Kein Griechen-Bonus: Zinsen für Staatsanleihen steigen rasant

Das Ergebnis der Wahlen in Griechenland bringt keine Beruhigung in der Eurokrise: Das Vertrauen ist nicht auf den Markt für Staatsanleihen zurückgekehrt. Die Zinsen für spanische Staatsanleihen sind auf 7,12 Prozent gestiegen.

Die Zinsen für spanische Staatsanleihen haben den Rekord für Anleihenzinsen in der Eurozone gebrochen. Für Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren muss Spanien nun 7,12 Prozent Zinsen bieten. Auch die Zinsen für zwei- und fünfjährige Anleihen sind deutlich gestiegen und liegen jetzt bei 5,23 und 6,5 Prozent.

Die Zinsen italienischer Staatsanleihen steigen ebenfalls weiter: Für zehnjährige Anleihen muss Italien 6,06 Prozent, für zwei- und fünfjährige Anleihen 4,58 und 5,69 Prozent zahlen.

Selbst die Zinsen deutscher Staatsanleihen sind aktuell wieder leicht gestiegen: Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren werden mit Zinsen von 1,45 Prozent gehandelt.

Kommentare

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  1. Johannes Eber sagt:

    @ Papp Nase

    Ich wünsche den Unterzeichnern des „offenen Briefs“ viel Erfolg.

  2. Johannes Eber sagt:

    Spanien „new doubtful loans record with 152.740 Milliarden Euro“ unter http://www.querschuesse.de
    Das ist sicher nur die Spitze des Eisbergs. Griechenland ist für die Märkte abgehakt.
    Jetzt werden die größeren „Happen“ verschlungen einschließlich Deutschland. Ich kann warten.

  3. niedermann, willi sagt:

    ich verstehe die Aussage: kein Zinsbonus…“ nicht?

    wer hat denn da an ein Märchen geglaubt?

    so wie die Wahl in GR jetzt augegangen wurde, bleibt doch alles beim alten, es kann fleißig weitergezockt werden, denn GR ist nicht links, die Gefahr des Austritts aus dem € und des damit verbundenen Ende des €-Falls ($-Anstiegs) und dem daraus sich ergebenden Ende der Zockerei, ist passe´, so sollte es doch ausgehen nach dem Willen des Kapitals und dank fleißiger Wahlhelfer. Allerdings stinkt der Wahlausgang gewaltig, dabei war von Anfang an klar, es ist egal wie GR wählt, wichtig ist wie GR zählt – und da haben die Kapitalisten wohl den Zählmodus vorgegeben.

  4. meiergaggi sagt:

    Mir hat mal so ne Drecksbank einen Kredit gegeben. Da war ich jung und blöde. Diese Lumpen haben dafür mehr als 18 Prozent berechnet!
    Und da jammert Spanien bei 7 % ?
    Damals hat sich auch keiner Sorgen gemacht, wie ich der Verbrecherbank die Horrorzinsen zahlen soll!

  5. gismorundsusi sagt:

    Wir gehören auch dazu !!!
    Zitat des Tages
    „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann groß genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“
    Napoleon

  6. dogbert sagt:

    Wirtschaftliche Realität vs. Politik: 10 : 0

    Was kommt als nächstes, wieder „doppelt oder nichts“? OK, nur zu, vielleicht geht es ja diesmal anders aus…

  7. Medienkritiker sagt:

    Der alte Medientrick: Eine durch nichts abgesicherte Behauptung aufstellen um sie dann zu widerlegen.

    Welch ein Träumer hat denn angenommen, daß sich durch die Wahl in GR irgendetwas an der Situation dort ändert?
    Ein Krebskranker wird auch nicht dadurch spontan geheilt, nur weil eine neue Krankenschwester ihren Dienst tut.

  8. kienzler stefan sagt:

    Bonus ist gut ! Wer die meiste Kohle rausgehauen hat, bekommt über Payback, dann wieder das meiste Geld zurück. Nur stetes Wachstum führt zum Glück (Gau) ! Nur die Zeche zahlen dann in unserem Euro-System leider nicht die Verursacher.

