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Juncker-Nachfolge: Frankreich schickt Moscovici gegen Schäuble ins Rennen

Francois Hollande geht erneut auf Konfrontationskurs mit der deutschen Regierung. Finanzminister Schäuble bekommt nun Konkurrenz von dem französischen Finanzminister Moscovici im Rennen um den Posten des Eurogruppenchefs. Sollte der Vorschlag nicht akzeptiert werden, will Frankreich den ESM-Chef stellen.

Schon seit ein paar Monaten wird Finanzminister Wolfgang Schäuble als möglicher Nachfolger für Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker gehandelt, doch nun kommt Leben in die Diskussion um den zukünftigen Vorsitzenden der Gruppe der Euro-Finanzminister. Der französische Präsident Francois Hollande aber setzt seinen Konfrontationskurs mit der Bundesregierung jetzt auch auf dieser Ebene fort.

Um einen neuen Chef, der am Sparkurs festhalten wird, zu verhindern, schickt der französische Präsident Medienberichten zufolge den französischen Finanzminister Pierre Moscovici ins Rennen. Sollte ein Deutscher den Posten des Eurogruppen-Chefs erhalten, würde ein Franzose Chef des neuen ESM werden und umgekehrt. Für den ESM würde Deutschland gerne den Chef des EFSF, Klaus Regling, nominieren. Es könnte jedoch in der Tat schwierig werden, wenn beide europäischen Schlüsselpositionen von Deutschen besetzt würden.

An der Haltung von Minister Schäuble habe sich nichts geändert, sagte am Mittwoch eine Ministeriumssprecherin in Berlin über Wolfgang Schäubles Kandidatur. Beim Treffen in Rom mit Angela Merkel, Mario Monti und Mariano Rajoy wird das sicher neben Griechenland, der erwägten Bankenunion und den Risiken in Spanien sowie Italien für einige Diskussionen sorgen.

Kommentare

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  1. Nixblicker sagt:

    … und Merkel wird sich – wieder – von unseren „besten“ Freunden völligst ins Bockshorn jagen lassen, wenn die Grande Nation ihr großzügigg den – witzlosen – Posten des Gruppenchefs überläßt, aber dafür clever den mächtigsten in der ganzen EURO-Zone kassiert, eben den des ESM-Chefs! Mein Gott … was für eine einfältige politische Führung hat unser Land …

  2. Fenrir sagt:

    Ein ehemaliger Trotzkist an der spitze der EU. Noch Fragen?

  3. jay twelve sagt:

    Die einzige Qualifikation die ein Kandidat für diese Posten vorweisen muss, ist die Kenntnis und der Umgang mit den Nullen.
    Bei 2 Nullen, die sich um diese Posten bemühen, wissen wir wie sich die „Institution“ tituliert, um die es sich hier handelt.

    Die „Institution“ selbst ist als eine geschlossene Anstalt konzipiert, wo die Insassen zwar gut gefüttert und pompös umgarnen sind und doch eine seltsamer Art von Gefangenschaft auskosten dürfen. Sie gipfeln sich zu oft mit leeren Formeln bis zum Besinnung. An sonst lebt man dort ziemlich antimenschlich ungeniert.

    Bei den Insassen handle es sich um die notorische Nullen-Narren, eine zwanghafte Geisteskrankheit, die zu verheerender Verarmung der Völker führt.

    Der deutsche Kandidat, ein Winkeladvokat, bekannt auch als der Pate-100.000 DM, der Treuhändler der verschwundenen DDR Milliarden, derzeit agil als Insolvenzverwalter der bankrotte BRD-Finanzagentur GmbH, Auktionator bei der Versteigerung des Volksvermögen des Vasallen Landes-BRD-GmbH, hat, was die Verschwendungssucht anbelangt, wesentlich größere „Erfahrungen“ als der viva la Franse Kandidat.

    Wetten das, dass der Franzose es doch schafft?

    • Elli Pirelli sagt:

      Hallo jay 12
      Schauen Sie doch mal ins BGB unter „Pflichten eines Geschäftsführers“
      §§ 677, 678
      Da ist mindestens ein Angriffspunkt der es in sich hat – für kluge Leute!
      Die „BRD“ ist kein Staat und war nie einer; seit dem 23.09.1990 gibts nur noch eine Firma, deren GF die sog. Kanzleuse ist! 😉

      • jay twelve sagt:

        Elli, ich weiß es seit 1968, als ich in Sydney die Kopien der Geheimverträge der 4 Siegermächte gelesen habe. Die BRD war nicht mal eine ordentliche GmbH, viel mehr ein Provisorium auf Zeit bis zum Vereinigung mit der DDR. Dann hat die „Treuhand“ die DDR Devisen Milliarden samt Gold verschwinden lassen. Von da an gab es für die Polit-Mafia kein Grund mehr eine ordentlich Verfassung zu Stande zu bringen. Ab 1990 gibt es die BRD-Finanzagentur GmbH in Frankfurt, die alle „Staatsämter“ finanziert und daher zum Schein als „Geschäftsführer“ der quasi BRD-GmbH fungiert.

  4. fan sagt:

    Die Stimmen-Verteilung für Deutschland in der EU ist nun mal so, dass Deutschland zum Hampelmann gemacht werden kann.

    Zypern, Malta und noch ein kleines Zwergerlein haben zusammen 3 Stimmen, Deutschland hat auch 3 Stimmen – und wie werden andere EU-Länder oder besser die Geld-hungrigen EU-Länder ihre Stimmen einsetzen..?

    Ich lasse mich ja gern belehren, aber so kommt mir Deutschland wie ein kleines Wichtel-Männchen vor, auf das man sich einschießen kann..!

