EU will Mindestlöhne in Europa durchsetzen

Am Donnerstag wird die EU neue Pläne zur Senkung der Arbeitslosigkeit und der Erhöhung des Wirtschaftswachstums vorlegen. Geplant sind EU-weite Mindestlöhne und die Öffnung des europäischen Arbeitsmarktes für Osteuropa.

10,8 Prozent der Bevölkerung in der Eurozone sind derzeit arbeitslos. Damit ist die Arbeitslosigkeit für den Währungsraum auf einem Rekordhoch. Am Donnerstag will der EU-Kommissar für soziale Angelegenheiten, Laszlo Andor, nun Details seines neuen Plans zur Kürzung der Arbeitslosenzahlen dem Europäischen Parlament präsentieren. Bis 2020 soll in Europa eine Beschäftigung von 75 Prozent erreicht werden. 17 Millionen neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden.

Laszlo Andor wird unter anderem aufzeigen, welche Branchen die größten Erfolge für mehr Beschäftigung versprechen, und wie EU-Mittel verwendet werden können, um langfristig in die Schaffung von Arbeitsplätzen zu investieren, berichtet der EUObserver. Darüber hinaus enthält der Entwurf Laszlo Andors auch die Forderung nach angemessenen, branchenspezifischen Mindestlöhnen, wie mehrere Medien berichten. Der EU-Arbeitsmarkt soll zudem für Arbeitssuchende aus Osteuropa gänzlich geöffnet werden.

Kommentare

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  1. louis-portugal sagt:

    Ich bin SEEEEHR neugierig aber denke das er es schlimmer macht.

  2. spion und spion sagt:

    Europa braucht keinen Rettungsschirm, sondern ein Rettungshirn.

  3. G.N. sagt:

    „Forderung nach angemessenen, branchenspezifischen Mindestlöhnen.“
    Da bin ich gespannt, was damit gemeint ist.
    Bei Taxifahrern und in Busunternehmen z.B. gibt es keine Mindest- dafür aber schon regelrecht sittenwidrige Hungerlöhne zwischen ca. 3 und 6 Euro BRUTTO!!!!
    Wenn das als branchenspezifischer Mindeslohn angesetzt wird, ändert sich für die armen Socken ja nichts.
    Viele Stunden konzentrierter Arbeit, auch nachts und natürlich an Wochenden und Feiertagen, aber davon leben kann man nicht.

    Hinzu kommt, dass alle 5 Jahre der Führerschein „überprüft“ bzw. an Schulungen teilgenommen werden muss (EU-Recht) und in der Regel auch von dem vermeintlichen „Berufskraftfahrer“ selbst zu bezahlen ist, trotz des lausigen Verdienstes, was wiedrum um die 500 Euro kostet, ihn aber nicht berechtigt, den in Europa üblichen Mindestlohn für Berufskraftfahrer auch zu verdienen und tatsächlich zu erhalten, denn der Gesetzgeber hat diese Regelung für deutsche Unternehmen natürlich nicht umgesetzt, sondern fein ausgelassen!- Alles zugunsten der gierigen Unternehmen und auf Kosten der Arbeitnehmer!

  4. RS sagt:

    Mindestlöhne, Arbeitsberechtigung für Osteuropäer, …

    Klingt als würde genau das Gegenteil erreicht werden.

  5. gregor.domiz sagt:

    Der Artikel ist schon richtig formuliert.

  6. Der einfältige Einsiedler sagt:

    …der Anfang, vor dem sicheren Ende…Globalisierung-N.W.O. failed…
    out of order…einerseits Mindestlohn und dann das Ankündigen „der gänzlichen Öffnung des EU-dssr -Arbeitsmarktes für osteurpäische Arbeitssuchende“…

    …der Mindestlohn garantiert uns nur, ein „bißchen“ mehr zu besitzen von den bald wertlosen Euronen, als dem der „Arbeitssuchenden“…

    …das feilschen und anwerben um die Ressourcen, des sogennanten „human capital“ sind auf das schlimmste entbrannt, wäret den Anfängen…liebe Brüder und
    Schwestern..wäret den Anfängen….der Spiritus ähhh…entschuldigung… der Spiritualismus erklärt vieles…

  7. Wilma sagt:

    Man kann nur hoffen, dass dieses Kasperltheater bald sein Ende findet.

