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Hilferuf aus Madrid: Spanien braucht sofort Notkredit von 28 Milliarden Euro

Im Oktober laufen spanische Staatsanleihen im Wert von 28 Milliarden Euro aus. Um diese Schulden finanzieren zu können, braucht Spanien einen Notkredit. Inzwischen erwägt die Regierung bereits einen vollen Bailout.

Das wird kein leichter Gang für den spanischen Wirtschaftsminister Luis de Guindos, der sich heute in Berlin mit Wolfgang Schäuble trifft, nachdem am Montag die Zinssätze für spanische Anleihen in die Höhe geschossen sind. Für Spanien steht einiges auf dem Spiel. Wenn die Rendite auf diesem Niveau bleibt oder weiter steigt, wird das Land den Zugang zum Markt verlieren. Im Oktober muss Spanien Kredite in Höhe von 28 Milliarden Euro refinanzieren. Und der Druck steigt angesichts der miserablen Situation der spanischen Regionen weiter (hier). Auch dafür wird vermutlich mehr Geld benötigt werden.

Wie die spanische Zeitung El Economista aus Regierungskreisen berichtet, erwägt die Regierung derzeit, ein volles Bailout-Programm zu beantragen. Es gehe vor allem zunächst um einen temporären Notkredit, um die fälligen Schulden zu refinanzieren und die autonomen Regionen finanziell zu unterstützen. Der Notkredit könnte der spanischen Regierung etwas Zeit verschaffen, so eine ungenannte Quelle, bis der ESM in Kraft treten kann (das Bundesverfassungsgericht trifft die erste Entscheidung über den ESM und den Fiskalpakt erst am 12. September – hier).

Zudem wolle der spanische Wirtschaftsminister Wolfgang Schäuble bei seinem Besuch auch dazu bewegen, den Anleihenkauf der EZB wieder zu starten.

Kommentare

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  1. Ingrid Moser sagt:

    Larissa (verärgerte Österreicherin)
    Ich habe auf unsere Politiker auch eine Riesenwut!!! Sie haben den ESM-und Fiskalpakt durchgewunken, als würde es lediglich um einige Millionen Euro gehen. Unser Bundespräsident hat ohne zu zögern unterschrieben – ist ja „alternativlos“. Die riesengroße Mehrheit der Österreicher ist gegen weitere Hilfspakete und gegen den ESM. Unsere Regierung kommt mit Meinungsumfragen, wonach angeblich nur knapp die Mehrheit der Österreicher gegen die Hilfspakete sein sollen. Ich kenne „wirklich keine einzige Person (Unternehmer,Akademiker „normale Leute“) die für weitere Hilfszahlungen sind. Bei einer Diskussionsrunde hat ein Regierungsmitglied (kommt a.d.Finanzmin.) gesagt (wörtlich):Sollte es uns einmal schlecht gehen werden wir froh sein, dass es den Rettungsschirm gibt!! Es stellt sich die Frage, wer wird noch übrig sein um den Rettungsschirm zu bedienen? Hier sieht man auf welchem Planeten unsere Politiker leben. Von kaufmännisch Rechnen überhaupt keine Ahnung.
    Unsere Politiker reden immer wie wichtig die EU ist – wegen dem FRIEDEN etc…! Aber wird es friedlich bleiben, wenn wir die Geberländer dann tatsächlich ZAHLEN müssen. Wir werden dann extrem große Sparpakete bekommen das uns Hören und Sägen vergeht und warum? Weil einige Mitgliedsstaaten verschwenderisch waren und von uns Solidarität eingefordert haben. Der sogenannte “ Friedens-Schuss“ wird nach HINTEN losgehen.
    Bei der kommenden Wahl werden sich unsere Politiker warm anziehen müssen.
    Die EUler sind ein antidemokratischer Haufen und unsere Politiker genauso.

    Liebe Grüße.

