunden macht.
      Einmal zensiert, schon ist man auf der anderen Seite; die Zeitung hat verloren.
      Das alles war absehbar.

    • jay twelve sagt:

      Lieber „Reiner Vogels“, das s.g. Urheberrecht, dem Du meinst, das bezieht sich nur an eine von vielen Varianten, die ein „Erfinder“ aus den Urlegosteinen ( im übertragenen Sinne), zusammen bastelt. Würde man jeder einzelner Erfindung nach den Urwurzeln analysieren, dann hätten wir gleiches Ergebnis wie bei der Dr. Arbeit von zu Guttenberg.

      Ich habe viele Erfindungen patentiert, unter anderen auch, aus reinem Jux und Tollerei, die s.g. „RUNDSTAHLKETTE“ ähnlich DIN 5685. Die Prüfungkommission des Patentamtes in München hat festgestellt, dass niemand vorher auf die Idee kam, eine tausenden Jahre alte Konstruktion, die jedermann kennt, zu patentieren. Ich bekam ein Patent erteilt.
      Damit habe ich das „Urheberrecht“ bekommen, jeden Kettenhersteller oder Benützer zu verklagen und von denen Unsummen zu verlangen und diese brave Leute als „Diebe“ meiner geistiger Arbeit zu verklagen.
      Das hatte ich nicht vor und lies das Patent einfach verjähren.

      Kein einziges Wort im Duden ist Patentgeschützt. Es steht jedem frei z.B. für das Wort „UND“ oder „MUTTER“, ein Patent zu beantragen.
      In diesem konkreten Fall hätte kein Autor die Worte, die ICH Patent geschützt habe, ohne meine Gebührenpflichtiger Genehmigung in seinem Text verwenden dürfen.

      Hast Du eine wage Vorstellung davon, wie oft das Wort „UND“ an einem einzigen Tag, ohne „meine“ Erlaubnis verwendet wird?
      Daher mein guter „Reiner Vogels“, wer auch immer die „Urheberrechte“ für sich beansprucht, der muss die Uhr bis zu der Stunde NULL zurück verfolgen, um nachweisen zu können, dass er der „Urerfinder“ ist.

      Alles klar?

      • spion und spion sagt:

        Sprache wird nicht erfunden, sie entwickelt sich aus Urlauten und ist ein Kulturgut.
        Unter Wasser härtender Beton dagegen kann sehr wohl als Erfindung gelten. Darin steckt eine geistige Anstrengung.
        Oder ein ausfahrbares Dach, wie es einst das Kollusseum besaß.
        Oder eine Radioröhre.
        Und natürlich unterscheiden sich gute Schriftsteller von schlechten.
        Zum Beispiel darin, daß der gute Roman aus eigenen Gedanken besteht, während dem schlechten copright-Verletzungen achgewiesen werden können.
        Viele Doktortitel sind in letzter Zeit als Plagiate aufgeflogen.
        Was ja nichts anderes bedeutet, als daß der Verstand derjenigen welcher nicht in der Lage ist, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten.
        Kriminologischer Verstand ist auch nicht jedem gegeben.
        Der Erfolg, einen Täter dingfest zu machen, gibt dem guten Kriminologen Recht.
        Sie vermengen Kulturgüter und Verstandesarbeit und ziehen daher falsche Schlüsse.

  3. jay twelve sagt:

    Zunächst einmal müssen die Fragen ergründet werden:
    1) Was ist das „Geistiges Eigentum“ ?
    2) Wo kommen die „Ideen“ her ?
    3) Wer ist der größte „Räuber & Nutznießer“ der Ideen ?

    Antwort:
    1) „Geistiges Eigentum“ ist im Grunde genommen das Allgemeingut alle Lebewesen. Jede „Erfindung“ wurzelt in dem Nährboden der zahlreichen Erfindungen der vorherigen Generationen und ist daher nur eine vorübergehende „Ergänzung“ dessen, was vorher in ähnlichen Variationen vorhanden, bzw. bekannt war.
    Sehr viele „Erfindungen“ sind der Mutter Natur abgekupfert worden und der „Erfinder“ ist nicht auf die Idee gekommen, eine bestimmte Pflanze oder Tierchen, als Co-Erfinder in das Patentschrift einzutragen.
    Es ist das „Narzissmus“ der einzelner „Erfinder“, die sich aus dem Allgemeingut reichlich bedienen und aus Unkenntnis der Vorgeschichte, als seine „Ergänzung-Erfindung“ in Anspruch nehmen.

    2) Alle „Ideen“ kommen aus dem universalen Ideenpool, das ich „Die Mutter aller Dinge“ nenne. Die Theologen vermuten dahinter dem „Geist Gottes“. Die Mutter aller Dinge beherbergt grenzenlos viele Ideen, absolut alles was jemals existierte und sein werde, dass allen Lebewesen kostenlos und uneingeschränkt zur Verfügung steht. Vergleichbar mit der Luft das wir atmen.
    Alle „Ideen“ sind vom Ursprung her absolut neutral. Nur die Geisteshaltung des „Erfinders“, bzw., des Anwenders, bestimmt die Polarität der Nutzbarkeit. Die „Erfindungen“ sind sich ihre Existenz nicht bewusst. Einem Hammer ist es egal, ob der auf einen Felsen oder auf die menschliche Schädel schlägt.

