Pkw-Maut: Ramsauer plant Einführung der Vignette

Eine Vignette könnte helfen, das Straßennetz in Deutschland zu erhalten. Der Bundesverkehrsminister will der Koalition jedenfalls eine Pkw-Maut vorschlagen. Die Aufregung um eine Autobahnabgabe versteht Peter Ramsauer nicht.

Der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will die Erhaltung und den Ausbau des Straßennetzes in Deutschland über eine Pkw-Maut finanzieren. Die Koalitionspartner werden bei einem Treffen in der kommenden Woche über die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur beraten.

Dafür hat der Verkehrsminister verschiedene Vorschläge ausarbeiten lassen. Einer dieser Vorschläge sieht eine Vignettenpflicht für Pkw vor. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Vignette sollen zweckgebunden für die Verbbesserung der deutschen Straßen verwendet werden. Dies sagte Ramsauer in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Widerstand gegen eine Pkw-Maut kommt von der FDP. Sie will die Finanzierung des Straßenbaus über Einsparungen neu organisieren. Der einfachste Weg wäre, das Budget für das Straßennetz zu erhöhen. Ramsauer sieht allerdings eine Pkw-Maut ebenfalls als gute Variante: „Ich verstehe die Angst vor einer Vignette nicht, denn für Millionen von deutschen Urlaubern ist sie im Ausland eine Selbstverständlichkeit“, sagte er.

Kommentare

Dieser Artikel hat 72 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar zu Gast Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. außemPott sagt:

    Ramsauer,
    Sie sollten sich erst einmal zu diesem Flughafen in Berlin äußern,
    bevor Sie mit weiteren Spinnerein,
    so als Abwechslung in der NEU CDU-Politik,
    sich ins Rampenlicht drängen – finde ich!

    Berliner Flughafen-Bau?
    Berliner S-Bahn als Projekt der D-Bahn?
    intern munkelt man bei der D-Bahn jawohl, das man in nicht allzu ferner Zukunft,
    das Niveau der Reichsbahn von 1989 wohl erreichen könnte und an dem Punkt dann angekommen geht’s gemeinsam Aufwärts,
    also auf, frisch mutig ans Werk!

    Air-Berlin ist doch in die Verantwortlichkeit von diesem großartigen Bahnsanierer Mehdorn
    wieder in die Gewinnzone zu führen, wie ich gehört habe, übertragen worden,
    von wem eigentlich?
    doch nicht etwa von einem Verkehrsminister Ramsauer, vor dessen einmaliger Grandiosität, die Medien beauftragt, durch eine gedämpfte Berichterstattung seiner Taten, die ganzen Gesellschaft, ihre Unwürdigkeit bewusst, einem Held der Arbeit/Management gegenüber,
    nicht in Ehrfurcht erstarren zu lassen!

    Die in Schampus-badenden, keine Party auslassenden,
    Ober-Inquisitoren der marktwirtschaftlichen Gesetze,
    nur dem Besten gebührt die Ehre,
    der Berliner Neu-Bourgeoisie nur aus den Aller-Gleichesten
    also den Besten der Besten der Besten – Sir!
    sollen sich ans Ende der Schlange stellen!

    Wie setzt sich den überhaupt die Projektleitung zusammen?
    und Ramsauer, wissen Sie was eine Autobahn ist?
    nein, nicht das Ding mit dem ein entGleis!
    das Neu, die dreigleisigen Unerschütterlichen von der Medienfreunde

  2. Michael sagt:

    „Ich verstehe die Angst vor einer Vignette nicht, denn für Millionen von deutschen Urlaubern ist sie im Ausland eine Selbstverständlichkeit“

    Tja, ich mache keinen Urlaub mit dem PKW in de umliegenden Ländern, für mich ist es nicht selbstverständlich und so geht es sicherlich vielen Millionen anderen Deutschen auch.

    • Pflichtwähler sagt:

      Da haben Sie absolut recht. Aber mit der Erleichterung des Wegfalls des Devisenumtausches im Urlaub auf Mallorca oder in Italien ist uns Deutschen ja auch die Einführung des Euro „schmackhaft“ gemacht worden.

    • Livia sagt:

      Man muß doch im Urlaub sich nicht den Streß antun und zwangsweise vereisen???
      Verreisen ist Luxus, aber das tägliche Leben ein Muß! Leider wird nicht nur von Arbeitnehmern – und auch dem Arbeitsamt, wer eine Arbeit mit der Begründung ablehnt, daß sie nicht im Fußlaufbereich liegt, bekommt eine Sperre – auch von normalen Käufern des täglichen Bedarfs verlangt außerhalb des Fußlaufbereichs und oft auch über die Fahrradreichweite hinaus, mobil zu sein.
      Früher gabs das Amt, den Krämer, die Werkstatt ,,, alles „um die Ecke“. Noch zur Generation unserer Urgroßeltern blieb es vielen Menschen erspart seinen Lebensraum um mehr als 20km im Umkreis verlassen zu müssen.
      Wenn eine Erfindung erst einmal gemacht ist, dient sie nicht nur den Leuten, die auf sie gewartet haben, sondern es werden in Folge auch alle anderen mehr oder weniger dazu gezwungen, sie zu benutzen! Manchmal sollte man abwägen, ob es nicht besser ist – wie im Mittelalter – einen Erfinder samt seiner Erfindung erst einmal zum Wiederruf zu zwingen und ins Verlies zu werfen. Ist es erst einmal aus Pandoras Büchse raus, kriegts keiner mehr zurück.

