Personalmangel: Topökonomen wollen nicht für EU-Kommission arbeiten

Weil die EU zu niedrige Löhne zahlt, wollen keine Ökonomen eine Stelle in Brüssel annehmen. Der Personalmangel entwickelt sich zu einem ernsten Problem für die Handlungsfähigkeit der Kommission.

Die EU-Kommission hat Probleme ihren Bedarf an Top-Ökonomen zu decken. Die Kommission erhält so wenige Bewerbungen, dass sie schon bald nicht mehr die Kapazität aufweisen könnte, um ihre Aufgaben uneingeschränkt erfüllen zu können. Aktuell sucht die EU 59 hochqualifizierte Ökonomen. Davon konnten gerade einmal sechs der Stellen besetzt werden.

Der EU-Verwaltungskommissar Maros Sefcovic macht die Bezahlung, welche die EU in diesem Bereich bietet, dafür verantwortlich, dass so wenige Ökonomen an einer Anstellung bei der Union interessiert sind.

Vor allem eine repräsentative und ausgewogene Besetzung durch die einzelnen Mitgliedsstaaten sei nicht zu gewährleisten. Potenziellen Bewerbern aus Ländern mit höheren Lohnstandards – wie Deutschland oder Großbritannien – sind die Angebote nicht attraktiv genug: „Seit einiger Zeit erleben wir ernste Probleme dabei, Personal aus sogenannten Hochlohnländern zu rekrutieren“ sagt Sefcovic.

In den kommenden acht Jahren gehen 60 Prozent der Ökonomen im Dienste EU in den Ruhestand. Das Problem der Nachbesetzung wird zum strukturellen Problem werden. Besonders schwer zu kämpfen mit dem Personalmangel hat die Direktion für Wirtschaft und Finanzen unter Kommissar Ollie Rehn.

Kommentare

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  1. Dicker Hals sagt:

    Ich denke auch, das ist die einzig wahre Strategie, diesem diktatorischen, freiheitsraubenden, geldstinkenden, parasitären, menschenverachtenden, knebelden, überwachenden, geisteskranken, undemokratischen, unlegimierten, abzockenden, ausspionierenden, drohenden, geldgeilen, entrechtendem, todesandrohenden Regime
    den Garaus zu machen.
    Es sollten unbedingt mehr arbeitssuchende Menschen mit Rückgrat diesem Beispiel folgen, die den Gedanken hegen nach Büssel zu wollen, um einem „Topunternehmer“ die Stiefel zu lecken und damit zur Versklavung ganz Europas beizutragen!

  2. doci sagt:

    In Brüssel werden Spezialisten für Inflation und Untergang gebraucht.

    Sollen sie halt mal in Simbabwe und in Weißrussland rekrutieren.

    Da gibt es Profis auf diesen Gebieten fast für lau.

  3. Sam sagt:

    Diese sogenannten Top-Ökonomen haben doch für die Menschen der EU-Länder nur Schaden gebracht. Am Anfang hat das alles ja noch rosig ausgesehen. Ein vernünftig Denkender wußte aber von Anfang an, daß das – siehe Griechenland usw. – schief geht. Und wenn die EU nun keine „Top-Murkser“ mehr bekommt, dann vermutlich deshalb, weil die Karre bereits an die Wand gefahren wurde und sie nicht für Fehler der Vorgänger geradestehen wollen, was man verstehen kann. 60 % wollen in 8 Jahren in den Ruhestand gehen. Wer soll die denn dann noch bezahlen. Hoffentlich bekommen sie keinen Cent mehr für Ihre Untaten, die bei der Finanzkriese nicht enden.

    • Peter G. sagt:

      Interessante Frage: Wer bezahlt nach einer evtl. Abwicklung des Brüsseler Monsters die Pensionen? Derzeit betragen diese ca. 1 Mrd Euro jährlich, bis 2045 sollen sie auf 2,5 Mrd gestiegen sein.

      • Irrtum sagt:

        Na hoffentlich keiner :o)

        Wer für diesen Verein arbeitet, ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht.

        Vorteile gab es genug – wenn es den Bach runter geht, dann haben sie halt Pech gehabt…..