  2. Frage sagt:

    Bitte hilf uns, wenn Du willst!
    Beatrix von Storch – Start der 2. Phase der Anti ESM Kampagne
    http://www.youtube.com/watch?v=F2KHwh5jGDg&feature=player_embedded#!

    Demokratie und Souveränität stehen nicht zur Disposition der Parlamente!

  3. Arbeitsloser sagt:

    Ist doch kein Problem, Mehrwertsteuer in D. auf 22 % dann stemmen wir das mit links.

    • keingutmensch sagt:

      Ich würde bei unserer florierenden Konjunktur eher 33 % vorschlagen 😉

      • kartaco sagt:

        bei der allgemeinen lage ? 100% mehrwertsteuer ,bei einer Neuverschuldung, sagen wir von 450 mrd und einführung deutscher sklaverei das könnte klappen !bis september halt ,dann kommen die harten einschnitte ! warum gehen die deutschen eigenlich noch arbeiten ? am ende keine rente, kein arzt, kein garnichts . das ding geht den bach runter !

  4. Syssifus sagt:

    Frau Merkel und Herr Schäuble werden „hebeln“,was das Zeug hält.

  5. Fred Feuerstein sagt:

    Spanien sei auf einem guten Weg – so Herr Schäuble ! Sicher aber für die Bankster ! Sie freuen sich über ungeahnte Gewinne, ob in Zinsen oder CDS.

    Rajoy hat doch immer behauptet, nur die Banken brauchen eine Rettung ? Jetzt sind der Staat und die Regionen auf einmal auch nicht mehr so gut, wie uns immer vorgeschwärmt wurde. Bald werden auch die Städte und Gemeinden Schulden haben, vielleicht auch noch das Volk ? Na ja, wir müssen die Summen ja nur addieren und Papa Schäuble wird´s schon richten.

    Ich wiederhole mich, aber mit dem ESM haben die EUrokraten den Stein des Weisen gefunden. Alles läuft dann automatisch, niemand muss mehr sagen, wer wieviel Geld und wofür benötigt. Der Finanzminister bekommt nur den Auftrag, welche Summe er innerhalb von 7 Tagen überweisen muss. Ohne wenn und aber und das auf ewig, oder bis die zahlenden Länder kein Blut mehr haben, was man aus ihnen herauspressen könnte. Der ESM ist ein Putsch der Parlamente gegen ihre Völker. Zurück zu Nationalsozialismus (es hat nur noch niemand das Kind beim Namen genannt) und Faschismus in Reinkultur.

  6. Bernd das Brot sagt:

    Der Beitrag unten, war am 21.07.2012 zu lesen. Ich frage die Bundestagsabgeordneten, die sich gelegentlich aus dem Schutz der beschützenden Werkstätte trauen, herauszudenken, haben Sie gewusst, das das spanische Spiel, namens: „Die spanische Tragödie“. Unmittelbar nach Zustimmung zur Überweisung, gleich weiter gespielt wird?
    :

    Schäubles Geheimniskrämerei hat ein Nachspiel
    21.07.2012

    exklusiv Dass die Bundesregierung dem Bundestag offenbar brisante Details der Hilfen für Spaniens Banken vorenthielt, hat ein Nachspiel. Bundestagspräsident Lammert hat sich eingeschaltet. Er verlangt eine Prüfung des Vorgangs.

    Berlin. Die Bundesregierung hat im Zusammenhang mit der Spanien-Abstimmung möglicherweise gegen die ihr vom Bundesverfassungsgericht Informationspflichten gegenüber dem Bundestag verstoßen. Das geht aus einem Handelsblatt Online vorliegenden Brief von Bundestagspräsident Norbert Lammert an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) hervor. Lammert geht in den Schreiben zwar davon aus, dass für die Bundestagsabstimmung über die Milliarden-Hilfen für spanische Banken die „notwendigen Unterlagen“ vorgelegen hätten.

