Fondsmanager Paulson: Griechenland-Pleite kann Euro-Crash auslösen

Ende März könnte Griechenland bereits Pleite gehen und würde damit einen Zerfall des Euros auslösen, sagt der Fondsmanager John Paulson. Besonders die europäischen Banken seien dann von einer Kreditkrise betroffen.

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Griechenland braucht beispiellose 90 Milliarden Euro, um den Finanzierungsbedarf zu decken, der durch den freiwilligen Schuldenschnitt und die Rekapitalisierung der Banken auf das Land zukommen wird. Die schätzte der Hedge-Fonds-Gründer John Paulson in einem Brief an seine Kunden, der der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegt. Der Fondsmanager schrieb zudem, dass Griechenland bis Ende März vielleicht Pleite gehen wird und damit der Zerfall des Euros ausgelöst werden könnte.

„Wir glauben, ein griechischer Zahlungsausfall könnte ein größerer Schock für das System sein als der Lehman-Ausfall“, heißt es weiter in dem Brief. Der Euro ist „strukturell mangelhaft und wird am Ende wahrscheinlich zunichte gemacht“. John Paulson hält es für wahrscheinlich, „dass der Druck, den Euro zusammen zu halten, zu groß wird und er schließlich auseinander fällt“. In diesem Zusammenhang gelte seine größte Sorge den europäischen Banken. Diese hätte mehr Geld geliehen als ihre amerikanischen Kollegen und verfügen nicht über genügend Eigenkapital, um einer Kreditkrise stand zu halten.

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Kommentare

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  1. der Bauer vom Hunsrück sagt:

    …der Druck auf den Euro ist zu groß…..aha
    und wer macht den Druck Herr P.?
    gibt´s da nicht das US-Imperiale-Großreich, welches trotz christradikaler Politiker den Niedergang des $ mehr fürchtet als die Hölle?

    Da muß dann halt ein wenig nachgeholfen werden, die Konkurenz in die Schranken zu verweisen. Was Ende des letzten Jh. mal als Zügelung des geeinten D gedacht war, hat sich als ernsthafte Konkurenz zum $ entwickelt. Jetzt möchte das Imperium das Ganze gerne wieder rückgängig machen.

    Das Imperium schürt Krieg, den mit Waffen genauso wie den mit $……es stirbt, langsam aber unaufhaltsam……in Asien ist es schon tot, in Nahost wird es gerade beerdigt und Europa ist dank TINA noch bis 2099 daran gebunden…

  2. Walter Schneide sagt:

    Das wäre nicht die erste Untergangsmeldung des Euro. Wetten, das wird nicht passieren?

  3. Gast sagt:

    Astrologisch betrachtet könnte im März der Beginn des Endes beginnen, gut so!

    • Anna sagt:

      Ja, so habe ich es auch gedacht. Ab März könnte es anfangen und sich wie ein Flächenbrand ausweiten.
      Ich glaube, für einige Euroländer wäre es ein Segen und auch gewünscht, dass endlich der Spuk vorbei ist und sich jeder wieder auf sein eigenes Land konzentrieren kann – ohne Euro

    • Michi sagt:

      „In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, dann kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war.“ F.D. Roosevelt

      Obacht haben, wer was wann und wie sagt und ins Puzzle einsortieren.
      Am 6. April ist Karfreitag.

      • heide preiss sagt:

        alles klar, michi.

        ich übersetze für mich: banken geschlossen von fr bis mo, vier tage. ideale zeit, um computersystem auf neue währung umzustellen. da über die osterzeit auch genügend lebensmittel zu hause bevorratet sind, muß niemand verhungern. autos sind wegen ausflügen betankt usw.

      • J. C., geb. Püschl sagt:

        Nur weil einer was gesagt oder geplant hat, braucht es noch lange nicht Wirklichkeit werden.
        Und jetzt ist erst mal Fasching.

        Helau!

  4. Korsar sagt:

    ..Herr Paulson, wir warten! Bitte erfüllen Sie Ihre Prophezeiung!

  5. Tom sagt:

    „Griechenland-Pleite kann Euro-Crash auslösen „, na jetzt ganz was „Neues“ – Kopfschütteln reicht nicht mehr, – normal müssten wir alle „Headbangen“

    • umL06 sagt:

      Das mit dem Headbangen tue ich schon seit 2 Jahren…es hat sich trotzdem nichts geändert 😀

  6. eva sagt:

    Lehman kam überraschend, die Griechenlandstory (sowie die Überschuldung fast aller) ist ja nun schon eine Weile bekannt. Also hatten alle Gelegenheit, sich darauf vorzubereiten.

