­Merkel zu Monti und Hollande: „Wir brauchen mehr Europa“

Angela Merkel hat bei einem Treffen in Rom mit ihren Amtskollegen aus Italien, Spanien und Frankreich einem Wachstumspaket zugestimmt, das 130 Milliarden Euro in die Wirtschaft der Eurozone pumpen soll.

Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich haben sich auf ein Wachstumspaket von 130 Milliarden Euro geeinigt. Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der spanische Premier Mariano Rajoy stimmten dem Plan zu, 1 Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone in neue Wachstumsanreize zu investieren.

„Wir brauchen mehr Europa“, sagte Merkel bei der gemeinsamen Pressekonferenz in Rom, nachdem die vier Staatschefs über das weitere Vorgehen gegen die Eurokrise beraten hatten.

Zuvor hatten der französische Präsident François Holland und der italienische Premierminister Mario Monti auf ein Wachstumspaket gedrängt. Woher das Geld für die Anreize kommen wird, ist noch unklar.

Kommentare

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  1. dogbert sagt:

    Was für eine Augenwischerei mal wieder!

    „1% der Wirtschaftsleistung“ bedeutet, wenn man das offizielle BIP ansetzt (und nicht die Schattenwirtschaft dazuzählt) für Deutschland bezogen auf 2010 (3,3 Billionen US$) einen Betrag von 25 Milliarden €. Das Gesamtsteueraufkommen betrug 2010 530 Milliarden €.

    Somit ergäbe sich ein Anteil am Steueraufkommen von ca. 4,7%!

    Und – wie schon mehrfach angesprochen – wo sollen denn die zusätzlichen 5% bitteschön herkommen? Entweder über Steuererhöhungen, Einsparungen oder erhöhte Neuverschuldung – viel Spaß!

    • Silverager sagt:

      Ich bitte Sie, darüber macht man sich heutzutage doch wohl keine Gedanken mehr.
      Die EZB erschafft die Billionen per Knopfdruck, reicht sie den Banken weiter und die „investieren“ die Kohle in den sicheren Staatsanleihen. Und die werden ja auch zurückgezahlt, indem neue Staatsanleihen über die gleiche Summe zuzüglich Zinsen ausgegeben werden.
      Ich habe die Geschichte vom „Esel-streck-dich“ bisher für ein Märchen gehalten. Doch mit der EZB haben wir tatsächlich so einen Geldscheißer.
      Es ist ein Wunder.

      • dogbert sagt:

        Ja, nettes Spielchen, gell? Und die Verrenkungen bloß, weil die EZB nicht direkt finanzieren darf. So eine Farce!

        Die kalte Enteignung per Inflation ist immer verführerisch, den Deutschen aber kaum schmackhaft zu machen. Da muß dann schon so eine Augenwischerei namens „Wachstumsanreize“ her. Das hatten wir in D aber schon 2008/2009: erst 2 Konjunkturpakete mit Abwrackprämie etc., gefolgt von einer Vollbremsung mit Sparmaßnahmen. Offensichtlich hat das Konjunkturpaket hauptsächlich die Schulden weiter erhöht, sonst nichts. Ach doch: in jedem Klassenzimmer haben wir jetzt Präsentations-Hightechgeräte, die man sonst nur in sehr großen Firmen findet.

        Aber vielleicht wird es diesmal anders ausgehen, wenn man die Beträge einfach verzehnfacht!?

    • Michele sagt:

      Strukturausgaben sind bei Politikern nur mit Geld zu machen. Privatleute würden bei begrenztem Geldbeutel einige Maßnahmen treffen, die kein neues Geld kosten.
      Fremdes Geld wird eben nie sehr sorgsam verwaltet. (Der Steuerzahler wird an allen Ecken gefordert: durch Inflation, Niedrigzins für Rücklagen, bail-outs für Banken und Länder (ESM ect), Schuldentilgungen, Subventionen und Wachstumspakete).

      Ich denke, die abnehmende Massen-Kaufkraft ist zukünftig das einzige Regulativ das die Geldverteilungswut noch hemmen kann. Erst wenn das „Kapital“ merkt, dass es sich selber in den Wertesten kneift und dadurch deren Einsicht mobil wird, erst dann wird mit Geld gehaushaltet. Das kann noch etwas dauern…aber dann gibt es Zunder in der Porzelankiste. 🙂

      • dogbert sagt:

        Das uralte Dilemma: erst nimmt der Staat Geld weg, um es dann „großzügig“ wieder zu verteilen. Das hat mit Marktwirtschaft doch alles nichts mehr zu tun, mit freier schon mal gar nicht. Ein freier Markt optimiert sich normalerweise selbst, und wenn er tot ist, dann ist auch mit noch so viel Strukturförderung nichts mehr wiederzubeleben. Die Kohleförderung in D ist so ein Beispiel, ebenso die Werften.

        Aber offensichtlich hat sich nunmehr auch die CDU endgültig der Planwirtschaft verschrieben, anstatt die Südländer von Ludwig Erhards Erfolgsrezepten zu überzeugen.

  2. JensDe sagt:

    Für wen spricht eigentlich Frau Merkel? Doch sicher nicht für uns Deutsche. Kaum einer, der die Entwicklung in Europa die vergangenen 10 Jahre verfolgt hat, wünscht sich eine Zentralregierung in Europa, die von den Banken der Welt regiert wird.

