Spanische Regierung: „Lage der EU ist wie auf der Titanic“

Die hohen Arbeitslosenzahlen haben die Spanier geschockt. Außenminister Margallo sagte, die EU befinde sich in einer ähnlichen Lage wie die Titanic. Finanzminister de Guindos kündigte eine Erhöhung der Mehrwertsteuer an, um das Defizit zu senken.

In Spanien werden die Stimmen immer schriller. Am Freitag sagte Außenminister José Manuel García-Margallo im spanische Radio, dass sich das Land in einer sehr gefährlichen Lage befinde. Die ganze Europäische Union sei in einer Situation wir die Titanic: Der sichere Untergang könne nur verhindert werden, wenn alle Passagiere zu ihrer Rettung zusammenarbeiten. Daher will Spanien auch, dass die EU bei der bevorstehenden Bankenrettung hilft – ein Unterfangen, das die Spanier wegen des hohen Defizits allein nicht mehr bewerkstelligen können.

Die Zahlen der nationalen Statistikbehörde weisen für das erste Quartal einen dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit aus. Jeder vierte Spanier ist ohne Job, bei den Jugendlichen ist es bereits jeder zweite. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat Spanien um zwei Punkte herabgestuft und geht nun davon aus, dass die Rezession in Spanien bis ins Jahr 2013 dauern werde (hier).

Wirtschaftsminister Luis de Guindos, der frühere Chef von Lehman Brothers Spanien, kündigte unterdessen die Erhöhung der Mehrwertsteuer an. Noch nach der Wahl hatte Premier Mariano Rajoy eine Erhöhung ausdrücklich ausgeschlossen. Nun will de Guindos die immer neuen Löcher im Haushalt mit einer Steuererhöhung schließen. Gift für die Wirtschaft, sagen Beobachter: Die ohnehin schon kaum noch vorhandene Konsumbereitschaft der Spanier würde durch eine Mehrwertsteuer weiter zurückgehen. Die Spirale nach unten würde durch eine solche Maßnahme beschleunigt, nicht gebremst.

Die Zinssätze für Staatsanleihen blieben am Freitag zwar noch knapp unter der 6 Prozent Marke. Analysten sind jedoch alarmiert und glauben, dass sowohl spanische als auch italienische Bonds in den kommenden Monaten nicht gekauft werden könnten. Damit aber würde es den am meisten gefährdeten Staaten unmöglich gemacht, ihre Schulden an den Finanzmärkten zu refinanzieren.

Kommentare

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  1. rundertischdgf sagt:

    Wenn jetzt Spanien wegen einer Tagung des EZB Rates das Schengenabkommen außer Kraft setzt, dann ist wirklich Feuer unterm Dach.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/04/29/spanien-setzt-schengenabkommen-auser-kraft/

    • Rico Coracao sagt:

      Solche Angst vor Demos ? Das sagt doch schon alles..
      Möchtegern-EU-Gouverneure.. ohne die geringste Legimitation,
      wir sollten sie zum Teufel jagen und das wäre noch human..
      Wenn Europa crasht, dann werden Viele viel verlieren, der Hass wird grenzenlos sein auf diese Möchtegerndiktatoren und Ex-Goldman Banker

  2. papperlapap sagt:

    Wir benötigen weltweite Enteignung multinationaler Konzerne und Banken und eine Umverteilung von Werten an die Bürger. Monopole müssen bekämpft und nicht großgezogen werden. Der internationale Freihandel ist nichts weiter als internationale Enteignung, ein System bei dem die Skrupellosesten gewinnen. Deshalb geht nicht nur die Zivilisation sondern auch die Natur den Bach runter.
    Aber die Bürger sind skrupellos genug, zu allem ja und amen zu sagen, wenn es nur sie selbst nicht trifft.

    • heide preiss sagt:

      @ papperlapap

      dann schau dir mal diese graphische übersicht an. gegen die monopole kommst du nur sehr schwer an, denn die verflechtungen sind riesig und teilweise glaubt man gar nicht, was alles zusammengehört (nestle und ralph lauren z.b.) oder es kommen nur noch artikel in die regale die gut laufen oder werden peu a peu durch eigenmarken ersetzt.

      http://1.bp.blogspot.com/-eNWuIA4fip8/T5pq9gFSFOI/AAAAAAAAJVA/YZE5BJkJ6KQ/s1600/KonzernNetzwerk.png

      • papperlapap sagt:

        Sehr schöne Karte, leider etwas unscharf.

