Deutschland: DIW erwartet 3 Millionen Arbeitslose

Zwar sei der deutsche Arbeitsmarkt vergleichsweise robust, aber die derzeitige Konjunkturflaute wird in Deutschland zu einer Erhöhung der Arbeitslosigkeit auf über drei Millionen. Eine Eskalation mit Blick auf die deutsche Wirtschaft sei keinesfalls gänzlich ausgeschlossen, so das Deutsche Institut für Wirtschaftforschung.

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist im August auf ein neues Rekordniveau gestiegen – auch wenn die Arbeitslosenquote in Deutschland den offiziellen Statistiken zufolge vergleichsweise niedrig ist, rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftforschung mit einem kräftigen Anstieg für 2013. So dürfte die Zahl der Arbeitslosen in Deutschlands aufgrund der aktuellen Konjunkturflaute im Jahresdurchschnitt 2013 um etwa 140.000 auf 3,045 Millionen ansteigen. Das wäre der erste offizielle Anstieg seit dem Rezessionsjahr 2009.

Grundsätzlich dürfte sich aber der Beschäftigungsabbau „in Grenzen halten“, heißt es in der aktuellen Konjunkturprognose des DIW. Der Anstieg der Arbeitslosen ergebe sich daraus, dass der Arbeitsmarkt der allgemeinen Konjunktur etwa ein halbes Jahr hinterher hinke. Da die deutsche Wirtschaft derzeit angeschlagen ist, werde sich das Anfang kommenden Jahres auch im Arbeitsmarkt niederschlagen. „Die deutsche Wirtschaft wird den Gegenwind der Eurokrise, ber auch der Weltwirtschaft zu spüren bekommen. Wir sehen jetzt schon gewisse Abschwächungstendenzen in den Produktionszahlen, aber auch in den Auftragseingängen“, erklärt DIW – Konjunkturchef Ferdinand Fichtner in einem Interview , erklärt DIW – Konjunkturchef Ferdinand Fichtner in einem Interview (das Interview in voller Länge – hier).

Das größte Risiko für die exportabhängige deutsche Wirtschaft sei noch immer die Euro-Krise. „Es ist immer noch nicht auszuschließen, dass die Krise nochmals eskaliert, obwohl die EZB mit ihrem recht konsequenten Auftreten dazu beigetragen hat, die Märkte zu beruhigen.“ Bisher rechnet das DIW für dieses Jahr jedoch mit einem Wachstum von 0,9 Prozent und 1,6 Prozent im kommenden Jahr.

Kommentare

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  1. rundertischdgf sagt:

    3 Millionen Arbeitslose werden doch bei uns als Vollbeschäftigung verkauft. Die Lösung kann aber die Losung hinter roten Fahnen sein.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/09/29/umfairteilung-sinnvolle-demos-parteipolitischer-misbrauch-bereits-wahlkampf/

    • rundertischdgf sagt:

      Söllte richtig so heißen:

      Die Lösung kann aber nicht hinter die Losung mit roten Fahnen gesucht werden.

  2. Walküre sagt:

    Wer glaubt denn noch an solche schön gerechneten Statistiken, die spiegeln doch schon lange nicht mehr die Wirklichkeit wieder!

  3. fan sagt:

    Die großen Krisen, egal welche, fingen immer klein-klein an und entwickelten sich mit einer Verselbständigung ihrer Eigendynamik in eine nicht mehr aufzuhaltende Spirale in die negative Richtung.

    Und die EZB, geführt von Draghi, dem Befehls-Empfänger von Goldman Sachs und seinem GS-Mitläufer Assmussen, werden schon die notwendigen Maßnahmen für Goldman Sachs einleiten..!

  4. Peter G. sagt:

    Man sollte nicht den Fehler machen, die genannten Arbeitslosenzahlen als absolut zu betrachten und wenigstens von „angeblichen“ oder „offiziellen“ Zahlen sprechen, denn die tatsächliche Quote ist wesentlich höher. Sonst trägt man zur Desinformation der Leser bei.

  5. G.N. sagt:

    Und es kommt noch viel schlimmer.