    Doch hätte Schäuble möglicherweise nicht nur über Verhandlungsergebnisse zu Spanien, sondern auch über die einzelnen Verhandlungsschritte informieren müssen. Eine andere Frage sei jedoch, schreibt Lammert dazu, ob „tatsächlich umfassend und frühestmöglich über die Zwischen- und Teilergebnisse, die in den Verhandlungen mit Spanien erzielt worden sind, unterrichtet worden ist“.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/hilfen-fuer-spanien-schaeubles-geheimniskraemerei-hat-ein-nachspiel/6903504.html

    Wie ist es möglich, das der Bundestag, einem Teil Bail-out zustimmt, und bis kurz vor diesem, es anscheinend nicht bekannt war, das die „Provinzen“ exclusive gezählt werden? Also muss nun auch für die Provinzen, im nachhinein, gezahlt werden. Was hat denn Schäuble für Nettigkeiten zur Abstimmung vorgelegt? „Don Quichotte“?

  7. Freier Demokrat sagt:

    Bitte beteiligen Sie sich lieber daran, daß Sie konkret etwas gegen „unsere“ Politiker unternehmen und nicht einfach deren Willkür stillschweigend hinnehmen.

    http://www.eurodemostuttgart.wordlpress.com

    Hier formieren sich Bürger, die sich die Unverschämtheiten von Merkel / Schäuble nicht länger gefallen lassen.

  8. Christian sagt:

    Wir wollen die spanischen Inseln als Pfand für die Kredite.
    Ist Spanien zahlungsunfähig gehören die Kanaren uns.
    Endlich ein Platz an der Sonne. Leider sind unsere Politikhohlköpfe
    zu blöd sowas zu fordern.
    Wir bleiben auf den Schulden sitzen damit die City von London sowie die
    Wallstreet ungeschoren wegkommen. Ich werde langsam und sicher zum
    Wutbürger.
    Ich bin Rentner, gehöre also zu den ersten die geschröpft werden, damit
    eine kleine Gruppe von Multimillionären ungeschoren davonkommen.

    • ostborn sagt:

      Jawoll Land gegen Geld. Dann können wir irgendwann sagen “ Heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt “ .

    • Kein Freibier für Barroso sagt:

      Glauben Sie denn wirklich, unsereiner bekäme einen Platz an der Sonne, wenn die Kanaren zur BRD gehörten? Nichts gehört in diesem BRD-Konstrukt uns. Wir sind nur verpflichtet Steuern zu zahlen, damit die Feudalherren im Bundestag, in Brüssel, in den Banken und Großkonzernen, sich ein laues Lüftchen um die Nase wehen lassen können. Letzten Endes soll noch die gesamte Lebensleistung der Menschen an diese edlen Damen und Herren gehen. Viele Menschen haben sich hier etwas aufgebaut, über viele Jahrzehnte, haben immer brav ihre Abgaben an die Feudalherrschaft gezahlt. Meine Eltern sind selber noch Kriegsflüchtlinge und mussten damals wieder bei Null anfangen! Wenn dieses Gesindel wirklich glaubt, es könnte Hand an den jämmerlichen Besitz der kleinen Bürger anlegen, dann wird es Blutvergießen geben und das sicherlich nicht zu knapp!

  9. Victor Zander sagt:

    Cäsar rief nach der Niederlage gegen Herrmann den Cherusker: „Varus, Varus, wo sind meine Legionen!“
    Der deutsche Bürger ruft nach der ESM-Bundestagsabstimmung: „Merkel, Schäuble, wo sind unsere Milliarden!“

    • Bernd das Brot sagt:

      Schäuble muss vor Gericht. Er soll sich verantworten. Seine Salamitaktik, führt im Bundestag zu völlig falschen Vorstellungen.

  10. bendix sagt:

    Leute macht Euch keine großen Sorgen, die 28 Milliarden sind nur für die Entlohnung der Feuerwehrleute, die gegen die Waldbrände kämpfen gedacht. Das müsst Ihr bitte verstehen, oder wollt Ihr das die Brände noch nach Deutschland kommen? Ich habe jetzt auch Brand, darum trinke ich jetzt ein Bier.