      Der Zwang zur Mobilität über den Fußlaufbereich hinaus muß weg, dann und nur dann kann es egal sein, weil nur dann jeder die wirkliche Freiheit hat, sich zu entscheiden.

  3. Grauber sagt:

    Zitat:
    „Ich verstehe die Angst vor einer Vignette nicht, denn für Millionen von deutschen Urlaubern ist sie im Ausland eine Selbstverständlichkeit“

    Keine Sorge, Herr Minister, die Zahl der PKW-Neuzulassungen sinkt beständig.

  4. Slyman sagt:

    Um die exponenziell wachsende Zinsschuld zu bedienen muss es logischerweise immer schneller immer neue Maßnahmen geben um Geld zu generieren. Jede Maßnahme für sich ist dabei natürlich immer „vernünftig“ und „logisch“. Aber wenn man den Verlauf beobachtet, erkennt man sehr gut wie der Hase läuft mit Abwrackprämie, Glühbirnenverbot, Zwangssanierung, LKW- und PKWmaut, CO2-Steuer, Tabaksteuer usw usw usw… Bis zum erneuten Crash unserer Zinseszinsgeldes wird es da noch ein paar Aktionen geben um dies hinauszuzögern.

  5. Alles geplant sagt:

    Herr Ramsauer, Du machst uns Stinksauer!

    Wofür werden unsere ganzen Steuern eigentlich genau zweckentfremdet?
    In welche dunklen Kassen u.Kanäle (ausser f. die Aufopferung u. Verschenkung unserer Steuergelder für ganz EU) fliessen unsere Steuergelder denn jetzt nun genau?
    Immerhin liegt der Plan für eine KFZ Maut schon lange in der Schublade u. die technische Ausrüstung ist auch längst vorhanden u. installiert?!?!!
    Immerhin bezahlen wir KFZ-Steuern u. nicht Deutschland Rettet Europa u. die Welt -Steuern oder Deutschland finanziert ausländische Kriegsgeschehen/-Material -Steuern.
    Abozocke und Sauerei ist das! Wie immmer!

  6. Rico Coracao sagt:

    Rausholen aus dem Bürger..was geht! Das ist die Devise, heute trommelten die Mainstreammedien wieder wie teuer doch die Energiewende ist (aber der Bürger wollte es ja..blah blah) Wenn die Mainstreamer das Thema pushen, dann gab es die Anweisung von den Politiker: Bereitet den Bürger nun vor, wir legen bald kräftig nach.. hier ist noch was zu holen, es wird alles abgegriffen und wer aufmuckt, den erwartet bald dieses hier… ZDF: http://www.youtube.com/watch?v=259Ns3ZwDVk (davon fahren schon mindestens 6 Stück im Irak rum)

  7. APO-Warner sagt:

    wenn die Vignegrette kommt, dann steht es ganz schlecht um uns.
    Denn wer von den Altparteien traut sich schon von ausländischen Mitbürgen (wie umgekehrt auch) anteilige Kostenerstattung zu begehren. Das widerspricht doch völlig der deutschen Inländer-Plünderungspolitik!
    Nun aber rasch eine Alternative:
    wie wär´s für die Solar-Geförderten mit einer Sonnenstrahlen-Steuer und diese aber Einfallswinkel-gestaffelt samt Tagesdauer-Indexierung und Sonnenfinsternis-Erschwernis-Pauschale und Schalttag-Ergänzungsabgabe für die Bundesstraßen-netzagentur?
    Mensch Ramsauer, hau rein ! Laß Starlight Express ganz alt aussehen!

  8. Observer sagt:

    Ach nein, „versteht“ der Gute nicht! Kann ihm da mal jemand nachhelfen?

  9. annadomini sagt:

    Es hieß vor Jahren – leider vergisst die Masse – entweder Benzin-Steuern rauf, ODER Maut. Boahaha, wäre hätte das geahnt.

  10. Alfons sagt:

    Letztes mal war es noch die LKW-Maut, die die Straßen sanieren sollte.
    Scheint alles nichts zu bringen.
    Wie wäre es mit einer Steuer auf Atmen und furzen? (ist sicher bereits in der Pipeline).

    • Rico Coracao sagt:

      auf Atmen gibts schon eine „Steuer“ >> CO2-Abgabe und Emissionshandel

    • A-Bahnen sagt:

      Aber sicher wurden die Straßen damit saniert. Nur nicht in Deutschland…

    • klimperkasten sagt:

      @Alfons
      Haben wir doch schon: CO2-Steuer 😉

    • HansWurst sagt:

      Es geht hierbei ja auch nicht um die finanzierung neuer Verkehrsprojekte…… Es fehlen dem verkehrminister schlicht und einfach 500mill Euro Jährlich um bestehende „löcher“ in seinem Budget zu stopfen.

      Einer muss schließlich die Zeche zahlen für den (aus meiner sicht irrwitzigen) Ausbau des Schienennetzen, welcher weder den Strassenverkehr reduziert noch jemals rentabel waren.

    • Sarah sagt:

      Sie haben die Rede und Gesprächsteuer vergessen.