Umfrage: Griechen wollen ihr Land nicht nach EU-Regeln sanieren

Zwei Drittel der Griechen wollen, dass ihr Land einen anderen Weg einschlägt, als von internationalen Institutionen vorgegeben. EZB-Vertreter befürchten, die Wahlen in Griechenland könnten den Sparkurs stoppen und damit die Rettung des Euro gefährden.

Die Mehrheit der Griechen ist für einen eigenständigen Plan, um aus der Schuldenkrise zu kommen. Bei einer Umfrage im Vorfeld der Parlamentswahlen gaben zwei Drittel an, Griechenland solle zwar in der Eurozone verbleiben, aber bei der Sanierung des Staates einen anderen Weg einschlagen als von der Troika vorgeschlagen.

Über ein Viertel gaben an, sie würden bei der Wahl am 6. Mai eine Partei wählen, die gegen den Plan des Internationalen Währungsfonds und der EU-Institutionen auftritt. Bei der Umfrage des MRB-Instituts gaben 13,2 Prozent an, Griechenland solle die Eurozone überhaupt verlassen.

In Europa werden diese Stimmungen mit Sorge beobachtet: „Die Wahlen sind Anfang Mai und ich bin nicht sicher, ob es eine Mehrheit geben wird, die den aktuellen wirtschaftlichen Kurs weiterführen wird“, sagte Ewald Nowotny, Mitglied des EZB Rats und Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, in einem Zeitungsinterview.

Kommentare

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  1. Anna 1950 sagt:

    Die Griechen können über Wahlen noch etwas verändern, und es scheint sich für sie immer noch zu lohnen, in der Euro-Zone zu bleiben. Allein daran, sollten die Deutschen etwas begreifen.
    Wer würde denn überhaupt noch in der Euro-Zone bleiben wollen ,gäbe es die deutsche Wirtschaft und das zahlende Deutschland nicht und deshalb Bürgschaften, Garantien, Rettungsmaßnahmen.
    Der arbeitende Mensch in Deutschland, hat noch nicht begriffen, daß i h m keine Wahl bleibt, egal welche Partei e r wählt.
    Denn A L L E Parteien in Deutschland sind dem D A U E R H A F T angelegtem Rettungsschirm E S M unterworfen. Den auch alle Parteien bedingt gewollt haben.
    Es wird ihnen aber aus der Hand genommen,
    Deutschland wird ständig zu Erhöhungen gedrängt (=gezwungen).
    Wer glaubt, Deutschland wäre Federführend, der irrt. Der Schein trügt
    Es gibt keine europäische Solidarität mit dem deutschen, haftenden, Bürger, für Schulden die er nicht gemacht hat.

    Und solange es noch einen Arbeiter in Deutschland gibt, wird er den ESM (mehr als alle Anderen in Europa) bedienen müssen, auch wenn bei uns der Wohlstand schwindet. Er wird noch nicht einmal erfahren, welches Land, wieviel von seinem Geld kriegt und was die Regierenden dieser Länder damit machen.

    Der ESM ist ein Völkerrechtlichen Vertrag. Da gibt es kein Entrinnen.
    Aus diesem „Soli“ oder „Länderfinanzausgleich“ kommen wir nicht raus.
    Und im „reichen“, dennoch Pleite- Deutschland, ist alles still.
    Das scheinen auch die Griechen zu wissen.

    • tomorrow sagt:

      Nochmal gesagt: Das Volk stimmt nicht ab, ob etwas getan oder unterlassen wird. Die Demokratie, die viele propagieren, gibt es seit langem nicht mehr.
      Wer es bis dato nicht begriffen hat, was sich hier und jetzt für Ungeheuerlichkeiten abspielen, dem ist im Grunde nicht zu helfen.
      Zur Erinnerung:

      Internetgesetze, Social Nets, haarp, Geheimdienste, Schattenregierung, Bilderberger, Population reduction, Wahrheit.
      Nur um einige Stichworte zu nennen. Diese Liste ist fast endlos. Jeder kann danach surfen.

      Ich bitte darum, sich einen Überblick zu schaffen, als Basis für weitere Überlegungen.
      Es gibt nicht nur Tatsachen, die man selbst erlebt, sondern noch viel mehr.

      Lüge wird nicht durch weitere Lüge zu Wahrheit.

      LG, tomorrow

      • Anna 1950 sagt:

        Tomorrow

        Ich bitte darum, die Gedanken Anderer nicht als Lüge zu bezeichnen.