  7. Cisco801 sagt:

    Ist es vielleicht möglich, dass Herr Paulson sowas nur schreibt, weil er sich das wünscht?
    Noch sehe ich keine Anzeichen, dass Griechenland endlich „fallen gelassen“ wird. Frau Merkel hat sich die „Rettung um JEDEN Preis“ zur Aufgabe gemacht und es wird sicher noch mindestens ein Jahr vergehen, bis es allen so schlecht geht, dass vielleicht endlich die Euro-Idee ins Wanken gerät. Noch sind wohl noch genug Steuergelder da, die man gedankenlos verbrennen kann. Was mich persönlich umtreibt ist der Gedanke, wie ein so kleines Völkchen (knapp unter 11 Mio Griechen) soviel durcheinanderwirbeln können und so einen Finanzbedarf entwickeln. Da will ich mir gar nicht vorstellen, was mit Italien oder Spanien auf uns zukäme. Griechenland werden wir vielleicht stemmen, den Rest aber sicher nicht!

    • Fred Feuerstein sagt:

      Cisco 801

      Du schreibst, wie so ein kleines Völkchen (knapp 11 Mill. Griechen) soviel durcheinander wirbeln können.

      Denke daran, was 30.000 EUrokraten in Brüssel und noch ca. 10.000 in Außenposten an Schaden anrichten. Sie zerstören die Lebensbasis von 99 % der 500 Mill. Europäer !

      Herr Paulson ist genauso eine Schlange wie alle Bankster. Sie haben einen Plan für eine Geschäftsidee. Die muss er den Leuten so verkaufen, dass sie nicht seine Absicht und Profit erkennen können. Er macht ihnen nur schmackhaft, warum sie seine Papiere kaufen sollen. Ein bisschen Hohig um´s Maul hat noch nie geschadet. Wenn es natürlich schon augenscheinlich ist, dann wird er bei der Warheit bleiben. Wenn er sich sicher ist, dass der € sich auflösen wird, dann wird er auf den Untergang des € wetten, denn blöd ist er ja auch nicht.

      Jeder Politiker und auch Wirtschafter erzählt gebetsmühlenartig, dass er Arbeitsplätze schaffen will. Das zuerst sein Profit, dann der Aktionäre, dann der Börsen, dann der Staaten, dann der Gemeinden und letztendlich für den Rest ein paar Sklaven, Teilzeit- oder Leiharbeitskräfte für einige Monate etwas zu tun haben. So schaut´s aus !

    • Milchkocher sagt:

      Den Finanzbedarf entwickelt nicht das Volk, sondern die verbrecherischen Banken mit ihrem Schuldgeld-System. Die gigantischen Gewinne müssen schließlich irgendwo herkommen…

  8. der Bauer vom Hunsrück sagt:

    na und?

    • schlaumeister sagt:

      einmal muss es doch soweit kommen, lieber morgen als in 5 Jahren,
      damit wieder ein Anfang gemacht werden kann.

  9. ### sagt:

    Unsere Großkopfeten haben uns doch erzählt, dass die Gefahr aus GR absolut zu vernachlässigen ist. Denn die Griechen sind so unbedeutend, dass sie maximal 2,5% zum europäischen Sozialprodukt beitragen. Und weil die Gefahr gegen null ging, haben unsere Altvorderen das korrupte GR ins Euroland, den Club der 17, mit aufgenommen. Und jetzt auf ienmal heißt es, von dem unbedeutenden GR ginge eine Riesengefahr aus? Noch größer als Lehman? Die gesamte Weltwirtschaft sei in Gefahr?!? Merksam…

      • Korsar sagt:

        Brüssel, Europa-Viertel, Mitte der 90er-Jahre: Die EU-Finanzminister ringen bei einem ihrer Treffen wieder einmal um das Aussehen der künftigen Euro-Banknoten. Der Deutsche Theo Waigel und sein griechischer Amtskollege Giannos Papantoniou geraten lautstark aneinander.

        Teilnehmer schildern BILD den Wortwechsel so:

        Papantoniou: „Ich verlange, dass Euro auch auf Griechisch auf den Scheinen steht!“

        Waigel: „Das kommt überhaupt nicht infrage! Ihr könnt nicht beitreten und werdet wahrscheinlich nie beitreten.“

        • Isabel sagt:

          Ist das wahr? Auf jeden Fall vielen Dank, meine Lachanfälle halten sich dieser Tage ja in Grenzen, dies hier hat aber einen erzeugt.
          Einen herzlichen Gruß an alle – auch an die Redaktion – .
          Isabel

        • eli sagt:

          Seit der Weigel im Directors Board der Unicredito in Mailand ist, ist er schmähstad.

  10. dparvus sagt:

    Hoffentlich, hoffentilch BALD !!!!!!!!!