  9. Papp Nase sagt:

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin
    Juni 14, 2012

    Wir veröffentlichen folgend eine von 40 Personen des öffentlichen Lebens unterzeichnete Anfrage an die Bundeskanzlerin zur Rettungspolitik im Zusammenhang mit der Eurokrise. Die Unterzeichneten stehen teilweise für Organisationen mit mehreren Tausend Unterstützern und Mitgliedern. Auch das Aktionsbündnis Direkte Demokratie hat sich dieser Anfrage angeschlossen. Am kommenden Montag, den 18. Juni 2012, findet eine Pressekonferenz zu dieser Thematik ab 11 Uhr im Tagungszentrum im Haus der Bundeskonferenz, Raum 107, Schiffbauerdamm 40/Ecke Reinhardstr. 55, in Berlin statt.
    ___________________________________________________________________

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

    wir, die unterzeichnenden Organisationen und Personen, sprechen für viele Tausende Bürger, darunter führende Vertreter aus der Wirtschaft und den Wirtschaftswissenschaften. Wir wenden uns an Sie in der tiefen Sorge, dass Sie mit der Unterzeichnung des Europäischen Stabilisierungsmechanismus (ESM) einen noch größeren Fehler begehen, als es die unbedachten Rettungsaktionen für Griechenland waren, die Deutschland demnächst milliardenschwere Verluste zufügen werden.

    Frau Bundeskanzlerin, halten Sie ein!

    Das deutsche Volk hat Anspruch darauf, umfassend über mögliche Alternativen zum ESM und die Beweggründe Ihrer Politik informiert zu werden. Bedauerlicherweise hat keine Fraktion im Deutschen Bundestag dieses Recht eingefordert. Wir richten deshalb an Sie die folgende

    Außerparlamentarische Große Anfrage

    und fordern Sie auf, die Beschlussfassung über den ESM zu verschieben, bis die Bevölkerung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages ausführliche Antworten auf die folgenden Fragen erhalten haben. Die Verschiebung der Abstimmung über den ESM ist unbedenklich, da der temporäre Rettungsschirm EFSF bis zu seinem Auslaufen die Aufgaben des ESM erfüllen kann:

    1. Wie hoch wären die finanziellen Verluste der Bundesrepublik Deutschland aus den Rettungspaketen Griechenland I und Griechenland II, falls Griechenland am 1. Juli 2012 seine Insolvenz mit einem Schuldenschnitt von 50% oder möglicherweise sogar 80% für alle Gläubiger erklärte?

    2. Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Target-Verbindlichkeiten finanzschwacher Euro-Länder gegenüber der Deutschen Bundesbank? Rechnen Sie damit, dass diese, ursprünglich im Sinne eines Kontokorrents gedachte, inzwischen aber rasant und zusätzlich zu allen Rettungsschirmen auf 700 Mrd. Euro angewachsene Kreditlinie jemals zurückgeführt wird?

    3. Welche wissenschaftlichen Studien haben nachweisen können, dass die Bundesrepublik Deutschland durch die Europäische Währungsunion eine günstigere wirtschaftliche Entwicklung genommen hat als dies ohne sie der Fall gewesen wäre? Falls es derartige Studien gibt, haben diese die Kosten aus den Euro-Rettungsaktionen mitberücksichtigt?

    4. Welche Studien existieren, die Vor- und Nachteile einer Rückkehr der Bundesrepublik Deutschland zur Deutschen Mark (Vorschlag Professoren Starbatty/Schatzschneider) abschätzen? Wie verhalten sich diese Vor- und Nachteile zu den zu erwartenden Ausfallrisiken und Belastungen aus den europäischen Rettungsschirmen?

    5. Welche Studien existieren, die Vor- und Nachteile einer Schaffung eines „Nordeuros“ (Vorschlag Professor Henkel und Prof. Meyer) abschätzen? Wie verhalten sich diese Vor- und Nachteile zu den zu erwartenden Ausfallrisiken aus den europäischen Rettungsschirmen?

    6. Welche Studien existieren, die Vor- und Nachteile der Einführung von Parallelwährungssystemen in Ländern mit dauerhaft hohen Leistungsbilanzdefiziten (Vorschlag Professoren Lucke und Neumann) bzw. als Übergangslösung eines Austritts aus dem Euroraum (Vorschlag Blankart und Schachtschneider) abschätzen? Wie verhalten sich diese Vor- und Nachteile zu den zu erwartenden Ausfallrisiken aus den europäischen Rettungsschirmen?