    Frau Merklel: Machen Sie endlich eine Volksabstimmung und lassen Sie das Volk darüber abstimmen! Was will das Volk?

  3. B.Trogen sagt:

    Das gesamte Europaprojekt ist nichts weiter, als ein von der Hochfinanz und deren Helfershelfern in den einzelnen Euro-Länderregierungen seit langer Zeit geplanter Staatsstreich. Ich glaube nicht, dass die Menschen Europas diesem Treiben tatenlos zusehen werden. Leider verhält es sich noch so, dass insbesondere in der BRD die meisten Bürger nicht die geringste Ahnung davon haben, was hier gespielt wird. Gestern Nacht sind wieder die Fußballfans nach dem Sieg gegen Griechenland mit „Deutschland, Deutschland“- Rufen durch die Straßen gezogen. Wenn die wüßten, dass demnächst ihr „Deutschland“ samt „Humankapital“ an eine Finanzlumpenbande übereignet wird, dann wäre der Treufel los. Das gibt noch ein schönes Theater, wenn die verblendeten und vollgefressenen deutschen Schlafmichel aus ihrem Wohlstandstraum erwachen/geweckt werden..

  4. HansMeiser sagt:

    ­Merkel zu Monti und Hollande: „Wir brauchen mehr Europa“ …..Was meint Herr Monti damit, Europa direkt unter der Herrschaft von Goldman Sachs?

  5. Ariovist sagt:

    Wenn der Hammoläk „EU“ vornehmlich damit begründet wird, ein unverzichtbares „Friedensprojekt“ zu sein, dann wird uns giftiger Wein eingeschenkt, um uns den Verstand zu vernebeln. Man darf nicht vergessen, dass es immer die Franzosen und die Anglikaner waren, welche unsere Alle überragende Wirtschaftsleistung zu bremsen und letztlich zu zerstören suchten. War es schon der dreißigjährige Krieg, welcher das üble Werk eines französischen Kardinals gewesen ist und welcher Krieg die Macht des deutschen Kaiserreiches zerstörte, so wurde die fortgesetzte französische Politik durch das Testament Richelieus bestimmt, welches die französische Einheit und Hegemonie zu sichern suchte. Diese Bestrebungen beherrschen noch im 20. Jahrhundert nicht nur führende Kreise in Paris. Der erste Weltkrieg wurde von diesen Kreisen losgetreten und der zweite ? Na ja, da halte ich mich zurück („offenkundige und Strafen-Bewehrte Tatsachen“!). Die EU ist jedenfalls die Fortsetzung dieser Politik, welche mit dem völligen EINSCHMELZEN der deutschen Lande in diesem Moloch und Durchmischung der Bevölkerung ihr Ziel erreichen soll. Die losgetretene Systemkrise ist nur das Instrument dazu, welches uns von einer Finanzunion als ultima ratio der Systembewältigung „überzeugen“ soll. Leider wird unserer Jugend nicht mehr das richtige Geschichtsbild vermittelt und so nehmen die Dinge eben ihren schicksalhaften Lauf! Mir wäre es anders lieber.

  6. Ex-Euro sagt:

    Charles de Gaulle und Konrad Adenauer sprachen von einem „Europa der Vaterländer“.

    Jetzt haben wir einen sozialistischen Zentralismus, der ganz Europa verelendet, enteignet, bevormundet und terrorisiert. Die Bürger Europas sind Opfer dieses grauenhaften, europäischen Menschenversuchs.

  7. Target2 und Crash kommt herbei sagt:

    Für wen spricht diese Frau Merkel eigentlich? Hat sie je einen Deutschen gefragt,
    ob wir weiter in die totale Bürokratie- und Schuldenunion hineingepresst werden
    wollen?

    • heide preiss sagt:

      @ target 2

      nach dem brainwashing DU BIST DEUTSCHLAND

      spricht merkel = deutschland für deutschland.

      demnächst bekommen wir zu hören: DU BIST EUROPA

      so wollen wir denn jetzt „mehr europa“

      mit merkel an der spitze. in dieser kalten europawelt braucht man

      schließlich eine mutti.

  8. tomorrow sagt:

    Vor nicht all zu langer Zeit hat man sich darüber beklagt, dass einige Millionen in der Kasse fehlen. Damals hat man sich darüber gewundert, warum immer Geld fehlt.
    Heute verschwinden Milliarden, die keiner hat und es wundert keinen mehr.
    Es wird nur noch in den Massenmedien verkündet, dass weitere Zahlungen an die Banken zu leisten sind und damit ist alles gesagt. Wer dabei nicht an Betrug denkt?

    Es ist im Grunde armselig, mit welchem Sch…ß wir täglich konfrontiert werden. Mit gutem Leben hat das jedenfalls nichts zu tun. Das ist das politische Europa, das keiner will.

  9. Aufklärer sagt:

    Europa jaaaaaaaaa – aber nicht so

    Wir brauchen ein Europa, in dem jedes Land seine eigene Währung hat und damit seine Wettbewerfsfähigkeit steuern kann. Mit diesem Kunstkonstrukt Euro geht das nicht.

    • Munnie sagt:

      Komisch, diese Meldungen kommen immer aus dem angelsächsischen Raum. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…..