IWF korrigiert Prognose: Weltwirtschaft mit schwächerem Wachstum

Der IWF kürzt alle Wachstumsprognosen für dieses und das kommende Jahr. Die Wirtschaft in der Eurozone wird dieses Jahr schrumpfen und auch in anderen Regionen konnte sie sich kaum erholen. Der IWF ist zudem pessimistisch: Die akutellen Erwartungen könnten noch weit unterboten werden.

Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum nach unten korrigiert. In diesem Jahr wird die globale Wirtschaft nur um 3,5 Prozent wachsen. Noch im April hatte der IWF mit einem Wachstum von 3,6 Prozent gerechnet.

In der Eurozone wird die Wirtschaft im Jahr 2012 um 0,3 Prozent schrumpfen. Im kommenden Jahr rechnet der IWF mit einem Wachstum von 0,9 statt 1,1 Prozent. Besonders für Großbritannien haben sich die Erwartungen deutlich eingetrübt: Die britische Wirtschaft erwartet dem IWF zufolge ein äußerst geringes Wachstum von 0,2 Prozent.

Die Entwicklung könnte noch viel schlimmer ausfallen, fürchtet der IWF. Sollte es den europäischen Politikern nicht gelingen, die Eurokrise bald zu lösen und die Wirtschaft in Schwellenländern wie China weiter straucheln, würde das Wirtschaftswachstum noch schlechter ausfallen, warnt der IWF.

Kommentare

Dieser Artikel hat 26 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. G.N. sagt:

    „Der IWF kürzt alle Wachstumsprognosen für dieses und das kommende Jahr.“
    Hat sie nicht gestern noch das Gegenteil behauptet?

    Diese Politfuzzis sind einfach nur noch lächerlich!

  2. fan sagt:

    „Sollte es den europäischen Politikern nicht gelingen, die Eurokrise zu lösen,…“,
    ja was dann, lieber IWF.?

    Sie wollen, Madame Lagarde, damit doch nur sagen: Wir suchen – wie alle anderen Organisationen und deren Bürokraten auch – einen Schuldigen für das ganze EU- und €uro-Elend. Der Punkt der gegenseitigen Unterstellungen will sagen: Bald klingelt der EU- und €uro-Sensenmann an der Brüsseler Haustür. Dann löst sich der Brüsseler Krimi auf und die Tot-Geburt wird mit Gesang und Gloria beigesetzt – im Brüsseler „Führer-Haupt-Quartier“.

  3. Ecke sagt:

    Und? Was ist so schlimm daran.

    • dogbert sagt:

      Genau, was ist aus dem Paradigma „Nachhaltigkeit“ geworden? Schon wieder über Bord geworfen zu Gunsten des „Wachstums“?

  4. so-ist-es sagt:

    Immer da wo dieser (und andere) Verein seine Pfoten hineinsteckt,
    eben genau da gehts rapide bergab.
    Diese Einrichtung ist eigens dafür geschaffen worden.

  5. FredX sagt:

    >…Sollte es den europäischen Politikern nicht gelingen, die Eurokrise bald zu lösen und die Wirtschaft in Schwellenländern wie China weiter straucheln, würde das Wirtschaftswachstum noch schlechter ausfallen, warnt der IWF.

    DAS sind ja mal wirklich messerscharfe Analysen dieser wichtigen weißen Dame, die uns wirklich weiterhelfen.
    Ein Glück, dass wir solche Denker und Lenker haben…

  6. Euro_Doom sagt:

    Ach so. Mit dieser Panikmache möchte man dann den Schwellenländern ihre Reserven aus den Rippen leiern, damit sie sich auch kräftig an der Rettung europäischer Banken und eines unverdient hohen Lebensstandards in Südeuropa beteiligen? IWF-Prognosen sind in etwa so viel wert wie mein Kaffeesatzlesen.