    7. Welche Studien existieren, die Vor- und Nachteile einer strikten finanzpolitischen Eigenverantwortlichkeit der Mitgliedstaaten (keine Politik des Bail-out) verbunden mit einer Rekapitalisierung des europäischen Finanzsystems (Vorschlag Professoren Hau und Lucke) abschätzen? Wie verhalten sich diese Vor- und Nachteile zu den zu erwartenden Ausfallrisiken aus den europäischen Rettungsschirmen? Inwiefern haben die Bedingungen der Weltfinanzkrise 2007/8 die Situation in Europa so verändert, dass die im Maastrichter Vertrag vereinbarten Regeln nicht mehr gelten sollen?

    8. In den lateinamerikanischen Schuldenkrisen haben konditionierte Hilfskredite, wie sie in EFSF und ESM vorgesehen sind, die Krise nicht lösen können. Weshalb sind Sie davon überzeigt, dass diese im europäischen Rahmen erfolgreicher sein können?

    9. Im ESM ist weder ein Umschuldungsmechanismus noch eine Insolvenzordnung für Staaten vorgesehen, obwohl Sie selbst dies früher gefordert haben. Wie wollen Sie Staaten disziplinieren, die die mit den Hilfskrediten verknüpften Auflagen nicht erfüllen? Warum ist kein Austrittsrecht aus dem Euroraum vorgesehen?

    10. Europa ist nicht gescheitert, als die Europäische Verteidigungsgemeinschaft scheiterte. Europa ist nicht gescheitert, als die Europäische Währungsschlange scheiterte. Europa ist nicht gescheitert, als das Europäische Währungssystem scheiterte. Europa ist nicht gescheitert, als die Europäische Verfassung scheiterte. Weshalb scheitert Europa, wenn das Eurosystem in seiner jetzigen geografischen Zusammensetzung keinen Bestand mehr hat?

    Frau Bundeskanzlerin, bitte begründen Sie den deutschen Bürgerinnen und Bürgern gegenüber, warum Sie Ihre Politik für alternativlos halten. Wir sehen viele ernstzunehmende Alternativen, die Sie nie eines Wortes gewürdigt haben. In einer Demokratie hat die Bevölkerung das Recht, umfassend und rechtzeitig über die Politik der Regierung und mögliche Alternativen informiert zu werden.

    Unterzeichner:
    Hubert Aiwanger, für die FREIEN WÄHLER
    Prof. Dr. Ronald G. Asch, Universität Freiburg
    Prof. Dr. Charles B. Blankart, Humboldt-Universität Berlin
    Prof. Dr. Matthias Erley, TH Clausthal-Zellerfeld
    Prof. Dr. Carola Groppe, Universität Hamburg
    Prof. Dr. Volker Grossmann, University of Fribourg
    Prof. Dr. Andrea Gubitz, Fachhochschule Frankfurt
    Prof. Dr. Dr h.c..mult Gernot Gutmann, Universität zu Köln
    Oliver Janich, München, für die Partei der Vernunft
    Prof. Dr. Gerd Hansen, Universität Kiel
    Prof. Hans-Olaf Henkel, Universität Mannheim
    Dr. Johannes Hüdepohl, Ahrweiler, Bündnis Bürgerwille
    Prof. Dr. Jörg Guido Hülsmann, Universität Angers
    Dr. Marc Kemmler, Kemmler Unternehmensgruppe, Tübingen
    Prof. Dr. Jörn Kruse, Universität Hamburg
    Dipl. Ing. Heiko Kusserow, Zülpich, CDU Kommunalpolitik
    Prof. Uwe Jens, Voerde
    Prof. Dr. Peter von der Lippe, Universität Essen-Duisburg
    Prof. Dr. Bernd Lucke, Universität Hamburg, für Bündnis Bürgerwille
    Prof. Dr. Helga Luckenbach, Universität Gießen
    Dagmar Metzger, Darmstadt
    Prof. Dr. Dirk Meyer, Universität der Bundeswehr Hamburg
    Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender, Universität Bayreuth
    Prof. Dr. Wilhelm Pfähler, Universität Hamburg
    Prof. Dr. Carsten Herrmann-Pillath, Frankfurt School of Finance and Management
    Hansjörg Schrade, Stuttgart, für das Aktionsbündnis Direkte Demokratie e.V.
    Horst Schröder, Landesrechnungshofpräsident a.D., Königswinter
    Prof. Dr. med. Wolfgang Seeger, Linden
    Dr. Bernhard Seitz, für das Aktionsbündnis Direkte Demokratie e.V.
    Thomas Stein, Kiedrich, für die Mach Mit Partei
    Beatrix von Storch, für Zivile Koaliton e.V.
    Prof. Dr. Ulrich van Suntum, Universität Münster, Bündnis Bürgerwille
    Arno Ulrichs, FREIE WÄHLER LV Niedersachsen
    Prof. Dr. Friedrich Vogelbusch, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Dresden
    Stephan Werhahn Ph.D.M.Sc, München
    Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker, Universität zu Köln
    Prof. Dr. Manfred Willms, Universität Kiel
    Dr. Manfred Wittenstein, Wittenstein AG, Igersheim
    Jeanette Wolzenburg, Juristin
    Holger Wolzenburg, Staatsanwalt

