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Adenauer-Enkel: Politik verrät Gründungs-Idee Europas

Der Enkel von Konrad Adenauer, Stephan Werhahn, wechselt von der CDU zu den freien Wählern. Er fordert von der Politik, dass sie das Schulden-Machen beendet und statt dessen ein politisch geeintes Europa schafft.

Stephan Werhahn, der Enkel von Konrad Adenauer, empfindet die CDU nicht mehr als seine Heimat. Bei der Bekanntgabe seines Wechsels zu den Freien Wählern sagte Werhahn, dass er sich als wertkonservativ und liberal verstehe. Das traditionelle Partein-Spektrum verrate die Gründungsidee Europas, wie sie Adenauer, Schumann und de Gaspari vorgeschwebt habe. Der ESM sei unzulässig, weil er zu einer zwangsweisen Vergemeinschaftung der Schulden führe. Deutschland und seine Politiker müssten dafür sorgen, dass Europa wieder demokratischer werde. Daher fordere er auch eine europäische Regierung.

Kommentare

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  1. Kommentator sagt:

    Ein Unionsregierung wird nicht funktionieren, weil es kein Unionsvolk gibt. Wir haben zu viele kulturelle Unterschiede in den Völkern Europas. Ein Grieche denkt nun mal nicht wie ein Deutscher. Noch nicht einmal ein Franzose denk wie ein Deutscher. Wie soll so eine Wahl zur euopäischen Regierung denn aussehen. Wir schaffen es ja nicht mal in Deutschland die unfähigen Parteien und Politiker loszuwerden, geschweige denn auf europäischer Ebene. Welcher deutsche Bürger oder welche deutsche Bürgerin würde denn z.B. einen Griechen, Italiener, Spanier,…- egal ob männlich oder weiblich – zum europäischen Regierungschef wählen. Würde er nicht in erster Linie eine oder einen Deutschen wählen?

    Diese Politische Union die jetzt vielfach gefordert wird und die das Allheilmittel sein soll kann niemals funktionieren, das sollten wir alle aus der Geschichte gelernt haben. Sie kann nur funktionieren, wenn wir alle unsere Wertmaßstäbe änderen würden und vom Haben zum Sein übergingen. Das sehe ich momentan aber nicht, deshalb wäre es besser eine Union, gleichberechtiger, demokratischer Staaten mit unterschiedlichen Währungen zu haben und nur da einen Einheitswährung einzuführen, wo eine wirtschalftliche und soziale Konvergenz zwischen den Staaten besteht und die kulturellen Unterschiede nicht zu groß sind. Vielleicht sind wir alle mal soweit, dass wir es gemeinsam schaffen, aber bestimmt nicht durch die derzeitige Konstellation. Das führt in eine „kommunistische Diktatur“.

  2. G.Storch sagt:

    Ein Hoffnungsschimmer tut sich auf bei dieser Mitteilung und diesem Video – hoffentlich werden solche Initiativen noch Fuß fassen können vor der Wahl!
    G.Storch

  3. Mitteldeutscher sagt:

    Als im 19.Jh. die Banker die Konsequenzen ihrer Politik (Finanzkrise 1870/1871) sahen, daß die Arbeiter immer unzufriedener wurden, gründeten diese über die Strohpuppen Ferdinand Lassalle und Karl Marx die Sozialdemokratische Partei und die Kommunistische Partei und kanalisierten so die Arbeiterbewegung gegen die „Schlotbarone“ und „Krautjunker“, nie aber gegen das KAPITAL der Banken.
    Und jetzt ist abzusehen, daß sich die „Blockparteien“ abgenutzt haben, also gründet man schnell nach den bewährten Muster Auffangbecken für die Wachen und Unzufriedenen, um deren Energie wieder zu kanalisieren. Schön kann man das aktuell bei den PIRATEN beobachten, wo nach und nach die Gründungsmitglieder die Partei verlassen (worden sind) und neue Leute die Leitung übernehmen, die natürlich den Kurs der Partei in die vom Kapital gewünschte Richtung bestimmen werden.

  4. Mitteldeutscher sagt:

    Alle Politiker sind Lügner, sonst wären sie keine Politiker geworden. Legalisierte Betrüger!