        Vielleicht könnte mit dem größten Oligarchen anfangen und den nächsten mitaufnehmen, sobald er der größte ist usw.

        Aber wie bringt man die Leute dazu, einzusehen, dass dies ein notwendiges und sozial wichtiges Verhalten ist? Wollen wir Vielfalt, dann müssen die Dinosaurier verschwinden. Deine Karte zeigt, wie schwierig es in einigen Branchen ist, Multi’s überhaupt zu erkennen.

        Da hilft wohl nur, sich regional zu orientieren.

  3. Tommy Rasmussen sagt:

    Also haben wir bald „SMART SCRAMBLE“ oder einen Kombination aus mehrere Szenarien, wie hier 05.2010 geplant:

    http://www.gbn.com/articles/pdfs/GBN&Rockefeller%20scenarios.technology&development.pdf

    Stark verkürzt:

    ( Mai 2010 !!! ) – Szenarien für die Zukunft – Dieser Bericht wurde von der Rockefeller Foundation und Global Business Network produziert. Betragte die Szenarien als vier Reisen – in eine mögliche Zukunft, die relevant ist:

    1.)

    LOCK STEP = Eine Welt aus oben-nach-unten-Kontrolle der Regierung, mehr autoritäre Führung, weniger Innovation und mehr Unterdrückung von Bürgern:

    Im Jahr 2012 kam endlich die Pandemie, dass die Welt schon seit Jahren erwartet hatte. Im Gegensatz zu 2009 war die neue H1N1 Influenza-Virus ( jetzt von Wildgänzen ) äußerst virulent und tödlich. Fast 20% von der Weltbevolkerung wurden infiziert und 8 Millionen in nur sieben Monaten getötet. Unverhältnismäßig viele starben in Afrika, Südostasien und Mittelamerika.

    Die Pandemie hatte auch eine tödliche Wirkung auf die Wirtschaft: internationale Mobilität von Menschen und Gütern, Tourismus und globalen Lieferketten wurden gesperrt.

    Technologische Innovation im „Lock Step“ wird nur von der Regierung angetrieben und ist auf Fragen der nationalen Sicherheit, Gesundheit und Sicherheit beschränkt.

    ______________________________

    2.)

    CLEVER ZUSAMMEN = Eine Welt, in der koordinierte und erfolgreiche Strategien für die Bewältigung weltweit verwurzelte Probleme entstehen.

    Die Rezession von 2008-10 hat nicht in die weltweite wirtschaftliche Talfahrt geführt, die viele befürchtet hatten.

    ( LEIDER DOCH !!! )

    _______________________________

    3.)

    HACK ATTACK = Eine wirtschaftliche instabile und anfällige Schock-Welt, in der Regierungen schwach werden, Kriminellen gedeihen und gefährlichen Innovationen entstehen.

    Schocks wie 11.9. – die Tsunami 2004, und das Erdbeben in Haiti 2010 haben kaum die Welt vorberetet auf:

    Olympischen Spiele 2012: Bombardierung – 13.000 getötet,

    Erdbeben in Indonesien 40.000 Tote,

    ein Tsunami, der Nicaragua fast zerstörte,

    und Ausbruch von Hungernot in China wegen einen Jahrtausend Dürre.

    Die Inzwischen überforderten Militärs und der Polizei konnten wenig tun, um Kriminellen und Terroristen zu stoppen. Die sehr reichen hatten jedoch immer noch die finanziellen Mittel, um sich zu schützen.

    ______________________________

    4.)

    SMART SCRAMBLE = Ein wirtschaftlich angeschlagenen Welt, in der Individuen und Gemeinschaften Notlösungen zu einer wachsenden Anzahl von Problemen entwickeln.

    Die globale Rezession, die 2008 begann, war nicht im Jahr 2010 vorbei. Starthilfen für Märkte und Volkswirtschaften haben nicht funktioniert um den stetigen Zug nach unten umzukehren.