  5. Fenrir sagt:

    Ein ehemaliger Trotzkist soll also Eurogruppenchef werden!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Moscovici
    Noch Fragen?

  6. Werner sagt:

    Ich weiß nicht, wieso mich der Rompuy immer an den König Grünerich aus „Micky und der Zauberschuh“ erinnert…

  7. Wutbürger sagt:

    Hollande will natürlich jetzt alle wichtigen Schaltstellen in der EU mit seinen Leuten besetzen, damit niemand der sozialistischen Ausplunderung vor allem von D mehr Widerstand leistet. Wieder mal ist es Paris, das die deutsch-französischen Beziehungen ruiniert!

  8. Egal sagt:

    Wo liegt der Unterschied – ob Moskovici die deutsche Bevölkerung enteignet oder Schäuble spielt keine Rolle?

    • Euro_Doom sagt:

      Im Prinzip schon. Aber man lässt sich vielleicht doch mit etwas mehr Behagen vom eignen Mann berauben. :o)

  9. Geduldloser sagt:

    Die Frage sollte diskutiert werden, wie weit Schäuble aufgrund seiner Erkrankung noch von Nutzen für das Land ist. Zudem wird er im September 70 Jahre alt.

    Also, warum sollte sich Berlin noch groß für Schäuble einsetzen, der ja m.E. eh nur eine Notlösung ist. Also sollte man schauen, daß man diesen Regling durchbringt. Sonst scheint man ja niemanden mehr zu haben.

    Alles in allem hat es den Eindruck, daß sich der Franzose auf seine Rolle als Präsident gut vorbereitet hat, zumindst scheint sein Stab geschwinder zu agieren als Berlin.

    Die Merkel zeigt wieder einmal, daß sie von Strategie im europäischen Geflecht nichts versteht. Immer und immer läßt sie sich von den Franzosen hinausdrängen.
    Diese Person hat es einfach nicht drauf und gehört zu den meist überschätzten Personen in diesem Land. Die lernt es einfach nicht mehr, sich die Schlüsselpositionen zu sichern und sei es mit dem Hinweis auf den finanziellen Beitrag Deutschlands zur EU. Immer und immer merkt man ihr ihre Sozialisierung als Tochter eines Popen an.

    Hört man eigentlich irgend etwas davon, daß Berlin endlich einmal damit beginnt, an dem Umstand zu arbeiten, daß Deutschland Nettozahler in der EU ist? Auch das muß nicht sein.

    Na ja, die Alte setzt eben andere Prioritäten. Als gelernte Propagandistin weiß sie, wie man den Applaus des Pöbels in diesem Land bekommt: Sie fliegt zum EM-Spiel gegen die Griechen. Was dieses Weib dort zu suchen hat, wird man sie in der moralisch verelendeten Medienlandschaft nicht fragen. Daß hier wieder Hunderttausende Steuergelder verbraten werden, juckt niemanden. Die soll sich das Spiel auf ihrem Privatfernseher angucken, dann würde sie mitbekommen, wie das Staatsfernesehen die Zuschauer für blöd hält: Vor dem Spiel wird endlos gequatscht. Während des Spiels wird endlos gequatscht, weil der Kommentator nicht kapiert, daß er fürs Fernsehen (sprich die Leute sehen was geschieht) arbeitet und nicht für eine Radioübertragung. Und nach dem Spiel wird wieder gequasselt, daß einem die Ohren bluten.

    • Mitleser sagt:

      >>Die Merkel zeigt wieder einmal, daß sie von Strategie im europäischen Geflecht nichts versteht.

      _______________________

      Oh doch. Das Andocken an das neu zu schaffende sozialistische Europa erfolgt im alten devoten DDR-Stil!

  10. Zwingmann sagt:

    Kaum ein paar Tage im Amt , ausgestattet mit einer Machtfülle, von der selbst ein
    US-Präsident nur träumen kann, wird Hollande größenwahnsinnig.
    Dabei wissen einige Ökonomen schon, dass Frankreich kurz davorsteht, von den
    Ratingagenturen auf fast Ramschniveau abgestuft zu werden.
    Er will letztlich mit seinem widerlichen Pokerspiel nur, dass ein Franzose Chef des
    ESM wird, der dann -ausgestattet mit absoluter Immunität un Straffreiheit- Deutschland auch noch den letzten Cent aus der Tasche holen soll.
    Seine dummdreiste Art soll natürlich davon ablenken, dass er zu Hause Dallas und
    Denver pur hat.
    Seine aktuelle Lebensgefährtin Trierweiler, hat mal eben mit einer Twitternachricht mit dazu beigetragen, dass die Ex-Frau von Hollande, Royal, und Mutter seiner 4 Kinder,die Stichwahl um einen Sitz in der Nationalversammlung am 17.6.2012 verloren hat. Trierweiler hat den Konkurrenten unterstützt.Dabei war Royal von Hollande schon länger als Vorsitzende der Nationalversammlung auserkoren.
    Pariser Zeitungen zufolge ist Hollande fast Amok gelaufen. Und: Von Trierweiler war in
    Mexiko nichts zu sehen. Selbst die Amis waren verwundert, dass Hollandes „first
    girlfriend“ nicht anwesend war.

    • Experte sagt:

      Wie hat sich denn die angebliche „Verwunderung der Amis“ über die Nichtanwesenheit von Frau T. manifestiert? Sie müssen mir diese Frage nachsehen, denn ich lese weder Goldenes Blatt, Frau im Suff oder sonst ein Blatt, das sich um Derartiges, als perfektes Beispiel für spätrömische Dekadenz, mit Wonne kümmert.