    Großartiger und aufklärender Film über die Finanzkrise
    Der große Reibach (Teil 1)

    http://videos.arte.tv/de/do_logout/videos/der-grosse-reibach–6965918.html

    Als Margaret Thatcher in Großbritannien und Ronald Reagan in den USA die Regierung übernahmen, starteten diese beiden überzeugten Anhänger mit Hilfe von Wirtschaftsberatern der mächtigsten Großbanken eine Deregulierungskampagne sondergleichen: Stück für Stück zerschlugen sie alles, was nach der großen Depression 1929 und der Nachkriegszeit geschaffen worden war, um dem Kapitalismus eine soziale Komponente zu geben. Ihre Nachfolger, ob konservativ oder “links”, führten diese Politik fort. So bestand ironischerweise die letzte Amtshandlung des Demokraten Bill Clinton im Oval Office in der Unterzeichnung eines Gesetzes, das den Staat völlig entwaffnen und Finanzmärkten endlich erlauben sollte, sich so zu entwickeln, wie es ihnen beliebte.
    Das neue Zeitalter führte zu allgemeiner Verschuldung und einem Spekulationskapitalismus, in dem der sofortige Profit verlockender ist als Investition und in dem nicht mehr der einzelne Anleger, sondern die ganze Welt die Risiken trägt. Zwischen Produktions- und Finanzsektor tat sich ein tiefer Graben auf.
    Spekulation hatte es im Kapitalismus schon immer gegeben. Doch was früher als Ausnahme galt, wurde nun die Regel. Die weltweite Finanzwirtschaft geriet aus den Fugen: Das Oligopol der Großbanken wurde zum Unsicherheitsfaktor, und mit der neuen Wirtschaftselite wuchs die soziale Ungleichheit. Doch dann riss die Realität die Finanzriesen aus ihren Träumen: im Jahr 2007 implodierte das System.
    Die Filmemacher Jean-Michel Meurice und Fabrizio Calvi bieten einen Einblick in das Zusammenwirken jener Mechanismen, die die Finanzwelt in die aktuelle Krise geführt haben.

    Der Tanz der Geier (Teil 2)

    http://videos.arte.tv/de/do_logout/videos/der-tanz-der-geier–6965924.html

    Geschäftsbanken, Hedgefonds und Versicherungen spielen mit Risiken und Vertrauen, mit wahren und falschen Werten. Derivate werden immer komplexer, Kommissionen steigen ins Unermessliche, und Geldmengen bewegen sich immer schneller um die ganze Welt. Die Gefahr einer Finanzblase steigt. Ob Rohstoffe, Immobilienkredite oder undurchschaubar gewordene Finanzinstrumente – die Spekulanten machen auf der Suche nach Profit vor nichts halt.
    Wie konnte sich dieses System durchsetzen, und warum können die Staaten es nicht mehr kontrollieren? Die Antwort scheint nahe zu liegen: Die Bankiers haben die Macht übernommen. In den Vereinigten Staaten etwa ist die “Krake” namens Goldmann Sachs allgegenwärtig und viele Männer und Frauen in Machtpositionen waren oder sind immer noch für diese Bank tätig. Auch in Europa, vor allem in Brüssel, schreiben die omnipräsenten Banken den Staaten ihre Gesetze vor. Und eine Änderung ist trotz globaler Finanzkrise nicht in Sicht.

  6. Coza sagt:

    So lange ich noch etwa 80 Stunden in der Woche arbeiten darf/muss, sehe ich da keine Gefahr. In meiner Region jammern alle wegen fehlender Fachkräfte.

  7. Zaldure sagt:

    3 Millionen Arbeitslose im Jahr 2013
    4.469.701 ALG 2 Empfänger im Jahr 2012
    856.000 ALG 1 Empfänger

    = 5.325.701 Empfänger von ALG 1 und ALG 2

    Haben aber „nur“ 3 Millionen Arbeitslose
    Sind 2,3 Millionen Menschen einfach nicht hilfebedürftig und bekommen trotzdem Unterstützung? ^^

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/242062/umfrage/leistungsempfaenger-von-arbeitslosengeld-ii-und-sozialgeld/

    1.704.555 SGB XII (nicht arbeitsfähig, unwichtig)

    Mitte 2011 gab es in Deutschland etwa 20,5 Millionen Rentner. Demgegenüber stehen etwa 35,4 Millionen Beitragszahler.
    http://tagesschau.de/inland/faqrente102.html

    5.325.701 Empfänger + 35400000 Beitragszahler
    = 40.725.701

    5.325.701 / 40.725.701 * 100 = 13,077% Oh, tolle Zahl.

    Was werden wir für unsere offiziell niedrige Arbeitslosigkeit von allen beneidet.

    lg
    Zaldure

  8. G.N. sagt:

    Und es kommt noch viel schlimmer.