    Die Vereinigten Staaten verlor viel von seiner Präsenz und Glaubwürdigkeit.

    Auch in China wurde die soziale Stabilität immer prekärer.

    In Ermangelung Handels-und Deviseneinnahmen hatten die meisten Menschen und Gemeinden keine andere Wahl, als sich selbst zu helfen und in zunehmendem Maße einander.

    Doch „Überleben“ und „Erfolg“ variiert stark je nach Standort.

  4. bonga sagt:

    Ist das Absicht ?

    Um – in höchster Not – ein politsch und fiskal geeintes Europa – natürlich als hochkompliierte Scheindemokrate nach dem „Modell BRD Deutschland“ den Bürgern verkaufen zu können ?

    So blöd können die doch nicht alle sein, das sie weiter sparen, und die Wirtschaft abwürgen, da steckt doch System dahinter….

  5. christine sagt:

    „Jeder vierte Spanier ist ohne Job, bei den Jugendlichen ist es bereits jeder zweite. “
    Das sollte uns zum Nachdenken anregen. Diese Menschen ohne Arbeit sind doch nicht alle zu faul zum Arbeiten. Könnte es nicht sein das es einfach nicht mehr genug bezahlte Arbeit von der man Leben kann gibt. Hört auf die Menschen die keiner Erwerbsarbeit mehr nachgehen können zu diffamieren. Als erstes müßte das Rentenalter gesenkt werden und nicht erhöht. Gebt den jungen Menschen eine Chance auf ein Einkommen, damit sie wieder planen können. Ich kann einfach nicht begreifen wie dumm manche Politiker sind. Der gesunde Menschenverstand sagt einem doch was geändert werden müßte. Das was in Spanien los ist trifft doch auch für Deutschland zu. Die Arbeitslosenzahlen sind doch ganz anders. Wenn man mal ehrlich wäre sehe es ganz anders aus. Wer wird denn alles nicht gezählt in der ach so tollen Statistik. Ich möchte es nicht aufzählen. Da könnte einem der Hut hochgehen über diese Verlogenheit.

    • Maulwurfen sagt:

      Natürlich sind die Zahlen hier auch mehr als geschönt. Das System ist vollkommen verkrustet, jedoch kann die Mehrheit einfach nicht umdenken. Viele glauben immer noch an die Erwerbstätigkeit und an die Möglichkeit der Vollbeschäftigung – es ist vollkommen absurd. Lieber weiter die alte Mär vom ewigen Wirtschaftswachstum predigen lassen und die alten korrupten Parteien wählen. Wenn man den Leuten ein Bürgergeld oder ein bedingungsloses Grundeinkommen zur Verfügung stellen würde, könnten sie sich wieder den wirklich wichtigen Dingen widmen. Aber genau davor haben die Einflussreichen eben Angst. Die Menschen könnten dann ihre vorhandene Zeit dafür nutzen, wichtige Erkenntnisse zu sammeln. Wahrscheinlich würden viele Innovationen entstehen, die uns unabhängiger vom Staat machen würden – allein deshalb schon undenkbar. Das alte Parteien-System und das alte Geldsystem muss endlich abdanken! Befreien wir uns endlich von überholten Vorstellungen und Zwängen, die nur einer elitären Clique nutzen!

    • Dave Gahan sagt:

      @christine

      Im Grunde alles richtig.
      Nur eins:
      Die Politiker sind nicht zu dumm.
      Sie machen genau das, wozu sie da sind.
      Nur sind sie halt nur für ca. 10% der Bevölkerung da.
      Und Arbeitslose, Rentner, Handwerker, abhängig Beschäftigte ect. gehören nun mal nicht dazu!
      Man kann darüber jammern und sich aufregen, es hilft nichts.
      Solange 90% der Bevölkerung die Politiker die Entscheidungen für die anderen 10% fällen lassen, geht es so weiter!
      So einfach ist das. Und so nüchtern muss man das sehen.

