Ratingagentur Fitch stuft Griechenland herab

Die Ratingagentur Fitch hat Griechenland weiter herabgestuft. Grund für die schlechtere Bewertung ist die Verabschiedung eines zweiten Bailouts durch die Eurozone. Griechenlands Kreditwürdigkeit steht nun an vorletzter Stelle der Fitch-Skala.

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Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands weiter herabgestuft. Fitch bewertet die langfristige Bonität Griechenlands nun mit „C“. Damit wurde Griechenland um zwei Schritte herabgestuft und steht nun auf der vorletzten Stufe der Ratingskala von Fitch.

Grund für die erneute Herabstufung ist das zweite Bailout-Pakte, das gestern von den Finanzministern der Eurozone genehmigt wurde (mehr hier). Es sieht einen Schuldenschnitt für private Investoren von 53,3 Prozent vor und verursacht somit erhebliche Ausfälle für Anleger.

Auch der Plan der griechischen Regierung, einen verpflichtenden Schuldenschnitt für alle privaten Investoren (CAC) gesetzlich zu ermöglichen, hat Fitch dazu bewogen, das Rating weiter zu senken.

Fitch kündigte an, der Umtausch der griechischen Staatsanleihen werde als Zahlungsausfall gewertet werden. Nach der Neustrukturierung würde das Rating der griechischen Anleihen also mit „D“ bewertet. Danach soll die Kreditwürdigkeit den Umständen entsprechend wieder neu bewertet werden.

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Kommentare

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  1. FDominicus sagt:

    Z wäre angemessen Z wie Zusammenbruch (ja ich weiß im englischen kämen wir maximal bis um R(uin)

  2. Autofokus sagt:

    Mir wäre eine Ratingagentur für EU- Finanzminister und Polit-Darsteller lieber.
    Auf ein Satus „Default“, müsste die sofortige Entfernung aus dem Amt, ohne jegliche Ansprüche, erfolgen, verbundem mit einem 1-Euro Job bis zum Lebensende.

    Die Agentur müsste den Namen „Liars and trators“ heissen (Lügner und Verräter)

    Damit könnten wir uns in Kürze und ohne Gewalt der ganzen Bande entledigen.

  3. paloma sagt:

    „EU friert zahlungen an ungarn ein“

    gelesen auf: standard.at

  4. schlaumeister sagt:

    GR ist seit 2 Jahren D. Mehr wie D geht nicht. Seit GR D ist, zahlt das dumme D
    (Deutschland) sich dumm und dusslig.

    • Weltenbrand sagt:

      @ schlaumeister
      Deutsche Gründlichkeit schafft sogar das Triple-D

      Deutsch,Dumm und Dusselig

  5. Dagmar sagt:

    Ein freundliches D hätte mir wesentlich besser gefallen.

    Bei all dem Lob in den Mainstream-Medien werden nur ein paar Kleinigkeiten übersehen: Das Rettungspaket wurde von den Finanzministern verhandelt, ist aber noch nicht durch die Parlamente verifiziert. Der Schuldenschnitt der privaten Gläubiger ist noch in keinster Weise bestätigt. Der Anteil, den Madame Legarde evtl. beitragen will, ist nicht beziffert. Und die Hedgefonds können immer noch Klage einreichen.

    Also ist da noch gar nichts in trockenen Tüchern und verschiedene Berichte über die Entwicklung in Griechenland kommen zu deutlich schlecheren Ergebnissen als uns die Finanzminister erzählen wollen. Und hatte Merkel nicht seiner Zeit laut getönt, das Griechenland kein Geld mehr erhalten solle, wenn es die Sparmaßnahmen nicht einhält?

    Nun ja, ich hoffe, dass der Herr, jetzt wo wir einen Theologen als Präsidenten bekommen sollen, mal eine große Menge Hirn regnen lässt.

    • dparvus sagt:

      Merkel hat im Mai 2011 getönt, Dß die Hilfe eine einmalige Sache sei und D daran Geld verdient (Zinsen).

      Was ist nur daraus geworden? Haben wir da was verpaßt?

      • heide preiss sagt:

        @ deparvus

        nein, nichts verpaßt. außer vielleicht daß der „wendehals“ eben SEHR wendig ist.

        wie sie mal so schön sagte:
        mal bin ich christdemokratisch, mal sozialdemokratisch und mal ???
        und grün ist sie ja jetzt auch. abschaltung der akws.

        von allem ein bißchen oder zu seiner zeit das jeweils passende.