  5. Graf Koks sagt:

    Wer wie Stephan Werhahn eine europäische Regierung und damit einen von Brüssel gelenkten europäischen Zentralstaat fordert, der ist weder „wertkonservativ“ noch „.liberal“. Ein solches Gebilde hat auch nichts mit der „Gründungsidee Europas“ zu tun, die auf dem Erhalt der Nationalstaaten basierte und nicht auf deren Überwindung.

    Die Äußerungen Werhahns, den sich der FW-Parteivorsitzenden Aiwanger sogar als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl vorstellen kann, zeigen, dass auch die Freien Wähler keine vernünftige Alternative zu den etablierten Parteien sind. Wahrscheinlich dient der Übertritt Werhahns von der CDU zu den FW nur dem Zweck, die FW europapolitisch auf das richtige Gleis zu setzen und so zu verhindern, dass die Partei einen Anti-Euro-Kurs fährt.

  6. Euro Diktatur sagt:

    Die Soziale Marktwirtschaft hat nachweislich sehr gut funktioniert; man hat uns aber den Neoliberalismus aufgesetzt, natürlich ohne Befragung und gegen die Wille der Westdeutschen, .
    Kein Wunder, dass die Stimmen gegen diese menschenverachtende, verräterische Politik lauter werden.
    Fraglich ist ob die EUro Regierungen noch in der Mitte sind- für mich sind diese Politiker Populisten, ja sogar Extremisten, die Europa wirtschaftlich und politisch ruiniert haben und die reden immer noch von Frieden und Wohlstand.

    Die Partei der Freien Wählern wähle ich!

    • Vanessa_ sagt:

      Wer für eine europäische Regierung plädiert, ist meines Erachtens genau so wenig wählbar wie jemand, der den ESM installieren will. Es läuft letztlich auf das Gleiche hinaus: Machtkonzentration der „Eliten“ zu deren Vorteil und zum Nachteil der europäischen Völker. Diese Regierung könnte jederzeit sowas wie den ESM installieren oder sinnbefreite Gesetze erlassen, ohne jemanden danach befragen zu müssen.

  7. Toni Lechner sagt:

    Man sollte die künftigen Staatsschulden nicht nur numerisch abbilden,
    sonden hinter jeden Haushaltstitel auch die Namen der Politiker schreiben,
    die das Gesetz, den Haushaltsbeschluss und alle erforderlichen Entscheidungen getroffen haben.

    Damit man bezüglich der Politik auch endlich eine Wirksamkeitsanalyse durchführen kann und endlich weiß welche Konsequenzen das Handeln welcher Politiker hat.

    Im Grunde will der Wähler keinen Politiker wählen sondern die inhaltlich korrekte Politische Maßnahme. Genau an diesem Punkt krankt unsere Personendemokratie.

  8. Andreas Brandt sagt:

    Die Demokratie in Europa ist auf dem absteigenden Ast. Die Poltiker trauen den dummen und unmündigen Bürgern keine wichtigen Entscheidungen zu, sondern erschaffen ein Demokratiemonster, dass uns nun zukünftig von Brüssel aus regieren soll. Deshalb mehr Demokratie ja, aber Rückkehr zu einem Europa eigenständiger Staaten mit einem ständigen Raat.

  9. Tacheles sagt:

    Eine europäische Regierung, in der Deutschland genauso wie im EZB Rat nichts zu sagen hat.
    Der Club Med wird wieder die Mehrheit haben und sich schön bei uns bedienen können.
    Und wenn jemand was dagegen hat, werden dann wieder Geheimdienste aktiv??

  10. Hans sagt:

    >>Politik verrät Gründungs – Idee Europas<>Daher fordere er auch eine europäische Regierung<<
    Also doch schon ein sehr lang gehegter Traum.
    Was haben all die Politiker bekommen, daß die dieses Sch… verzapfen.
    Der große Börsenguru "Mr. Dax", erst der Aufklärer in sachen "Geld" (auf einmal wissen's alle ) und dann so nach und nach immer mehr von einem Vereinten Europa labern. Ich hab das Gefühl das wir immer mehr darauf getrimmt werden sollen, daß dies die einziegste Lösung wäre, aber bewahre uns der Heiland, denn dann werden wir die nächste Stufe der "indirekten Versklavung" erklimmen und einige werden weinen!!!