Portugal verarmt: Bevölkerung hat ihr gesamtes Gold verkauft

Um ihr Überleben trotz der strengen Sparmaßnahmen zu sichern, haben die Portugiesen ihren Schmuck und ihr Gold verkauft. Die privaten Goldbestände gehen zur Neige. Nun droht eine weitere Verschärfung der Armut.

Wegen der Eurokrise haben die Portugiesen den Großteil ihres Goldes und ihres Schmuckes versetzt. Noch im Jahr 2011 stieg die Zahl der Edelmetallhändler um 29 Prozent. Inzwischen müssen die Geschäfte wieder schließen, weil nicht mehr genug Nachfrage herrscht: „Jeder den ich kenne, muss kämpfen. Sogar die Goldhändler sind leer, weil niemand mehr Gold übrig hat, um es zu verkaufen“, sagte ein Goldhändler dem Nachrichtendienst Bloomberg. Das Geschäft wäre noch vor wenigen Monaten „großartig“ gelaufen. Nun sei es allerdings „schrecklich“, sagte ein weiterer Goldhändler.

Die Goldversorgung in Portugal, die sich zum Teil aus eingeschmolzenem Schmuck speist, ist im Juni um 7,7 Prozent zurückgegangen. Die Ausfuhren von Gold haben sich in Portugal innerhalb von nur zwei Jahren verfünffacht: Im Jahr 2009 wurde noch Gold im Wert von 102 Millionen Euro exportiert. Im vergangenen Jahr waren es bereits 519 Millionen Euro. Dies teilte die Statistikbehörde in Lissabon mit.

Weil viele Portugiesen nicht mehr genug verdienen, um sich ihr tägliches Leben finanzieren zu können, verkauften sie ihr Gold. Nun, da diese Reserven aufgebraucht sind, könnte auf den Zusammenbruch des Goldmarktes eine verschärfte Not in der Bevölkerung folgen.

Kommentare

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  1. Ulli Schaller sagt:

    Ein bischen Gold ist kein Fehler aber Land ist besser.
    Aus weniger wie 1000 qm Ackerland kann ich mit Mini-Farming ca. 85% der Selbstversorgung einer 4-köpfigen Familie sicherstellen.
    Die restlichen 15% sollten im Extremfall mit Gelegenheitsarbeiten a l l e r Art zu schaffen sein und ohne dem Staat auf der Tasche zu liegen, der dann ohnehin nur noch Almosen zahlen wird, wenn überhaupt.

    • Freistaat - Freie Stadt Danzig sagt:

      Das liest sich gut, jedoch fehlt dann immer noch das Dach über dem Kopf. Ideal für Eigenheimnutzer mit Grundstücksflächen von mindestens 1.000 m².

      Der österreichische Unternehmer Daniel Swarovski, praktizierte dies bereits in verantwortlicherweise zu Gunsten seiner Arbeitnehmerschaft und publizierte dies unter dm Titel: Wohnen im grünen. Ich lese noch heute gerne in diesem Buch eines sehr sozialen Unternehmers.

      Einer seiner drei Söhne hieß ebenfalls „Daniel“ und wenn er auf den Vomperberg fuhr kam er nicht im Porsche oder Maybach, sondern in einem weißen Passat Kombi. Auch von ihm gibt es geistige Literatur-Nahrung. Ein wahrhaftiges Vorbild !

  2. Ratlos sagt:

    Alternativlos belogen werden und dem Untergang der Titanik zusehen. Heiko Schrang fordert in seinem Newsletter jeden auf, sich mit der aktuellen Politik zu befassen und zu handeln. http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/144/in-der-zeit-des-universalbetrugs-ist-die-wahrheit-zu-sagen-e.php

    Wie lange will man noch belogen sein? Ich will nicht mehr!

  3. Fenrir sagt:

    Das ist doch nur der Anfang. Cohen hats doch besungen. „Firts we take Manhatten, then we take Berlin“. Manhatten gehört Ihnen schon, Berlin wird auch fallen.

  4. Manuel Vaessen sagt:

    Bei Einführung des €uro habe ich mich gefragt, wie so kleine Länder in der EU mithalten sollen..leider sind meine Zweifel wahr geworden ! Aber Dr. Kohl wollte ja „sein“ Europa bauen…ER sitzt heute im Rollstuhl und die Portugisen & Griechen auf der Straße..
    Danke, Ihr „weitsichtigen“ Politiker..immer alles schön den Amis nachmachen…

  5. rundertischdgf sagt:

    Warum stellt keiner die Frage, wie können Pleitestaaten mit Milliarden Euro im ESM bürgen?

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/08/19/wie-kann-eigentlich-griechenland-mit-175-milliarden-euro-im-esm-burgen/

    • Ulli Schaller sagt:

      Die Antwort ergibt sich aus der Konstruktion des ESM. (ESM-Vertrag – Artikel 25 Ziffer 2)
      Die von Pleitestaaten zu zahlenden Kapitalanteile werden von den Staaten übernommen, die nicht Pleite sind. Im Extremfall übernimmt somit Deutschland die Zahlung des gesamten zu zahlenden Kapitals.
      (Bisher 700 Milliarden EURO)
      Noch eine Information : Der ESM braucht zur Refinanzierung bei der EZB keine Banklizenz. (ESM-Vertrag – Artikel 32 Ziffer 9)

    • SchauDa sagt:

      Das ist Kinderpsychologie – denn dieses winzige Griechenland
      ständig in den Fokus zu stellen ist ja auch Augenwischerei um vom
      Wanken Spaniens, Italiens, Frankreichs abzulenken. Auch deren
      Anteil dürfen wir übernehmen wenn sie unter das Schirmchen flüchten.