        ALSO MAN WEISS NIE WORAN MAN BEI IHR IST.

    • heide preiss sagt:

      frau merkel hat schon einiges getönt.

      und mit dem hirn, das regnen soll, hoff mal schön weiter.

      da kommen außer „vorgärten“ (stuttgart 21) und „unsäglich albern“ (occupy) nicht viel raus. und auf „montagsdemonstration“ beansprucht er, wie es scheint, so eine art copy right.

      WAS DIE MENSCHEN WIRKLICH UMTREIBT, HAT ER NICHT BEGRIFFEN. Pfarrer hin oder her.

  6. frame sagt:

    Es sollte doch langsam jedem klar sein, wo das hinführt.

    Nach dem retardierenden Moment von gestern geht’s nun wieder Richtung Abgrund.

    Also Ruhe auf den Plätzen, das Theater geht weiter…

    • Dagmar sagt:

      „Die griechische Regierung hat indes das Gesetz für einen möglichen Zwangs-Schuldenschnitt auf den Weg gebracht. Es sieht vor, dass die privaten Gläubiger zum Forderungsverzicht gezwungen werden könnten, falls die Beteiligung am freiwilligen Schuldenschnitt zu niedrig ausfällt. Dies teilte das griechische Parlament am Mittwoch in Athen mit.“

      Führt ein solches Gesetz nicht direkt in die Pleite? Es hiess doch seiner Zeit, dass nur ein freiwilliger Verzicht nicht zum Konkurs führt? Ich bitte um Aufklärung, ob die Kreditausfallversicherungen dann greifen müssen?

      • heide preiss sagt:

        @ dagmar

        was ich erinnere, ist, daß nur der TOTALE ausfall versicherungspflichtig ist. deshalb werden ja die …% -schnitte gemacht.

        korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege.

        • Frager sagt:

          Das wird festgelegt von der International Swaps and Derivatives Association (ISDA).
          Da diese Kommission aus den Banken besteht (die alten Bekannten), die den Großteil der CDS emittieren, kan man sich ein Bild machen, wie diese sich um eine Zahlung herummogeln werden.
          Andererseits sollte man hoffen, dass sie sich damit zumindest in gewisser Weise is eigene Fleisch schneiden, weil, wer kauft dann noch die für die Emittenten lukrativen CDS, wenn im „Schadenfall“ keine Versicherug ausgezahlt wird?
          Wird sicherlich interessant, die Sache weiter zu beobachten.

  7. Jürgen Kunz sagt:

    Damit gibt es nur noch einen Käufer griechischer Staatspapiere: Die EZB und natürlich Merkel- Deutschland.

  8. Istnunmalimlebensoanderngehtesebenso sagt:

    Das kommt von das. Wer seine Gläubiger verprellt und ihnen sogar mit einem Zwangsschuldenschnitt droht, kriegt eins auf die Mütze. Logo.

  9. Cecylia sagt:

    Was keiner wagt, das sollt ihr wagen,
    Was keiner sagt, das sagt heraus,
    Was keiner denkt, sollt ihr befragen,
    Was keiner anfängt, das führt aus.

    Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen,
    Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein,
    Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben,
    Wenn alle mittun, steht allein.

    Wo alle loben, habt Bedenken,
    Wo alle spotten, spottet nicht,
    Wo alle geizen, wagt zu schenken,
    Wo alles dunkel ist, macht Licht!

    Dieser Appell stammt von dem Schriftsteller Walter Flex (1887 – 1917)

    • Manfred Corte sagt:

      Danke – für dieses schöne Fundstück. Es ist ein Juwel, ein Fels im „Mainstream“.

      • Projektionsfläche sagt:

        An error does not become truth by reason of multiplied propagation, nor does truth become error because nobody sees it.

        Mahatma Gandhi

      • Sozialkritiker sagt:

        Schließe mich dem an.

        Kritik ist heutzutage nicht mehr erwünscht.

        Wenn einer einmal Nein sagt, gilt er schon als Querulant.

        Wer nicht dem Mainstream folgt, wer selbstständig denkt, wird ausgegrenzt.

        Eine äußerst bedenkliche Situation.

    • Silbermichel sagt:

      ja echt zutreffend 😉 klasse