    Großartiger und aufklärender Film über die Finanzkrise
    Der große Reibach (Teil 1)

    http://videos.arte.tv/de/do_logout/videos/der-grosse-reibach–6965918.html

    Als Margaret Thatcher in Großbritannien und Ronald Reagan in den USA die Regierung übernahmen, starteten diese beiden überzeugten Anhänger mit Hilfe von Wirtschaftsberatern der mächtigsten Großbanken eine Deregulierungskampagne sondergleichen: Stück für Stück zerschlugen sie alles, was nach der großen Depression 1929 und der Nachkriegszeit geschaffen worden war, um dem Kapitalismus eine soziale Komponente zu geben. Ihre Nachfolger, ob konservativ oder „links“, führten diese Politik fort. So bestand ironischerweise die letzte Amtshandlung des Demokraten Bill Clinton im Oval Office in der Unterzeichnung eines Gesetzes, das den Staat völlig entwaffnen und Finanzmärkten endlich erlauben sollte, sich so zu entwickeln, wie es ihnen beliebte.
    Das neue Zeitalter führte zu allgemeiner Verschuldung und einem Spekulationskapitalismus, in dem der sofortige Profit verlockender ist als Investition und in dem nicht mehr der einzelne Anleger, sondern die ganze Welt die Risiken trägt. Zwischen Produktions- und Finanzsektor tat sich ein tiefer Graben auf.
    Spekulation hatte es im Kapitalismus schon immer gegeben. Doch was früher als Ausnahme galt, wurde nun die Regel. Die weltweite Finanzwirtschaft geriet aus den Fugen: Das Oligopol der Großbanken wurde zum Unsicherheitsfaktor, und mit der neuen Wirtschaftselite wuchs die soziale Ungleichheit. Doch dann riss die Realität die Finanzriesen aus ihren Träumen: im Jahr 2007 implodierte das System.
    Die Filmemacher Jean-Michel Meurice und Fabrizio Calvi bieten einen Einblick in das Zusammenwirken jener Mechanismen, die die Finanzwelt in die aktuelle Krise geführt haben.

    Der Tanz der Geier (Teil 2)

    http://videos.arte.tv/de/do_logout/videos/der-tanz-der-geier–6965924.html

    Geschäftsbanken, Hedgefonds und Versicherungen spielen mit Risiken und Vertrauen, mit wahren und falschen Werten. Derivate werden immer komplexer, Kommissionen steigen ins Unermessliche, und Geldmengen bewegen sich immer schneller um die ganze Welt. Die Gefahr einer Finanzblase steigt. Ob Rohstoffe, Immobilienkredite oder undurchschaubar gewordene Finanzinstrumente – die Spekulanten machen auf der Suche nach Profit vor nichts halt.
    Wie konnte sich dieses System durchsetzen, und warum können die Staaten es nicht mehr kontrollieren? Die Antwort scheint nahe zu liegen: Die Bankiers haben die Macht übernommen. In den Vereinigten Staaten etwa ist die „Krake“ namens Goldmann Sachs allgegenwärtig und viele Männer und Frauen in Machtpositionen waren oder sind immer noch für diese Bank tätig. Auch in Europa, vor allem in Brüssel, schreiben die omnipräsenten Banken den Staaten ihre Gesetze vor. Und eine Änderung ist trotz globaler Finanzkrise nicht in Sicht.

  9. Nostradamus sagt:

    diese Arbeitslosenzahlen dieses gefakte Instrumentarium.

    Jeder der etwas rechnen kann, zählt zusammen:

    Deutschland hat:

    ca. 82 Millionen Bürger

    minus 20 Millionen Rentner
    minus 10 Millionen Kinder
    minus 40 Millionen die einer Arbeit nachgehen
    minus ca. 1,5 Millionen Pensionäre
    ———————————————————-

    Tabula Rasa ….zählen wir mit den Fingern und es fehlen ca. 12 Millionen !!!!!

    Seit wann sind 12 Millionen 3 % ?????? WO sind diese 12 MILLIONEN ???????

    Ja man kann diese Zahlen auch ganz genau haben man muß nur danach mal googeln – dann kommen die Stistiken angefahren !

    So einbfach ist es die richtigen Arbeitslosenzahlen zu ermitteln !

    Für WAS um alles in der WELT brauchen wir einen der das alles zusammen rechnet und auch noch falsch !

    Einsparpotentiale gäbe es genügend !