Termindruck: EZB bereitet die Geldpresse vor

Die EZB arbeitet fieberhaft an den Rahmenbedingungen für die nächste Geldschwemme. Bereits nächste Woche sollen die Details für den Ankauf von Staatsanleihen bekanntgegeben werden. Weil noch viel zu klären ist, hat Mario Draghi nun sogar einen Termin bei Kollegen in den USA abgesagt.

Die Europäische Zentralbank bereitet die letzten Schritte für eine massive Intervention am Markt für Staatsanleihen vor. Kommenden Donnerstag will die EZB ihren Maßnahmenkatalog präsentieren mit dem die Zinsen von angeschlagenen Eurostaaten gesenkt werden sollen. Investoren erwarten, dass die EZB trotz einer steigenden Inflationsgefahr beinahe unbegrenzt Geld drucken könnte.

Alleine die Hoffnung auf solche Maßnahmen haben Spanien geringere Zinsen bei den Staatsanleihen beschert.

Wie dringend der EZB der möglichst schnelle Ankauf von südeuropäischen Staatsanleihen ist, zeigt die Absage Mario Draghis für ein Treffen von Zentralbankern in den USA. Beim Jackson Hole Forum hätte Draghi eine Rede vor Kollegen von der Federal Reserve halten sollen. Wie der Guardian berichtet, war die Rede des EZB-Präsidenten bereits seit Monaten geplant. Nun sagte er wegen der hohen Arbeitsbelastung ab.

Kommentare

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  1. belinda iszkezik sagt:

    Genau, und wir profitieren am meisten vom Euro! Galeerenkapitän:“ Rudersklaven rudert schneller, ihr profitiert doch am meisten vom Fahetwund!“

  2. Äh, wie getz? sagt:

    „…mehr hier…“

    Ne, da! Ne, dort! Ne, hahaha, ne hier, hihihihi ne, dort, huhuhuhu….!!!

    Mehr hier ohne Verweis? Also das geht ja gar nicht.

    • redakteur sagt:

      Danke für den Hinweis. Die weiterführenden Links wurden hier leider irrtümlich eingefügt. Wir haben sie jetzt entfernt. Die Redaktion

  3. Matthes sagt:

    Da beknien ihn die Schuldenstaaten. Sie wollen Geld ohne die sonst üblichen Auflagen. Und bezweifeln wohl selbst, dass der ESM noch kommt. Aber Deutsachland darf sich nicht überstimmen lassen. Deutschland muss ihm endlich den Geldhahn abdrehen. Nur so ist die EU überhaupt noch zu beeinflussen.

  4. popper sagt:

    Was will diese Überschrift sagen? Es entspricht überhaupt nicht den Tatsachen, dass mit dem Aufkauf der Anleihen die „Geldpresse“ angeworfen wird. Die Anleihen werden/wurden ja schon immer auch von Banken gekauft. Das Gegenteil ist richtig. Wenn die EZB direkt Anleihen kauft verlangt sie dafür überhaupt keinen Risikoaufschlag und die Banken hinterlegen die Anleihen nicht bei der EZB und holen sich dafür neues Geld. Es wird sogar weniger „gedruckt“. Im Übrigen, die Zentralbanken sind mit ganzen 3% an der Geldschöpfung beteiligt, wogegen die Banken 97% des neuen Geldes schöpfen. Also, warum diese unsinnige Meinungsmache.

    • Silverager sagt:

      Ach popper, erst überlegen, dann schreiben.
      Richtig ist, wie Sie sagen, dass die Anleihen ja schon gekauft wurden. Wenn Sie jetzt die EZB kauft, woher nimmt sie denn das Geld dafür? Es ist ja nichts da. Also sie erzeugt diese Geld per Knopfdruck, gibt es den Anleihenbesitzern und nimmt dafür die Anleihen in ihr Depot oder in den Safe oder wie auch immer.

      Sie haben zwar recht, die „Geldpresse“ wird nicht angeworfen, da kein Papier bedruckt wird. Aber auf jeden Fall wird zusätzliches Geld aus Nichts erzeugt. Da beißt keine Maus den Faden ab.

  5. T.T. sagt:

    Frage: hat sich Agenda 2010 im Saldo gelohnt?

