EZB: Asmussen fordert europäischen Banken-Rettungsfonds

In der EZB macht man sich offenbar weiter Sorgen um den Zustand der europäischen Banken. Das deutsche Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen fordert nun einen Rettungsfonds für Banken nach deutschem Vorbild.

Das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen hat die Einrichtung eines europäischen Banken-Rettungsfonds gefordert. Er sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass sich die Euro-Zone darauf einrichten müsse, im Fall einer Krise schnell und effizient eine Bankenrettung vorzunehmen. Die Euro-Zone müsse das Krisenmanagement und die Kontrolle bei den Banken intensivieren. Asmussen sagte, „erweiterte Formen der Koordination der Überwachung und des Krisen-Managements sollten evaluiert werden. Im speziellen könnte dies die Errichtung eines Rettungs-Fonds für Banken einschließen, begleitet von der Errichtung einer gemeinsamen Aufsicht und Koordination der Rettung.“

Dieser Banken-Rettungsfonds käme zusätzlich zu EFSF, ESM und IWF. Asmussen schwebt offensichtlich eine ähnliche Einrichtung wie der deutsche Banken-Rettungsfonds SoFFin vor. Dieser war erst im Jahr 2011 wieder aktiviert worden, um bedrohten Banken helfen zu können.

Ausmussens Äußerungen stehen im Widerspruch zu den Plänen der EU-Kommission: Die Kommission hat am Wochenende mitgeteilt, dass sie weitere vier Wochen für die Erstellung eines Rettungs-Plans für die europäischen Banken benötigt. Vor allem der ursprüngliche Plan, den Shareholdern von Banken Verluste im Falle einer Verstaatlichung zuzumuten, hat die Briten aufgeschreckt: Sie fürchten, dass angesichts einer solchen Maßnahme Investoren in Bankenwerte abgeschreckt werden könnten.

Kommentare

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  1. Gautier Irgendwo sagt:

    Dann werden also fleissig weiter, Gelder von unten nach oben um verteilt.

  2. Wutbürger sagt:

    Der Herr war doch noch nie was anderes als ein trojanisches Pferd der Banken. Und ausgerechnet die Sozis haben ihn munter unterstützt.

    • papperlapap sagt:

      Wer hat uns verraten? …

    • otto936 sagt:

      Das Ehrenwort „Sozi“ sollten Sie im Zusammenhang mit der verschröderten Rest-SPD nicht benutzen. Das wäre eine Beleidigung für jeden aufrechten Sozialdemokraten – die gibt es nämlich auch noch. Leider in der SPD immer weniger.

      Asmussen macht das was sein Auftrag ist: Schutz der Eliteninteressen. Und denen fühlt sich auch die SPD seit der Agenda herzlich verbunden.

  3. Canabbaia sagt:

    Hurrah! Deutscher EZB-Direktor erfindet einen weiteren Weg, seinen blödmicheligen Landsleuten Geld aus der Tasche zu ziehen.
    Solche Politiker braucht das Land! (Damit es endlich kaputt geht.)

  4. Blutsauger sagt:

    An alle die Engagement von anderen einfordern und selbst nicht dazu bereit
    sind. Alles nur bla,bla,bla.
    Wir hatten am 1.4.2012 zur Gründung eines DMN-Stammtisches in Ludwigsburg
    eingeladen (1 Mutiger).
    Fazit: Der Grossteil der Kommentatoren sind Schreibtischhelden die sich hinter
    Ihrem Bildschirm verstecken, kluge Ratschläge erteilen und sich an Ihren klugen
    Kommentaren ergötzen.ZIVILCOURAGE FEHLANZEIGE!
    Geht lieber mit Eurer Familie Cafe trinken oder ein Eis essen,da habt Ihr mehr
    davon. Schafe schlaft weiter.

  5. Buerger67 sagt:

    Dann kann es jedoch damit dann keine privaten Banken mehr geben, sondern nur verstaatlichte Banken der jeweiligen Länder!

    Zitat: „..Sollten die Banken so gar nicht ihre Verantwortung wahrnehmen, kann aus Sicht des Ex-Verfassungsrichters der in Vergessenheit geratene Artikel 15 des Grundgesetzes drohend ins Spiel gebracht werden: In ihm ist von der Sozialisierung der Produktionsmittel die Rede. Er wolle nicht einer Verstaatlichung der Banken das Wort reden, das sei nicht wünschenswert, stellt Kirchhof klar. Aber Gewinne rein privatwirtschaftlich zu verbuchen bei gleichzeitiger Ausfall-Garantie des Staates, „das gibt die Verfassung nicht her,“ betont Kirchhof…“

    http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/schuldenkrise-nieder-mit-der-macht-der-banken_aid_592459.html

    Da die europ. Banken laut EU-Kommission 18,2 Bio. Euro faule Kredite haben, sprich 44 % ihrer Vermögenswerte unverkäuflich sind, muss dann jede betreffende Bank verstaatlicht werden, wie z.B. auch die deutsche Bank!