  8. André Schwaermer sagt:

    Claro, Mindest-Armutslöhne für alle in Europa … und wer aufmuckt, bekommt mindestens zwei Jahre Knast wie jetzt in Spanien. Schöne neue Welt, Herr Huxley!

    http://uhupardo.wordpress.com/2012/04/14/back-to-franco-passiver-widerstand-und-aufruf-zu-demonstrationen-werden-strafbar/

  9. Anna 1950 sagt:

    Und wer soll die EU-Mittel aufbringen?
    Na?
    Wo doch alle keine Mittel übrig haben?
    Wer wohl!
    Und warum ist man nicht in sogenannten „guten Zeiten“ auf Produkte gekommen, die auch gebraucht, bezahlbar sind und von daher auch gekauft werden. (z.B. auf dem Weltmarkt)
    Hat es nicht mind. 10 Jahre gegeben, wo sinnvoller Aufbau von Arbeitsplätzen mit EU-Mitteln möglich war?
    Irgendwo ist das ganze Geld doch hingeflossen!
    Jetzt ist es weg, nichts aufgebaut, also auf ein Neues…..und mit Osteuropa!

    Nicht zu vergessen, daß das Geld, was irgendwo investiert wird, auch irgendwo erarbeitet werden muß, denn den Schulden-kreislauf haben wir schon!

    …..Das Renteneintrittsalter sollte endlich europaweit einheitlich angeordnet werden, das wär mal was, damit ich mich als Deutsche nicht diskreminiert fühle!
    Nicht nur in unseren Produkten, auch was die Sozialreformen anbelangt ( und nicht erst jetzt), sind die Deutschen Spitzenreiter.

  10. Vanessa_ sagt:

    „…neue Pläne zur Senkung der Arbeitsplätze und der Erhöhung des Wirtschaftswachstums vorlegen.“

    Hat sich da der Fehlerteufel eingeschlichen? Senkung der Arbeitsplätze?

    Wahrscheinlicher ist es ja, Wachstum zu schaffen (für Wenige), indem man die Anzahl der Arbeitsplätze senkt (auf Kosten derer, die keinen Arbeitsplatz bekommen). Aber wer will schon freiwillig auf eine Arbeitsplatz verzichten? Kann das im Sinne der Allgemeinheit sein? Ich glaube, NEIN.

    Oder hat die EU Visionen, wo man die unterbringt, die keinen Arbeitsplatz bekommen? Zudem auch interesssant, wo die neuen Arbeitsplätze denn herkommen sollen, mit so deindustrialisierten Landstrichen quer durch Europa.

    • systemaussteiger sagt:

      Da kann man sich auf die EU Verlassen. 🙂

    • Der_Emigrant sagt:

      Wohl eher „Senkung der Arbeitslosigkeit“. Aber auch wenns kein Fehlerteufel ist, dann passt das gut zur Nachricht in einer anderen Zeitung, wonach Griechenland seinen Strom virtuell exportieren will. – Also nicht wirklich, sondern nur mit Billanztrick.

      Ich sitze hier vor dem Computer und gacker vor mich hin…wo ist die Welt bloss gelandet? Riesen Irrenanstalt.

    • FDominicus sagt:

      „neue Pläne zur Senkung der Arbeitsplätze “

      Hat sich da der Fehlerteufel eingeschlichen? Senkung der Arbeitsplätze?

      Nein das ist so schon richtig. Die EU arbeitet schon lange daran und die ersten Erfolge sind sichtbar. Zerstörung organisieren — darin sind Bürokraten einsame Spitze — oder wie glauben Sie konnten wir „effizient“ „Untermenschen“ umbringen?

      • redakteur sagt:

        Nein, das war in der Tat ein Fehler. Danke für den Hinweis. Die Redaktion

        • hiphopeuropa.blogspot.com sagt:

          Liebe Redaktion. Ich denke da habt ihr unbewusst die Wahrheit geschrieben. Das ganze Konzept ist nichts anderes als eine Senkung der Arbeitsplätze.

          • FDominicus sagt:

            War halt ein freud’sche Verschreiber. Getroffen und versenkt wenn es nach mir geht 😉

        • FDominicus sagt:

          Liebe Redaktion wo bleibt Ihr Humor, und sei es nur Ihr Galgenhumor. Natürlich würden Politiker niemals schreiben es ginge um die „Zerstörung“ von AP aber das täte ja auch niemals eine Gewerkschaft nicht wahr. Nur wo klafft die größere Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit?

          Frage mich nur wie es kommt, daß nach dem Krieg ohne permanenten Eingriff in den Markt kaum Arbeitslosigkeit herrschte und heute es schon Arbeitslose in der x-ten Generation gibt.