  6. odin sagt:

    Macht so weiter in Spanien und Europa,mehr Steuern ergibt weniger Arbeitslose,die
    neue Rechnung aus Spanien,bald kommt ein neuer Franco an die Macht,denn die
    jetzigen Politiker haben ihren Kredit beim Volk schon verspielt!Wenn demokratische
    Parteien nur Arbeitslose produzieren und keine Arbeit schaffen,werden andere die
    Macht übernehmen,tausendmal passiert in der Geschichte,denn der Mensch braucht
    Arbeit und was zu Essen,von Euro-Fanatismus wird keiner satt!In Brüssel wird natür-
    lich weiter gepredigt,denn ohne Euro sind die ihre Jobs los und das schöne Geld,wo
    man jeden Tag nur Phrasen für zu dreschen braucht!Jeder normale Mensch weiss,
    Schulden kann man nicht mit Schulden retten und Zinseszins,nur die Politik glaubt an
    solchen Blödsinn und wird auch bald über Wasser laufen können,in Brüssel ist zur Zeit
    alles möglich!Die Wahrheit wird nicht akzeptiert,erst Griechenland,dann Spanien und
    welches Land ist das Nächste?

  7. Jens sagt:

    Tja,wenn ich mir das so durchlese ,sollen jetzt die Spanier bluten ! Es ist dabei relativ einfach ! Spanien hat unter Zapatero ,also den Kommunisten ,6 Millionen Illegalen einen spanischen Pass geschenkt ! Rückgängig machen und ausschaffen! Aber dann ist man ja rechts ,wenn man an sein eigenes Volk denkt ! Aber wie gesagt ,es ist ganz einfach !
    Arbeitslosigkeit dürfte dann wohl bei 2 % liegen.

    • otto936 sagt:

      Seit wann ist Zapatero ein „Kommunist“ ?
      Lieber Gott, bei Menschen wie Ihnen ist wohl jeder links von Rechtsradikalen gleich ein Bolschewist. Wann leben Sie denn – 1950 ?

    • Max Stein sagt:

      > Jens

      Aber HALLO, wie sind wir denn drauf? Zurück in die Kolonialzeit? Herrenmenschen? Illegalen Pass geschenkt ? Häh?

      Nur so zum reinziehen: die „Illegalen“ wollten doch nur mal nachschauen, wo ihre Ausbeutung gelandet ist und da war Spanien (aber nicht nur Spanien) ganz vorne mit dabei. Müssten die so genannten Kolonialmächte und damit auch Spanien ihre Beute verzinst zurückgeben, müssten alle Spanier die nächsten 1000 Jahre alle Ihre Einnahme nach Afrika überweisen oder dort über hunderte von Jahren ihre Schulden abarbeiten. Viel Spass dabei.

      Fehlt jetzt nur noch der folgende HInweis gewisser Leute:
      Naja, wenn die Ausgebeuteten sich so einfach ausbeuten lassen, sind sie halt selber schuld. Dazu könnte man noch einige Seiten schreiben, spar ich mir jetzt.

      Im übrigen unterscheiden sich die Führer der Kommunisten und Kapitalisten nur sehr minimal. Beide sind ausschließlich nur auf ihren Vorteil fixiert und das Volk ist ihnen ziemlich egal. Die einen nennen sich Funktionäre, die anderen Manager. Beide sind Ausbeuter.

      Und die Sache mit dem „eigenen Volk“ hat schon Millionen von Menschen das Leben gekostet. Das ist also nicht wirklich eine gute Idee.

      Und dann die entscheidende Frage an JENS: Was hast Du dazu beigetragen dass Du hier in Deutschland (oder Schweiz) auf die Welt gekommen bist und nicht in Afrika? Aha!