    3) Die größte „Räuber & Nutznießer“ der „Erfindungen“ sind die Machtbesessener Protagonisten des Patriarchats. Die Rede ist hier von „Machtapparaten“ die sich neuerdings als „Staatsapparate“, mit allen Mitteln, Tricks und Gewalt der Menschheit aufdrängen.
    Jeder bekannt gewordener „Erfindung“ wird vom „Staatsapparat“, bzw., ihrer Militante & Geheimdienstlicher“ Arm, nach „Nutzbarkeit“ als Waffe oder Kontrollmechanismen im Sinne der Machterhaltung & Raubrittertum abgefragt und im destruktiven Sinne missbraucht.
    Sogar eine harmlose musikalische Komposition, kann durch einen abartigen Geist, für extrem indoktrinative propagandistischen Ansinnen gebraucht werden. Kirchliche und Soldateska Lieder sind Euch bestens bekannt.

    Unter dem Strich, ist das Geschrei wegen die „Verletzung des Urheberrechts“, nur eine Demonstration der Ohnmacht des Staatsapparats, dem der Zeitgeist am Pelz nagt. Schreien dürfen sie, verhindern können sie es nicht mehr. Sie haben selbst die Büchse der Pandora geöffnet.

    • achim sagt:

      Prima,
      wenn die meisten Menschen dieses Planeten dieses meiner Meinung nach exakte aufgeführte Wissen einmal verinnerlicht haben, sind wir einen ganzen Schritt weiter..
      Danke für den konstruktiven Beitrag
      Weiter so !!

  4. acidwater1 sagt:

    Alle wundern sich, wenn Massen von Menschen ein Gesetz verhindern.
    Alle reden davon, „WIR“ wären demokratisch.
    Dieser Sieg des Volkes ist ein Glückstag, doch die Mächtigen werden andere Wege finden.
    Vielleicht muss das Volk sich tatsächlich „im Untergrund“ zu einer Art positiv besetzter Mafia formieren,
    zB Stiftungen gründen für bestimmte Volksinteressen, in die die Mitglieder einzahlen.
    zB Familienverbände, die die Interessen der Familien wahrnehmen durch Anwälte, Vorsorge, Rücklagen, Bildungsvorsorge etc.
    zB Stiftungen, die den Erhalt der Information sichern, z.B. Wikipedia unterstützen.

    • cashca sagt:

      @acidwater1
      Zitat:Vielleicht muss das Volk sich tatsächlich “im Untergrund” zu einer Art positiv besetzter Mafia formieren,
      .-
      Da ist was dran. Erst mal unauffällig verdeckt organisieren- auf Lauerstellung bleiben und zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort vereint zuschlagen.
      Auftauchen wie Phönix aus der Asche.
      Alles andere wird doch schon im Vorfeld zerrissen und „schachmatt“ gesetzt.
      Nur was man nicht kennt und nicht weiß, das kann man nicht im Vorfeld ausschalten.
      Jedenfalls dürfte dieser Erfolg der Gesetzesverhinderung die Bosse erst mal verunsichert haben. und- das ist gut so. Sie haben in ihrer Arroganz und Allmacht einen Dämpfer bekommen.

      Zitat: Stiftungen gründen für bestimmte Volksinteressen, in die die Mitglieder einzahlen zB Familienverbände, die die Interessen der Familien wahrnehmen durch Anwälte, Vorsorge, Rücklagen, Bildungsvorsorge etc.
      ———-
      Davon halte ich gar nichts- es gibt davon bereits geügend , Bildung und auch Aufklärung gibt es überall, man muß es nur wollen und annehmen.
      Auch Familenverbände gibt es — z.B.“ Deutscher Familienverband“.-mit Landesverbänden..

      • Brainsworld sagt:

        Das macht einen angreifbar in so einer Organisation. Dann heisst es nämlich ganz schnell das wäre eine Organisation mit terroristischen Hintergründen!

        Als „das Volk“ können Sie Dir nicht so leicht den schwarzen Peter zuschieben.

  5. ErdGeist sagt:

    Wir haben die Macht, wir sind das Volk. Wir verjagen alle Idioten die die Welt regieren.

  6. Gast sagt:

    Ist ja schon mal was – cool. Bin gespannt, wie das Volk reagiert, wenn man versucht, das Bargeld abzuschaffen…?
    Eine Aktion, in der 50% der Bevölkerung an einem Tag ihre Girokonten bei den Banken räumen wäre sicher auch interessant.
    Schönes Wochenende!

    • Munnie sagt:

      So eine Aktion wäre sicherlich der Hammer und würde Großes bewirken.

      Aber ich vermute eher, sie werden es nicht an einem bestimmten und angekündigtem Zeitpunkt festmachen, sondern mit ihrer ganz besonderen Salamitaktik scheibchenweise durchsetzen, so dass mal wieder keiner was merkt. Seufz…..