    • Schmierlappen sagt:

      Ganz schön viel Dr und Prof nich war.

      • guantanamera sagt:

        Titel sind mir sch…egal. Mir gefällt, dass sie nicht aufgeben, obwohl sie wissen müssten, dass der ESM beschlossene Sache ist.

        • Aussteiger sagt:

          Bedenklicher als den ESM an sich finde ich, das es offensichtlich viele bundestagsabgeordnete nicht für nötig halten sich das vertragswerk richtig durchzulesen.

          Am bedenklisten ist der fraktionszwang

      • Egon sagt:

        Ich denke das beeindruckt die Elite in keinster Weise. Die ziehen ihren
        Plan durch! Und alles läuft nach Plan. Sonst hätten die in G. schon längst Reformen eingeleitet, und nicht die armen geschröpft und die reichen gerettet!

      • KClemens sagt:

        Das wird Frau Dr. Merkel nicht beeindrucken. Schließlich hat sie ja keine wissenschaftlichen Kritiker bestellt………

    • Sophokles sagt:

      Die Frau „Bundeskanzler“ hat die strikte Order, die Pläne der „Elite“ zur Schaffung der NWO zu realisieren und dazu gehört auch alle Staaten der EU in den Bankrott zu fuehren. Sie ist auf dem besten Weg!

    • Egon sagt:

      Man sollte sich lieber die Frage stellen: Wieso heißt die Politsendung im ZDF “ Neues aus der Anstalt “ na dämmert´s?

      Man sollte lieber Kabarettisten statt Journalisten(Mainstream) ernst nehmen, dann hat man auch den besseren Einblick in unsere hier gelebte Politik ! Und statt einem Brief sollte man vielleicht eher den Onkel Dr. schicken?

  10. RicoCoracao sagt:

    Rettungsschirm : Geheimgremium vom Bundestag gewählt?
    Im Oktober 2011 erteilte das Bundesverfassungsgericht den Machtgelüsten einiger Weniger eine Absage und stellte fest, dass die Steuergelder nicht hinter verschlossener Tür in geheimer Sitzung verschleudert werden dürfen.

    Der Geheimausschuss, genannt “Sondergremiums” wurde offensichtlich gewählt, entgegen der Zulässigkeit!
    http://iknews.de/2012/06/18/rettungsschirm-geheimgremium-vom-bundestag-gewahlt/

    • Vanessa_ sagt:

      Irgendwie kann das alles nicht angehen, oder? Da fehlen einem doch prompt weitere Worte.

      • KClemens sagt:

        Wenn ich das recht in Erinnerung habe, ging es bei dem Urteil des BVerfGs um die Anzahl der Mitglieder in diesem „Geheimgremium“. Es sollten wohl 9 Personen sein, Mitglieder aus allen Parteien im Bundestag.

        Allerdings hat man dann lange nichts mehr davon gehört. Bis jetzt. Ich hatte also Recht mit meiner „Sommermärchentheorie“. Kaum rollte der Ball, geht es ans Eingemachte.

        Ich hoffe, diese Meldung wird möglichst weit verbreitet und ich denke mal, das BVerfG wird sich mit dieser Causa bald wieder befassen.