    • Rico Coracao sagt:

      Jens, auch wenn ich auch eher gegen „Pass verschenken“ bin und Modell Schweiz (4 Stufen der Bewährung) bin, ist es doch quatsch, diese Einwanderer pflücken im Süden gerade die Tomaten, die du hier im Supermarkt kaufst und das läuft noch.. die Spanier haben eine Immobilienblase, warscheinlich die größte die es je gab auf diesen Planeten.. Die Kredite liegen bei den Banken und die Schuldner können nicht zahlen/vermieten/verkaufen.. gerade weil Spanien spart wird die Wirtschaft nun total abgewürgt.. das hat mit den Neu-Pass-Spaniern sicher eher wenig zu tun. Das Problem mit der Identität der Nationen verstehe ich aber, auch wenn du dich etwas komisch ausgedrückt hast, EU-Osterweiterung mit Öffnung der Grenzen und des Arbeitsmarktes hat auch nur der Globalindustrie geholfen = billige Arbeitskräfte, Einfuhr der Produkte ohne Zollgebühren.. es ging nie um das Wohl der Kerneuropäer, leider

      • Anna 1950 sagt:

        Ich denke über das Wort „Kerneuropäer“ nach.
        Nicht nur in Bezug auf den Euro, in Bezug auf die Zentralverwaltung in Brüssel, sondern auch in Bezug auf die Einwanderung, haben sich in Europa so manche Idealisten, wie Geschäftemacher, wohl geirrt.
        Jede Gesellschaftsform ist begrenzt belastbar.

        Die sinkende Geburtenrate im „Kerneuropa“ hätten kluge Volksvertreter besser akzeptiert und ihre Systeme, diesem Tatbestand, a n g e p a ß t.
        Eigentlich war die „Natur“ (oder der Bürger) schlauer, siehe jetziger Wegfall von Arbeitsplätzen.

        Mein verstorbener Vater, als Arbeiter, sagte damals schon:
        ständiges Wachstum, geht nicht! Ständige Lohnerhöhungen auch nicht!
        Er hat ein Leben lang in einem Familienbetrieb gearbeitet, war geachtet, hat ein Haus bauen können.
        Deutschland und Europa, mit seinen Menschen und Gedanken, ist mir
        fremd geworden.

  8. Klotho sagt:

    Celente hat schon 2008 vorausgesagt, das nach dem Bailout Grossbanken durch die Staaten eine Megafinanzkrise drohht, nämlich das die Staaten selbst in die Verschuldungsfalle geraten.

    Mit seiner Vorausage hat er wohl recht gehabt denn dieser Fall ist nun eingetreten, denn er hat gemeint, wenn die Staaten selbst in die Schuldenfalle geraten, wer rettet dann die Staaten. Retten die Banken die Staaten? Ich sehe da keine Intension von den Banken und Spekulanten, wer rettet die Völker von den Staaten.
    Es war ein schwerer Fehler die Großbanken zu retten mit Staatsgeldern, nämlich mit Steuergeldern. Sie hätten pleite gehen sollen, das Bankenbailout führt nun in die Schuldenkrise der Staaten. Das ist nun einer der Ursachen die zur Schuldenkrsie der EU führen und die Politker zeigen einen äußerst geringen Sachverstand um die Krise zu bewältigen, und sie weisen auch nicht auf die Ursachen der Schuldenkrise hin.
    Dann müssten sie ja Fehler in ihrer Politik zugeben, das wollen sie auch nicht zugeben.
    Das Bailout hat nur den schon Vermögenden genutzt, der Rest hat den Schaden.

    • Zeitzeuge sagt:

      Lesen Sie sich mal schlau, welche tatsächliche (machtpolitische!) Bedeutung der Bond-Markt hat und dann befassen Sie sich bitte mit der geschichtswissenschaftlichen (und damit einzig richtigen, nicht ideologisch-agitatorisch mißbrauchten!!) Bedeutung des Begriffes „Faschismus“. Vielleicht können Sie dann etwas fundierter zum Thema Stellung nehmen… – das wäre sicher auch im Sinn von Herrn Celente.

    • Maulwurfen sagt:

      Dies alles war doch von vornherein so geplant. Es ging nur um die Enteignung der Völker. Die Verantwortlichen wussten doch, das dieses Konstrukt nicht lange existieren wird. Warum hat denn jedes Land nur die politische Ausschussware nach Brüssel geschickt (abgesehen von ganz wenigen, z.B. Nigel Farage)?! Nicht, das in den nationalen Parlamenten wirklich fähigere Köpfe sitzen würden. Meiner Meinung nach war diese ganze Entwicklung absehbar und genauso gewollt. Man wird jetzt noch versuchen, die Sache so lange wie möglich am Laufen zu halten um noch weiter abzuschöpfen. Ein Plan B, für die Zeit nach der EU existiert garantiert auch schon, und wird sicherlich nicht auf das Wohl der Menschen ausgelegt sein.