      • Anna sagt:

        Das wäre doch dann die 2. Weltwirtschaftskrise.
        Und cool wäre das wohl eher nicht weil das nichts als Chaos bringen würde. :/

        • Munnie sagt:

          @Anna
          ‚Die Weltwirtschaftskrise kommt so oder so, wenn die so weiter machen. Ich finde, je eher damit Schluss ist, umso besser.

  7. Sven sagt:

    Es wird also am Dienstag im Kongress nicht abgestimmt, ABER die Filmindustrie von Hollywood hat schon gesagt, ohne SOPA keine Kohle für Wahlkampf oder Partei. Also das verschieben auf unabsehbare Zeit wird wohl irgendwann in den nächsten Wochen am Freitag abend um 18:00 sein, wenn die meisten Amerikaner beim Essen und Fernsehgucken sind oder gerade eine andere Fals Flag läuft. Kommen wird es, dazu ist die Lobby und ihr Geld zu wichtig für die Politiker.

  8. FDominicus sagt:

    Manchmal gibt es auch gute Nachrichten aber wie heißt es auch: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Man sehe auch die Vorratsdatenspeicherung in der EU. Unser Verfassungsgericht hat klar gemacht, geht so nicht . Was schert es die Eukraten?

  9. Sedofina sagt:

    Ich bin angenehm positiv überrascht über die Wortwahl und die Tiefe der Berichterstattung. Die Emanzipation der Wahrheit macht Fortschritte.

  10. V.Bubnov sagt:

    Ich bin sicher, dass Internet wird so oder so stark kontrollierbar. Statt dieser Gesetzt kommt ein anderes. Ein freies Internet ist im Prinzip nicht möglich und war auch für spezielle Zielen und Zwecken entwickelt.

    • spion und spion sagt:

      Die Kehrseite des technologischen ist die Progression des Bösen.
      Denn wo es zum technologischen Fortschritt kommt, wächst die Effizienz ihres verbrecherischen Mißbrauchs nach.
      Spionage und Gegenspionage, Virenscanner gegen Hacker.
      War, glaube ich, das erste, was ich hier angemerkt habe?
      Daher stammt mein Nick.
      Können Sie programmieren?
      Sie finden immer eine Lücke.
      Vor allem eben in der zunehmenden Komplexität.

      • V.Bubnov sagt:

        Grüße, ich kann programmieren aber ich nutze meine Erfahrungen und Wissen um Routine zu Automatisieren und effiziente geschäftslösungen zu entwickeln. Hacking kommt in die Frage nicht, weil ich finde es Unmoral. Ich bin auch der Meinung, desto wilder sind Benutzern – desto mehr Gesetzen werden kommen. Und wer ist wilder heute – Die Nutzern oder die, die Informationsvakum oder Zensur verursachen, sehr schwer zu sagen. Definitiv ist alles nur die folgen vom schwache Moral, und fehlende Verantwortlichkeit, die sehen wir auf alle Ebenen. Ob ist das Internet oder Eu Kriese… Internet kann man noch retten, ev. beschäftige ich mir damit, und eröfne einen neuen Projekt.

        • Hans der Nordmann sagt:

          Es wäre doch auch schön der Deutschen Sprache mächtig zu sein .Wenn Sie so Programmieren wie Sie schreiben , versteht definitief keine Maschiene ,auch nur ein Wort!!! Wer seine Sprache verkommen lässt, ist beriets verlassen. ………..

    • Brainsworld sagt:

      Das Gegenteil ist der Fall, man kann nur darüber lachen wenn über Sicherheit im Internet gesprochen wird. Natürlich gibt es Leute die davon betroffen sein werden wenn irgendwelche Sperren oder Zensuren durchgeführt werden, jedoch kann man mit dem entsprechenden Know How alle diese Sachen problemslos umgehen. Die erfinden das Internet ja nicht neu, sondern bauen innerhalb dieses Konstrukts sperren ein, die man wenn man das Konstrukt kennt aber sehr leicht umgehen kann.

      Kleines Beispiel: Deutschland liegt auf Platz 2 bei der Google Internetzenzur. Diese kann man z.B. ganz leicht umgehen indem man auf http://hidemyass.com geht und über diese Seite Google startet. Schon seid ihr im Netz anonymisiert und habt die IP von ner karibischen Insel oder sonst wo und könnt Euch alle Seiten unzensiert anschauen.

      Es gibt aber auch viele andere Wege. Seiten werden auch über Google gesperrt, kennt man die richtige Datei kann man die Seite einfach aus der Datei entfernen und alles ist gut.

      Noch effektiver ist es natürlich wenn man sich Programme beschafft mit denen Ihr im Netz garnichts mehr anklciken braucht. dann gehts nur noch über Adressen und IPs und ihr ladet Euch die Seiten auf Euren PC. Alles machbar.

      Also wenn ihr mal eine Sperre entdeckt, es gibt mit Sicherheit eine passende Seite auf der Euch erklärt wird wie diese Sperre umgangen werden kann.

      Sicherheit im Netz – Ein Medienwitz