  7. Christian A. WIttke sagt:

    Vielleicht sollten Madame mal das Buchstabieren von „Depression“ üben; ihr Zahlensalat in Sachen Wachstum ist brutal rubbish!

    caw

  8. Richard sagt:

    Und ich dachte schon, die vom IWF z.B. den Griechen aufgezwungenen Kürzungsmaßnahmen würden die dortige Konjunktur ankurbeln.

    Wie entwickelten sich denn die Wirtschaft und die Staatsfinanzen der afrikanischen Staaten, bei denen sich der IWF in deren Binnenwirtschaft einmischte, Madame Lagarde?

    • papperlapap sagt:

      Da kann sie ja nichts dafür. Sie hat schließlich ihre Vorgaben und auch noch anderes zu tun: Haare waschen, schneiden, färben, Haarteile ergänzen usw., Nagelstudio, Kosmetikerin um Mitesser zu beseitigen, Zahnpflege und Bräunungsstudio und der wöchentliche Gang zum Schneider. Daneben Arztbesuche und psychotherapeutische Behandlung für die benötigten „Rosa-Brille-Helferchen“.
      Ach ja, jetzt ist ja auch Saison und da muss sie noch für sich und ihre besonderen Freunde ein paar Marmelade-Spezialitäten zubereiten, für die sie sehr bekannt ist.
      Da kann sie sich nicht noch um Systemfehler kümmern, die sie gar nicht zu verantworten hat. Dafür reichen die paar Kröten nun auch wieder nicht.

      • frame sagt:

        > Daneben Arztbesuche und psychotherapeutische Behandlung für
        > die benötigten “Rosa-Brille-Helferchen”.

        Das scheint bei Mrs. Lagarde nicht wie gewünscht zu wirken, da sie in
        letzter Zeit immer öfter mit eher negativen Äußerungen zur EU und der
        wirtschaftlichen Enwicklung auffällt.
        Entweder fällt sie aus dem Rahmen, und verschwindet bald im Zuge
        eines Skandals von der Bildfläche, oder aber genau das ist ihre Rolle.

  9. Bail Konrolleur sagt:

    Gib IWF keine Chance

    Könnt ihr euch noch an die Fußfesselzeit von ihrem Vorgänger Strauss-Kahn erinnern – wegen seiner unappetitlichen Zimmermädchengeschichte – nachdem er immer seine Weltwährungs SDR Wahnpläne gegenüber dem US-$ Ostküsten Establishment in New York neben der FED äusserte – und wie seine reiche Frau und Picasso Bilder Erbin in auf Kaution (Bail-Money) freilösen musste?

    Könnt ihr euch noch an die IWF Zeit von seinem Vorgänger Rodrigo Rato erinnern der danach die spanische Bankia zu 3,75 Euro Anfang 2011 an die Börse brachte und sie aktuell bereits auf 0,6 Euro innerhalb von 19 Monaten um 84% gegroundet hat und nun vor seinem Knast Bail-Money Out mit Zahlungsverlanger in Form der spanischen Justiz steht?

    Könnt ihr euch noch an die IWF Zeit von seinem Vorgänger dem EFSF Anfangsgenehmiger No-Bail-Out Köhler erinnern?

  10. Sozialkritiker sagt:

    Ah, die Grande Dame in Weiss. Unschuldslamm.

    Da folgt Europa brav den Anweisungen des IWF und rettet mal hier, mal dort einen Staat vom sicheren Untergang und was passiert? Nichts. Es geht weiter bergab. Und ploetzlich sagt die Grande Dame, Europa muss das Problem loesen sonst kracht es hinten und vorn…

    Wo immer der IWF seine Finger im Spiel hat, geht es bergab. Das liegt in der Natur der Dinge. Wenn man den IWF mal draussen vor laesst, dann ergeben sich ganz andere Moeglichkeiten. Aber das waer natuerlich schlecht fuer den IWF. Dann koennten sie wieder einpacken und in ihr stilles Kaemmerlein zurueckkkehren und das naechste Opfer auf der Landkarte aussuchen….