  9. General-Investigation sagt:

    Der Vergleich mit der Titanic hat was, denn im Grunde hätte jeder der auf dieses Schiff geht stutzig werden müssen: Die Titanic galt als Unsinkbar und hat trotzdem so viele Rettungsboote gehabt.
    Da haben die Konstrukteure sich also selbst nicht über den Weg getraut?
    Und wollten sie nach dem sinken des unsinkbaren Schiffs nur die Versicherungssumme kassieren?

    Eine interessante Ähnlichkeit mit dem Euro und der EU.

    • bonga sagt:

      Jeder Bürger kann sich auch versichern und mitverdienen –

      Gold und Silber NUR in Barren oder Münzen – kein Papierkram

    • RothHaendle sagt:

      ….Sorry, war es nicht so, daß die Titanic zu >wenig< Rettungsboote hatte?

      Ansonsten passt aber wohl der Vergleich…

      rothHaendle

    • Zeitzeuge sagt:

      Die Anzahl der Rettungsboote war seefahrtsrechtlich so vorgeschrieben. Außerdem werden Rettungsboote nicht ausschließlich als Rettungsgfahrzeuge benutzt.

    • lesefuchs sagt:

      Etwas besser informieren! Die Titanik hatte nur die GESETZLICH VORGESCHRIEBENE Anzahl an Rettungsbooten an Bord. Hätte es diese Vorschrift nicht gegeben, wären sie garantiert ohne gefahren! Profit steht an erster Stelle. Und wenn man auch nur 100$ sparen kann, wird man das tun – egal wie viele Leben riskiert werden. Nur kappieren das die Wenigsten im Volk, die sich den Kapitalismus als alternativlos einreden lassen. Das Volk, bzw. die arbeitende Bevölkerung muss endlich kappieren wer die wirkliche Macht – die der Masse – hat!!!

    • sozialkritiker sagt:

      Die Titanic wurde uebrigens erst versichert nachdem sie mit dem Eisberg kollidierte und unterging. Die Reederei und die Versicherungsgesellschaft haben das abgesprochen. Kann man nachlesen.

  10. Buerger67 sagt:

    Zitat: „Daher will Spanien auch, dass die EU bei der bevorstehenden Bankenrettung hilft ..“

    Warum sollten wir das?
    Lasst die Banken ruhig bankrott gehen!
    Da die Banken sehr gute Gewinne kassieren (Differenz von Haben- und Sollzinsen), müssen sie auch selbst die Verantwortung für ihre Kredite übernehmen!
    So ist nun mal der Marktgrundsatz!

    Das Zins-Spiel der 1 Prozent ist aus!
    Es muss ein (zu 100 Prozent auf Edelmetalle basierendes) neues Geldsystem ohne Zinsen eingeführt werden!
    Daran geht (neben dem absoluten Schuldenerlass für JEDEN) kein Weg vorbei!

    Der gierige Zins-Kapitalismus ist gescheitert und zukünftige leistungslose Zinsen mit dem ESM wird es auch nicht geben!

    • Max Stein sagt:

      Also egal welches Geldsystem eingeführt wird, es wird sich nichts ändern.

      Warum?

      Weil der Mensch so gestrickt ist (manche sprechen auch von einem Genfehler), dass einige alles haben wollen und andere nichts kriegen sollen. Das geht dann nicht immer gut, wie man im Laufe der Geschichte sehen konnte.

      Die ganze Menschheitsgeschichte ist nach diesem Muster verlaufen und wenn man diesen Fehler nicht ausschalten kann, wird es leider auch so bleiben, Wirtschaftskrise hin, Schuldenkrise her.

      Das einzige was sich seit der Steinzeit geändert hat, sind die Methoden.
      Heute muss auch kein Kaiser, König oder Fürst mehr einen Krieg gegen seinen Nachbarn führen (jedenfalls in unseren Gefilden nicht), es reicht ein multinationales Konsortium aufzubauen und schon sind die Politiker machtlos.