    Warum beteiligen wir uns nicht am Bailout aus der EZB-Gellddruck-Presse? Haben wir nicht genug Armut und soziale Probleme in unserem Lande?

    Warum dürfen hier nur die anderen Staaten profitieren?

    Kann es sein das die Masse der Deutschen die Verlierer dieser Veranstaltung sind, Ihnen aber immerzu das Gegenteil propagiert wird? Wenn wir ehrlich sind, entpuppt sich die Agenda 2010 als gewaltiger Bumerang für die deutsche Gesellschaft im Rahmen der Haftungs- und steckt Deutschland genauso tief – wenn nicht sogar noch tiefer – im Schuldensumpf. Keinesfalls wiegt Agenda 2010 die Kosten für die Asymmetrien auf, sie innerhalb der Eurozone letztlich geschaffen hat

  6. fan sagt:

    Die systematische Enteignung durch Inflation wird vorbereitet.

    Herr Draghi ist für mich der gefährlichste Politiker in der EU und hat leider eine Menge Unterstützer – auch hier in Deutschland.

    Es wird ein Verbrechen an Millionen von Sparen, Rentnern und allen Kaufkraft-Abhängigen eingeleitet – und Merkel, Schäuble und Konsorten schauen ruhig zu.

    Und die Einheits-Medien, die Nachplapper-Presse, der Plagiat-Journalismus und auch die ahnungslosen Bürger sind dabei die Mitwirkenden.

    Hoffentlich kann Karlsruhe am 12. September noch irgendetwas Gegensteuerndes bewirken. Wenn nicht, wird es für Millionen Menschen in ihrer persönlichen Haushalts-Rechnung immer enger werden.

    • popper sagt:

      Solange sich die europäische Konjunktur im freien Fall befindet und die Privathaushalte durch die Wirtschaftskrise und die allgegenwärtige Austeritätspolitik immer weniger Geld zur Verfügung haben, kann es auch keine nennenswerte Inflation geben. Wie denn auch? Egal ob man die Nachfrage- oder die Angebotsseite betrachtet, entdeckt man selbst am Horizont keinen Grund dafür, warum die Preise flächendeckend stärker steigen sollten.

    • Fine sagt:

      Merkel und Schräuble schauen eben nicht zu! Sie unterstützen das Ganze!
      Dafür sind sie u. a. schließlich da!
      Immer noch nicht begriffen, wohin die Reise (für die Nationalstaaten, was die BRiD nicht mal ist) geht?

    • popper sagt:

      …Leider ist diese Behauptung des „Handellsblatt“ grottenschlecht falsch und pure meinungsmachende Volksverdummung!!!!

      • Silverager sagt:

        Wieso? Was ist falsch? Worin besteht die Volksverdummung?
        Offensichtlich nur durch Ihre schlichte unbewiesene Behauptung,

  7. Thomas Heyden sagt:

    ….. jetzt fallen bald alle Hemmungen. Man kann nur hoffen das diese Leute lange genug leben, damit sie zur Rechenschaft gezogen werden können.

  8. ### sagt:

    Keine Aufregung, die 81 Mio. Deutschen wollen es so. Die Rute für den Hintern? Ja, bitte. Die Deutschen wollen von den FPIGS abgezockt werden? Ja, bitte. Die Deutschen wollen enteignet werden? Ja, bitte. Also gut, wenn ihr das unbedingt wollt, dann wählt die, die euch abzocken. Sie werden es tun. Tja, da ist Hopfen und Malz verloren…

    • Fine sagt:

      Es gibt keine 81 Mio. Deutsche im Vereinten Wirtschaftsgebiet BRDDR!
      Allenfalls noch 25 Mio.

    • Mitleser sagt:

      Die Intelligenten haben vorgesorgt oder sind eh schon weg!:)

      • Fine sagt:

        @Mitleser,
        so ist es! Und die Schafe im Wolfspelz kommentieren derweil sämtliche gar schröcklichen Hiobsbotschaften aus der „dilettantischen“ Finanzwelt! Stets gekonnt und fachmännisch an den Realitäten und wirklichen Katastrophen vorbei! So ist es brav und gewollt; immer schön beschäftigen, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen und vielleicht aufmucken!
        Womöglich noch ihren Schotter von den Konten abräumen – nicht auszudenken…

      • mahlzahn sagt:

        Ja.
        Schönen Gruss aus Schweden!