      Auch diese Monate dauernde Endlosschleife ob Griechenland aus
      dem Euro soll/darf/kann – soll nur von der einzig richtigen Lösung
      für uns ablenken. Deutschland ist kaum gerettet wenn die paar
      Griechen aus dem Euro gehen – Deutschland müsste gehen, und um
      diese Diskussion gar nicht aufkeimen zu lassen, labern wir ewig über
      Griechenland.

      Derselbe Trick auch beim ESM – die ganzen Wochen vor dem Verrat unseres Bundestages am eigenen Volk, wurden nur die affigen Eurobonds
      rauf & runter diskutiert. Wenn der ESM uns alle entrechtet hat braucht es
      keine Eurobonds mehr.

  6. Saila sagt:

    Völker europas, beginnt euch zu wehren gegen die Banken und Politiker. Es sind einzelne, welche Nationen in den Ruin treiben bzw. bereits in den Ruin getrieben haben.

    Wie lange wollt ihr noch zusehen und es über euch ergehen lassen, das genau diese einzelnen Personen euer Hab und Gut verscherbeln an Banken?!!!

    Man muss nicht Links orientiert sein, um diesem Treiben nicht länger zusehen zu wollen!
    Wir werden betrogen, belogen, ausgeraubt auf die wohl trickreichste Art und Weise, wie sie noch nie gesehen und erlebt wurde! Wie lange seit ihr bereit, das noch hinzunehmen?

  7. Klotho sagt:

    Schulden sind Abhängigkeiten zwischen den Menschen die was haben und denjenigen die nichts haben. Schulden können meist nur durch harte Arbeit abgetragen werden. Also opfert ein Mensch, der nichts hat seine Lebenszeit, seine Lebenskraft um seine Schuld abzubauen. Die frühere Generation hat durch Arbeit und kalkulierte Lebenszeit es geschafft sich Eigentum aufzubauen.
    Wenn aber die Arbeit und Lebenskraft eines Menschen der für die Produktionsstätten arbeitet, immer weniger wert ist, das bedeutet er oder sie müssen mehr Lebenszeit aufwenden um sich Eigentum aufzubauen, wird es immer unmöglicher überhaupt von der Schuldsklaverei loszukommen.
    Das derzeitige ökonomische System suggeriert eine scheinbare Freiheit, aber in Realität ist es immer noch das alte feudale System welches aber etwas humanistischer erscheint.
    Bei der derzeitige Masse von Menschen, werden es davon nur wenige schaffen ein Eigentum aufzubauen.
    Daher sind Kredite eine sehr mächtiges Mittel Habenichtse in ewiger Sklaverei zu halten.
    Die Überwindung der Sklaverei im allgemeinen hat nur eine kurze Geschichte von 140 Jahren und die neue Sklaverei, also die verdeckte Sklaverei ist immer noch nicht überwunden. Menschliche Zivilisation ist immer auf den Rücken der Sklaven aufgebaut worden und es bedarf der Erkenntnis der Menschenmassen, die ausgebeutet werden und in Sklaverei gehalten werden, das eigentlich alle Sklaven des Systems sind, denn solange sie an das System glauben und die unsichbaren Sklavenketten nicht verstehen werden sie niemals zu wirklich freien Menschen werden.
    Die sogenannte moderne Ökonomie hat sich erst im 20. Jahrhundert entwickelt und es hat den 2. Weltkrieg gebraucht um eine stabile Ökonomie zu etablieren, die einer möglichst grossen Bevölkerungsanteil zu Wohlstand und Eigentum verhalf.
    Daher sind fast alle ökonomischen Theorien ziemlich sinnlos, weil sie das soziale Verhalten der Menschen nicht einbeziehen. Denn die Ökonomie soll den Menschen dienen und nicht umgekehrt. Aber alle Ökonomen zielen nur auf das mechanistische Prinzip der Ökonomie ab, als ob die Ökonomie nur eine Maschine wäre die nur für sich selbst existiert.
    Daher gibt es die sogenannten Marktapogoleten, die immer meinen der Markt reguliere sich von selbst, aber der Markt ist keine sich selbst regulierende Maschine sondern ist von den Verhaltensweisen von Menschen abhängig.
    Aber dann wird das darwinistische Prinzip ohne soziale Regulierungen regieren, the survival of the Strongest.

  8. Julian Gold sagt:

    Ja,konkurenzfähig bzw.neue Inovation braucht das Land,sonst helfen keine Finanzhilfen,Schuldenerlasse oder niedrige Zinsen nicht.Wer Geld ausgiebt muss mindestens die gleiche Summe einnehmen,Kredite verfälschen allerdings das Bild in jeder Beziehung erheblich.Und dies umfangreich!

  9. Rico Coracao sagt:

    Das wahre Geld in Papier umgetauscht um in diesem Trick-System zu überleben, eine Schande für ein Volk der Bescheidenheit und Kinderliebe, ich spreche hier ausdrücklich nicht von „Herrn“ Barroso..(ER ist das Wort „Herr“ nicht wert..) Das Gold ist jetzt schon bei diesen Tricksern und deren Helfershelfern, für die ist das Geld nur das Mittel der globalen Ausbeutung.. man wird sehen, wie lange sich die Welt sich noch an der NASE herumführen lässt..

  10. Observer sagt:

    Solange das Volk nicht in der Lage ist, etwas kreativer zu sein, oder auch nur bestehende Modelle eines alternativen Geldsystems zu übernehmen und so den Politverbrechern die Mittel aus der Hand zu nehmen, so lange hat es den Untergang ihres Vermögens selbst zu verantworten!