        Sie erleben etwas Anderes als Tatsache und surfen entsprechend,
        oder haben durch ihre Informationen ihre Meinung gebildet.
        Meine Meinung habe ich durch meine Informationen!

  2. Fred Kirchheimer sagt:

    Tja, auch hier wieder groß getönt, daß ein Teil DER GRIECHEN dieses und jenes will.

    Aber was sind diese Umfragen wert? Zumindest dem Verfasser des Artikels, bzw. dem Veröffentlicher der Zahlen war es keine Zeit wert, ein Wort darüber zu verlieren, wieviele Leute von wem befragt wurden und vor allem welche Fragen gestellt wurden.

    So wie es dasteht kann sich auch ein Interessierter diese „Umfragewerte“ aus den Finger gesogen haben.

    DMN, ich weiß nicht, warum man sich solche Blößen gibt. eine Verfifizierung der Quellen sollte eigentlich in der ersten Woche der Journalistenschule auf dem Stundenplan gestanden haben. Und in dem o.g. Artikel hätte man das in einem Satz abhandeln können.

    • redakteur sagt:

      Wir beziehen uns hier auf die griechische Zeitung Kathimerini, die als seriös gilt. Die Redaktion

  3. Selbstdenker sagt:

    Die Zeit läuft! Abstimmen GEGEN den ESM!!!

    http://www.stop-esm.org/unterzeichner

  4. Gast sagt:

    Am 6.Mai ist alles vorbei 🙂

    Recht haben sie die Griechen. Warum sollte man sich von einer Troika aushungern und auf 30 Jahre versklaven lassen. Nur um des EURO wegen? Griechenland kann auch mit eigener Währung in Europa bleiben, wie zuvor auch. Der EURO ist inzwischen mehr ein Fluch als ein Segen. Im Bezug auf eine Schuldenunion hat der EURO die Ländern inzwischen vereint.

    Man sollte jedoch nicht vergessen das eine Wahl, demokratisch oder nicht, absolut nichts ändert da die Parteien von jenen finanziert werden welche aus der gemachten Politik den meisten Profit ziehen können. Parteien sind nur Marionetten, welche anfänglich scheinbar ein Prgramm haben, dies jedoch dann sehr schnell aufgeben – aus o.g. Gründen.

    Hoffnung kann man sich schon machen aber nicht vergessen, wer nicht will wie die EU den kann man auch erpressen.

  5. Irina sagt:

    Verstehe den Wunsch der Griechen, raus aus dem EU-Laden und mit einem auf
    Land und Leute zugeschnittenen Konzept weiter leben, dat jeht.

  6. Michael sagt:

    Die Antwort kann nur heißen, lieber ein Ende in Schrecken, als Schrecken ohne Ende.

  7. heide preiss sagt:

    was wir (leser) alle schon wissen:

    EUROPA BEGEHT SELBSTMORD

    http://www.gold-silber.biz/paul-krugman-europa-begeht-selbstmord/

  8. Selbstdenker sagt:

    Bei der FED steht auch eine „Sanierung“ ins Haus. Na endlich mal eine gute Nachricht:

    http://www.politaia.org/finanzterror/antrag-auf-pfandung-der-vermogen-der-federal-reserve-bank/

    • bauagent sagt:

      Mit dem Synonym “ Selbstdenker “ sollte man möglicherweise einen solchen
      dummen Link, gespickt mit Halbwahrheiten, nicht an ernstzunehmende Zeitgenossen weitergeben.

      Die Wirklichkeit ist schon unglaublich genug, da braucht es keine diffusen Verschwörungstheorien, dass nur 3 Menschen die ganze Welt über die “ Schattenbank “ BIZ steuern.

      • klimperkasten sagt:

        Ich habe den Link gelesen. Vielleicht sind es ein paar mehr, als drei Menschen, aber im Großen und Ganzen stimmt es leider.

  9. Suzy sagt:

    Ein etwas anderer Ansatz: Monetisiert die Bürger und nicht die Banken

    http://www.marktorakel.com/index.php?id=146346312609801697

  10. Adept sagt:

    Völker erhebt Euch, Griechen geht voran!

    Lieber in Armut als in Sklaverei leben.

    Werft das Joch von Goldman-Sachs ab.

    Zeigt Brüssel und Berlin die rote Karte.

    • neuer sagt:

      Die Griechen wollen weder in Armut noch in Sklaverei leben. Sie wollen lediglich auf Kosten ihrer europäischen Freunde ihren Standard halbwegs halten. Natürlich ohne weitere Anstrengung.