        Wer meint andere beschei…. und schikanieren zu müssen, wer meint etwas Besseres zu sein – Sonderkohle verdient zu haben, der hat es nicht besser verdient.
        Was haben die wirklich Produktives und Nützliches für die Gemeinschaft getan??? N I C H T S

        Wer seine Seele verkauft, muss mit den Konsequenzen leben und ich hoffe ganz doll, dass genau das eintritt…

        http://www.youtube.com/watch?v=-gifW0mmwm8&list=FLSCuDNzzWp4sWZUmVmc3dbA&index=2&feature=plpp_video

        Suuuper sehenswert und erfrischend, wie sie am liebsten im Boden versinken möchten, sich drehen und winden, Ausreden erfinden oder gar noch wütend werden oder drohen :o)

        Jeden Tag müßte sowas über die Bildschirme flimmern, mindestens so oft wie Werbespots für unsere Schlafschäfchen und zur Abschreckung für andere Aussauger

  4. Gautier Irgendwo sagt:

    Ein Topökonom, in einer EU Kommission, das bleibt für Brüssel, wohl für immer ein Wunschtraum.

  5. schlaumeister sagt:

    Das wird so lanciert, damit jeder sieht, wie angeblich niedrig die Gehälter sein
    würden. Seht her, wir müssen uns die Gehälter erhöhen, damit wir Personal
    bekommen. Das ist nur ein Trick, um über die üppigsten Gehälter, Zusatzvor-
    teile und Superpensionen hinwegzutäuschen und nach noch mehr Geld zu
    schreien. Wird Zeit, dass das ganze überflüssige Beamtenpack entsorgt und
    kostenfrei endgelagert wird.

  6. bate sagt:

    Da kann wohl jemand Hochpreis nicht von Hochlohn unterscheiden… machts aber nichts, ein Maros Sefcovic muss nicht kompetent sein, er kriegt auch so sein Geld.
    o_O

  7. Skeptiles sagt:

    Es ist echt schwer sich ein meinungs und parteifreies bild aufzubauen was das globale zusammenspiel zwischen politik und wirtschaft mit allen zugehörigen informationen und aspekten betrifft.
    So gesehen macht es mir große sorgen das unsere führung, wie bei diesen kommentaren, nicht mehr in schutz genommen wird.
    Findet sonst niemand das der schriftliche protest zu ruhig, einfach ohne kontra, über die bühne geht, oder könnte es mehr daran liegen das sich anders gesinnte auf anderen plattformen wieder finden?

    • Sam sagt:

      Wenn ich Ihren Kommentar hier richtig verstehe, denke ich, daß Sie sich hier auf der falschen Plattform befinden. Wie kann man davon reden, daß unsere Führung in Schutz genommen werden muß. Das Volk ist doch nicht mehr sicher vor Volksverrat und braucht Schutz.

    • FDominicus sagt:

      „So gesehen macht es mir große sorgen das unsere führung, wie bei diesen kommentaren, nicht mehr in schutz genommen wird.“

      Warum sollten wir das wollen? Je eher unsere „Führung“ weg ist, desto besser für Alle.

    • Selbstdenker sagt:

      Diesen „Schutz“ gibt es doch.
      Das Bundes“verfassungs“gericht, der Generalbundesanwalt, das BKA, der Verfassungsschutz – alle haben die Aufgabe die Regierung vor`m Volk zu schützen.

  8. Hamster im Laufrad sagt:

    Deutschland als Hochlohnland zu bezeichnen ist absurd. Vielleicht im Bereich der Top-Manager, aber der durchschnittliche Arbeiter wird jedenfalls mit ein paar Kröten abgespeist.

    • FDominicus sagt:

      Selbstverständlich sind 2500 € kein Geld…. Das dem Normalverdiener dann noch annähernd die Hälfte vorenthalten wird, ist wohl die „soziale Gerechtigkeit“.

      Soviel muss einem doch dieser „schöne“ Staat wert sein….

      • Peter G. sagt:

        Gerade heute war in der Zeitung zu lesen, dass das Durchschnittseinkommen eines Arbeitnehmers in D. 45.000 Euro/Jahr beträgt.

        • Irrtum sagt:

          oh ja – das hätten bestimmt viele gern :o) Fragt sich nur – Durchschnitt von wem und was bzw. brutto oder netto….
          Netto wäre mir natürlich noch lieber :o)

  9. sowasaberauch sagt:

    Ob es nur am GEHALT liegt ???

    Es ist wohl genau wie in der REALWIRTSCHAFT !

    Ordentliche Unternehmen / Betriebe haben, bzw. bekommen gute Leute………!

    Bei einem BANKROTTGÄNGER würde ich auch nicht anfangen……!

    Lachnummer !

  10. freebird sagt:

    Komisch…

    gehen die Verwandten, Bekannten und sonstigen Versorgungspostenempfänger aus?

    Mit einer normalen Bewerbung wird doch da in der Regel niemand genommen….