    Zitat:
    „18,2 Billionen Euro faule Werte vergiften europäische Banken
    44 Prozent der Vermögens-Werte der europäischen Banken sind „faul“ oder unverkäuflich – in Summe 18,2 Billionen Euro. Dieses systemische Risiko könnte weitere Banken-Hilfspakete notwendig machen.
    Die europäischen Banken sitzen derzeit auf 16,3 Billionen Pfund (18,2 Billionen Euro) giftiger Wertpapiere. Demnach seien derzeit rund 44 Prozent aller Vermögenswerte der europäischen Banken „faul“ oder unverkäuflich und könnten für das EU-weite Bankensystem ein „systemisches“ Risiko bedeuteten. Das geht aus einem Papier der EU-Kommission hervor, auf das sich die britische Tageszeitung „Daily Telegraph“ beruft…“

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/453406/182-Billionen-Euro-faule-Werte-vergiften-europaeische-Banken

  6. James Griechen-Bond sagt:

    Asmussen

    DIE Geheimwaffe für jedwede Finanz-Sauerei. Wenn Asmussen auftaucht, dann sind Verlust und Zerstörung nicht mehr fern.

    Asmussen

    * werkelte im Koalitionsvertrag 2005 (CDU-SPD) am „Abbau überflüssiger Regulierungen“ für den Finanzmarkt und am „Ausbau des Verbriefungsmarktes“.
    * saß im Aufsichtsrat der IKB-Pleitebank, die sich mit US-Verbriefungen verhoben hat – dank „Ausbau des Verbriefungsmarktes“ und „Abbau überflüssiger Regulierungen“. Und die 2007 auf Grund der US-Suprime-Markt-Finanzkrise von der staatseigenen Kfw mit Milliarden gerettet werden musste.
    * saß aber gleichzeitig als BMF-Vertreter im Verwaltungsrat bei der Finanzaufsicht BaFin, die dieses Spekulieren verhindern sollte.
    * war Mitglied im Gesellschafterbeirat der Lobbyorganisation True Sale International GmbH (TSI), die sich für die Entwicklung des „deutschen Asset Backed Securities-Marktes“ einsetzt. Probleme mit Asset Backed Securities sind eine der Hauptursachen der Finanzkrise ab 2007.
    * saß im Lenkungsausschuss des Bankenrettungsfonds SoFFin.
    * saß im „Wirtschaftsfonds Deutschland“, der ohne parlamentarische Kontrolle über Staatsbürgschaften für Unternehmen entscheidet.
    * wirkte mit bei Arcandor-Sanierung. Erfolg: Quelle liquidiert!
    * wirkte mit bei Opel-Rettung. Erfolg?
    * hat die Griechenland-Hilfen auf den Weg gebracht, was uns noch sehr teuer zu stehen kommen wird.
    * ist SPD-Mann, den auch die CDU sehr gerne für die Drecksarbeit bemüht.
    * war schon Einflüsterer bei Eichel und Clement im BMF.
    * war Staatssekretär sowohl bei Steinbrück als auch bei Schäuble.
    * war Chefunterhändler bei G20-Verhandlungen für Merkel.
    * arbeitete für Axel Weber.
    * war Studienkollege von Jens Weidmann.
    * ersetzte bei der EZB Stark, der sich für die antideutschen Machenschaften dort irgendwann zu schade war.
    * fordert nun zusätzlich zu ESFS und ESM, nebst den hunderte von milliardenschweren Giga-Tendern der EZB, einen Banken-Rettungsfonds à la SoFFin.

    Asmussen, das perfekte Banken-U-Boot!

    Betrachtet man Asmussens fragwürdige Spur an finanzpolitischen Verfehlungen, dann kann das Ende der EU, wie wir sie kennen und nicht schätzen gelernt haben, wohl nicht mehr fern sein. Der Ruin Deutschlands ist vorprogrammiert.

  7. Petra sagt:

    Wie wäre es mit einer Bankenrettungsversicherungsabgabe, die gleich vom Lohn abgezogen wird? Daneben könnte man ja die Sozialversicherungsabgaben um einige Prozentpunkte senken.

    Sorry, aber ich für diesen Irrsinn nur noch Spott und Hohn übrig.

  8. Ratlos sagt:

    Mit dem ESM werden wir verkauft!

    Der Artikel des bekannten Autors von Goldseiten hat für mich nachvollziehbar dargestellt, dass der ESM einem Putschversuch gegen das Deutsche Volk gleich kommt.

    http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/135/esm-putsch-gegen-das-eigene-volk.php

    Auch interessant in diesem Zusammenhang: http://www.youtube.com/watch?v=HRfusu2mQwI

  9. winfried trautsich sagt:

    Rettet man Schlecker? Nein.

    Wieso soll man Banken noch weiterhin
    unterstützen?

    • dogbert sagt:

      Weil mal wieder zweierlei Maß angesetzt wird. Bestes Beispiel ist und bleibt die Treuhand. Ganze Regionen verödeten, weil man auf einmal das Maß der Wirtschaftlichkeit angesetzt hat. Das schien aber eine Singularität geblieben zu sein. Ach nein, wenn ein Betrieb des Mittelstandes pleite geht, ist das den Politikern auch egal. Erst ab einer publikumswirksamen Anzahl der Betroffenen wird eingeschritten.

  10. Selbstdenker sagt:

    Wieso Rettung?
    Es soll überhaupt nichts gerettet werden!
    Zitat Schäuble: „…natürlich ist es einfacher große Veränderungen nach einem Krieg oder einer großen Katastrophe durchzusetzen, aber so weit sind wir noch nicht.“

    http://der-klare-blick.com/2012/04/der-gewollte-zusammenbruch/

    • G.N. sagt:

      Sehr beeindruckend.
      Vieles wusste ich zwar schon, aber so ergibt sich ein sehr „gutes“ Gesamtbild über die Versklavung der Völker der Erde und das Ende ihrer Freiheit.
      Absolut schauderhaft!